Tauchen Kroatien

Erfahrungsbericht über

Tauchen Kroatien

Gesamtbewertung (10): Gesamtbewertung Tauchen Kroatien

 

Alle Tauchen Kroatien Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


 


Alptraumhafte Tauchkreuzfahrt auf der M/S Nirvana

1  31.08.2001

Pro:
Essen, Koch, Gegend

Kontra:
Tauchguide, Crew, Schiff

Empfehlenswert: Nein 

maex71

Über sich:

Mitglied seit:31.08.2001

Erfahrungsberichte:3

Vertrauende:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 32 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Tauchkreuzfahrt auf der M/S Nirvana in Kroatien

Wir (Tauchgruppe von 27 Leuten) hatten eine einwöchige Tauchkreuzfahrt auf der M/S Nirvana gebucht und mit diesem Bericht möchte ich alle Taucher, die diese Seiten lesen, davor warnen, den gleichen Fehler wie wir zu begehen und auf dieses Schiff zu gehen.
Aber nun einmal in chronologischer Reihenfolge:
Wir kamen am 11.08. um ca. 09.00 Uhr morgens in Split an. Danach wollten wir auf das Schiff, da geplant war, mittags bzw. spätestens nachmittags abzulegen. Zu unserer Verwunderung mußten wir feststellen, daß auf der M/S Nirvana offensichtlich Ravepartys stattfinden. Denn es mußten erst einmal die Boxentürme, Scheinwerfer und alles andere technische Equipment abgebaut werden. Nach 4 bis 5 Stunden warten im Hafen, „enterten“ wir gegen Mittag das Schiff. Die Besatzung kümmerte sich eigentlich nicht um uns. Es stellte sich niemand vor und es zeigt uns auch keiner das Schiff. Das Wort Ignoration trifft am ehesten das Verhalten der Crew, das sich durch die ganze Woche zog. Eigentlich sollte es losgehen, doch unser Tauchguide Dietmar steckte im Stau fest. Nach vielen Vertröstungen kam er gegen 20.00 Uhr an. Wenn ich als Reiseveranstalter seit 5 Jahren solche Reisen anbiete, müßten mir eigentlich die Verkehrsprobleme bekannt sein. Weiterhin sollte man auch davon ausgehen, als Organisator einer solchen Reise vor der Reisegruppe an Bord zu sein. Wir dachten es könnte eigentlich nur noch besser werden – Fehlgedacht. Wir lagen also im Hafen von Split fest, unser Tauchguide sagte er wäre im Stau gestanden – das war´s. Uns wurde zugesichert, ab 24 Personen das Schiff für uns alleine zu haben, von dem wir auch ausgingen. Doch Besitzer Milan lud 7 „Special Guests“ auf das Schiff ein, was nicht nur den sowieso kaum vorhanden Platz einschränkte, sondern auch die Wartezeiten beim Duschen oder auf der Toilette verlängerte. Mit der Crew waren dann ca. 42 Personen an Bord, die sich 3 Toiletten und 2 Duschen teilen durften. Ach ja, einen ausgewachsenen Schäferhund hatten wir auch noch an Bord. Die Stimmung schon etwas angeheizt, hofften wir, daß uns wenigstens die Tauchplätze entschädigen würden. Aber jetzt kommt´s erst noch: Unser Tauchguide kannte keinen einzigen Platz. Es gab weder ein Briefing (wie auch), noch einen Strömungscheck, noch half einem jemand beim raufklettern auf das Boot. Das ist nicht angenehm, mit einer 15 Liter Flasche und Blei eine ca. 3 Meter hohe Leiter ins Boot raufzuklettern. Beim zweiten Tauchgang betauchten wir ein Wrack und man muß sagen, daß dieser Tauchgang gut war. Dann kam Tauchgang drei: Laut unserem Tauchguide war an diesem Platz keine Strömung. Also rein ins Wasser. Danach zog es einem beinahe die Flossen aus, so stark war die Strömung. Einer aus der Tauchgruppe bekam Kreislaufprobleme und mußte gerettet werden. Im Zuge dieser Rettungsaktion trieben mindesten 6 Leute einige hundert Meter ins offene Meer und hatten keine Chance mehr zurückzukommen. Hier ging es um Leben und Tod und unsere Crew stand an Deck und lachte und winkte den Abgetriebenen zu. Das Beiboot wurde nicht zu Wasser gelassen – nur einmal als der Schäferhund spazieren gefahren wurde. Man muß schließlich Prioritäten setzen!?! L Diese Situation zeigte uns sehr deutlich, wie gerne wir auf diesem Schiff gesehen wurden. Letztendlich fuhren wir mit dem Schiff los und sammelten die Leute wieder ein. Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt. Was dann folgte war die nächste Frechheit. Durch einen sehr positiven Artikel in der Tauchen freuten wir uns auf die Tauchgänge rund um Korcula. Bei den nun folgenden vier Tauchgängen sahen wir außer Seegras nichts – keine Höhle, keine Überhänge, keine Wracks, lediglich Seegras. Auf diese Situation angesprochen, meinte unser Tauchguide: „Auch im Seegras gibt es interessante Dinge zu entdecken“. Auf das Tauchen möchte ich nun nicht weiter eingehen, denn wir hatten in dieeser Woche ca. 3-4 gute Tauchgänge und der Rest war Scheiße. Es sagt ja wohl alles, wenn die Leute mit 120 oder 130 bar Restdruck wieder aus dem Wasser steigen oder gar nicht mehr tauchen gehen.
Nun zum Schiff: Das komplette Vordeck war mit Tauchgerödel voll und unter dem einzigen Schatten auf diesem Kahn standen die Kompressoren. Auf dem Sonnendeck gab es weder Schatten noch Auflagen, lediglich drei kaputte Liegen. Der Service war auch vom allerfeinsten. Es war einem beinahe peinlich jemanden von der Crew was zu fragen, denn man wurde mit regelmäßiger Nichtbeachtung bedacht. Wenn man nach einem Tauchgang ein Bierchen trinken wollte, ging das oft nicht, weil die Frau vom Bootsbesitzer den Zapfhahn abgeschraubt hatte. Warum ? – Keine Ahnung. Außer die 7 „Special Guests“ – denen ging´s richtig gut. Ich habe schon viele Reisen unternommen, aber ich wurde noch in keinem Ort auf der Welt von Angestellten so behandelt wie auf der M/S Nirvana.
Zwei positive Sachen möchte ich auch nicht unterschlagen:
1. Der Koch bzw. das Essen. Es war zwar nicht immer viel, aber sehr gut. Auch der Koch und der Bootsjunge waren nette Kerle. Die paßten gar nicht auf diesen Kahn.
2. Die Tatsache, daß wir abends immer einen kleinen Hafen anliefen und so die Möglichkeit hatten, uns im Dorf umzuschauen und uns an die Promenade zu setzen. Es war richtig idyllisch. Und Getränke konnte bzw. mußte man in einem Supermarkt ja auch kaufen, da es am Schiff zeitweise nichts gab.
Was uns auch verwunderte, war das Auslaufen jeden Tag. Wir liefen um 10 Uhr aus, schipperten 2-3 Stunden, gingen dann so um 13.00 oder 14.00 Uhr tauchen und bekamen um 16.00 Uhr Mittagessen ?!? Wir hatten aufgrund dieser Verspätungen bis auf ein Mal nie die Möglichkeit mal in einer Bucht zu baden und Spaß zu haben.
Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich alle Sachen, die negativ waren aufgezählt habe, aber ich möchte mit diesem Bericht nur erreichen, daß andere Tauchkollegen nicht den gleichen Fehler machen und bei Dietmar eine Tauchkreuzfahrt auf der M/S Nirvana buchen.
Sollte es noch Fragen geben, stehe ich unter der angegebenen e-Mail Adresse gerne zur Verfügung.
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
joebroker

joebroker

28.10.2003 18:33

Ein echter Horror! Werde mir das Schiff auf meine schwarze Liste nehmen.

uwbiker

uwbiker

06.02.2003 22:54

Leider werden die Chaoten im Tauchsport immer mehr. Das liegt wohl am ständig zunehmenden Kommerz und an der Konkurrenz. Viel Glück beim nächsten Urlaub.

rofi

rofi

31.08.2001 16:39

"Nirvana" - der Name scheint Programm zu sein ;-)

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 952 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (100%):
  1. Mariolino
  2. oldtatti
  3. joebroker
und weiteren 29 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.
Das könnte Sie interessieren
Nirwana Bali G.C., Bali Nirwana Bali G.C., Bali

Zu diesem Produkt wurde noch kein Erfahrungsbericht geschrieben. Jetzt bewerten
Jetzt kaufen
Bintan Lagoon G. and Beach Resort, Bintan Bintan Lagoon G. and Beach Resort, Bintan

Zu diesem Produkt wurde noch kein Erfahrungsbericht geschrieben. Jetzt bewerten
Jetzt kaufen
Tauchen Ko Samui Tauchen Ko Samui
(+) spaßige Anfahrt, gute Sicht, Fischschwärme und manchmal einen Walhai
(-) vielleicht die Anfahrt, wäre nett, wenn die etwas kürzer wäre
7 Testberichte
Jetzt kaufen