Arnie ist zurück!
23.07.2003
Pro:
viel Äktschn, spannend, Arnie, witzig, viel Selbstironie, tolle Special Effects, KULT
Kontra:
Handlungs - und Szenenschwächen, John Connor wirkt fehlbesetzt
Empfehlenswert:
Ja
 derdasser
Über sich:
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Erfahrungsberichte:165
Vertrauende:55
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Gestern war es endlich soweit. Das Wetter war uns gnädig weshalb ich und einige andere das Glück hatten am Königsplatz in München die Zuschauerpremiere von Terminator 3 zu erleben, schon 9 Tage vor dem offiziellen Kinostart. Doch zuerst hieß es abwarten bis es dunkel wird, was bei einem Open Air Kino wirklich wichtig ist, da man den Film ja auch sehen will. Dann ging es endlich los. Eine kurze Anmoderation von Miriam Pielhau, eine Verlosung, bei der ich leider nicht das Glück hatte den Original Stuhl von Arnold Schwarzenegger oder Kristanna Loken zu gewinnen und endlich durften wir ihn sehen den heiß erwarteten neuen Äktschn Blockbuster (wenn ich Arnold zitieren darf). :) Ich muss noch erwähnen, dass ich keine großen Erwartungen an den Film hatte, was wohl auch besser so war.
~~Story~~ Der Tag des jüngsten Gerichts vor dem sich John Connor und seine Mutter immer fürchteten trat nie ein. Es scheint, dass sie die Welt tatsächlich retten konnten. Da er aber nie so richtig dran glauben wollte und den Maschinen keinerlei elektronische Spur hinterlassen will, lebt John Connor ein Leben ohne Heimat, ohne Telefon, ohne Versicherung, einfach ohne alles, was seinen Aufenthaltsort verraten könnte. Eines abends hat er einen Motorradunfall und bricht in eine Tierklinik ein, um sich zu verarzten. In dieser Klinik arbeitet zufällig Kate Brewster, mit der er einmal was hatte, als er noch zur Schule ging. Doch hier wird sich sein Leben erneut ändern, denn wiedermal wurden 2 Terminator aus der Zukunft zurückgeschickt. Der T – X, ein weiblicher Roboter und unser guter alter Arnie. Der t – X wurde geschickt, um alle höherrangigen Mitglieder der Widerstandsbewegung zu töten solange sie noch jung sind, wozu auch Kate Brewster gehört. Doch Arnie wurde geschickt, um das zu verhindern. Er kann John und Kate in der Tierklinik gerade noch retten und flieht mit ihnen. Es dauert eine Weile Kate zu überzeugen, aber schließlich findet auch sie sich mit ihrem Schicksal ab. John erfährt, dass der Tag der jüngsten Gerichts nicht verhindert wurde sondern nur aufgeschoben und der Stichtag ist heute. Kates Vater ein hochrangiger Militär ist unter anderem Verantwortlich für das Skynet Programm, das an diesem Tag noch gestartet werden soll. Natürlich wollen Kate und John das verhindern. Sie kämpfen gegen die Zeit und den T – X, der noch stärker scheint als sein Vorgänger aus dem 2ten Teil.
Doch mehr wird hier nicht verraten, ich will euch ja die Spannung nicht nehmen. ~~Kritik~~
Natürlich darf man von einem Film wie Terminator 3 keine großen künstlerischen Ambitionen verlangen oder ausgefeilte Stories, aber dennoch war ich auch hier etwas enttäuscht von der Geschichte. Sie ist zwar durchaus spannend, hat ihren Reiz und nette Anspielungen auf frühere Teile, aber insgesamt wirkt sie nicht ganz rund und kommt lange nicht an die Geschichte und die Dramatik des 2ten Teils heran. Ich hatte des öfteren das Gefühl, dass man aus der ein oder anderen Szene wirklich noch mehr hätte herausholen können, aber sie schienen manchmal etwas lieblos abgedreht. Man merkt schon, dass sich die Drehbuchautoren stark vom 2ten Teil inspirieren ließen, denn teilweise wirkt die story wie eine 1 zu 1 Kopie, nur eben nicht so ganz durchdacht. Doch dieser Aspekt kann auch positiv gesehen werden, da genau deswegen viele für den Zuschauer witzige und wiedererkennende Situationen entstehen. Einmal dachte ich mir bei einer Kameraeinstellung, dass sie wirklich gut werden könnte. Die Farben waren sehr schön, die Landschaft ebenso, aber dann änderte sich der Blickwinkel, die Kamera fuhr nach oben, wackelte dabei von rechts nach links (was wohl Absicht war) und das zerstörte die ganze schöne Ansicht. Vielleicht dachte sich der Regisseur ja, das schöne Bilder unwichtig wären. Was die Effekte angeht war ich voll überzeugt. Man erkennt zwar auch hier (wie bei Matrix Reloaded) ab und zu künstliche Figuren, aber allgemein wirken sie realer als bei Matrix. Die Actionsequenzen lassen ebenfalls keinen Zweifel offen, dass in diesen Film eine Menge Geld gesteckt wurde. Dabei fand ich besonders schön, dass sich der Film nicht allzu Ernst nimmt. Die Action und Kampfszenen sind zwar allesamt sehr gut gemacht aber versprühen gleichzeitig immer eine Spur von Satire. So wird schon mal mit einem Pissoir gekämpft und ein dummer Spruch darf auch nie fehlen. Vor allem Arnolds Rolle tut sich was die dummen Sprüche (die durchaus zur allgemeinen Belustigung beitrugen) angeht, sehr hervor, was aber nur positiv ist. Auch der weibliche Terminator ist wirklich gut gemacht und vor allem gut gebaut (und das meine ich nicht im handwerklichen Sinn). :) Besonders neugierig war ich auf die Lösung, warum es den Tag des jüngsten Gerichts doch noch gibt und er nur verzögert wurde. Dieses Problem wurde wirklich gut gelöst und der Film schreit meiner Meinung nach nur so nach einer Fortsetzung, aber auch ohne eine solche kann man ihn durchaus als abgeschlossenes Werk sehen. Mir persönlich hat die Besetzung des John Connor nicht wirklich gefallen. Nick Stahl wirkt mir hier fehlbesetzt. Wer den 2ten Teil gesehen hat wird John Connor als dratigen aber fitten Jungen mit widerspenstigen Gesichtszügen in Erinnerung haben, leider wirkt Nick Stahl nicht halb so wild und nicht halb so entschlossen. Schade eigentlich. Alle anderen Schauspieler sind wirklich gut besetzt und passen perfekt in ihre Rolle. Als schönes Schmankerl darf man im viel die Urväter der Terminator kennen lernen. Die erste Roboter Reihe, die vom Militär entwickelt wurde. Die T1 Reihe. Ob wohl einer davon Arnies Papa ist? :) Zu guter letzt sei erwähnt, dass man Arnie trotz seines höheren Alters den Terminator durchaus noch abnimmt. Hier wurde aber durchaus an der ein oder anderen Stelle mit dem Computer nachgeholfen, um seine Muskeln muskeliger wirken zu lassen. ;)
~~Fazit~~ Natürlich darf sich niemand der die ersten Teile toll fand diesen Film entgehen lassen. Ich kann mit Recht behaupten, dass ich sehr gut unterhalten wurde und sich auch das ein oder andere Highlight in dem Film versteckt. Wegen der Handlungsschwächen, der eindeutigen Fehlbesetzung von Nick Stahl und ein paar kleineren Mängeln vergebe ich gute 3,5 von 5 Sternen. Also 3 auf der Ciao Skala. Ich denke niemand wird den Kinobesuch bereuen, alleine schon wegen der gigantischen Action Szenen. Hier kann man Lachen, wird unterhalten und muss nicht zuviel nachdenken. Hehe Deswegen trotz der 3 Sterne ein klares Empfehlenswert.
In diesem Sinne Derdasser
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11.09.2003 21:35
mir hat er gut gefallen. super zum Hirn abschalten.
23.08.2003 13:45
gut geschrieben.Dean_1502
22.08.2003 12:14
Toller Bericht, reizte mich zum Ansehen ... muss Dir zustimmen Nick Stahl passt nich so ganz. Gruss IT-SiBe