Telekom - Singende Ermittler

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Zeit für Herrn Sommer seine Sachen zu packen!

1 17. Mai 2002

Pro:
-  -  -

Kontra:
Schlecht umgesetzte Idee  -  wieder die gleichen langweiligen Darsteller  -  geringer Informationsgehalt  -  provokant gegenüber Telekomaktien - Besitzern (wegen der sinnlosen und sicherlich überteuerten Prominentenauswahl)

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Originalität:

Story:

Darsteller:

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trampastheo

Über sich: Werde versuchen dieses Jahr noch einen Bericht zu posten *fg* *** Danke König Otto für alles:)

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 223 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich habe nun seit über 2 Wochen nichts mehr über Werbung geschrieben – denn da war auch nichts besonderes im TV zu sehen. Doch was meine ich mit besonderes? Etwas besonderes kann entweder etwas sein, dass einem sehr positiv auffällt oder etwas, dass einen sehr schlechten Eindruck hinterlässt. Letzteres trifft beim neuen Telekom-Werbespot zu, der nun seit einigen Tagen im Fernsehen läuft. Ich habe ihn heute kurz vor Explosiv auf RTL gesehen und möchte jetzt meine Gedanken darüber loswerden.

Auf der Bühne eines Theaters (könnte auch eine Kinohalle sein) befinden sich zwei Schauspieler (Manfred Krug und Charles Breuer), die gerade versuchen das zahlreich vorhandene Publikum zu unterhalten. Doch ihr Versuch geht deutlich daneben. Als sie beginnen, eine Art Volkslied vorzutragen/singen (Sonntag – eine Woche vorbei, Sonntag – heute sind wir so frei), beginnt das Publikum fluchtartig den Saal zu verlassen. Manfred Krug fragt sich was jetzt los sei und Herr Breuer antwortet, dass gleich Sonntag ist! Aaaah, ertönt es gleichzeitig aus dem Munde beider Schauspieler. Sie fangen auf einmal einen neuen Song zu singen (das Publikum ist jedoch schon aus den Notausgängen der Halle entflohen). Er hat diesmal einen moderneren Musikstil (Rap). Was der besonders „anspruchsvolle“ Text dieser Zeilen sagt, verrate ich euch hiermit: „Mit T-ISDN XXL für 0 Cent quer durch Deutschland telefonieren – jeden Sonntag von 00.00 Uhr bis 24.00 Uhr – die ganze Familie. Eng beieinander, wie es die Fischer Chöre sich nach Ende ihrer Präsentation tun, kommen die letzten Töne des Rapsongs, der am Ende wieder zum harmonischen Volkslied tendiert, aus den beiden Schauspielern heraus und man sieht dann noch das bekannte T der Telekom und einen Sprecher noch einmal das Produkt ansprechen (T-ISDN XXL – in ihrem T-Punkt).

Mein erster Eindruck, als ich diesen Werbespot vor einigen Stunden gesehen habe war folgender: wieder rausgeschmissenes Geld von Sommer & Co. Wieder ein ideenloser und unkreativer Werbespot! Wieder spielen diese Ex-Kommissare des Tatorts mit, die seit Jahren kein Mensch mehr im Fernsehen gesehen hat (außer bei diesen banalen Telekom Werbespots). Welche Generation diese beiden nun ansprechen, weiß ich wirklich nicht! Ein Mensch über 60 Jahre würde auf so eine Werbung überhaupt keine Acht geben, denn Begriffe wie XXL oder ISDN sind vielen ein Fremdwort bzw. ein Begriff, der sehr viel mit Technologie zu tun hat und denen man dann wohl besser aus dem Wege gehen sollte. Also ziehe ich den Schluss, dass vor allem jüngere Menschen auf diese Dienstleistung anbeißen sollen. Doch wie soll das bitte möglich sein, mit diesen zwei alten Hasen, die überhaupt nichts mit der jungen Generation am Hut haben? Wie sieht es mit dem Informationsgehalt über die geworbene Dienstleistung aus? Man erfährt zwar im Spot, dass sonntags das Telefonieren mit T-ISDN XXL für 24 Stunden kostenlos ist, aber genauere Angaben werden nicht gemacht. Wie teuer z.B. die Grundgebühr für diesen „kostenlosen“ Service ist, wird nicht erwähnt! Denn wenn man quer durch Deutschland an jedem Sonntag telefonieren kann (das kann sich dann für einige Stunden hinziehen, was?), dann muss irgendwo anders der Hacken liegen! Teure Gebühren an Arbeitstagen oder hohe Grundgebühren oder kommt man sonntags überhaupt nicht durch mit der Leitung? Nur ein Teufel bzw. ein Sommer weiß Bescheid!

Man hat im Telekom Werbespot zwar versucht den Witzeffekt mit hineinzubeziehen, aber auch das ist leider misslungen. Dass die Theatergäste kurz vor Sonntag (also Samstag, kurz vor Mitternacht) wegen des kostenlosen Services der T-ISDN XXL die Halle verlassen, ist eine gute Idee. Doch ihre Umsetzung ist sehr mangelhaft ausgefallen. Der blöde Gesang macht einen großen Teil dieser Idee zunichte! Der Gesang (bzw. Sprechgesang) ist äußerst grässlich, vor allem bei der Rapeinlage. Dazu hat sich das Publikum in den letzten Jahren mit den Gesichtern der beiden Schauspieler sattgesehen. Es muss doch nicht immer ein Prominenter (oder zwei) sein, um auf ein Produkt oder eine Dienstleistung aufmerksam zu machen. Da erinnere mich an Werbespots anderer Anbieter der Telekommunikation, die mit einfachen Gesichtern des täglichen Lebens Meisterwerke präsentieren konnten! Daran sollte man sich doch bei der Telekom ein Beispiel nehmen! Auch die kostspieligen 30 Sekunden des Werbespots, finde ich übertrieben! Der Werbespot läuft auf vielen Sendern und das recht häufig, was wieder für einen gewaltigen Geldauszug aus der Telekomkasse sorgen wird!

Wieder einmal ist es der Telekom gelungen, einen einfallslosen Werbespot in die Medienlandschaft zu setzen. Oder sollte ich besser sagen es ist der Telekom misslungen, ihre Werbegelder in die richtige Richtung zu investieren! Ich finde die Strategie in der Werbebranche von Sommer und Co (die langsam uns Telekomaktienbesitzern an die Spitze der Weißglut treiben) absolut falsch. Da zahlt man schon seit Jahren Schauspielern wie Krug und Co. Millionen um die Produkte und Dienstleistungen der Telekom zu vermarkten, aber es scheint sich absolut nicht auszuzahlen. Im Gegenteil – diese Summen, die man an Prominente verspielt - könnten dem Unternehmen Telekom in seiner Weiterentwicklung helfen um so vielleicht in einigen Jahren gegen die zahlreichen Konkurrenten überstehen zu können. Der Werbespot ist leider aussagelos. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und behaupte, dass die Werbefilme eines Unternehmens auch für die Dienstleistungen und die Seriosität dieses sprechen.

Kritik ausüben ist herrlich, doch ich habe mir natürlich auch meine Gedanken darüber gemacht, was ich an so einem Werbespot verbessern würde. Ganz klar würde ich als erstes auf die Prominenten Langweiler verzichten. Wie oft haben schon unbekannte Gesichter in der Werbebranche für Aufsehen gesorgt? Wenn man schon auf eine Theaterbühne setzt, dann könnte man doch eine gutaussehende Schauspielerin gerade ihren Text sprechen lassen. Genau um Mitternacht, also an dem Moment wo das kostenlose Telefonieren angesagt ist, würde sie auf einmal mit ihrer Schauspielerei aufhören und ein Telefon hervorholen. Dann könnte sie anfangen die undenkbarsten Gespräche zu führen (z.B. erotische Gespräche mit ihrem Freund in Kiel oder eine nette Unterhaltung mit ihrer Oma aus Stuttgart). Eine andere Idee ist, dass man wieder auf einer Theaterbühne einen Dialog zwischen zwei Schauspielern verfolgt und auf einmal (genau um Mitternacht) überrennen die Zuschauer die beiden Schauspieler, um schnell nach Hause zu kommen. Etwas mehr Aktion oder etwas mehr Erotik, zusammen mit einer gewissen Pfiffigkeit, könnten doch für einen besseren Werbespot sorgen, oder nicht?

Leider hat mich der neue Werbespot der Telekom wieder einmal enttäuscht. Ideenlose Werbung und die gleichen langweiligen Darsteller haben wieder mal für einen horrorähnlichen Werbespot gesorgt! Einfallslose Werbung scheint sich bei der Telekom langsam aber sicher einzunisten! Wird es wohl einer der schlechtesten Werbespots aller Zeiten werden? Ich bin gespannt auf eure Meinungen!
 

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Michi_01

Michi_01

16.07.2003 22:42

Naja, ein Vorteil hat der Slogan aber...selbst ich habe dadurch gerafft, dass ich sonntags umsonst telefonieren kann...und seit ciao kann das verdammt lange dauern ;o)

Sebbi

Sebbi

31.05.2002 13:38

Vielleicht sind die Leute auch aus dem Theater gestürmt, weil sie den Spot so schlecht fanden und es war ganz anders geplant. Oder sie leiden an kollektiver Geschmacksverirrung, von der auch wir betroffen sind. Du findest Manfred Krug nicht erotisch und würdest stattdessen lieber irgendeine leichtbekleidete *bitteHaarfarbeeinsetzen* sehen??? Wahrscheinlich nimmt der nicht mal ein Honorar dafür, sondern ist froh, dass er noch mal singen durfte. Wenn er das allerdings als Eigenwerbung sieht, wird er wohl zusammen mit seinem Fernmeldedienstanbieter untergehen. Ich häng' ja zum Glück weder mit Aktien noch mit Telefonanschluss in dem Laden und kriege deshalb nicht so leicht hektische Flecken, wie man sie bei dir 'rauslesen konnte *g*. Gruß, Sebbi.

muscle

muscle

28.05.2002 13:41

Da bin ich völlig Deiner Meinung, der Spot ist einfach nur schlecht. Ich persönlich kann ihn nicht mehr sehen, aber die anderen mit diesem unsäglichen Duo waren leider auch nicht viel besser. Grüße von muscle aus Kassel

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