Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Kuh - Hirten - Kumpel am Lagerfeuer |
| Kontra: |
Karneval ist vorbei |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Es ist wieder einmal soweit. Der Sommer ist da (auch wenn nicht immer zu finden), die angebrochenen Ferien treiben die Menschen auf die Strassen, Karawanen von Campern sind auf den Autobahnen. Westfalen ziehen gen Holland, Holländer nach Westfalen. Ein Hin und ein Her. Da wollte auch Tchibo nicht abseits stehen.
Ein Spot musste her. Denn für das lustige Lagerleben will einiges besorgt werden. Und dieser Bedarf wird neuerdings von Koffeindealern gedeckt. Wo sonst auch sollten unsere Freizeit-Abenteurer mit Familienanhang sich schon ausstatten, wenn nicht beim sympathischen Kaffeeröster nebenan - dabei kurz noch mit dem Nachbarn ein zwei Worte gefachsimpelt, am Stehtisch, mit der Tasse Beste Bohne in der Hand.
Ein Spot also, ebenso einfach, wie das Leben in der Wildnis. Ein Spot für Männer, die noch Männer sind, sich aus tiefschürfenden Überlegungen nicht viel machen, lieber zupacken, etwas Handfestes brauchen – und sei es ein Alubecher. Und die Agentur Scholz & Friends ist genau die richtige, das in Bilder zu bringen.
Und wie sieht das dann aus? "Jupp, schmeiss den Grill an" – "Wo hasse denn die Anzündah?" – "Und gimma'n Biah rübah" – "Wie, Kaffee? " – "Datt gibbett doch nich" – "Watt denn, datt Ding is von Tchibo?" – "Klasse, dann such ma ne Steckdose" – (Der Rest geht im Gelächter unter). So oder so ähnlich hätte es aussehen können. Jeder richtige Freizeit-Zelter hätte sich hier wiedergefunden, sich zuhause gefühlt. Aber nicht mit Scholz und seinen Kumpeln!
Und so sehen wir völlig unerwartet eine Reihe von Cowboy umhersitzen. Verkniffene Fröhlichkeit. Hier und da ein paar Lachfalten wie Kiemen. Getaucht in die Dunkelheit eines zur Nacht werdenden Abends. Irgendwie, als hätte man etwas zu verstecken. Erhellt nur – ja, wodurch erhellt, bleibt ein Geheimnis, denn statt des Campfires findet sich ein Säulengrill zwischen den Jungs. Bei Tchibo erhältlich, wer hätte es gedacht. Zum Grill passend – blinkend und unbenutzt (doch das soll uns nicht irritieren) – liefert der listige Röster dann auch gleich noch das Besteck und die Kaffeebecher. Vorsichtshalber alles mit Preis versehen. Denn umsonst ist nur der Tod, Baby.
Und die wahrscheinlich auf einem Betonsockel verdübelte Kamera zoomt sich dazu in das Gesicht eines der Viehtreiber, kurz bevor dieser, halb lachend, halb redend, versucht, einen Schluck aus dem Becher zu nehmen – und sich die Wildlederweste bekleckern wird. Und damit an der Wild West Idylle kein Zweifel bleibt, nuschelt eine Stimme dazu "A nice campfire, a hot cup of coffee, a fresh beer or a nice barbecue... Big american Taste".
Wow! Die ersten Vorstadt-Cowboys aus Camp Linfort dürften nun dumm gucken – in Ermangelung ausreichender Englisch-Kentnisse ("Watt hadder gesacht? ") aus dem Filmchen aussteigen. Aber was soll's. Schliesslich geht es um Abenteuer. Da kann auf sowas keine Rücksicht genommen werden. Und alle anderen schrauben sich nun stilgerecht die Hüte der Firma Stetson (without Sons) auf den Kopf. Los geht's.
Natürlich sind die Jungs auf ihren Pferden zum Lagerplatz geritten - und haben ihre Zelte dabei. Die Pferde tragen Namen indianische Namen, wie Passat oder Mondeo – und die Zelte hängen hinten an den Pferden dran und sind unter exzentrischen Bezeichnungen, wie Detleffs "Heideglück" oder Knaus "Wüstensturm" bekannt (Mulis, wie Eriba "Plack" kommen nicht vor).
Zwar haben sie leider zu allem Überfluss einen Sheriff dabei, der zuhause "Mutti" genannt wird – aber dafür auch ihre Satelitten-Schüssel. Und das eine oder andere Abenteuer wird schon auf sie warten. Wo auch immer.
Aber wer sind diese Jungs, die hier angesprochen werden sollen? John Wayne ist tot. David McLean, der erste Marlboro-Mann, ist an seinen Lungenemphysemen erstickt. Und die letzten, die in ihrer Jugend noch Karl Mays Gesamtwerk gelesen haben – und meinten, was der nie bis nach Amerika gelangte Schriftsteller da beschrieb, sei der wahre Wilde Westen – dürften langsam in den Siebzigern sein, also zu einer (wenn auch zu unrecht) als eher weniger "sexy" geltenden Zielgruppe gehören.
Die ersten, die einem einfallen, sind die Tchibo-Jungs selbst. Eine Familie, die den Namen Herz trägt. Alle im richtigen Alter. Denn hier ist es längst vorbei mit der Freundschaft. Liegt der show down in der Luft. Auf der einen Seite stehen drei Brüder Wolfgang, Michael und Joachim, denen die Mehrheit an der Holding gehört. Auf der anderen Seite ihr Bruder Günter, der jahrelang den Laden führte. Bis die drei ihn nicht mehr sehen wollten. Ihn seinen Amtes enthoben und – da Günni nur erst richtig zu stänkern anfing – ihm Hausverbot erteilten.
Da nun verbündete sich Günther mit seiner Schwester Daniela. Und seitdem weigert er sich, sein Büro zu verlassen. Darüber, ob er sich am Schreibtisch festgekettet hat, im Büro auch schläft – gibt es keine verlässlichen Auskünfte. Aber es liegen vielleicht Beste, auf jeden Fall Blaue Bohnen in der Luft. Den ersten Schusswechsel gab es auf der Hauptversammlung, auf der die Günni-Gruppe dem neuen Vorstand die Entlastung versagte. Kurz: Auch wenn Harmonie von der Konkurrentin Melitta hergestellt wird, wissen die Tchibioten, wovon sie reden.
Mittlerweile hat sich aber der Staub etwas gelegt. Günni sitzt weiterhin in seinem Büro und ernährt sich von Bohnen. Kann dies also gemeint sein. Ein Hipp Hipp Hura auf die vergangene Zeit der Brüderidylle? Vielleicht. Jedoch unwahrscheinlich – denn damit es ankommt, hätten alle den Sinn verstehen müssen.
Ebenso abwegig ist die Beiersdorf-Variante. Zwar halten die Hanseaten über 25% an dem Drogisten, aber dass die mittlerweile für Kosmetika verbotenen Tierversuche nun durch solche an Menschen an Lagerfeuern ersetzt wurden, lässt sich nicht belegen. Und auch mit dem Reemtsma-Anteil des Rösters lässt sich wenig anfangen – denn, wie gesagt, der Marlboromann, an dessen Legende man hätte anknüpfen können, ist tot.
Als Zielgruppe bleiben also nur die über Vierzigjährigen, die mit den Rauchenden Colts, der Shiloh- oder der Ponderosa-Ranch aufgewachsen sind ("We chased lady luck, 'til we finally struck Bonanzaaaaa - With a gun and a rope and a hat full of hope, we planted our family tree. We got hold of a pot full of gold, Bonanzaaaa ...") – aber einen Hut wie Hoss Cartwright will dann doch keiner haben – und Hop Singh hätte diesen Grill wohl auch nicht benutzt.
Egal. Kleine-Jungen-Phantasien möchten gestillt werden. Also wird der Tchibo-Grill angeschmissen (hier führt Vadder noch das Regiment über das Essen), werden kleine Jungs in die Träume ihrer Väter eingeweiht. Und am Ende, wenn der vierte oder fünfte Clip der Weissblechdose durch die Luft segelt, sind alle as tough as nails.
Ein Mann muss tun was ein Mann tun muss. Das ist doch schön. Für den nächten Morgen, der eher ein Spätnachmittag werden wird, ersetzt die Angelrute den Rifleman. Und die Jungs aus Garmisch-Patenkirchen flüstern ihr Howdy und ihr Yippie a yeah den Fischen zu – sofern kein Gichtanfall dazwischenkommt.
Eine schöne Vorstellung. Leider aber auch nicht ganz ernst zu nehmen. Die Frage, weshalb nun der Hamburger Kaffeeröster gerade diesen Bad Elspe Trash über den Äther schickte, bleibt also letztlich offen. Und da der anrüchige Spot mittlerweile aus dem Programm genommen wurde, bleibt auch nicht viel mehr zu sagen, als: Karneval ist vorbei.
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© 07/2001
| weitere Erfahrungsberichte |
Keine Streichhölzer, dann Standgrill von Tchibo !
Bewertung für Tchibo - Grillende Cowboys von
Hexenmeister66
Pro: als einziges Pro ist die Kameraführung hervorzuheben
Kontra: unreal, schlechte schauspielerische Umsetzung durch die Darsteller, zu wenig Witz in der Handlung des Spots, kaum Dialoge
Hallo,
wer kennt sie nicht, die Tchibos Einkaufswelt, denn Tschibo verkauft seit langen nicht nut Kaffee. Deswegen wirbt auch Tchibo, jede Woche mit einer neuen Welt und nun auch wieder mit einem relativ neune Spot, der aber langsam schon wieder in der ...
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sehr hilfreich
16.07.2001
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Marlboro-Man meets City-Slickers
Bewertung für Tchibo - Grillende Cowboys von
Susa
Pro: viele Produkte werden in kurzer Zeit vorgestellt
Kontra: etwas lächerlich, kein Witz
...OK - ich geb's ja zu! Auch ich bin dem "Tchibo - da - krieg - ich - alles - Fieber" verfallen!
Spätestens, nachdem sich Willy Astor dahingehend geoutet hatte, dass er seine Uhren bei Tchibo kauft, wissen wir wohl alle, dass es da weit mehr gibt al ...
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sehr hilfreich
21.06.2001
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Lagerfeuerflair mit Malboroman
Bewertung für Tchibo - Grillende Cowboys von
Stellaluna
Pro: nette Effekte, Produkte gut in Szene gesetzt
Kontra: zu grosse Ähnlichkeit mit Marlboro Werbung
Zumindest ist die Ähnlichkeit mit der ehemals Marlboro Werbung "Come to where the flavor is" täuschend . . . kein Wunder nachdem Zigaretten Werbung im Deutschen Fernsehen verboten ist und man sich nur noch schwach an die Marlboro Werbung mit den einsamen ...
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sehr hilfreich
10.07.2001
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Ein Bericht ohne Titel
Bewertung für Tchibo - Grillende Cowboys von
Papa_Santano
Pro: keine
Kontra: keine
Vorwort:
Ich sitze hier nun schon geschlagene 20 Minuten und zermartere mir das Resthirn nach einer geeigneten Überschrift für diesen Bericht, allerdings ohne brauchbares Ergebnis. Nicht der kleinste Anfall von Zynismus wollte sich einstellen um eine ...
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sehr hilfreich
16.06.2001
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BOHNANZA
Bewertung für Tchibo - Grillende Cowboys von
henfield
Pro: füllt Sendezeit
Kontra: füllt Sendezeit
Was ist aus ihm geworden ? Dem freundlich lächelnden älteren Herren- den ich so gerne als Opa gehabt hätte? Verklärte Erinnerungen...heute würde ich in ihm wohl mehr einen Mafia-Boss sehen- das Geschäft mit dem Kaffee an sich ist halt ein schmutziges. ...
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sehr hilfreich
16.06.2001
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