Wie man Realjackass Angst einjagen kann
28.03.2005
Pro:
Schockierender old school Horror
Kontra:
Von Zeit zu Zeit Sarah Michelle Gellar, wenn man den Film zu mehreren schaut ist er nichtmehr so gruselig
Empfehlenswert:
Ja
 Realjackass
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Lass deine Träume schweifen, lerne sie zu begreifen! Nein, nein, du mußt nicht bleiben, nein nein.. ...
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Mein heutiger Bericht handelt von einem Film, der nun schon seit einiger Zeit in den Deutschen Kinos läuft und den nun auch ich endlich gesehen habe. Obwohl ich im Voraus nicht viel erwartet habe, da mir Filme die in Japan spielen nicht so zusagen, habe ich versucht, ohne Vorurteile an den Film zu gehen und das ist mir auch einigermaßen gut gelungen.
Story ------------------ Eine japanische Legende besagt: Wenn an einem Ort ein äußerst Brutaler Mord geschieht, wird dieser Ort mit einem Fluch belegt. Die Grausamkeiten richten so einen Schaden an, dass sie sich immer wieder abspielen und jeder der in diesen Kreislauf gerät, wird ihm nie wieder entkommen. Die Amerikanerin Karen arbeitet in Tokio als Krankenpflegerin. Sie ist erst seit kurzem mit ihrem Freund Doug in Tokio und muss sich erst noch daran gewöhnen. Eines Tages wird sie von ihrem Chef gebeten, sie solle doch bitte einen Heimbesuch bei einer Gewissen Emma machen, denn Yoko, die sich sonst immer um Emma kümmerte, ist verschwunden. Natürlich lehnt Karen nicht ab und besucht die an Demenz erkrankte Emma. Irgendetwas scheint aber nicht in dem großen Haus zu stimmen. Aus dem oberen Stock hört sie ein weinendes Kind und geht dem Geräusch nach. Dies tut sie solange, bis sie plötzlich vor einem großen Schrank steht der mit Klebeband zugeklebt ist. Karen öffnet den Schrank, aber was sie darin sieht lässt sie an ihrem Verstand zweifeln. Ein kleiner, weinender Junge, kreidebleich und mit aphatischem Blick starrt ihr entgegen. Dass dies erst der Anfang einer Odysse des Schreckens und des absoluten Grauens ist, kann Karen jetzt natürlich noch nicht ahnen..
Man entschuldige mir bitte, dass die Inhaltsangabe dieses mal so kurz ist, aber jede weitere Beschreibung würde dem Film die Spannung rauben und das wäre schade.
Schauspieler ------------------------- Sarah Michelle Gellar spielt die Hauprolle Karen, die mit ihrem Freund nach Tokio gezogen ist und dort eine Arbeit als Krankenpflegerin angenommen hat. Ich muss zugeben, dass ich im Voraus ein paar Bedenken bezüglich Sarah Michelle Gellar hatte, denn mit `Buffy´ konnte ich noch nie was anfangen. Wie ich finde hat Sarah Michelle Gellar es einfach nicht so drauf, Angst gut rüberzubringen. Viel besser gefallen hat sie mir da schon in `Eiskalte Engel´ aber das ist natürlich Anssichtssache. Zugegeben: Sie macht ihre Sache in `The Grudge´ nichtmal soo schlecht, aber es hätte wohl noch etliche andere Schauspielerinnen gegeben, die besser in die Rolle gepasst hätten. Ein weiterer bekannter Darsteller ist Bill Pullman. Am Anfang des Filmes sehen wir, wie er sich selbst umbringt, doch im weiteren Verlauf bekommen wir seine Geschichte Stück für Stück immer mehr erklärt. Pullman spielt wie gewöhnlich routiniert. Nicht schlecht, aber eben auch nichts besonderes. Es war trotzdem toll, ihn in dem Film sehen zu dürfen.
Desweiteren hätten wir da noch Clea DuVall, die eigentlich den wenigsten ein Begriff sein dürfte, aber ich für meinen Teil habe sie gleich erkannt. Zum ersten mal richtig ins Auge gestochen ist mir die Frau in `Durchgeknallt´, wo sie mindestens genauso gut spielte wie hier. Ihre Rolle habe ich zwar nicht zu 100% verstanden, aber das konnte ich gerade noch so verkraften. Wie dem auch sei: DuVall spielt eine Frau Namens Jennifer, die zusammen mit ihrem Mann, der Sohn von Emma, nach Tokio zieht und dort von dem Haus in den Wahnsinn getrieben wird. Weitere Schauspieler: Jason Behr, William Mapother, KaDee Strickland, Rosa Blasi, Grace Zabriskie, Courtney Webb, Takako Fuji, Yuya Ozeki, Ted Raimi
Daten zum Film -------------------------- Originaltitel: The Grudge - Der Fluch Alternativtitel: - Land: Deutschland, Japan, USA (2004) Regie: Takashi Shimizu Länge: 95:43 Min. Freigabe: FSK 16 Indiziert: Nein @ Realjackass
Kritik ------------------ Wie ich oben bereits erwähnt habe, versuche ich Filme, die aus Japan kommen, meist so gut wie möglich zu meiden. Obwohl mir das so gut wie immer gelingt, habe ich bei `The Grudge´ mal eine Außnahme gemacht. Was wusste ich im Voraus alles über den Film? Es soll angeblich das Remake eines Japanischen Horrorstreifens sein und erstaunlicherweise führt hier der gleiche Mann Regie, der sich auch für das Original verantwortlich zeichnete. Und da eben genanntes sehr gut sein soll, kann man doch auch nur gutes von diesem Film hier erwarten, oder? Richtig. `The Grudge´ hat mich SEHR positiv überrascht, aber mal eins nach dem anderen.
Was ich nicht so toll fand waren zunächst mal die Schauplätze. Diese ganzen Häuser mit diesen Papierwänden oder was das sein soll. Hinzu kommen noch die Japanischen Darsteller, deren Namen ich mir nichtmal im Ansatz merken konnte und die alle gleich aussehen. Das ist jetzt in keinster Weise rassisistisch gemeint, aber: Ich mit meinen Europäischen Augen konnte die meisten Charaktere nicht unterscheiden. Was für ein Glück, dass wir da noch Sarah Michelle Gellar, Bill Pullman und Clea DuVall haben, die besitzen wenigstens Wiederkennungswert. Kommen wir jetzt mal zu erfreulicheren Dingen: `The Grudge´ ist der gruseligste Film, den ich seit langem gesehen habe. Mal im Ernst: Nach dem Film bin ich eingeschüchtert in meinem Stuhl gesessen und habe mich davor gefürchtet, mich umzuschauen. Deswegen muss ich dem Film meinen vollen Respekt zusprechen, ich hätte echt nicht erwartet, dass das jemals wieder ein Film schafft und dann auch noch einer, von dem man es nicht erwartet hat? Klasse!
Doch woran liegt es, dass mich `The Grudge´ so in seinen Bann gezogen hat? Als erstes sollte vielleicht mal erwähnt werden, dass ich mir den Film alleine angesehen habe, in einem total dunklen Zimmer, mitten in der Nacht. Da hat es sicherlich eine komplett andere Wirkung, als wie wenn man den Film mit 5 Freunden ansieht, die zudem noch äußerst lustig drauf sind. Sowas kann einem schonmal die Atmosphäre rauben, die bei `The Grudge´ durchaus vorhanden ist. Von demher jetzt schonmal meine Empfehlung: ALLEINE ANSEHEN! Aber jetzt mal Klartext: Woran liegt es, dass mich der Film so gefesselt hat? Ich kann eigentlich nicht von mir behaupten, dass ich Angst vor kleinen Kindern hätte, selbst wenn die schneeweiß sind und schwarze Augen haben. Aber es kommt eben immer darauf an, wie der Regisseur gewisse Schockszenen inszeniert. Takashi Shimizu hat dies auf 2 Arten getan: Zum einen die direkte, schockierende: Der Zuschauer sieht den Darsteller in einem dunklen Raum, mit einem Feuerzeug will dieser sich Sicht verschaffen. Plötzlich und ohne Vorwarnung springt etwas aus dem Dunkel auf einen zu. So etwas kommt im Film häufiger vor, was schonmal dazu geführt hat, dass mir meine Knabbereien im Halse stecken geblieben sind. Sowas gemeines, also wirklich. Viel gesundheitsfreundlicher kommt da schon die andere Methode rüber, dem Zuschauer Angst einzujagen. Diese fördert zwar den Schweißausschuss etwas mehr, aber damit sollte sowieso gerechnet werden, wenn man sich einen Horrorfilm anschaut. Endlos lange Gänge, unheimliche Geräusche und das schlichte Wissen, dass etwas bedrohliches, unheimliches da ist. Das ist Horror der guten, alten Schule und ich war äußerst erfreut, sowas heutzutage mal wieder erblicken zu dürfen.
Viele Leute hier auf Ciao und Yopi beklagen, die Darstellung des Fluchs sei blöd oder nicht gruselig. Da tritt dann meines erachtens nach wieder die `Freunde´ Theorie in Kraft: Je mehr Leute sich den Film anschauen, desto weniger gruselig ist er eben, da sollte man sich dann auch nicht beklagen. Ok, wenn ich den Film mit meinem Kumpel angesehen hätte, hätte mich der weibliche Fluch wohl eher ein bisschen geil gemacht, als mich zu schocken. Aber so? Alleine? Ihr kennt meine Meinung dazu. Schließlich und letztendlich noch eine Frage, die ich absichtlich erst so spät beantworte: Ist der Fim brutal? Nein, schlicht und einfach. Richtig und brutal ist der Film nie und würde er nicht so an den Nerven zerren, könnte `The Grudge´ auch schon von zwölfjährigen angesehen werden.
Fazit ------------------- Ich für meinen Teil wurde von dem Film positiv überrascht und kann ihn nur empfehlen. Es gibt wahrscheinlich nichts tolleres, als mit Null Erwartungen an einen Film zu gehen und sich danach nichtmehr zu trauen, sich umzusehen oder nach den Chips zu greifen. Wie ich oben schon erwähnt habe und wie ich immer wieder erwähnen werde: Der Film schockt viel mehr wenn man ihn alleine schaut, aber das dürfte eigentlich vollkommen klar sein und garnicht zur Debatte stehen. Der einzige Grund, wieso ich dem Film keine 5 Punkte gebe, ist dass ich mit Japan immer noch nichts anfangen kann und Sarah Michelle Gellar von Zeit zu Zeit etwas fehlbesetzt wirkte.
In diesem Sinne: fröhliches Gruseln! Mfg Realjackass
Bilder von The Grudge (2004)
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08.02.2010 01:03
also ... 3 Sterne, mehr nücht :-P
12.12.2009 22:07
ich überleg grad, ob ich den anschau. *überleg* ach ich weiß nicht, ich bin noch nicht ganz überzeugt :D
21.05.2006 17:02
Den hab ich gestern dann auch endlich mal gesehen - und war irgendwie enttäuscht, eben weil ich mal ne Szene sah "früher", bei der ich regelrecht Panik schob (die unter der Bettdecke). Aber offensichtlihc hatte ich damit dann auch schon wieder die "schlimmste" erwischt....