Tauchen Bahamas

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Bahamas

5  18.06.2001

Pro:
Erholung pur

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja 

Latour

Über sich:

Mitglied seit:08.06.2001

Erfahrungsberichte:7

Vertrauende:6

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Paradies im Atlantik

Wer den eisigen Temperaturen und den dicken Schneeflocken im Winter entfliehen möchte, dem empfehle ich einen Trip auf die Bahamas. 9 Stunden Flug muss man allerdings für seine Flucht in Kauf nehmen. Aber belohnt werden die Strapazen mit einem Paradies, bestehend aus rund 700 Inseln inmitten von kristallklarem Wasser und schneeweißen Stränden.

Nach einer Zwischenübernachtung in Nassau, der Hauptstadt der Bahamas, ging’s am nächsten Morgen mit Bahamas-Air auf unsere Urlaubsinsel Cat Island. Die 70 Kilometer lange Insel mit den 3 Hotels und ca. 2000 Einwohnern versprach beim Landeanflug Erholung pur. Der Pilot driftete lässig um die Kurve, drückte den Schalthebel nach vorn, schwenkte in die Startbahn ein und versuchte so sanft wie möglich zu landen. Heilfroh schleppten wir uns aus dem Flugzeug und wurden direkt vom Sohn des Besitzers des Greenwood Inns in Empfang genommen. Da der Flugplatz ganz im Norden der Insel lag, konnten wir auf unserer Fahrt nach Port Howe gleich eine kostenlose Inselbesichtigung anhängen. Florian, der Sohn des Hotelbesitzers, hat uns bereits auf der Fahrt mit der Geschichte der Insel die Zeit verkürzt und auf die kommenden Tage und Tauchgänge eingestimmt. Im Hotel wurden wir herzlichst begrüßt und in unsere Zimmer begleitet. Das Hotel bestand lediglich aus 30 Zimmern und wird auch sonst familiär geführt (z. B. Selbstbedienung an der hoteleigenen Bar im Strichlistenverfahren).

Die Sprache auf den Bahamas ist Englisch, allerdings mit einem sehr ausgeprägten Dialekt. In unserem Hotel wurde Deutsch gesprochen, was mir sehr entgegen kam. Die Anlage war wie geschaffen, um den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Absolute Ruhe und kilometerlange feine Sandstrände lagen direkt vorm Hotel. Der einzige, der einem auf dem Spaziergang begegnete, war der Hund „Wiskey“ des Besitzers, der ständig zum Ball spielen bereit war.

Die Temperaturen lagen bei 27° an Land und 25° im Wasser.

Das Hausriff hatte ideale Bedingungen, um sich auf das Tauchen vorzubereiten oder einfach nur um Schnorcheln zu gehen. Die direkt vorm Hotel liegenden Riffe hatten eine Tiefe bis 10 Meter. Natürlich war die Artenvielfalt nicht zu vergleichen mit denen der Außenriffe, aber dennoch waren diese äußerst interessant und abwechslungsreich.

Die Bootstauchgänge wurden mit einem kleinen Boot durchgeführt, welches jedoch genügend Platz für uns hatte. Die Tauchplätze waren meist nach 30 Minuten erreicht und lagen fast alle am Außenriff. Geankert wurde i. d. R. in einer Tiefe zwischen 15-20 Metern. Nachdem man ins Wasser eingetaucht war, erstreckte sich ein unsagbar schöner Korallengarten. Bereits nach wenigen Minuten Tauchzeit gelangte man an die Kante des Außenriffs, welches steil auf eine Tiefe von 300-2000 Metern abfiel. Zu den besonderen Highlights gehörte der Kolumbuspoint. Dieser wurde von den Einheimischen so benannt, da diese der Meinung sind, dass der Entdecker hier strandete, als er „Amerika“ entdeckte. Berühmt wurde der Kolumbuspoint in der Tauchszene durch häufige Begegnungen mit Riffhaien, Rochen, Hammerhaien und den berüchtigten Tigerhaien. Bei all unseren Tauchgängen waren große Barrakudas unsere Begleiter. Aber auch Stachelrochen, ein Ammenhai und eine Vielzahl von Rifffischen waren allgegenwärtig. Eine Artenvielfalt wie am Roten Meer war zwar nicht gegeben, dafür aber eine unsagbar schöne, unberührte und intakte Unterwasserflora uns –fauna.

Während des gesamten Urlaubs sind wir auf kein einziges anderes Tauchboot gestoßen, und auch unsere Crew war stets bemüht keine Beschädigungen an der Unterwasserwelt anzurichten.

Sehr beeindruckt haben mich die klassischen Fächergorgonien, die nicht selten ein Durchmesser von 3-4 Metern hatten. Der gute Ruf der Bahamas ist absolut gerechtfertigt!

Für nicht tauchende Begleiter empfiehlt es sich ein Auto oder Moped zu leihen und damit die Insel zu erkunden. Cat Island hat mit 63 Metern die höchste Erhebung der Bahamas. Auf dem „Berg“ steht ein altes Kloster, von dem man einen überwältigenden Blick über die Insel hat. Wenn man die Augen offen hält, entdeckt man alte Häuser aus der Kolonialzeit und sogar noch einige Baumwollpflanzen von den ehemaligen Plantagen.

Wir hatten uns auf dieser Insel mit ihren hervorragenden Cocktails sehr schnell eingelebt, und daher fiel der Abschied allen nach 13 wundervollen Tagen sehr schwer.

1 Insel gesehen, Nichts gesehen – kann man im Falle der Bahamas sicherlich sagen! Denn hier warten noch 699 weitere Inseln auf ihre Entdeckung.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
DasistnichtDeinBericht

DasistnichtDeinBericht

22.10.2004 09:55

Da schmückt sich jemand mit Deinen Federn: http://www.ciao.de/Bahamas_Allgemeines__Test_2280451

carmen

carmen

27.01.2004 13:52

Mich würde noch interessieren, mit welcher Tauchbasis ihr getaucht seid und was der Spaß gekostet hat. gruß, carmen

zappa4711

zappa4711

17.07.2001 18:06

Der Bericht hat mir sehr gut gefallen.

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  1. Calimero4k
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