Turtle-Power?!?
12.01.2008
Pro:
. . . geschmeidige Animationen, guter Einsatz der Ninja - Fähigkeiten . . .
Kontra:
. . . insgesamt etwas arm an Abwechslung, langweiliges Leveldesign . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
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 The-Wishmaster
Über sich:
+++ Endlich in den eigenen vier Wänden, aber es muss noch viel renoviert werden +++
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Hallo liebe Leserinnen und Leser! Heute soll es wieder mal einen Bericht über ein Spiel für Nintendos Wii geben. Die Auswahl ist nach gut einem Jahr auf dem deutschen Markt ja schon immens und die ersten Games werden nun auch günstig unters Volk gebracht. Dazu gehört mittlerweile auch "Teenage Mutant Ninja Turtles". Ob sich der Kauf lohnt? Wir werden es sehen...
| | ° Teenage Mutant Ninja Turtles | Passend zum Animationsfilm, der im Frühjahr 2007 in den Kinos lief, macht sich Ubisoft an die entsprechende Videospielumsetzung. Nun ist es ja so, dass gerade Spiele zu einem Kinofilm eher lieblos dahin geschludert wirken und dem Spieler keinen sonderlich großen Spielspaß bieten. Vielmehr soll mit dem bekannten Namen und dem Rummel um den Kinofilm abkassiert werden. Dass es auch anders geht, beweisen leider viel zu wenige Entwickler. Der Großteil der Filmversoftungen kranken immer noch an Ideenmangel und Abwechslungsarmut. Als alter Turtles-Fan war ich deswegen gespannt, wie man die Abenteuer der vier Kröten umsetzen würde.
| | ° Katana & Sai! | Die Story von "Teenage Mutant Ninja Turtles" orientiert sich am Kinostreifen und soll deswegen nur kurz umrissen werden. Die eingeschworene Gemeinde der vier Schildkröten steht nach einiger Zeit vor dem Aus und nur an Leonardo und ihrem Meister, der Ratter Splinter, ist es nun gelegen, das endgültige Ende der Turtles zu verhindern. Dabei kommt es dem grünen Anführer mit dem Katana-Schwert gerade Recht, dass eine fremde Macht und dadurch entstandene Kreaturen aus einer fremden Welt New York City bedrohen. Ob es den Schildkröten nun aber wirklich gelingt die Stadt zu retten und sich wieder zusammenzuraufen, liegt fortan in den Händen der Spieler. Denn an dieser Stelle übernimmt man erst einmal die Steuerung von Leonardo. Die Geschichte wird dabei im Storymodus in cmoicartiger Grafik in einer Art Rückblende von Leo und Splinter erzählt, während man in ihr immer weiter fortschreitet. Passend zur Thematik der Ninjakämpfer wurde "Teenage Mutant Ninja Turtles" dabei als reinrassiges Actionspiel konzipiert, welches seinen Schwerpunkt auf die Kämpfe gegen unzählige Gegner gelegt hat.
Mit dem Analogstick des Nunchuk steuert man dabei seine Kröte durch die Stages, vollführt Sprünge mit dem A-Button, wobei ein erneutes Drücken einen Doppelsprung auslöst. Durch Schütteln der Wiimote lassen sich diverse Attacken ausführen, die von dem normalen Angriff mit der Standard-Attacke über Luftangriffe und Stampfattacken bis hin zu Combos reichen. Ist man anfangs noch alleine in den Levels unterwegs, kann man später auch zwischen den einzelnen Turtles wechseln. Hierzu genügt ein Druck auf den B-Knopf. Dabei ist es recht praktisch, dass der "unbenutzte" Kröterich ein wenig ausschnaufen kann und seine Kraftleiste regeneriert, was in den Kämpfen unter Umständen recht nützlich sein kann. Auch Comboattacken sind so möglich, wenn man beispielsweise einen Opponenten in den Clinch nimmt und gemeinsam malträtiert. Wer eine gewisse Zeit lang unbeschadet übersteht und ordentlich Prügel austeilt, erhält als Belohnung eine Art "Bullet Time". Hierbei bewegen sich eure Gegner nur noch in Zeitlupe, während ihr ordentlich Hiebe austeilen dürft, die eure Widersacher mit einem einzigen Schlag niederstrecken. Koordiniertes Vorgehen und gezielte Attacken scheinen also sinnvoller zu sein als sinnloses Geklopfe. Gut umgesetzt wurden dabei die einzelnen Persönlichkeiten sowie Fähigkeiten der Pizzafresser. Leonardo selbst ist natürlich der kühne und mutige Anführer, der mit zwei Katana-Schwertern ausgerüstet seinen Feinden auf die Pelle rückt. Er besitzt die Sonderfähigkeit sich mittels Gedankenkontrolle durch schmale Passagen zu "beamen". Hitzkopf Raphael ist geübt im Umgang mit seinen Sai, zwei kleinen Dolch-artigen Schwertern, mit denen er blitzschnell angreifen und sich sogar an Wänden hochziehen kann. Der verfressene Draufgänger Michelangelo schwingt am liebsten seine beiden Nunchuk. Dies kann er auch dazu einsetzen, um im Sprung länger in der Luft zu bleiben und ein wenig zu schweben - nicht gerade realistisch, aber immerhin eine nette Idee. Zuguterlezt hätten wir dann noch den kühlen Denker Donatello, der mit einem Bo - einem langen Holzstab - bewaffnet ist. Mit diesem vermöbelt er nicht nur seine Gegner, sondern kann sich auch darauf abstützen und Sprünge über eine größere Distanz leicht bewältigen. Abgesehen von diesen Sonderfähigkeiten hat man sich auch generell recht viel Mühe gegeben was die Ninja-Atmosphäre in dem Titel betrifft. So können sich die Kröten über Häuserdächer und Schluchten bewegen, schleichen sich an Abgründen und Fenstersimsen entlang und hangeln sich von Dach zu Dach.
Auch wenn die Levels recht lang sind, so wurde dennoch an genug Checkpoints gedacht. Geht also einmal die Kraft zur Neige oder segelt man in einen Abgrund, muss nicht wieder komplett von vorne begonnen werden. Das ist auch lobenswert, denn die Stages ziehen sich jeweils gute 20 Minuten hin und das ist auch der größte Kritikpunkt an dem Game: Es mangelt an Abwechslung. Die Levels beschränken sich leider größtenteils auf Dächer, Seitenstraßen und Kanäle im Dunkeln, was den Entwicklern wohl nicht sonderlich viel Spielraum gelassen hat. Man springt also durch schier endlose Areale, trifft hier und da dann auf eine Horde Kontrahenten, macht diese platt und klettert weiter, bis man irgendwann das Ende der Stage erreicht hat, welches ab und an noch von einem garstigen Obermotz bewacht wird. Hätte man die Levels vielleicht etwas gekürzt oder noch neue Areale mit einbezogen, hätte man den Titel insgesamt sicher ansprechender und motivierender gestalten können. Zwar versucht man durch das Erspielen von Schildkrätenpanzern während des Story-Modus die Motivation anzukurbeln, indem man dadurch diverse Extras freischalten kann. Aber weder die Artworks, noch die ruckelig laufenden Videos sind ein wirklicher Anreiz zum Ausgiebigen Zocken. Und die eher schwach umgesetzen Minispiele gehören ebenfalls eher in die Kategorie "Dinge, die die Welt nicht braucht", da man diese nach einmaligem Antesten kaum noch ein zweites Mal spielen wird. Schade ist auch, dass man das Game nur alleine absolvieren kann. Mit einem zweiten Spieler in manchen Levels an der Seite hätte man die Motivation sicher auch noch einmal heben können. | | ° Cowabunga? |
Grafisch macht "Teenage Mutant Ninja Turtles" dagegen einen recht ordentlichen Eindruck, zumindest was die Charaktermodelle betrifft. Das Titel basiert auf der Jade-Engine, die Ubisoft bereits für die Umsetzung von "Prince of Persia" verwendete. Somit sind es vor allem die geschmeidigen Animationen, die das Auge erfreuen können. Die Stages selbst sind dagegen nicht gerade das Gelbe vom Ei. Durch die insgesamt sehr düsteren Locations kommt hier die Abwechslung deutlich zu kurz. Zwar erwartet von einem derartigen Spiel niemand knallbunte Hintergründe, abwechslungsreichere Levelgestaltungen und detailliertere Texturen der Wände und Böden wären aber dennoch mit etwas mehr Zeitaufwand sicher möglich gewesen. Aber immerhin läuft der Titel im 60Hz-Modus und unterstüzt auf 480p, was beides einen recht guten Eindruck hinterlässt. Ebenfalls gefallen kann vom Prinzip her die deutsche Sprachausgabe, was immer mehr zur Selbstverständlichkeit in der heutigen Zeit wird. Schade ist dabei nur, dass die einzelnen Aussprüche der Kröten sich sehr oft wiederholen. Hier hätte man den Turtles auch gerne noch ein paar andere Sprüche spendieren dürfen, was den Spieler dann nicht so schnell genervt hätte. Zu den gelungenen Soundeffekten gesellt sich eine passable Hintergrundmusik, die das Geschehen passend untermalt, insgesamt aber etwas unspektakulär wirkt. Wirkliche Ohrwürmer gibt es nicht, dafür dudelt der Sound auch nicht unbedingt nervtötend aus den Boxen.
| | ° Fazit | Insgesamt gesehen ist "Teenage Mutant Ninja Turtles" sicherlich kein totaler Reinfall und gemessen an vielen anderen Filmumsetzungen gehört es zu den besseren Vertretern seiner Zunft. Ein wirkliches Highlight am Gaming-Himmel ist es dennoch leider nicht geworden. Dafür fehlt einfach der nötige Feinschliff, was sich in erster Linie auf das ideenarme Leveldesign und die fehlende Abwechslung im Gameplay bezieht. Der technisch solide umgesetzte Titel kann zwar vor allem Freunde der vier Ninja-Kröten kurzzeitig begeistern, nach dem ersten Durchspielen - wofür man als geübter Zocker nur gute fünf bis sechs Stunden benötigt - wird man das Game aber erst einmal ins Regal stellen. Da "Teenage Mutant Ninja Turtles" mittlerweile oft schon recht günstig für 25 - 30 € zu bekommen ist, dürften Freunde der Pizzafresser und Action-Freaks dennoch mal ein Auge riskieren.
In diesem Sinne...
Stay dark! The-Master-of-the-Sewer
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen von einem Sai in den Allerwertesten gepiekst werden... ;)
Shake Heads!
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27.01.2008 02:17
Das würde ich so und so nicht ausprobieren, weil mir das schon im TV nie gefallen hat.
15.01.2008 20:06
Hmm...was für ein Qutsch! Gruß vom KN☼PFi
14.01.2008 18:01
Das Game damals auf dem SNES fand ich damals genial