Das höllische Paradies
26.10.2003
Pro:
leicht zu lesen
Kontra:
übertrieben, zu lang gezogen
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Niveau
Stil
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
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 deluxa
Über sich:
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Erfahrungsberichte:21
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 16 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Alex Garland Debütroman "The Beach" handelt von einem jungen Reisenden Richard aus England. Diesmal hat es in nach Thailand verschlagen, wo im zufällig eine Karte von einem mysteriösen Strand in die Hände fällt. Aus Neugier versucht er zusammen mit einem französischen Pärchen, welches er im Hotel kennen lernt, die Insel ausfindig zu machen. In Bangkok trifft Richard einen recht seltsamen Mann mit Namen Daffy Duck, der in dem Hotelzimmer neben ihm wohnt. In der Nacht begeht dieser Mann Selbstmord und hinterlässt Richard eine geheimnisvolle Karte, die zu einem sagenumwobenen Strand führt. Zusammen mit seinen Freunden, einem aus Frankreich stammenden Pärchen, Francoise und Etienne will er sich auf die Suche nach der Insel machen. Nach einer langen und überaus anstrengenden Reise sind sie endlich am besagten Strand angekommen und mischen sich unter der dort lebenden Gemeinschaft. Diese besteht ebenfalls aus Leuten, die leidenschaftlich gern reisen. Das "Strandleben" scheint sehr einfach und angenehm zu sein. Jeder arbeitet in dem ihm zugeteilten Bereich (Fischen, Gartenarbeit, Küche/Kochen, Handwerkliches) und am Abend setzen sich alle gemütlich zusammen, raucht Gras und redet mit einander. Alle fühlen sich wie in einem Paradies bis sich eines Tages alles ändert und die Probleme sich häufen. Die Gemeinschaft fängt an mehr gegen einander als zusammen zu arbeiten. Ihr Traum einer perfekten Welt erhält immer mehr Risse und einige versuchen von der Insel zu fliehen…Das Buch ist in einem sehr einfachen Stil geschrieben, so dass es relativ leicht durchzulesen ist, auch wenn man nicht so denjenigen gehört, die perfekt Englisch können. Richard ist der Ich-Erzähler in der Geschichte und zugleich die Hauptfigur. Er ist der Einzige, in den man sich als Leser rein versetzen kann, da man alles aus seiner Sicht mitbekommt. Die anderen Personen sind zwar alles sehr genau beschrieben und wirken zudem überzeugend, aber A. Garland hat sie so individuell gestaltet, dass man sich nur schlecht in sie hineinversetzen kann und deshalb Schwierigkeiten damit hat ihre Handlungen und Meinungen nachzuvollziehen. Außerdem gibt es keine charakterliche Entwicklung der Personen, z.B. Sal. Am Anfang ist sie die (willens-)starke Gruppenführerin, die das gesamte Leben am Strand organisiert und am Ende ist sie bloß ein wenig rücksichtsloser geworden. Meiner Meinung nach hätte A. Garland mehr aus seinen "Charakteren" herausholen / machen können, das hätte sein Buch um einiges interessanter gemacht. Ein anderer negativer Aspekt ist, dass A. Garland zur Übertreibung neigt, z.B. denkt keiner daran, dass den Schweden vielleicht etwas passiert sein könnte, als sie eines Abends nicht vom Fischen zurückkehren, obwohl alle von den Haien im Meer wissen. Ein anderes Beispiel ist noch Richards Verrücktheit. Die gesamte Geschichte hindurch ist Richard ein recht gesunder Mensch, sowohl körperlich als auch geistig, und benimmt sich demnach auch relativ normal. Urplötzlich wird er jedoch Irre und sieht den Geist des Toten Duffy Duck. Warum? Ich sehe keinen Sinn in Richards Halluzinationen und finde Daffys Erscheinen eher nervig und störend, da es einfach keinen logischen Grund oder eine spätere Erklärung für diese Erscheinungen gibt. Natürlich hat A. Garland versucht seinen Lesern etwas mitzuteilen, aber das hätte er bestimmt auch anders und realistischer gekonnt. Genauso störend wie die Szenen mit Daffys Geist fand ich die Szenen über den Vietnam Krieg, da diese ebenfalls recht verwirrend waren. Besonders für Leute, die überhaupt keine Kenntnisse über den Krieg haben. Man bekommt unter Umständen das Gefühl etwas zu versäumen, wenn man den Zusammenhang zwischen dem Vietnam Krieg und dem Leben an diesem Strand nicht versteht. Dieses kann wiederum sehr frustrierend auf einen wirken, wenn man in der Hoffnung weiterliest doch noch eine Auflösung der Geschehnisse vorzufinden. Leider gibt es die hier nicht. Zudem stören diese Einschnitte, die mit dem Vietnam Krieg zusammenhängen, die relativ flüssige Erzählung. Im Großen und Ganzen ist "The Beach" ein recht unterhaltsames und nettes Buch, welches einige interessante Aspekte aufzuweisen hat. Allerdings sollte man nicht zuviel erwarten. Schneller geht es ohnehin wenn man sich den Film ansieht, auch wenn dieser ein wenig vom Buch abweicht.
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Taschenbuch Juni 2011, Verlag: Penguin UK, Sprache: englisch, Seitenanzahl: 448
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Buch, gebundene Ausgabe, Erschienen: 2011
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2011, 448 Seiten, Maße: 18 cm, Kartoniert (TB), Englisch
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02.11.2004 23:16
Also ich fand das Buch nicht so schlecht, auf jeden Fall war es um Häuser besser als der Film!
31.10.2003 23:04
Ich denke da ist alles drin in dem Bericht weiter so!
28.10.2003 19:09
Ich habe das Buch gelesen, und der Eindruck, den Du hast, entspricht dem meinen. Danach habe ich irgendwann auch den Film gesehen. Von "The Beach" sollte man wirklich nicht zuviel erwarten, da gebe ich Dir vollkommen recht. Caro