Verflucht nochmal!
22.10.2011
Pro:
. . . interessantes Setting . . .
Kontra:
. . . schwache Optik, schwaches Leveldesign, wenig Abwechslung . . .
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 The-Wishmaster
Über sich:
+++ Endlich in den eigenen vier Wänden, aber es muss noch viel renoviert werden +++ Der Countdown lä...
Mitglied seit:14.10.2000
Erfahrungsberichte:3162
Produktvideos:28
Vertrauende:1007
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 115 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Leserinnen und Leser! Heute gibt es mal wieder einen neuen Bericht aus dem Bereich der Videospiele. Ausgesucht habe ich mir dafür den Titel "The Cursed Crusade" für die Sony Playstation 3. Was der Titel taugt und für wen er vielleicht geeignet ist, lest ihr am besten selbst...
| | ° The Cursed Crusade | Ein Fluch lastet auf mir. Nein, es hat nichts damit zu tun, dass ich gerade Unmengen von Casualgames bekommen habe, die ich testen soll. Ich befinde mich vielmehr auf einem verfluchten Kreuzzug. Und verflucht habe ich in der Tat jemanden, als ich The Cursed Crusade einem ausführlichen Test unterzogen habe. Doch lest selbst…
| | ° Der verfluchte Kreuzzug | Immer wieder kommt es vor, dass ein eigentlich interessanter Plot durch falsche Entscheidungen im Design in den Sand gesetzt wird. Gesellen sich noch weitere Fehlentscheidung wie ein verfrühter Release im aktuellen Mega-Herbst dazu, dürfte ein ursprünglich interessanter Titel kaum eine Chance haben. Genauso erging es The Cursed Crusade. Dabei hätte man aus dem Titel durchaus etwas machen können. In der Rolle von Denz de Bayle macht ihr euch zur Zeit der Kreuzzüge auf nach Jerusalem, um dort euren Vater zu finden. Begleitet werdet ihr vom spanischen Draufgänger Esteban Noviembre, so dass ihr nach einem kurzen Intro als infernalisches Duo unterwegs seid. Auf euch lastet dabei ein Fluch, denn der Tod trachtet euch nach eurem Leben. Ihr springt also dem Sensenmann immer wieder von der Schippe, könnt aber den Fluch der Dunkelheit genauso ausnutzen um euch im Kampf zu stärken oder in der Parallelwelt versteckte Hinweise auf den richtigen Weg zu finden. Nutzt ihr die Macht des Fluchs allerdings zu lange, zehrt dies an den Kräften eurer Seele. Aber zum Glück seid ihr auch mit euren Waffen fit und wisst euch eurer Gegner zu erwehren.
Dies geschieht wie es sich für die damalige Zeit gehört mit brutaler Waffengewalt. Dazu stehen euch Schwerter, Lanzen, Knüppel sowie eine Armbrust zur Verfügung. Die Waffen könnt ihr teils kombinieren und so in der einen Hand ein Schwert, in der Anderen einen Knüppel tragen. Entsprechend variantenreich gestalten sich auch die möglichen Combos, mit denen ihr eure Widersacher beharkt. Den Abschluss bildet dann ein effektvoll in Szene gesetzter Finisher, bei dem die Brust eurer Feinde von der Klinge durchbohrt wird, ihr ihnen die Lanze durch den Schädel rammt oder die Köpfe rollen. Eine wirkliche spielerische Auswirkung, indem gewisse Waffen beispielsweise mehr Schaden verursachen, sucht man jedoch vergeblich. Zwischendurch wird das Gameplay aufgelockert, indem ihr einen Rammbock betätigt, feindliche Bogenschützen vom Turm schießt und so weiter. Die Möglichkeit zum Coop-Modus mit einem zweiten Spieler an eurer Seite klingt ebenfalls verlockend. Was allerdings in der Theorie ein ordentliches Mittelalter-Geschnetzel hätte werden können, entpuppt sich in der Praxis als verkorkster Slasher, der unter seinen öden Missionen, der schlechten Technik sowie der störrischen Steuerung leidet. Alles fängt schon damit an, dass ihr ohne Tutorial mitten ins Kampfgeschehen geworfen werdet. Sind die ersten Feinde noch schnell besiegt, sorgt die erste Begegnung mit dem Tod schnell für Frust. Auf der Flucht vor dem Sensenmann in eine Kirche erscheinen verschiedene Buttons auf dem Bildschirm. Na klar, ein Quick Time Event! Schnell wird der eingeblendete Knopf gedrückt – und wenig später ist man gestorben. Wieder und wieder. Woher soll man auch wissen, dass man mit dem Drücken der Knöpfe erst warten muss, bis ein außen erscheinender Kreis ein Stück nach innen gewandert ist? Hat man diese Hürde genommen, darf man kurz darauf dann auch endlich das Tutorial spielen, bei dem euch der Umgang mit den Waffen erklärt wird. Ihr blockt, pariert, durchbrecht die Deckung. Immer wieder müssen auch beschädigte Waffen ersetzt werden. Würde sich das Gameplay nicht als absolut träge herausstellen, wäre die Mechanik an sich brauchbar gewesen. Immer wieder schlagt ihr allerdings in die falsche Richtung, weil euer Charakter zu spät auf die Bewegungen des Analogsticks reagiert. Ihr metzelt euch also von Abschnitt zu Abschnitt und erledigt dabei alle Gegner. Der Combozähler reagiert dabei sehr großzügig, so dass trotz Schlägen in die Luft erstaunlich hohe Combos erzielt werden können. Immerhin wurde auf nervige Hüpfpassagen verzichtet, da euer Protagonist schlicht und ergreifend nicht springen kann. In vielen Levelabschnitten verstecken sich noch ein paar Schatztruhen oder andere optionale Ziele und Gegenstände, die gefunden werden wollen. Diese lassen am Ende eines Levels eure Bewertung in die Höhe schnellen. An dieser Stelle werden auch eure Siegpunkte verwaltet, mit denen ihr neue Combos freischalten, euren Charakter in fünf Eigenschaften wie Stärke, Ausdauer, etc. verbessern oder neue Fähigkeiten eures Fluchs freischalten könnt, die dann im Kampf eingesetzt werden. Praktisch ist, dass ihr bereits gespielte Level jederzeit erneut besuchen könnt. In diesem Bereich ist das Menü vorbildlich aufgebaut. Leider ist das einer der wenigen positiven Punkte in The Cursed Crusade. Das träge Gameplay und die schwerfällige Steuerung lassen selbst kooperativ mit einem Leidensgenossen nur für beinharten Fans des Mittelalters ansatzweise so etwas wie Spielspaß aufkommen. Nach gut sieben Stunden ist das Spiel durch, wobei es kaum Motivation gibt den Titel ein weiteres Mal zu spielen. Ein Großteil der Trophäen wird dabei automatisch beim Durchspielen freigeschaltet. Allerdings ist bereits die Motivation dafür nicht sonderlich hoch.
| | ° Grafik & Sound | Ein Grund hierfür ist auch die schwache technische Präsentation. Die Texturen sind unglaublich matschig und wirken verwaschen. Die Animationen sind teils holprig und unrealistisch. Immer wieder gibt es Clippingfehler und Fehler in der Kollisionsabfrage, indem ihr verschlossene Türen passieren könnt oder Gegenstände wie ein Geschützturm mit einem Mal verschwinden. Hier wurde ganz böse geschlampt, was man mit mehr Entwicklungszeit sicher hätte verhindern können. Die schwache und oftmals störrische Kamera tut ihr übriges, um euch den Spielspaß zu nehmen. Vor allen Dingen in den Gassen der Dörfer und Burgen geht die Übersicht selbst gegen wenige Gegner schnell flöten. Immerhin ist ein Großteil eurer Widersacher strohdummes Kanonenfutter, das ihr schnell in die ewigen Jagdgründe geschickt habt. Beim Sound könnte man meinen dtp Entertainment hätte geklotzt anstatt gekleckert, da man einige bekannte deutsche Synchronsprecher hört. Allerdings scheinen diese recht gelangweilt bei ihrer Arbeit gewesen zu sein, denn entsprechend unmovitiert wirken die meisten der deutschen Stimmt. So kommt leider keine richtige Atmosphäre auf. Selbst die brauchbare musikalische Untermalung kann hier nichts mehr retten.
| | ° Fazit | The Cursed Crusade hat nicht zuletzt wegen des Coop-Modus ein paar gute Ansätze, die allerdings nahezu allesamt versiebt wurden. Man merkt dem Spiel einfach an, dass es überhastet auf den Markt geworfen wurde. Mit mehr Zeit und dem nötigen Feinschliff hätte daraus ein wirklich brauchbarer Actiontitel werden können. Stattdessen ist The Cursed Crusade ein Schuss in den Ofen, der nur hartgesottenen Mittelalter-Fans ansatzweise Spaß machen könnte. Ach ja, war da nicht noch etwas mit einem Fluch? Verflucht sollen alle sein, die dem Spiel nicht mehr Entwicklungszeit gegönnt und es dadurch zum Griff ins Klo haben werden lassen!
In diesem Sinne... Stay dark!
The-Master-of-the-Curse PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen verflucht werden... ;)
Shake Heads!
Bilder von The Cursed Crusade (Playstation 3)
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
 |
Injustice: Götter unter uns (Playstation 3)
Zu diesem Produkt wurde noch kein Erfahrungsbericht geschrieben.
Jetzt bewerten
Zum Angebot für € 42,99
|
 |
Assassin's Creed 3 - Washington Edition (Playstation 3)
Adventurespiel; Action-Adventure; Sony Entertainment Network; 3D-Spiel - Altersfreigabe: ab 16 Jahren - 1 Spieler; HDD mind. 4,5GB, HD 720p/1080i/1080p, Dualshock 3 Vibrationsfunktion, PS3 Network-Gaming (2-8 Spieler). - Ubisoft
Zu diesem Produkt wurde noch kein Erfahrungsbericht geschrieben.
Jetzt bewerten
Zum Angebot für € 33,95
|
 |
Deadly Premonition - Director's Cut (Playstation 3)
Adventurespiel; Horror-Adventure; 3D-Spiel; PlayStation Move - Altersfreigabe: ab 18 Jahren - 1 Spieler; HDD mind. 2960MB, HD 720p, Dualshock 3 Vibrationsfunktion, Move-Unterstützung. - Koch Media Deutschland GmbH
1 Testbericht
Zum Angebot für € 36,49
|
Verwandte Tags für The Cursed Crusade (Playstation 3)
|
|
28.12.2011 23:29
ich hab das vor der Einführung auf der Gamescom gespielt, ich dachte nur ich stell mich so dumm an... :)
13.11.2011 17:16
SH! Wir haben uns das Spiel vorhin aus der Videothek geliehen und ich muss sagen: so ein scheißspiel! Zuerst bin ich gestorben als plötzlich diese 5 Gegner auf mich eingeprügelt haben, ÜBERRASCHUNG! beim Zweiten Versuch hab ich sie besiegt bin aber nach 2 Sekunden beim Tod gestorben, geschätzte 30 mal,dann ist mein Freund von meinem Gefluche aufgewacht und ich hab ihm den Drücker entgegen geworfen und gesagt: den Mist kannste allein spielen. Jetzt ist er 20 mal beim Tod gestorben und hats dann mal in die Kirche geschafft....
30.10.2011 10:36
hab ich nicht, brauch ich nicht..