The Black Hole - John Barry

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The Black Hole - John Barry

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Erfahrungsbericht über "The Black Hole - John Barry"

veröffentlicht 25.10.2011 | Spassprediger
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Ausgezeichnet
Pro Mit der Veröffentlichung von Barrys Score geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung
Kontra nichts - hier wurde alles richtig gemacht, vom Programm bis zur Veröffentlichungspolitik
sehr hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:

""Wie ein Weihnachtsbaum am Heiligabend""

Der erste digital aufgenommene Score der Filmgeschichte erlebt seine CD-Premiere als Expanded Edition mit 24 Stücken.

Der erste digital aufgenommene Score der Filmgeschichte erlebt seine CD-Premiere als Expanded Edition mit 24 Stücken.

Wenn man nur lang genug lebt, kommt man irgendwann in das „Dass-ich-das-noch-erleben-darf“-Alter. Für Fans symphonischer Filmmusik gilt das in besonderem Maße, denn so manche Veröffentlichung aus diesem Bereich lässt nicht nur Jahre, sondern Jahrzehnte auf sich warten: John Barrys Score zu “The Black Hole“ erscheint erst zu einem Zeitpunkt auf CD, zu dem das Medium bereits weithin ausgedient hat.


Es ist ja nun nicht als, als hätte ich in den letzten 30 Jahren jeden Tag mit einem Stoßgebet an die Götter der Soundtrackwelt begonnen, John Barrys elegischer, majestätischer Score zu „The Black Hole“ möge endlich auf CD erscheinen. Trotzdem stand das Album lange Zeit auf meiner persönlichen Wunschliste sehr, sehr weit oben. Dass ausgerechnet der erste digital aufgenommene Score der Filmmusikgeschichte bis vor kurzem nicht offiziell als CD vorlag, ist wirklich eine Ironie des Schicksals. Vor Jahr und Tag bereits erschienen ist lediglich ein Bootleg, das neben den Stücken des Original-LP-Schnitts von “The Black Hole“ außerdem John Barrys Musik für den berüchtigten Flop „Howard, the Duck“ bietet. Obgleich ich durchaus Fan genug bin, um meine Vorbehalte für die Dauer eines Klicks auf den „Sofort kaufen“-Button im Online-Auktionshaus Ebay beiseite zu schieben, habe ich nie ein Exemplar dieser raubkopierten Fassung erstanden. Stattdessen habe ich bei meinen sporadischen Besuchen der Website des auf Filmmusik spezialisierten Händlers „Screen Archives Entertainment“ immer mal wieder dien Augen offengehalten.

Und, siehe da – jetzt ist meine Ausdauer doch tatsächlich belohnt worden, denn die Zusammenarbeit der Disney Studios mit dem verdienstvollen Label Intrada, von der in den einschlägigen Foren immer mal wieder hoffnungsfroh gemunkelt worden war, hat in der Zwischenzeit offensichtlich konkrete Form angenommen.

Die freudige Erregung, mit der ich die Nachricht vom Erscheinen von „The Black Hole“ auf CD aufgenommen habe, können sicher nur echte Geeks nachempfinden - allen Hans Zimmers und Danny Elfmans zum Trotz ist das Gebiet der symphonischen Filmmusik ja doch nach wie vor eher die Domäne einiger vergleichsweise weniger liebenswerter Spinner, die nicht selten dazu bereit sind, für nur wenige Minuten Musik wahre Mondpreis zu bezahlen. Musik noch dazu, die in ihrer ursprünglichen Funktion meist nur von wenigen Zeitgenossen überhaupt zur Kenntnis genommen wird – die mittlerweile weltberühmten Themen zu den Filmen der James Bond-, Pink Panther-, Star Wars- oder auch Indiana Jones-Reihe bilden auch heute noch eher die Ausnahme als die Regel.

Erfahrungsgemäß tun Filmmusik-Outsider sich oft schon mit der banalen Einsicht schwer, dass nicht sämtliche Komponenten eines Films sich zwangsläufig auf dem gleichen Qualitätsniveau bewegen müssen. Klartext: Wenn Routiniers wie John Barry, Jerry Goldsmith oder John Williams am Dirigentenpult stehen, kommen dabei zuweilen Scores heraus, die deutlich besser sind als die Filme, die sie musikalisch untermalen. James Horners („Titanic“) Score zum 80er Fantasyfilm „Krull“ etwa klingt sehr viel großartiger, als der Film über weite Strecken aussieht, und auch Jerry Goldsmiths Scores zu den ersten beiden Fortsetzungen von „Rambo“ sind so hörenswert, wie die Filme nicht sehenswert sind.

„Das Schwarze Loch“ ist nicht einmal ein B-Film, sondern war durchaus ambitionierte Versuch der Disney-Studios, sich auf den seinerzeit dank George Lucas’ „Star Wars“ unter Volldampf durch die Kinolandschaft brausenden SF-Zug aufzuschwingen. Dafür, dass der Versuch nicht den gewünschten Erfolg gezeitigt hat, kann Komponist John Barry nichts – im Gegenteil: Der Score, den er für “The Black Hole“ geschrieben hat, ist ein Highlight im Schaffen des Komponisten.

Der Applaus für die Veröffentlichung von „The Black Hole“ auf CD gebührt, wie so oft, dem Label „Intrada“, das mit schöner Regelmäßigkeit durch die Veröffentlichung und Wiederveröffentlichung von unter Sammlern begehrten Scores von sich reden macht; und dankenswerterweise handelt es sich bei “The Black Hole“ auch nicht um einen Score, der in limitierter Auflage erscheint (die Erstauflage von 3000 Stück war dem Vernehmen nach innerhalb von wenigen Tagen verkauft). Wer Barrys Score erst mit gehöriger Verspätung für sich entdeckt, darf sich darüber freuen, dass er gleich zur Expanded Edition-CD greifen darf, die gegenüber dem Original-Plattenschnitt mit einem Plus von satten 20 Minuten Spieldauer aufwartet. Aus den zehn Stücken des Plattenschnitts sind 24 geworden, und so liegt Barrys Score mit der Erstveröffentlichung auf CD jetzt auch zum ersten Mal komplett vor.

Interessierten kann ich ohne Einschränkung zum Kauf raten – die Tonqualität des Materials ist von jeher überdurchschnittlich gewesen; dank Intradas Erste-Klasse-Behandlung ist es diese Score-Veröffentlichung auch. Dazu gehört neben dem eigentlichen Tonträger auch das 24 Seiten starke, informative und reichhaltig illustrierte Booklet, das interessante Einblicke in die Veröffentlichungsgeschichte des Scores bietet – Fans kommen hier also wirklich auf ihre Kosten. Wer sich selbst einen Eindruck von Barrys Score, der in einzelnen Passagen an den zeitgleich komponierten Score zum James Bond-Film „Moonraker“ erinnert, verschaffen möchte, dem empfehle ich, die Stücke im Online-Videoportal zu suchen – derzeit bietet ein Nutzer namens alucard624 einschlägige Hörproben an.

Jetzt, da ich den bedrohlichen Walzer, den Barry als Leitmotiv für den unerbittlichen Mahlstrom im All, zum ersten Mal seit Jahr und Tag im Original höre (auf einer der CDs des Cincinnati Symphony Orchestra unter der Leitung von Erich Kunzel fiundet sich immerhin ein hörenswertes Arrangement des Hauptthemas), laufen mir erneut wohlige Schauer über den Rücken – jetzt, endlich, wird mir wieder klar, warum mich ein ambitionierter, in vielerlei Hinsicht aber reichlich verunglückter SF-Streifen damals, im Kino, wirklich überwältigt hat. Dankenswerterweise enthüllt nicht nur das tolle "Zero Gravity" dank der gewissenhaften, im Booklet ausführlich beschriebenen Arbeit der an der Wiederveröffentlichung beteiligten Toningenieure mehr Details denn je; das bekommt unter anderem den diversen Keyboards (Piano inklusive) sehr gut.

R e s ü m e e

Volltreffer: Rund 30 Jahre nach der Kinopremiere des Films erscheint John Barrys Score endlich auf CD. Die Veröffentlichung des Labels Intrada bietet zudem jede Menge bislang unveröffentlichtes Material – zusätzlich zum Material des rund halbstündigen LP-Programms bietet die CD gut weitere 20 Minuten Musik und präsentiert Barrys bislang nur in Form von Bootlegs bzw. als iTunes-Download erschienene Filmmusik damit erstmals komplett. Von mir gibt es für die in allen Belangen vorbildliche Veröffentlichung die verdiente Höchstwertung.

Ich könnte auch ein auf das plötzlich hell erleuchtete vermeintliche Geisterschiff "Cygnus" bezogenes Zitat aus dem Film aufgreifen und sagen: Die CD-Fassung von John Barrys Score für "The Black Hole" lässt mich strahlen wie ein Weihnachtsbaum am Heiligabend.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Anacrusis veröffentlicht 03.12.2011
    Den Film habe ich damals noch im Kino gesehen.
  • mitverstand veröffentlicht 07.11.2011
    Perfekte Weihnachtsmusik xDDDDD LG :]
  • ceridwen66 veröffentlicht 29.10.2011
    Hier das verdiente BH - LG Kerry
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Produktdaten : The Black Hole - John Barry

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Artist: John Barry

Composer: John Barry

Atomic Keyword: Soundtrack

Medium: CD

Atomic Veröffentlichungsdatum Jahr: 2011

Label: INTRADA

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