Tauchen Sulawesi

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... Wasser ist während des Tauchens frei, Softdrinks kosten 1 USD. - Preise und Angebote - Die Eco Divers Manado Tauchbasis bietet folgende Aktivitäten an: - Tagesfahrten - Nachttauchen - Wracktauchen - Hausrifftauchen mit und ohne Begleitung - Anfängerausbildung (PADI u.a.) - Spezial- ... Bericht lesen





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Das El Dorado für Makro-Fans
Erfahrungsbericht von carmen über Tauchen Sulawesi
13.04.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: unglaubliche Korallenvielfalt, spektakuläre Makro - Fauna, recht preiswert, gute Tauchbasen
Kontra: teilweise Verschmutzung des Meeres, kein Großfisch

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

So, nun will ich mich mal daran machen, die Neugierde meiner Tauchfans zu befriedigen mit einem Bericht über unsere Lieblingsbeschäftigung in unserem letzten Urlaub, der nun leider schon soooo lange wieder her ist.
Dieser Bericht wird von zwei Tauchbasen handeln, mit denen wir je eine Woche tauchen waren. Und Achtung: er wird verdammt lang!
Beide Tauchgebiete liegen im Norden der Insel Sulawesi im Indonesischen Archipel.


** Eco Divers Manado **

- Die Basis -
Die Eco Divers Manado sind im bereits von mir beschriebenen Tasik Ria Ressort beheimatet.
Die Tauchbasis liegt direkt vor dem Strand auf dem Gelände des Hotels und ist im Grunde nicht zu verfehlen. Von hier sind es nur wenige Schritte bis zum Kai, wo auch das Boot liegt, angeblich eines der besten in Indonesien.

Die Basis hat zwei Gebäude; in dem einen ist der große Aufenthaltsraum, das Büro und der Seminarraum, in dem die Tauchausbildung durchgeführt wird.
Überall hängen Fotos der hiesigen Unterwasserwelt, liegen Bücher aus, in denen man blättern und sich auf die Flora und Fauna des Bunaken Nationalparks vorbereiten kann

Gleich nebenan sind weitere Räume. Hier kann man sich die fehlenden Ausrüstungsgegenstände aussuchen und anprobieren. Es gibt einen Trockenraum, den Kompressorraum und Möglichkeiten zum Spülen der Ausrüstung, wobei man die nie selbst spülen muß.

Eco Divers benutzen 12l-Alu- oder Stahlflaschen mit DIN und INT-Anschluß sowie Ausrüstung verschiedener Marken, die sehr gut in Schuß ist.


- Ausstattung des Bootes -
Die Tauchbasis hat eigentlich zwei Boote, eines davon haben wir aber zu unserer Zeit nur auf dem Trockenen gesehen.
Das Boot war recht groß und ordentlich ausgestattet. Es gibt eine Hauptkabine, eine Küche, ein WC, Sonnendeck und Sitzplätze. Auf der Taucherplattform ist in der Regel genug Platz für das Tauchequipment aller Taucher, von denen maximal 16 mitgenommen werden.
Die Boote sind alle mit Sauerstoff, Funk und Erste-Hilfe-Koffer ausgerüstet.

Von der Sauberkeit gab es im Grunde auch keine Beanstandung, auch wenn die Toilette nicht gerade lecker war. Aber das ist auf Booten fast immer so.
Wasser ist während des Tauchens frei, Softdrinks kosten 1 USD.


- Preise und Angebote -
Die Eco Divers Manado Tauchbasis bietet folgende Aktivitäten an:
- Tagesfahrten
- Nachttauchen
- Wracktauchen
- Hausrifftauchen mit und ohne Begleitung
- Anfängerausbildung (PADI u.a.)
- Spezial- und Fortgeschrittenenkurse

Hier einige Preise (Stand Februar 04):
Tagesfahrt mit 3 Tauchgängen incl. Mittagessen, Flaschen, Blei - 65 USD
Nachttauchgang - 20 USD
Hausrifftauchgang (begleitet) - 20 USD
Schnorcheltag - 25 USD
Spezial Tauchtrip Lembeh Street oder Bangka Island (2TG) - 80 USD

Paketpreise:
05 Tage (15 TG) - 300 USD
08 Tage (24 TG) - 450 USD
10 Tage (30 TG) - 550 USD
jeder weitere Tag nach einem Paket - 55 USD

Ausrüstung:
Ausrüstung komplett - 25 USD
Paketpreis für 5 Tage - 20 USD/ Tag
Jacket - 8 USD
ABC - 5 USD
Anzug - 8 USD
Lungenautomat mit Computer- 12 USD
Lampe - 6 USD
Unterwasserkamera (ohne Film) - 25 bis 35 USD


- Das Tauchprogramm -
Die Ecos fahren nach einem festen Programm, wobei die Tauchplätze nicht festgelegt sind, sondern nach den jeweiligen Wettergegebenheiten bestimmt werden.

Sonntag, Montag, Mittwoch und Freitag werden jeweils 2 Tauchgänge im Bunaken Nationalpark und einer am Hausriff gemacht. Dienstag, Donnerstag und Sonnabend sind es ganze 3 Tauchgänge im Bunaken.
Fahrten zur Lembeh Street werden extra ausgeschrieben und man muß sich dafür einschreiben.

Für das Tauchen im Bunaken Nationalpark ist eine Gebühr von 150.000 Rupien zu bezahlen (ca. 15 Euro).
Wer dann noch woanders taucht, sollte darauf achten, diese Plakette auch mitzunehmen, denn sollte man dann noch mal nach Bunaken kommen, braucht man sie wieder. Sonst muß man nochmal zahlen. Aber es gibt auch Tagesplaketten für 50.000 Rupien. So kann man sich für die günstigere Variante entscheiden.


- Kurse -
Discover Scuba (pool dive) - 25 USD
Discover Scuba Diving (pool + reef) - 50 USD
Scuba Diver - 195 USD
Open Water Diver - 315 USD
Fastrack Open Water Diver - 355 USD
Referral dives for Open Water Diver (2/4) - 95 / 155 USD
Adventure Diver - 150 USD
Advanded Open Water Diver - 350 USD
Rescue Diver - 295 USD


- Ein ganz normaler Tauchtag -
Hat man sich für den Tauchtag eingeschrieben, sollte man entweder 8 Uhr an einem Tag mit 3 Tauchgängen und um 8 Uhr 30 an dem mit 2 Tauchgängen am Boot sein. Schuhe ausziehen und in die vorgesehen Kiste legen. Die Ausrüstung ist bereits an Bord, darum kümmert sich die Crew. Wie um die ganze Vorbereitung. Man muß im Prinzip keinen Handschlag machen, alles wird an die Flaschen gebaut, so daß man vor dem Tauchgang nur noch checken muß

Handtücher sind auf dem Boot vorhanden, für jeden eines. Man kann sich aber auch eines der Poolhandtücher noch zusätzlich mitnehmen.

Liegeplätze gibt es ebenfalls genug auf dem Boot. Aber nur wenige sind im Schatten. In der Regenzeit sind die Auflagen oft durchweicht, so daß das Liegen darauf nicht angenehm ist. Auch muß man übel aufpassen mit der Sonne. Wir hatten nun im Februar immer eine bedeckten Himmel, aber einige von uns waren dann übel verbrannt, weil die Sonne hier eine enorme Strahlung hat.

Bis zum Bunaken Nationalpark, der vor der Küste Manados liegt, dauert die Fahrt in der Regel eine gute Stunde. Also genug Zeit zu relaxen oder mal ein Buch für den ciao-Bücherfrühling zu lesen.
Kurz vor Ankunft am Tauchspot erfolgt dann das übliche Briefing, bei dem der verantwortliche Tauchguide über örtliche Gegebenheiten, Sehenswertes oder andere Besonderheiten des Tauchplatzes informiert und die Gruppen zusammengestellt. Bei jeder Gruppe, auch bei den erfahrenen Tauchern, ist auf jeden Fall ein Guide dabei.

Nach dem ersten Tauchgang wird Mittagessen gereicht, das wirklich sehr schmackhaft und abwechslungsreich ist. Es gibt natürlich Reis oder Nudeln, meist zwei bis drei Fisch- oder Fleischgerichte und als Dessert Obst.
Danach ist wieder Ruhen angesagt, bis das ganze Spiel für den zweiten Tauchgang von vorn beginnt.

Alle Tauchgänge sind übrigens auch hier Bootstauchgänge, bei denen man vom Boot ins Wasser springt, aber im Gegensatz zu Ägypten wird man dort aufgelesen, wo man am Ende des Tauchganges auftaucht. Schließlich kann die Strömung hier enorm sein.

Die Betreuung war übrigens stets professionell, auch wenn sich die Guides auch durchaus unterscheiden können. Bei Jimmy hatten wir das Gefühl, daß er noch lernen muß, sich besser um die unerfahrenen Taucher zu kümmern. Was aber immer auffiel, waren die extrem geschulten Augen der einheimischen Guides. Was die so alles entdeckten im Dschungel der Korallen - phänomenal. Man kann durchaus sagen, daß erst durch sie das Tauchen in diesem Makrogebiet zum Erlebnis wurde.


- Tauchgebiete -
Das Tauchgebiet vor Manado ist der Bunaken Nationalpark. Dort gibt es ca. 26 Tauchspots von einfach bis schwierig. Weitere sind dann noch in der Lembeh Street, wohin die Tagesfahrten gehen, aber auch die Gegend um Bangka wird angefahren.
Tauchen in Bunaken bedeutet Wall-Diving. Alle Tauchspots bestehen aus Steilwänden, an denen man sich von einer Ecke zur anderen hangelt. Na ja, und manchmal wird man von einem zum anderen Ende geschoben., nämlich von einer monströsen Strömung. Meist ist aber wenigstens das Austauchen gemütlich auf Riffdächern, wo es in der Regel auch noch eine Menge zu sehen gibt.
Einige schöne Spots will ich hier mal benennen.

Tanjung Pisok: ist ein schön abfallender Hang mit vielen Korallen. Hier haben wir Büffelkopfpapageifische gesehen, Rasierklingenfische, viele Nacktschnecken, Flöten- und Trompetenfische, Schwärme von Rotzahndrückern, Fledermausfische und viele Kleinkrebse. Das Austauchen erfolgt auf einem schönen Plateau.

Paser Panjang: ist eine Wand zwischen steil und leicht abfallend. Hier gibt es viele Weichkorallen und kleine Korallentürme. Man findet oft Schildkröten, Rotfeuerfische, Makrelen, Thunfische, Napoleons und Schwarmfische, aber auch die für das ungeübte Auge unsichtbaren Pymäen-Seepferde.

Lekuan 2: eine ausgesprochene Steilwand mit Schwärmen von Rotzahndrückern, einer riesigen Schildkröte, neugierigen Makrelen, jagenden Riesendrückern, einem Schaukelfisch und mehreren Napoleons.

Spektakulär gut war übrigens auch das Hausriff. Erst dachte ich ja, das kann nichts vernünftiges sein, denn schließlich waren das ja nicht die Malediven. Und wahrlich, das Wasser war ziemlich trübe und der Boden teilweise schlammig. Aber zu sehen gab es unglaublich viel: viele frei schwebende Rotfeuerfische, Mandarinfische, Flügelroßfisch, Seegrasgeisterfische, Geistermuränen, Flunder, Fangschreckenkrebse und Schaukelfische.


- Service -
Am Ende der Tauchzeit wird das Equipment von der Basis gewaschen und getrocknet, so daß man es nur noch einpacken muß.
Zahlen kann man hier mit Kreditkarte.


- Meine Meinung -
Abgesehen davon, daß die Basis anfangs etwas Streß macht - man muß denen dann einfach deutlich machen, daß man im Urlaub und nicht auf der Flucht ist - war die Basis professionell geführt und außerordentlich zuverlässig. Der Leiter Kim ist zwar eine Schlaftablette, aber einige der Guides sind recht rege.
Insgesamt waren wir auch mit dem Tauchen durchaus zufrieden. Zwar war es irgendwann langweilig, immer nur an Steilwänden herumzuhängen, und Großfisch gab es hier ebenfalls kaum, aber die vielen Kleinfische und das andere Getier, das man landläufig als Makrofauna bezeichnet, hat doch irgendwie entschädigt. Denn solche Seltenheiten wie Pygmäen-Seepferd, Pegasus, Mandarinfisch und Seegrasgeisterfisch sieht man nicht alle Tage. Angenehm war auch, daß man an den Tauchspots fast allein unterwegs ist und das Wasser nicht mit 50 anderen Tauchern teilen muß.

Was mich allerdings mächtig geärgert hat, war die Wasserverschmutzung. Da zahlt man nun als Taucher seinen - für indonesische Verhältnisse hohen - Beitrag für die Erhaltung der Unterwasserwelt, und dann schwimmt man zwischen Mülltüten, Plastikverpackungen und Dreck umher. Das ist echt eine Schweinerei.


- Daten -
Eco Divers Manado at Tasik Ria Resort
Jl. Raya Trans Sulawesi
Tasik Ria, Manado 95351
North Sulawesi, Indonesia
Phone: (62-431) 824445
Fax: (62-431) 823444
Email: info@tasikria.com


** Gangga Island Dive Resort **

Nach einer Woche wechselten wir nach Gangga Island vor der äußersten nordöstlichen Küste Sulawesis. Ja, und hier kam endlich Südseefeeling auf. Aber das ist Gegenstand eines anderen Berichtes zum Resort selbst.


- Die Basis -
Die Basis befindet sich direkt im Hotel, unmittelbar am Strand. Es ist ein Holzhaus, wie alle anderen Häuser auf der Insel auch. Dadurch fügt es sich wunderbar in die Architektur der Siedlung ein. Zur Basis gehört das Haupthaus, wo sich die Ausrüstung, das Büro, der Schulungsraum und die Arbeitsplätze für die Fotografen befinden. Ein anderes Gebäude beherbergt die Werkstatt und den Kompressorraum, ein weiteres den Waschraum.
Alles ist auf kürzestem Raum erreichbar.
Allerdings ist die Basis nicht rund um die Uhr geöffnet, sondern hat feste Öffnungszeiten.

Die Ausrüstung – ich habe mir eine Weste geliehen – ist in ordentlichem Zustand. An Flaschen benutzt die Basis 10l-Alu mit INT-Anschluß. Deshalb vorsichtshalber immer einen Adapter mitnehmen.


- Ausstattung des Bootes -
Die beiden Tauch-Boote von den insgesamt 6 Booten sind um einiges einfacher als die der Eco Divers. Es sind einstöckige Holzboote, die nicht viel Platz bieten. Das war schon mal sehr gewöhnungsbedürftig, weil sie schnell überfüllt wirken.
Der Heckbereich ist vollständig ausgefüllt vom Motorraum. Daran schließt sich der wirklich winzige Vorbereitungsbereich für die Taucher an, dann die beengte Kabine und ein offener Sitzbereich am Bug.

Dafür, daß auf dem Boot bis zu 14 Taucher mitgenommen werden, ist es für meine Begriffe viel zu eng. Das macht sich vor allem auf der „Taucherplattform“ bemerkbar. Auf diesem Mittelteil des Schiffes, das nur ca. 2 m lang ist, steht eine Bank, wo alle Flaschen drauf sind. Unter der Bank sind die Boxen mit dem Equipment der Taucher deponiert. Zwei Tauchen müssen sich eine Box teilen.
Beim Anziehen geht es dann auch immer echt eng zu, denn obwohl die Taucher in Gruppen eingeteilt werden und sich nacheinander fertig machen, gibt es trotzdem ein ziemliches Gewusel, was mir furchtbar auf die Nerven ging. Dazu hatten wir ja noch drei Fotografen an Bord mit riesigen Kameras, die eine Menge Platz einnahmen und immer die erste Geige spielten, alles nach ihrer Pfeife tanzen ließen - das hat wirklich keinen Spaß gemacht.
Zudem konnte man in der Kabine kaum persönliche Sachen sicher unterbringen. Bei Wellengang fiel alles um oder zu Boden, das ganze Innere des Bootes wurde naß.

Eine Toilette gibt es auf den Booten nicht. Nach dem Tauchen wird einfach ein gemeinsames Pinkeln veranstaltet - falls die Guides nicht wieder in großer Eile die Leiter hochziehen, sobald der letzte aus dem Wasser ist. Das war der zweite Punkt, der mich wahnsinnig gemacht hat: die Hektik. Alles lief nach dem Motto ab, husch, husch, ins Wasser, schwimm, schwimm, raus aus dem Wasser und ab ins Körbchen. So als könnten die es nicht erwarten, wieder nach Hause zu kommen. Furchtbar, sowas war ich von Asien sonst nicht gewöhnt.


- Preise und Angebote -
Die Gangga Island Tauchbasis bietet folgende Aktivitäten an:
- Tagesfahrten
- Nachttauchen
- Anfängerausbildung (PADI u.a.)
- Spezial- und Fortgeschrittenenkurse

Hier einige Preise (gültig ab 1.4.04)
3 Tauchtage (6TG) 2 TG täglich Boot, Flasche, Blei – 250 €
5 Tauchtage (11TG) 2 TG täglich Boot, Flasche, Blei, 1 Nachttauchgang – 348 €
7 Tauchtage (16TG) 2 TG täglich Boot, Flasche, Blei, 2 Nachttauchgänge- 457 €
10 Tauchtage (22TG) 2 TG täglich Boot, Flasche, Blei, 2 Nachttauchgänge- 533 €
Aufpreis für Tagestouren Bunaken oder Lembeh Strasse - 20 USD
Nationalparkgebühr für einen Tauchtag im Bunaken Sea Garden - 5 USD (entfällt, wenn man woanders schon die Jahresgebühr von 150.000 Rupien bezahlt hat.)

Ausrüstung (pro Tag)
Jacket – 12 USD
Lampe - 7 USD


- Tauchprogramm -
Die Basis richtet ihr Programm nach dem Wetter und den Wünschen der Taucher. Wir hatten zum Beispiel einen Tauchplatz, der wirklich ausgesprochen sehenswert war und wollten da unbedingt noch ein zweites Mal hin. Also wurde dem auch entsprochen.

In der Regel wird an den drei Inseln Gangga, Bangka und Talisei in der näheren Umgebung getaucht, da sie genug Spots bieten.
Aber auch Ganztages-Fahrten nach Bunaken oder in die Lembeh Street werden einmal in der Woche angeboten.


- Ein Tauchtag -
Auf Gangga braucht man sich in keine Liste einschreiben, sondern nur Bescheid sagen, ob man beim nächsten Tauchgang dabei ist. Wenn man am Boot ist, fährt man eben mit. Auch Überraschungsgäste sind kein Problem, dann wird die Ausrüstung schnell noch geholt. Offensichtlich hat das die Basisleitung immer im Blick, daß die beiden Boote nie überfüllt sind.
8.15 Uhr geht es täglich los. Die Ausrüstung ist in der Regel bereits an Bord und das Equipment ist dann auch schon montiert. Alles ist vorbereitet, so daß man vor dem Tauchgang nur noch checken muß

Handtücher gibt es auf dem Boot, ebenso wie Trinkwasser, das man kostenlos erhält. Andere Getränke stehen nicht zur Vefügung.

An Liegeplätzen mangelt es natürlich bei so einem kleinen Boot. Man kann im Grunde nur auf dem Dach der Kabine liegen, aber das ist maximal Platz für vier Leute. Dafür hat man nur in der Kabine Schatten. Nur stinkt es da drin ganz oft, weil sich das Diesel in der Bilch sammelt. Mein Schatz erzählte mir von einem etwas stürmischeren Tauchgang, da war viel Diesel ausgelaufen und gaste dermaßen aus, daß es fast gefährlich war, in der Kabine zu rauchen.

Je nach Tauchspot dauern die Anfahrten von 15 Minuten bis zu einer Stunde.
Am Tauchplatz wird das übliche Briefing durchgeführt, bei dem der verantwortliche Tauchguide über örtliche Gegebenheiten, Sehenswertes oder andere Besonderheiten des Tauchplatzes informiert und die Gruppen zusammengestellt. Auch hier hat jede Gruppe, egal ob erfahren oder nicht, ihren eigenen Guide.

Nach dem ersten Tauchgang geht es zum Mittagessen zurück ins Resort - eben italienische Verhältnisse.

Die zweite Ausfahrt erfolgt um 15. 30 Uhr, der Nachttauchgang beginnt um 18.30 Uhr.

Wie schon in Bunaken werden die hiesigen Tauchgänge direkt vom Boot aus begonnen und wie immer in Asien wird man dann vom Boot aufgelesen, wo einen die Strömung hintreibt.

Über die Betreuung durch die Guides kann man überhaupt nicht meckern; sie war jederzeit höchst professionell, sowohl in Hinsicht Orts- und Fauna-Kenntnis, als auch in tauchtechnischer Sachkenntnis. Und auch hier fielen vor allem die extrem geschulten Augen der einheimischen Guides auf, die jedes noch so winzige Lebewesen aufspürten.


- Tauchgebiete -
Gangga Island hat das Glück, genau die Mitte von drei außerordentlichen Tauchgebieten zu bilden. So kann man neben den eigenen 24 Tauchplätzen innerhalb der Inselgruppe Bangka, Gangga und Talisei auch noch nach Osten in die Lembeh Street fahren, wo man an 7 bekannten Spots tauchen kann, oder nach Westen in den Bunaken Nationalpark, den ich im Prinzip schon beschrieben habe.

Die Tauchgebiete hier unterscheiden sich wesentlich von denen in Bunaken. Während dort Steilwände vorherrschten, gibt es hier sandige, korallenreiche Hänge und Slots, Höhlen und Korallentürme. Auch hier herrscht zeitweise eine enorme Strömung, die einen auch mal weit abtreiben kann. Deshalb sollten nur erfahrene Taucher in dieser Gegend tauchen.

Die schönsten Tauschspots liegen nach meiner Meinung um Bangka Island.
Sahaung Dua bietet einen Slot mit Korallenblöcken, schöne, farbige Weichkorallen und jede Menge interessante Tiere: Büffelkopf-Papageifische, Seeschlangen, Sepien, gebänderte Garnelen, Pygmäen-Seepferde, Schaukelfische, Muränen und jede Menge Drachenköpfe.

Auch der nebenliegende Spot Sahaung Satu war nahezu Weltklasse. Gleich zu Anfang sahen wir eine Schule Büffelköpfe, was einfach ein grandioser Anblick war. Einige Tiere kamen uns ganz nah. Daneben begegneten wir Weißspitzen-Riffhaien, einer Riesen-Muräne, sahen jede Menge Kleinfische in schönen Weichkorallen, Baby-Ammenhaie, tolle Garnelen und zum ersten Mal einen schönen blauen Fisch mit gelben Flossen und schwarzen Streifen auf den Seiten. Irgendwann fiel mir ein, wo ich den schon mal gesehen hatte: es ist die Dori bei „Findet Nemo“, im richtigen Leben ein Paletten-Doktorfisch.

Tanjung Arus bietet eine wunderschöne Höhle mit drei Ein- oder Ausgängen, vielen Kleinfischen, Hummern in Nischen, Schwämmen und Weichkorallen. Außerdem konnten wir dort mehrere Napoleons, Fangschreckenkrebse, viele Langnasenbüschelbarsche und verschiedene Kaiserfische sehen.

Auch der Nachttauchgang, den wir mitmachten, war richtig gut. Für diesen inselnahen Platz sahen wir eine ganz Menge, was im Lampenlicht noch spannender wirkte.


- Meine Meinung -
Von den Tauchplätzen und der Fauna her war Gangga Island auf jeden Fall viel sehens- und lohnenswerter als Bunaken. Auch das Wasser war hier sehr viel sauberer, so daß man kein so ungutes Gefühl hatte wegen dem Müll.


- Daten -
Gangga Island Diving Center
Gangga Island
www.ganggaisland.com


** Preis **
Jetzt wird euch sicher noch interessieren, was wir für den Urlaub bezahlt haben. Also, im Paket war drin: Flug Frankfurt – Manado – Frankfurt, 1 Woche Tasik Ria mit Frühstück, 5 Tage Tauchen, eine Woche Gangga Island mit Vollpension, 5 Tage Tauchen.
Das alles hat gekostet 1800 €. Hinzu kam nur noch die Übernachtung in Kuala Lumpur und natürlich alle sonstigen Nebenkosten.
Ein außerordentlich guter Preis, meine ich jetzt so im Nachhinein, wenn ich die Preise für die einzelnen Tauchgänge so ansehe.


** Fazit **
Tauchen in Sulawesi ist spektakulär und wiederum nicht spektakulär. Wer unbedingt immer Großfisch sehen will, der ist hier verkehrt.
Spektakulär dagegen ist die Artenvielfalt in dieser Ecke der Unterwasserwelt. Hier soll es die größte Artenvielfalt an Korallen innerhalb eines Gebietes geben, nämlich über 1000.
Spektakulär sind dazu auch die interessanten Kleinfische und Krebse - kurz Makro-Fauna - die einige Raritäten bieten.
Deshalb mein Fazit: Tauchen in Sulawesi lohnt sich auf jeden Fall.


Einige der Fotos wurden mir von Angela aus Wesel zur Verfügung gestellt, der ich hiermit einen herzlichen Dank sende.

   
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