Am Wochenende habe ich mir mal wieder einen Film angesehen, den ich sehr günstig bei "Tedi" gekauft hatte. Dieses mal habe ich mir den Film aber nicht nur gekauft, weil er für 3 Euro sehr günstig war, sondern weil ich den Film wirklich mag und ich ihn mir gerne nochmal ansehen wollte.
Es handelt sich bei dem Film um "That Thing You Do", bei dem Tom Hanks nicht nur eine Nebenrolle spielt, sondern auch das Drehbuch geschrieben und Regie geführt hat - klar, dass mir der Film gefällt.
_Die Story
USA in den 60er Jahren: Durch Zufall wird Guy Patterson (Tom Everett Scott) Drummer der neu gegründeten Band "The Oneders", deren Drummer sich einen Tag vor einem Auftritt bei einer Talentshow den Arm gebrochen hat.
Trotz vorheriger Proben, hält Guy sich nicht an das vorgegebene Tempo des Songs, sondern trommelt einfach schneller, was bei seinen Bandkollegen nicht so gut, beim Publikum aber hervorragend ankommt.
Der Song "That Thing You Do" entwickelt sich zum Gassenhauer und die Band hat jedes Wochenende ein Engagement in einem Tanzschuppen und es dauert nicht lange, bis diverse Manager die Band entdecken.
Schließlich nimmt der Plattenboss Mr. White (Tom Hanks) sich der Band an, ändert die Schreibart des Bandnamens in "The Wonders" und sorgt dafür, dass ihr Song langsam aber stetig die Charts raufklettert.
Der rasche Erfolg hinterlässt aber auch seine Spuren und schon bald fragt sich Guy, ob die Band wirklich das Richtige für ihn ist und auch der Bandleader Jimmy (Johnathon Schaech) möchte musikalisch lieber andere Wege gehen.
Obendrein sind beide Jungs auch noch in das gleiche Mädchen (Liv Tyler) verliebt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es bei "The Wonders" knallt...
_Meine Meinung
Zentrales Thema des Films ist der Song "That Thing You Do", der ständig gespielt wird und ja auch für den Aufstieg der Band verantwortlich ist. Glücklicherweise ist der Song aber auch wirklich gut, geht ins Ohr, macht gute Laune und nervt auch bei der hundertsten Einspielung nicht.
Neben dem wirklich tollen Song, gefällt mir aber auch die Darstellung der Band sehr gut. Man gewinnt den Eindruck, dass es sich bei "The Wonders" um eine reale und nicht um eine fiktive Gruppe handelt.
Die Band hat alles, was eine Boygroup haben sollte. Die Jungs sehen allesamt gut aus und jeder hat seinen eigenen Charakter - für jedes Mädchen ist etwas dabei: der coole Guy, der unnahbare Jimmy, der witzige Lenny und der schüchterne T.B.
Parallelen zu den Beatles sind definitiv vorhanden.
"That Thing You Do" ist ein richtiger ´Feel-good´-Film, denn es gibt weder skrupellose Plattenbosse oder Manager, noch hegt der ausgeschiedene Drummer der Band einen Groll gegen seine Freunde. Das einzige, was ein wenig Schatten verursacht ist die Tatsache, dass Jimmy seine Freundin verleugnen muss und sich als Songwriter der Band nicht richtig entfalten kann.
Es kommt am Ende zwar zum Streit zwischen den Bandmitgliedern, aber der ganz große Knall bleibt einfach aus. Ich habe das aber auch nicht vermisst.
Ein Film kann auch einfach mal so eine Geschichte erzählen, ohne Lügen und Intrigen oder große Schicksalsschläge.
Das mag vielleicht langweilig klingen, ist es aber nicht, denn "That Thing You Do" setzt Humor und Dramatik an den richtigen Stellen ein und zieht einen einfach durch seine Musikalität in seinen Bann, so gibt es z.B. eine recht lange Szene, die sich mit Jazz befasst.
Witzige Momente im Film entstehen auch aus der Situation heraus - aus der Unbedarftheit der Bandmitglieder, die von heute auf morgen berühmt werden und erst lernen müssen, damit umzugehen. Besonders Steve Zahn und Ethan Embry sorgen da für einiges Schmunzeln.
Großartig ist auch, wie zu Beginn mit dem Namen der Band gespielt wird.
Der Name "The Wonders" steht schnell fest, aber Frontmann Jimmy möchte dem Namen mit der Schreibweise "One-ders" Extravaganz verleihen. Bei ihrem ersten Auftritt werden sie dann prompt als die "Ohnieders" vorgestellt.
Ich mag diese Art der Unterhaltung, die nicht plump ist und auf große Emotionen beim Zuschauer abzielt, sondern einfach dazu da ist, dass man für 103 Minuten mal abschalten kann...und für den Rest der Woche einen Ohrwurm hat.
_Allgemeines
"That Thing You Do". USA 1996
Regie: Tom Hanks
Drehbuch: Tom Hanks
Darsteller: Tom Hanks, Tom Everett Scott, Johnathon Schaech, Steve Zahn, Ethan Embry, Liv Tyler, Charlize Theron
Länge: 103 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
_Die DVD
Sprachen / Ton: Englisch (5.0), Deutsch, Spanisch (beide 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Bild: 16:9
Ländercode 2
_Bonusmaterial
Original Kinotrailer
Featurette
Musik-Video "That Thing You Do"
Musik-Video "Dance with me tonight"
Interaktives Menü
Szenenanwahl
Kinotrailer, Menü und Szenenanwahl sind für mich die Standardausstattung einer DVD und wird von mir nicht als Bonusmaterial gesehen, zumal ich darauf auch ohne weiteres verzichten könnte.
Die beiden Musikvideos, die einfach nur einen Auftritt der Band zeigen, sind bei einem Musikfilm ja eigentlich auch schon ein Muss, weshalb das einzig wirkliche Bonusmaterial das ca. 13-minütige Featurette, auch Making-Of genannt, ist.
Obwohl es eher kurz ist, finde ich das Making-Of ganz interessant, da es viele Facetten des Films aufgreift und zwar Tom Hanks in den Vordergrund stellt, aber Anekdoten um die Dreharbeiten (z.B. wie die Schauspieler lernten mit den Instrumenten umzugehen) auch nicht zu kurz kommen lässt.
18.09.2009 19:43
naja, muss nicht unbedingt sein, aber vielleicht im TV ;-)
25.08.2009 11:22
Du hast Recht. Danke für den Hinweis.
24.08.2009 21:27
Ich hab'n Fehler entdeckt! ;-) Der Film ist nicht von 2004, sondern schon acht Jahre älter.