Erfahrungsbericht über

Teka GKST 60 I4 Basic

Gesamtbewertung (3): Gesamtbewertung Teka GKST 60 I4 Basic

7 Angebote von EUR 294,90 bis EUR 570,79  

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Manche mögen's heiß

5  19.07.2011

Pro:
s .  Bericht

Kontra:
s .  Bericht

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Bedienung

Reinigung

Design

Zuverlässigkeit

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Cerafina

Über sich: DANKE für die vielen tollen Bewertungen. Zur Zeit leider sehr viel Stress im Job und dadurch Rücksta...

Mitglied seit:07.05.2011

Erfahrungsberichte:51

Vertrauende:38

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 103 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Hallo liebe CIAO-User,

Als ich im August 2008 angefangen habe meine neue Küche zu planen und mich um entsprechende Geräte zu kümmern, war für mich von vorneherein klar, dass es keine Alternative zu einem Induktionskochfeld geben kann.
Kochgeschirr war kein Problem, weil ich mir bereits 1996 das Amway Gourmet Kochset zugelegt hatte, was schon zur damaligen Zeit für Induktionsherde ausgelegt war und ich auf eine zusätzliche Anschaffung von geeignetem Kochgeschirr keine Rücksicht nehmen musste.

Bei meinen Recherchen im Internet und den verschiedensten Möbelhäusern und Elektromärkten bin ich dann im Media Markt Mülheim/Ruhr fündig geworden.

Ich habe dort ein Induktionskochfeld der Firma TEKA (Modell GKST 60 I4 Basic) für sage und schreibe EUR 250,00 gefunden und gekauft.

HERSTELLER


Teka Küchentechnik GmbH
Sechsheldener Straße 122
35708 Haiger
Telefon: 0 27 71 / 8141-0
Telefax: 0 27 71 /8141-10
http://www.teka.com

KAUFENTSCHEIDUNG


Vor ca. 10 Jahren hatte ich mich bereits schon einmal für die Induktionstechnik interessiert. Damals bin ich schon auf die Firma Teka gestoßen weil es eigentlich zu der Zeit der einzige Hersteller war, der mir in den diversen Geschäften untergekommen ist. Zu der Zeit gab es nur komplette Herde zu einem Kurs zwischen DM 5.000,-- und DM 7.000,-- was für mich jenseits von Gut und Böse war.
Ausschlaggebend für den Kauf war natürlich erst mal der aktuelle Preis in Euro und die Tatsache, dass mir die Marke noch in Erinnerung war und ich davon ausgegangen bin, dass die Firma durch ihre langjährige Erfahrung in dem Bereich Induktionstechnik bestimmt technisch ausgereifte Produkte auf den Markt bringt.
Die Tatsache, dass es für Verbraucher ja auch noch ein Rückgaberecht gibt, hat dann den Ausschlag gegeben, denn eine wirkliche Beratung habe ich im Media Markt nicht bekommen.

Angesprochen hatte mich, neben dem sensationell günstigen Preis, die Optik des Gerätes. Obwohl in der Ausstellung relativ lieblos in eine weiße Arbeitsplatte geklatscht, konnte ich mir das schicke Teil in der rahmenlosen Einbauoptik schon gut in der neuen Küche vorstellen.
Die Vorstellung zukünftig in einer Form kochen zu können, die sonst wegen der direkten Wärmezufuhr nur Gasherde bieten, tat ihr übriges.

TECHNISCHE DETAILS LT. HERSTELLER


Abmessung H/B/T: 50 x 574 x 504

Kochzonen:
Vorne links Ø cm/kW 16/1,4
Hinten links Ø cm/kW 20/2,3
Hinten rechts Ø cm/kW 16/1,4
Vorne rechts Ø cm/kW 16/1,4

Kochfeld gesamt kW 6,5

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZU INDUKTION


Im Vergleich zu herkömmlichen Garmethoden bleibt die Küche im übertragenen Sinne kalt, weil das Kochfeld eigentlich nur als Standfläche für das Kochgeschirr benutzt wird. Erst wenn ein induktionsfähiges Kochgeschirr (Topf oder Pfanne) mit einem magnetisierbarem (ferromagnetischem) Boden auf der Kochstelle steht, werden durch eine im Kochfeld befindliche Induktionsspule elektromagnetische Wellen erzeugt, die im Topfboden Wirbelströme erzeugen und den Topf dadurch erhitzen, praktischerweise dort, wo die Hitze auch gebraucht wird.
Ob Kochgeschirr für Induktionsherde geeignet ist, lässt sich einfach mit Hilfe eines Magneten feststellen. Bleibt der Magnet am Topfboden haften, ist dieser für Induktionsherde geeignet.
Was man noch vor der Anschaffung eines Induktionsherdes wissen sollte und vom Hersteller in der Gebrauchsanweisung unter den üblichen Sicherheitshinweisen vermerkt ist ZITAT HERSTELLER: dass Personen mit Herzschrittmachern oder implantierten Insulinpumpen sich vergewissern müssen, dass ihre Implantate nicht durch das Induktionskochfeld beeinträchtigt werden (Frequenzbereich ist 20-50 kHz) ZITAT ENDE

VERPACKUNG/LIEFERUMFANG


An der Warenausgabe des Media-Marktes erhielt ich ein relativ flaches Paket, das von den Maßen her nur unwesentlich größer ist als das Kochfeld.
Förmlich eingebettet in eine Styropor-Ummantelung und mit einer Schutzfolie auf der Glasfläche versehen, trat das Objekt der Begierde zu Tage.
Beigepackt war noch ein Dichtungsgummi um ein Eindringen von evtl. Flüssigkeiten nach dem Einbau zu verhindern, eine übersichtliche Bedienungs- und Montageanleitung (DIN-A 4 in 8 Sprachen) und die üblichen Kontroll- und Garantiezettel, sowie eine Broschüre mit Pflegehinweisen.
Bilder von Teka GKST 60 I4 Basic
  • Teka GKST 60 I4 Basic IMG_1619 - Teka GKST 60 I4 Basic
  • Teka GKST 60 I4 Basic IMG_1620 - Teka GKST 60 I4 Basic
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Teka GKST 60 I4 Basic IMG_1619 - Teka GKST 60 I4 Basic
Mit rötlichem "Innenleben" durch Blitzlicht

EINBAU


Nachdem der Ausschnitt in der Arbeitsplatte erledigt war und es an das Anschließen gehen sollte, der erste Schock.
In der Montageanleitung stand was von Clipsen zum fixieren des Kochfeldes. Diese suchte ich im Lieferumfang vergeblich.
Also noch mal zum Media-Markt und nachgefragt. Der Küchenfachmann dort sagte mir, dass ein fixieren mit Clips gar nicht notwendig sei. Das habe ich erst mal nicht geglaubt und habe den Kundendienst des Herstellers angerufen, wo man mir aber die gleiche Auskunft gab.

Okay, dachte ich mir dann ist es wohl nicht notwendig. Im Lieferumfang befand sich noch ein Dichtgummi, dass umlaufend an der äußeren Unterseite des Kochfelds selbstklebend befestigt wurde.
Strom geht ja bekanntlich seltsame Wege, also habe ich kurz bei meinem Nachbarn nachgefragt, der Elektromeister ist.
Er kam auch sofort, machte den elektrischen Anschluss und setzte danach das Kochfeld in die Arbeitsplatte ein.
Alles funktionierte perfekt und das Kochfeld sitzt auch ohne Clips bombenfest an Ort und Stelle.

BEDIENUNG


Das Kochfeld wird autark, d. h. unabhängig vom Backofen, über Sensoren im Kochfeld bedient. Die Bedienung ist denkbar einfach.
Für jede Kochzone gibt es eine mit einem + versehene, separate Sensortaste, die den Kochzonen entsprechend (vorne links, hinten links, hinten rechts, vorne rechts) angeordnet sind, in der Mitte einen Sensor mit einem – und einen Ein-/Ausschalter.
Durch leichtes Antippen des Hauptsensors (an/aus) schaltet man den Herd ein worauf die vier Sensoren für die einzelnen Kochzonen mit einer 0 aufleuchten. Dann drückt man so oft auf den entsprechenden + Sensor, bis die gewünschte Hitzezufuhr erreicht ist (Skala von 1 – 9). Wenn man die Wärmezufuhr reduzieren möchte, nochmals kurz den der Kochzone entsprechenden Sensor antippen (blinkt dann) und mit der – Taste reduzieren.
Ein großer Vorteil ist die Ankochautomatik. Man tippt den entsprechenden + Sensor bis zur höchsten Stufe 9 an und dann noch einmal kurz bis ein A angezeigt wird. Dann kann man mit der – Taste die benötigte Temperaturstufe anwählen. Der Topf wird nun solange bei voller Leistung erhitzt, bis eine der gewählten Temperaturstufe entsprechende, optimale Erwärmung stattgefunden hat. Danach schaltet sich die Kochzone automatisch auf die voreingestellte Stufe zurück.
Für allzu neugierige Kids gibt es eine Kindersicherung.

Wenn kein geeignetes Kochgeschirr auf der Kochzone platziert ist, kommt eine Error-Meldung. Gestoppt habe ich es nicht, aber wenn ich das richtig mitbekommen habe dauert die Meldung ca. 60 Sekunden, dann schaltet die Kochzone automatisch ab.
Speziell in der Eingewöhnungszeit kann es passieren, dass man über das Ziel hinausschießt und in der Hektik die Temperatur nicht so schnell zurückgeschaltet bekommt. Dann kann man in aller Ruhe das Kochgeschirr von der Kochzone nehmen ohne Gefahr zu laufen, dass sich das Gerät sofort abschaltet.

Das Bedienfeld ist für mich überhaupt kein Problem, obwohl es auf den ersten Blick ungünstig zwischen den beiden vorderen Kochzonen angeordnet ist. Töpfe und Pfannen mit größerem Durchmesser landen dann eben auf den hinteren Kochzonen. In der ganzen Zeit ist mir noch nie ein Kochgeschirr auf das Bedienfeld geraten.
Getestet habe ich es aber währen der Garantiezeit trotzdem mal. Für die weitere Benutzung ist es vollkommen unschädlich. In dem Moment schaltet das Kochfeld allerdings sofort automatisch ab. Sobald man das heiße Kochgeschirr wieder vom Bedienfeld entfernt, lässt sich der Herd sofort wieder einschalten.

TÄGLICHER GEBRAUCH


Spaß pur beim Kochen durch die extrem schnelle Reaktion. Anders als bei Gasherden ist hier eine optimale Wärmeverteilung über den ganzen Topfboden gegeben.
Ich habe auch schon mehrfach bei Freunden mit Gasherd gekocht, da kann es dann durchaus passieren, dass selbst die Zündflamme zu viel des Guten ist. Dieses Problem stellt sich bei Induktion nicht.

Zuerst angetestet wurden von mir natürlich die Klassiker wie Pasta, Kartoffeln und Reis die eine gewisse Menge Wasser benötigen um zu garen. Mein alter Herd, der bestimmt 40 Jahre alt war, (Geschenk meiner Patentante zum Einzug vor vielen Jahren) hat immer so ca. 10 – 15 Minuten gebraucht bis das Wasser gekocht hat. Mein neues Kochfeld braucht dafür ca. 3 – 5 Minuten, je nach Menge also ungefähr 1/3 Zeit- und Energieersparnis.
Wenn es so an die Feinheiten geht wie z. B. Suppen legieren (mit Sahne und Ei verfeinern), Saucen zubereiten oder einfach Rührei, Pfannkuchen o. Ä. zuzubereiten, merkt man sofort den Unterschied zu herkömmlichen Herden mit entsprechend längerer Reaktionszeit.
Wie oft habe ich früher erlebt, dass die Energiezufuhr im Eifer des Gefechtes zu hoch eingestellt war, dadurch die Cremesuppe nicht mehr so klasse aussah oder der Pfannkuchen die Farbe einer Bremsspur auf der Autobahn angenommen hatte. Induktion reagiert sofort und es besteht keine Gefahr mehr, dass die Spargelcreme gerinnt oder andere Pannen durch zu viel Hitze passieren können.
Wenn das Nudelwasser sich anschickt den ihm zugewiesenen Bereich zu verlassen, kurz die Kochzone anwählen, Temperatur verringern und nix kocht mehr über.

Einziger Schwachpunkt an der Stelle: menschliches Versagen.

Super auch die Ankochautomatik. Während man die Gerichte mit etwas längerer Garzeit schon mit der Ankochautomatik aufgesetzt hat, kann man entspannt noch nebenher die HiWi-Tätigkeiten wie Gemüse putzen, schnibbeln und dergleichen erledigen oder einfach schon mal den Tisch decken. Bei Gerichten mit kurzen Garzeiten oder beim Braten sollte man natürlich schon in der Nähe bleiben weil es halt so höllisch schnell geht.

Bei Herden die die Hitze erst noch herstellen müssen, also klassischerweise mit Kochmulden oder Ceranfeldern, konnte man zuerst die Pfanne bzw. den Topf aufsetzen und schon mal den Herd anstellen um in der Aufheizphase z. B. Fleisch vorzubereiten.
Mit Induktion sollte man das fix und fertig vorbereitet haben, denn die Töpfe erhitzen so schnell, dass dafür einfach keine Zeit bleibt und will man verhindern, dass das Fett überhitzt.
Wenn der Max stramm steht

Ein gutes Beispiel dafür liefert der gute, alte, stramme Max.
Wenn es mal ganz besonders schnell gehen muss, kommt dieser Klassiker schon mal abends auf den Tisch.

Das läuft dann bei mir folgendermaßen ab:

Zuerst wird das Brot (gerne im Ruhrpott auch als Knifte, Dubbel oder Bütterchen bezeichnet) geschmiert und mit dem Schinken belegt.
Danach stelle ich Eier, Salz, die Pfeffermühle und Paprikapulver bereit
Pfanne mit etwas Öl aufstellen und Herd auf Stufe 9
Die Eier lasse ich in ein Schälchen gleiten um alle gleichmäßig zu garen
Sofort in die Pfanne und direkt den Herd wieder ausschalten, weil die Hitze in der kurzen Zeit die man zum Aufschlagen der Eier braucht ausreicht, um das Eiklar leicht anzubräunen und mit der Restwärme das Eigelb wachsweich werden zu lassen
Salz drauf, Pfeffermühle an und etwas Paprika auf das Eigelb, Gewürze wieder in den Schrank räumen, die Spiegeleier über das Brot und fertig.
Die ganze Prozedur dauert gerade mal 3 – 4 Minuten. Vom Gefühl her dauert das Schmieren und Belegen des Brotes fast länger als die Zubereitung der Spiegeleier.
Die Macht der Gewohnheit

Zugegeben habe ich in der Eingewöhnungszeit ein paar Probleme bei verschiedenen Gerichten gehabt, die richtige Temperatureinstellung herauszufinden.
Weil die Energiezufuhr in den niedrigen Temperaturbereichen in Intervallen erfolgt, sieht man das natürlich speziell bei Gerichten wie Suppen oder Schmorbraten, die eine längere Garzeit benötigen. Das variiert dann natürlich auch noch mal, je nach gewählter Topfgröße, Menge der zu erhitzenden Speisen und Größe des Kochfeldes.
Soll ein Gericht bis zur finalen Fertigstellung der Suppe oder der Sauce beispielsweise nur „simmern“, d. h. leise vor sich hin köcheln, arbeite ich in Stufen.

*** Beispiel Schmorbraten ***
Zum Anbraten von Fleisch fange ich mit Stufe 9 an bis rundherum die richtige Bräunung erreicht ist. Dann schalte ich herunter auf Stufe 5 und lasse Zwiebeln und Wurzelgemüse kurz mit andünsten (meistens das übliche Suppengrün). Anschließend lösche ich das Ganze mit Rotwein ab und gebe noch ein paar passende Kräuter mit dazu. Dafür habe ich mir mal bei Tchibo ein spezielles Kräutersieb, ähnlich einem überdimensionalen Teeei zugelegt. Durch die noch vorhandene Hitze im Topf (abhängig natürlich von der Wärmeleitfähigkeit, da gibt es große Unterschiede) kann ich bei meinem Kochgeschirr anschließend auf Stufe 3 (bei größeren Mengen im 5-l-Topf auf der großen Kochzone) bzw. Stufe 2 (für die 2 bis 4-Personen-Haushaltsmenge) und geschlossenem Topfdeckel das Fleisch garen lassen.

Nach 1 ½ Stunden Schmorzeit kommt das Fleisch und das Kräuter-Ei raus, die Flüssigkeit mit den Zwiebeln und dem Gemüse wird durch ein Spitzsieb passiert und die Sauce mit Creme fraiche, Salz, Pfeffer und etwas Worcestersauce abgeschmeckt.
Durch das Gemüse bekommt die Sauce einen kräftigeren Geschmack und wird nach dem Passieren auch schon sämiger.
Dann werden bei gleicher Wärmezufuhr eisgekühlte Butterflöckchen mit eingerührt (Die Herren Lafer, Lichter und Co. nennen das „montieren“), wodurch die Sauce noch ein bisschen mehr gebunden wird und bis zum Anrichten mit den Beilagen landet das Fleisch wieder im Topf. Es soll ja nicht kalt werden.

Zum Warmhalten reicht es kurzfristig aus, nach der Zubereitung die Kochzone komplett auszuschalten. Solange im Display ein „H“ erscheint, ist die Restwärme im Kochgeschirr ausreichend. Wenn die Beilagen noch etwas dauern bis sie gar sind und angerichtet werden kann, lasse ich aber die Kochzone auf Stufe 1 eingeschaltet.

*** Wasserbad? Nein danke ***
War es früher unabdingbar bestimmte Dinge, sollten sie gelingen, im Wasserbad zuzubereiten, gehört das der Vergangenheit an.

Als Beispiel wäre da z. B. eine selbst gemachte Sauce Hollandaise oder Maltaise (das ist eine Hollandaise mit unbehandelter Orangenschale verfeinert. Kommt tierisch gut zu Spargel) der Klassiker.
Ebenso wie eine Kuvertüre die dem Kuchen den letzten, großen Auftritt verschaffen soll.

Musste ich früher solche Gerichte immer in einer Metallschüssel über siedendem Wasser zubereiten, reicht bei dem Induktionsfeld die Stufe 1 einer kleinen Kochzone aus.
Die Sauce bekommt die richtige Konsistenz ebenso, wie die geschmolzene Schokolade oder u. U. aufzulösende Gelatine wenn man sie denn braucht.

Hier kann sich wohl auch jeder ausrechnen, wie groß die Zeit- und Energieersparnis ist, wenn nicht erst noch umständlich ein zusätzlicher Topf mit Wasser erhitzt werden muss.
Vom Umrühr-Stress bei Kuvertüre und Co. mal ganz zu schweigen. Die Schoggi schmilzt fröhlich und selbständig vor sich hin und harrt geduldig ihres Auftritts.

Mittlerweile habe ich den Bogen natürlich raus welcher Topf auf welcher Kochzone die notwendige Einstellung benötigt.
Das Handling im Alltag ist aber bei jeder Herdart so, bis man zu seinem Spiel gefunden hat, wie die Fußballtrainer so schön sagen.
High Energy

Vor dem Küchenumbau habe ich mir dann doch noch mal den Spaß gemacht, den Stromverbrauch zumindest mal optisch zu vergleichen.

Sobald ich meinen alten Herd angeschaltet hatte, fing der Stromzähler derart an zu rotieren, dass ich dachte er verabschiedet sich gleich in eine erdnahe Umlaufbahn.
Mit dem neuen Kochfeld sieht man schon den Unterschied. Das Zählrad beschleunigt nur moderat und die nächste Stromabrechnung gab den Beweis schwarz auf weiß, weil ich mit nur 1/3 des Haushaltsstroms als im Jahr davor auskam.
Wieviel davon nun tatsächlich auf das Kochfeld entfällt lässt sich nicht eindeutig festlegen, weil in dem Jahr sämtliche alten Geräte von der Waschmaschine bis zur Mirkowelle fällig waren, teilweise auch gezwungenermaßen.
Dass zusätzlich noch eine Spülmaschine und eine Dunstabzugshaube angeschafft wurden, die ich vorher nicht hatte, spricht wohl für sich.
Dazu muss ich aber sagen, dass die Spülmaschine nur 1 – 2 Mal die Woche läuft.

REINIGUNG


Nach jedem Gebrauch (natürlich nicht unmittelbar, denn dann wird erst mal gegessen) ;-) reinige ich das Kochfeld einfach mit einer Spülmittellösung und einmal die Woche mit einem Spezialreiniger für Glaskeramik Kochfelder.

Sollte doch mal was überkochen, was schon mal vorkommt wenn man Pudding macht und die Milch zu renitent wurde, ist das überhaupt kein Problem. Da das Induktionsfeld nur die abgestrahlte Wärme des Kochgeschirrs teilweise aufnimmt, kann einfach nichts einbrennen. Ebenso wenig kann man sich selbst am Herd verbrennen.

VORTEILE


Temperaturzufuhr reagiert sofort weil nicht erst die Kochzonen an sich erhitzt werden müssen
Zeit- und Energieersparnis
Sobald der Topf von der Kochzone genommen wird, findet keine Wärmezufuhr mehr statt weil kein Magnetfeld mehr da ist.
Keine heiße Herdplatte mehr (nur soviel wie von Topf/Pfanne abgestrahlt wird), dadurch geringere Unfallgefahr und Beschädigung des Kochfeldes durch Eingebranntes
Kindersicherung
Leicht zu reinigen
Wenn ein Topf/Pfanne versehentlich auf das Sensorfeld gerät, schaltet sich der Herd automatisch ab
Lässt sich rahmenlos in die Arbeitsplatte integrieren (Dichtmaterial für evtl. überlaufende Flüssigkeiten im Lieferumfang)
Sieht chic aus durch den Facettenschliff rundum

NACHTEILE


Im ersten Moment verunsichern die Geräusche der Induktionsspule ein bisschen (Walt Disney würde es als britzeln bezeichnen) dazu wurde mir aber versichert, dass das nichts zu bedeuten hat sondern dass es die normalen Betriebsgeräusche sind.
Deutscher Hersteller und deutsche Gesetze, da sollte sowieso alles doppelt und dreifach gecheckt und genehmigt sein, bevor so ein Produkt auf den Markt kann.
Für manche mag es noch ein Nachteil sein, dass es ein bisschen Gewöhnungszeit braucht (allerdings keine wirklich lange), bis man den Dreh mit der Temperatureinstellung raus hat. Anfangs unterschätzt man im unteren Temperaturbereich die gesamt erreichbare Hitzezufuhr, da das Magnetfeld und damit die Wärmezufuhr pulsiert. Vom Prinzip ähnlich wie bei der Mikrowelle, wenn man sie nicht volle Pulle laufen lässt.

KUNDENDIENST


Einen Monat vor Ablauf der Garantiezeit von zwei Jahren musste ich feststellen, dass die hintere, linke Kochzone nicht mehr funktionierte. Der Media-Markt hat sich da natürlich nicht gesehen und sagte mir, ich solle mich an den Hersteller wenden.
Am 24. Juni 2010 ging eine entsprechende Email an den Kundenservice (kundendienst@kueppersbusch.de), deren Empfang sofort bestätigt wurde. Am nächsten Tag erhielt ich einen Anruf um einen Termin mit dem Service-Techniker zu vereinbaren. Da ich zwischendurch noch in Urlaub war, also nicht durch Verschulden des Herstellers, stand der Techniker 2 ½ Wochen später, am 12.07.10 auf der Matte.
Obwohl nur eine Kochzone nicht funktionierte, wurden direkt alle vier Induktionsspulen komplett ausgetauscht.
Das dauerte gerade mal eine halbe Stunde und seither funktioniert alles wieder einwandfrei.

FAZIT


Zu dem Preis habe ich ungleich viel mehr bekommen, als ich erwartet habe (eine Ankochautomatik haben nicht alle Induktionsfelder).
Das Kochen macht noch mehr Spaß als ohnehin schon, man spart sehr viel Zeit und Geld, Reinigung und Pflege erfordern fast keinen Aufwand und es gelingt alles.
Gewöhnungsbedürftig ist ein neuer Herd immer unabhängig von der Garmethode. Ich für mein Teil werde dieses Kochfeld bestimmt nie mehr wieder hergeben und sollte es noch einmal notwendig werden, wird es auf jeden Fall wieder ein Induktionsherd. Außer natürlich die Technik würde sich dahingehend weiterentwickeln dass diese Technik überholt werden würde, was ich mir aber fast schon nicht mehr vorstellen kann.

Aktuell (Stand 19.07.2011) gibt es das Kochfeld unter der Bezeichnung GKST 60 I4 Basic Booster Slider, allerdings sind die Kochzonen etwas anders angeordnet und der Anschlusswert ist mit 7,4 kW angegeben.

Absolut Empfehlenswert

Vielen Dank an alle für Lesungen, Wertungen und evtl. Kommentare.

Sollte etwas fehlen oder unvollständig sein, bitte eine kurze Info ins PGB, dann wird schnellstmöglich nachgebessert.

© Cerafina 2008 für Dooyoo, aktualisiert 2011 für Ciao
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
christianpirker

christianpirker

19.01.2012 12:32

Toller Bericht!

Dariusz2

Dariusz2

07.01.2012 11:21

Super Bericht! ^^ Gruß

RIESENFUSS

RIESENFUSS

11.11.2011 09:27

Anbei die angedrohte Wäsche. Ciao Thorsten

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