Tauchen Great Barrier Reef

Tauchen Great Barrier Reef

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... Im Bericht werde ich hauptsächlich von unserer Tour erzählen und dabei sowohl auf das Schnorcheln als auch auf das Tauchen eingehen, da diese beiden Arten der Erkundung des Great Barrier Reefs wohl doch zusammengehören, was euch aber bitte nicht weiter stören sollte, im Gegenteil. Das Great ... Bericht lesen





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1-6 von 7 Erfahrungsberichten    
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21. Haie, die Schildkröten attackieren!
Erfahrungsbericht von mr.matze über Tauchen Great Barrier Reef
03.12.2001


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Tauchen und Schnorcheln allein ist ja schon toll, am Great Barrier Reef ist es aber definitv unvergesslich !
Kontra: Tja, alles hat seinen Preis, so auch das Tauchen und Schnorcheln, aber es bleibt bezahlbar, denke ich !

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

TEIL 21 meines Urlaubs-Berichte-Marathons.

Wieder einmal ein Teil meiner Reiseberichte zu meinem Australienurlaub und in diesem Bericht geht es nach dem Bericht zu Cairns nochmal um einen der Höhepunkte unserer Tour. Cairns liegt im Nordosten Australiens und ist sowohl mit dem Flugzeug als auch per Bus, Bahn oder Auto zu erreichen, wobei natürlich die Anreise mit dem Flugzeug die bequemste Art darstellt, die für deutsche Verhältnisse astronomischen Entfernungen zwischen zwei Städten zu überbrücken. Im Bericht werde ich hauptsächlich von unserer Tour erzählen und dabei sowohl auf das Schnorcheln als auch auf das Tauchen eingehen, da diese beiden Arten der Erkundung des Great Barrier Reefs wohl doch zusammengehören, was euch aber bitte nicht weiter stören sollte, im Gegenteil.

Das Great Barrier Reef sollte den meisten von euch bekannt sein und weckt bei mir Erinnerungen an wunderschöne, riesige Korallenriffe, die in allen Farben leuchten. Fische, die man in Ihrer Zahl kaum abschätzen kan, umgeben einen beim Schnorcheln und Tauchen und nicht selten hat man das Gefühl, sie schauen einen mit einer genauso großen Faszination an wie man zurückstarrt. Beim Tauchen kann man mit etwas Glück auch Meeresschildkröten und sogar kleinere Haiarten beobachten. Während zwischen Mitte Oktober und Mitte März das Baden an der Küste wegen der tödlichen Jelly Box Fish (Quallen) verboten ist, kann man am Great Barrier Reef ganzjährig Schnorcheln und Tauchen.

Touren, die neben dem Tauchen auch das Schnorcheln am Grest Barrier Reef anbieten, starten fast ohne Ausnahme in Cairns am Hafen, wo man meist frühmorgens mit einem Shuttle-Bus von seiner Unterkunft abgeholt und danach zum Hafen gebracht wird. Unser Ausflugsboot war ein Katamaran, auf dem sich circa 75 Leute tummelten, von denen circa 20 getaucht sind und der Rest schnorchelnd die Riffe erkunden wollte. Die Crew bestand aus 8 Mitgliedern, die allesamt schön, reich und sexy waren und am Anfang hatten wir die Befürchtung, dass es sich um 8 junge Animateure handelte, die uns nach einer langen Nacht im Irish Pub unbedingt um 8 Uhr in der Früh zeigen mussten, wie gute Laune man doch schon um diese uhrzeit haben kann. Viel wurde gescherzt, gewitzelt und gesprochen und man bekam langsam Panik, dass das Thema Sicherheit hier nicht zur Sprache kommen sollte. Wie sich aber schnell zeigte, hatten wir uns glücklicherweise getäuscht, denn nachdem sich alle Mitglieder vorgestellt hatten, gab es dann doch Einführungen zum Riff und der Verantwortung, die auch wir auf unserer Touristentour haben, das Riff zu schützen beziehungsweise so zu verlassen, wie wir es vorgefunden haben. Ein wenig Angst wird einem gemacht, dass man sich bei Unachtsamkeit an scharfen Korallen verletzen kann und auch, dass es giftige Korallen geben kann, die bei Berührung ... sagen wir mal "böse werden können". Die Sache war gut aufgezogen und spätestens jetzt haben sich wohl einige von dem Gedanken verabschiedet, einen Teil des Great Barrier Reefs mit nach Hause nehmen zu können.

Für das Tauchen braucht man (natürlich) kein ärztliches Attest oder Ähnliches, lediglich ein Formular ist zu unterschreiben, dass man bei (bester) guter Gesundheit ist, alle Verantwortung von den Betreibern der Tour auf sich selbst nimmt und auch keine Regressansprüche im Falle eines Unfalls stellen wird. Gut und sicherlich notwendig ist die Unterteilung in verschiedene Gruppen, de auf unserer Tour und sicher auch bei anderen Tauchern vorgenommen wird. Man unterscheidet zwischen denen, die nur mal ein Schnuppertauchen von circa einer halben Stunde machen wollen, denen, die schon mal getaucht sind und den sogenannten "Certified Divern", die bereits einen Tauchschein gemacht haben und mit der Materie vertraut sind.

Die Einführung, die wir gesehen haben, machte auch die Neulinge mit ihrem Gerät und den Westen vertraut, ferner wurden die gängigen Handzeichen und Signale erklärt, bevor es dann je nach Erfahrungsgrad mehr oder weniger schnell mit zwei verschiedenen Tauchlehrern ins Wasser ging. Die ANfänger werden dabei an einem Seil, das in circa 10 Meter Tiefe an einem großen Stein befestigt ist herabgelassen, um sich in eben dieser Tiefe mal die Unterwasserwelt des Korallenriffs aus der Nähe anzusehen. Die erfahreneren Taucher dürfen dagegen schon etwas weiter/tiefer tauchen, wobei die Tauchlehrer unter Wasser so gut es eben geht, bestimmte Korallen, Fische und Muscheln zeigen und eventuell auch berühren, was natürlich hauptsächlich für Muscheln gilt, die eine Breite von über einem Meter haben können, die Korallen sind für Berührung Tabu, da sie jährlich nur um circa 2 Millimeter wachsen.

Jeder, der dieses Tauchangebot wahrgenommen hat, war von der Faszination des Great Barrier Reefs wirklich begeistert ebenso wie alle Schnorchler. Nur, dass die Taucher eben noch eine Spur mehr sehen konnten, was sich vor allem auf die unterschiedlichen Blickwinkel bezieht. Mit unserem Wetter hatten wir wirklich massives Glück, da es ein strahlender Sonnentag war, bei dem kein Wölkchen den Himmel trüben konnte. Aus Gesprächen mit anderen weiß ich jedoch, dass bei etwas schlechterem Wetter und rauher See, der Spaß beim Schnorcheln etwas abhanden kommt, während man beim Tauchen davon zumindest etwas unabhängiger ist.

Neben der ersten Tauchtour, die im Preis von 125 australischen Dollar inbegriffen war (circa 140 DM), wurde eine weitere Tour angeboten, die selbstverständlich noch viel schöner und tiefer sein würde und circa 30 Dollar kosten sollte. Wer auf diesen Marketingtrick hereinfiel, kam also nochmal in einen Tiefenrausch von einer weiteren guten Stunde, die ebenso zu begeistern wusste wie die Erste. Die beiden Touren wurden übrigens an unterschiedlichen Stellen durchgeführt, sodass man mehrere Riffe besuchte, die sich aber in puncto Schönheit und Faszination in Nichts nachstanden. Wer nicht ein Weiteres Mal tauchen wollte, konnte schnorchelnd das Riff erkunden, wobei die reine Schnorcheltour für circa 80 DM angeboten wurde. Für Kurzentschlossene war aber auch die Tauchoption noch vorhanden, man hat dann einfach dementsprechend auf dem Boot nachgezahlt. Mit dem Spruch aus der Überschrift wurde übrigens einerseits dazu verführt, einen Tauchgang mitzumachen, auf der anderen Seite hat man auf dem Boot auch Unterwasserkameras verkauft, mit denen man derartige unvergessliche Momente auf Film festhalten konnte. Die Kameras kauft man sich übrigens besser an Land, da sie dort billiger sind, von den Fotos der Einwegkameras sollte man sich indes nicht zu viel versprechen, was die Qualität angeht, aber es sind und bleiben unvergessliche, persönliche Erinnerungen, die damit verknüpft sind.

Was die Schnorchelausrüstung anbetraf, waren wir vollauf zufrieden. Für circa 7 DM konnte man einen Mini-Neoprenanzug leihen (arm- und beifrei), was ich angesichts der brennenden Sonne und dem Wärmeaspekt auf jeden Fall empfehlen würde. Bei der Schnorcheleit konnte man noch Auftribesgürtel umschnallen, die das Ganze etwas bequemer machten, am Schnorchel und an der Brille selbst gab es nichts auszusetzen. Auch die Taucher waren mit ihrer Ausrüstung zufrieden, am Atemgerät, der Weste sowie der Flasche gab es nichts auszusetzen. Wer seine eigene Ausrüstung mitbringen will, kann das natürlich selbstverständlich tun.

Unser Anbieter hieß "Passions of Paradise" und sollte wohl in jedem Tourbüro Prospekte ausliegen haben, weitere Anbieter findet man in großer Zahl, wobei sich diese qualitativ nicht viel tun sollen. Achten solltet ihr darauf, wieviele Leute auf einem Boot sind und insbesondere Taucher sollten sich erkundigen, wieviele Leute pro Tauchlehrer eingeteilt werden, da man aus Sicherheitsgründen nicht so sehr auf sich allein gestellt sein kann wie das beim Schnorcheln der Fall ist. Auch solltet ihr euch etwas genauer nach den Schnorchel- und Tauchstellen erkundigen, denn die Riffe, die etwas weiter draußen liegen, sind meist wesentlich schöner, aber es gibt auch Touren, die nicht ganz so weit rausfahren. Wenn ihr aber schon mal in der Gegend seid, dann solltet ihr auch das Maximum herausholen und eventuelle eine Stunde mehr in Kauf nehmen, um zum Riff zu kommen. Je nach Boot dauert eine Fahrt zu den Ankerstellen zwischen 2 und 3 Stunden. Übrigens waren wir auch auf genauso einem Eiland, wie Ciao es hier als Produktbild eingestellt hat, einfach herrlich!

Auch mehrtägige Touren werden angeboten, die man in der Nacht an festen Ankerstellen rastet und am nächsten Morgen gleich den nächsten Tauchgang anzugehen. Zahlreiche Reisebüros und auch fast jede Rezeption eines Backpacker Hostels oder einer Jugendherberge werden euch darüber sicher gern informieren, wobei es nie schadet, sich an verschiedenen Stellen Informationen zu holen, um auszuschließen, dass euch jemand wegen anstehender Provisionen eine zu teure Tour andreht. Alles in allem kann ich das Great Barrier Reef mit seinen Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten nur empfehlen. Das Schnorcheln war schon gigantisch und das Tauchen werde ich auf jeden Fall nächstes Mal machen. Einen ersten Schnuppertauchkurs habe ich nach der Rückkehr nach Deutschland schon absolviert. Und irgendwann werde ich auch am Great Barrier Reef in die Tiefe tauchen.

Korallische Grüße, euer mr.matze (c) 3.12.01

Wer klaut dem sollen die Hände abfallen.
Respect all Colours.
   

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