Verbraucht? Aber nicht doch....;o)
12.05.2012
Pro:
Herrlich selbstironisch inszeniert, viele alte Haudegen auf einmal, z . T . sehr witzig
Kontra:
Manche Gewaltszenen zu detailverliebt, ab und an zu heftige Schnittwechsel
Empfehlenswert:
Ja
 Rollersfan
Über sich:
Wo sind all die Leser hin, wo sind sie geblieben??++Bitte KEINE ungefragten Leserunden!++Grandioses ...
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Liebe Community, als ich erstmals von folgendem Film hörte, rollte ich mit den Augen und dachte, meine Güte, verschont uns Stallone immer noch nicht mit seiner Filmpräsenz. Es dürfte unschwer zu erkennen sein, dass ich diesen Schauspieler nicht unbedingt schätze. Meine Gesichtszüge erhellten sich aber, als ich erfuhr, dass auch Jason Statham mitspielen würde – logisch also, dass ich mir dann
The Expendables
anschauen musste.
**Die Story**Barney Ross ist ein alternder, aber erprobter Krieger. Als Chef einer Söldnertruppe schreckt er auch vor anscheinend unlösbaren Problemen nicht zurück. Als er den Auftrag bekommt, die Insel Vilena von der dortigen Militärdiktatur zu befreien, startet er mit Freund und Kollege Lee Chrismas zu einem ersten Erkundungsflug. Sie treffen auf Sandra Garza, die Tochter des dort herrschenden Generals, die sich gegen die Diktatur ihres Vaters auflehnt, aber dennoch auf der Insel bleiben will. Ross und Chrismas finden heraus, dass eigentlich der Ex-Cia-Agent Munroe Drahtzieher des Ganzen ist und ahnen, dass die Söldnertruppe dabei als Bauernopfer dienen soll....Ross lehnt den Auftrag ab. Allerdings geht ihm Sandra nicht aus dem Kopf....und entgegen aller Vernunft entscheidet er sich, und mit ihm seine Freunde, die Insel erneut aufzusuchen.
**Allgemeine DVD – Infos**
Regisseur: Sylvester Stallone Komponist: Brian Tyler Format: Dolby, PAL, Widescreen Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1) Untertitel: Deutsch Region: Region 2 Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1 FSK: Freigegeben ab 18 Jahren Studio: Splendid Entertainment/WVG Erscheinungstermin: 28. Januar 2011 Produktionsjahr: 2010 Spieldauer: 100 Minuten
**DVD-Aussehen**Mittig prangt ein großes Foto aller relevanten Darsteller. Die Überschirft „Der grossartigste Actioncast aller Zeiten“ verspricht einiges, darunter lese ich die Namen der Darsteller. Der Filmtitel ist in großer, roter Schrift zu lesen und das FSK ab 18 deutlich in rot erkennbar. Die Rückseite zeigt einige Filmausschnitte und bietet eine kurze Inhaltsangabe.
**Regisseur**
Sylvester Stallone
**Darsteller**SYLVESTER STALLONE als Barney „The Schizo“ Ross
Stallone wurde 1946 in den USA geboren. In der Schule fiel er zunächst als Footballspieler auf, wechselte dann in Richtung Schauspielerei und hatte sogar Unterricht. Trotzdem versuchte er sich erst als Autor, schwenkte dann aber erneut zur Schauspielrei um. Mit 25 Jahren bekam er seine erste Hauptrolle, aber erst 1976 schaffte er den Durchbruch mit dem Boxerfilm Rocky, wofür er eigens das Drehbuch verfasste. Es folgten einige Fortsetzungen und die Rolle des Rambo, die ähnlich erfolgreich wie Rocky wurde. Stallone versuchte sich nun auch als Regisseur, u.a. an der Fortsetzung
Bilder von The Expendables (DVD)
von „Saturday Night Fever“, aber ohne großen Erfolg. In den 90er Jahren wurde es ruhig um Stallone. Er versuchte sich in Komödien, die aber allesamt nicht erfolgreich waren. Wechselte er ins Actionfach, wie z.B. in Cliffhanger, wollten ihn wieder mehr Zuschauer sehen. 2005 gab es erneut einen „Rocky“ – Film, aber erst „The Expendables“ machten ihn wieder zu einem erfolgreichen Star.JASON STATHAM als Lee Chrismas
Statham wurde am 12.September 1972 in London geboren. Als Sohn einer Tänzerin und eines Sängers wurden ihm die Bretter, die die Welt bedeuten, schon früh nahe gebracht. Zunächst aber fällt er in der Schule durch sein sportliches Talent auf. Er entdeckt das Turmspringen für sich, es wird seine Passion und er gehört 12 Jahre zum britischen Nationalkader. Später wirbt er als Model für diverse Werbekampagnen, arbeitet als Schmuck – und Parfümverkäufer. Er lernt Guy Ritchie kennen, der ihm in zwei seiner Filmen Rollen verschafft. Der Film Bube, Dame, König, Gras wird zum Überraschungserfolg und Statham einem größeren Publikum bekannt. Mit The Transporter gelingt ihm 2003 der endgültige Durchbruch als Darsteller, der eher für sein körperliches Spiel als für seine facettenreiche Mimik bekannt ist. JET LI als Yin Yang
Li wurde am 26.April 1963 in China geboren. Schon mit acht Jahren begann er, die asiatische Kampfsportart „Wushu“ zu erlernen und gewann fünfmal hintereinander die chinseischen Meisterschaften. In Asien war er demnach schon recht früh bekannt, in Hollywood klappte es, als er neben Mel Gibson in Lethal Weapon 4 mitspielte. Der entgültige Durchbruch gelang ihm in Romeo must die. In den 90er Jahren gewann er einige Auszeichnungen, unter anderem für die Sparten „bester Schurke“ und „beste Kampfszenen“.2008 stand Li dann mit Jackie Chan vor der Kamera. Allerdings nicht für einen Kampffilm, wie man meinen sollte, sondern für eine Fantasy-Geschichte für Kinder. DOLPH LUNDGREN als Gunnar Jensen
1957 in Schweden geboren, studierte Lundgren als junger Mann Ingenieurwesen und war oftmals im Ausland. In Australien studierte er zudem Chemieingenieurwesen, später ging er nach New York und wollte sich als Schauspieler versuchen. Nach kleineren Rollen wurde er schließlich mit Rocky 4 bekannt und war dann hauptsächlich in Actionfilmen zu sehen. Dazu gehören Masters of the Universe und Punisher. Wie viele seiner Kollegen versucht sich auch Lundgren als Regisseur, ist aber in Schweden auch schon mal als Moderator im TV zu sehen. MICKEY ROURKE als TOOL
Rourke wurde 1952 in den USA geboren. Sein eigentlich Ziel war der Boxring, doch den Sport musste er mit 16 Jahren aus Krankheitsgründen aufgeben. 1977 stand er erstmals auf einer Bühne und Spielberg engagierte ihn ein Jahr später für den Film Wo bitte geht’s nach Hollywood? 1980 wurde er durch mehrere Produktionen einem breiteren Publikum bekannt, aber erst 1986 folgte der große Durchbruch mit dem Erotikfilm 9 ½ Wochen. Es folgten noch einige Erfolge, vier Jahre später verschwand Rourke allerdings von der Bildfläche, da er nur noch Flops drehte. 2005 folgte ein Comeback mit dem Film Sin City und als 56jähriger glänzte er in The Wrestler. Dafür wurde er mit einer Oscar-Nominierung belohnt. BRUCE WILLIS als Mr.Church
Willis ist zwar Amerikaner, wurde aber 1955 in Deutschland geboren. Die Schauspielerei begann er eigentlich als Therapie gegen das Stottern, hatte aber soviel Freude daran, dass er nach dem Schulabschluss Schauspielunterricht nahm. Er begann in New York Theater zu spielen und man engagierte ihn für Werbespots. Seine TV-Karriere begann mit Das Model und der Schnüffler, wo er an der Seite von Cybill Shepard spielte. Aber erst 1988 kam sein großer Durchbruch im Kino, mit dem ersten Teil der Stirb langsam – Reihe. Da Willis nicht auf das Actiongenre festgelegt werden wollte, versuchte er sich auch in Komödien, mit mäßigem Erfolg. Erst als er sich wieder auf das Actiongenre besann, hatte er z.B. mit „Pulp Fiction“ und „Armageddon“ wieder große Erfolge. SOWIE.....
Terry Crews als Hale Caesar Randy Couture als Toll Road Charisma Carpenter als Lucy David Zayas als General Garza Eric Roberts als James Munroe Steve Austin als Dan Paine Gary Daniels als The Brit Arnold Schwarzenegger als Trench
**Meine Meinung** Wo soll ich anfangen....vielleicht damit, dass „expendable“ übersetzt sowas heißt wie „verbraucht, entbehrlich, verzichtbar“ oder ich was ganz anderes erwartet habe, wenn ich auch nicht genau weiß, was? Bedingt durch meine Antipathie gegenüber Stallone machte ich mir, trotz Mitwirkens von Statham, keine große Hoffnungen auf einen Film, der mir gefallen würde. Weit gefehlt! Natürlich hatte ich zuvor auch schon Filme mit Stallone gesehen, war aber selten begeistert, bis auf den Film „Demolotion Man“. Den ich übrigens hauptsächlich wegen Wesley Snipes ansah, *gg* Aber hier muss ich Stallone zugute halten, dass er vor allem als Regisseur gute Arbeit geleistet hat. Herrlich selbstironisch inszenierte er hier zwar ein ballergewaltiges, aber unterhaltsames Actionspektakel.
Witzig sind natürlich die Kurzauftritte von Altsenator Schwarzenegger und Haudegen Willis, wobei sich köstliche Dialoge entspinnen. Als Willis alias „Mr.Church“ Barney fragt, ob Trench(Schwarzenegger) ein Problem hat, antwortet Barney trocken, Er wollte mal Präsident werden. Ich kann durchweg behaupten, dass alle Darsteller gut aufgelegt waren und Spaß an dem Actionkracher hatten. Besonders hervorheben möchte ich Dolph Lundgren, der mir als durchgeknallter und schießwütiger Söldner Gunnar besonders gut gefallen hat. Man merkt seine Spielfreude während jeder Minute an und ich habe es echt bedauert, dass er keine größere Rolle hatte. Wie auch Stallone, bringt er seine Figur durchaus eigenironisch rüber, was man aber auch von Mickey Rourke behaupten kann. Auch einer aus der Garde, der mir nicht besonders liegt, aber hier hat er mir wesentlich besser gefallen, als in „Iron Man 2“. Dass er ungeniert seinen inzwischen angewachsenen Bierbauch in die Kamera hält, kann man bewundern oder abstoßend finden – dafür, dass der Mann als sehr eitel verschrieen ist und einige Schönheits-OP’s hinter sich hat, fand ich das schon klasse ;o) Nun ist auch Stallone wahrlich nicht der attraktivste Mann und gewisse Nahaufnahmen sagten mir dann auch nicht unbedingt zu. Aber auch hier zeigt sich wieder die uneitle und selbstironische Ader, die mir sehr gefällt. Aber auch sonst ist der Film bis in die kleinsten Rollen gut besetzt. Jet Li kokettiert mit seiner geringen Größe, was besonders im Zweikampf mit dem Hünen Lundgren auffällt. Ich muss allerdings gestehen, dass mir die restlichen Schauspieler, die die Söldnertruppe vervollständigten, nicht viel sagten, sie aber dennoch prima zu der Truppe passten und, wie erwähnt, ihre Sache gut machten. Gefreut habe ich mich übrigens über den Kurzauftritt von Charisma Carpenter. Fans der Vampirserie „Buffy“ dürften sie noch als arrogante Cordelia Chase in Erinnerung haben, die dann auch in der Ablegerserie „Angel“ mitspielte. Leider hat sie hier kaum Zeit, ihr Potential zu entfalten, aber ich beneide sie, durfte sie doch die Freundin von Statham spielen, *gg* Mit der vielen Ballerei hatte ich wieder so meine Probleme, auch wenn ich weiß, das gehört zu einem Actionfilm dazu. Es gibt riesige Explosionen, mächtige MG’s und Statham macht als Messerwerfer eine extrem gute Figur ;o) Manche Angriffe werden mir zu detailverliebt gezeigt, ich muss nicht sehen, wie ein Kopf oder Arm abgetrennt wird....Die diversen Kampfszenen sind meistens gut in Szene gesetzt, störend empfand ich aber oftmals die heftigen Schnittwechsel. Da kam manchmal das Auge gar nicht mit.
Die Synchronisation ist ja immer ein Thema für sich. Nichts gegen Thomas Danneberg, aber mir mißfiel schon immer, dass er Kerle wie Stallone und Schwarzenegger seine Stimme lieh. Nicht, weil er sein Handwerk nicht versteht, sondern weil seine Stimmfarbe den von ihm synchronisierten Darstellern überhaupt nicht entspricht. Stallone und Schwarzenegger haben im Original viel tiefere Stimmen, dazu kommt, dass beide in diesem Film eine gemeinsame Szene haben. Furchtbar, wie Danneberg dabei Stallone plötzlich eine tiefere und rauere Stimme anhängt, danach aber wieder „normal“ spricht und man sich dabei genauso Schwarzenegger vorstellen könnte. Oder John Travolta, Terence Hill, Dennis Quaid....Danneberg ist ein viel beschäftigter Mann ;o) Auch bei Statham runzelte ich die Stirn. War ich bisher als seine deutsche Stimme Leon Boden gewohnt, hörte ich nun plötzlich Thomas-Nero Wolff, den ich viel eher mit Hugh Jackman in Verbindung bringe. Zumindest Bruce Willis hatte bei seinem Kurzauftriff die gewohnte Stimme von Manfred Lehmann ;o)
**Musik und Sound**Ihr wisst es schon, ich bin kein Sound-Experte und habe keine riesige Stereoanlage zu Hause. Was ich beim Film hörte, war durchaus in Ordnung und für mich völlig ausreichend. Die Darsteller waren sehr gut zu verstehen, kein Rauschen, keine Nebengeräusche. Erstaunt bin ich allerdings, dass es sogar Filmmusik zu kaufen gibt, mir sind während des Filmes keine Songs aufgefallen.
**Bonusmaterial**
Darunter versteht man den Audiokommentar von Regisseur und Darsteller Stallone....nun ja.
**Woher und wieviel**Ich kaufe meine DVDs meistens bei Amazon und dort kostet sie momentan um die 10 Euro.
**Fazit**
Männer, Machos, MGs, Muskeln, Messer...kurz zusammengefasst, *lach* „Verbraucht und verzichtbar“ ist hier irgendwie niemand von den Kerlen. Natürlich sieht man vor allem Stallone und Lundgren mittlerweile ihr Alter an. Aber das wirkt keineswegs störend, im Gegenteil. Die Männer nehmen ihr fortgesetztes Alter auf die Schippe, was den Film sehr sympathisch macht, trotz aller Gewalt. Ich tendiere zu einem typischen Männerfilm, aber ich steh’ halt auf sowas. Den geneigten Zuschauer erwartet bombastisches Actionkino mit gut aufgelegten Darstellern und einem herrlich selbstironischen Stallone. Dass das Geballere manchmal zuviel wird, unsere Helden selbstverständlich alle überleben, darüber schaue ich großzügig hinweg. Ich will ja keine Doku sehen, wenn ich solch einen Film einlege ;o) Das vor allem Statham mindestens genauso oft im Bild erscheint wie Stallone, erfreut mich als Fan natürlich besonders. Ich fühlte mich hier glänzend unterhalten und wünsche mir direkt einen weiteren Film mit all diesen alten Haudegen ;o) Herzlichen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren :o)
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17.09.2012 23:55
Ein Wartelisten-BH mit ewiger Verspätung!
12.08.2012 08:35
Danke für den Bericht, werd ich mir ansehen!
07.08.2012 16:52
So da bin ich dann auch wieder mit gerechter Bewertung, Danke für deine Geduld ;o)