Der neue, alte Vorreiter...
23.05.2010
Pro:
Atmosphäre, Steuerung, Ideenreichtum, Spielzeit
Kontra:
keine grafische Anpassung an die Wii Hardware, Frustmomente
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 Yggdrasill
Über sich:
Mitglied seit:23.05.2010
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 13 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die "The Legend of Zelda Reihe" aus dem Hause Nintendo erfreut sich seit nun mehr über 20 Jahren größter Beliebtheit bei Freunden des Action Adventure Genres. "Twilight Princess wurde erstmalig im Jahre 2004 als Teaser vorgestellt und sollte der letzte große Blockbuster auf Nintendos kleinem Zockerwürfel sein. Ursprünglich sollte das Spiel im November 2005 auf den Markt kommen, verschob sich jedoch ( wie einst Occarina of Time) um mehr als ein Jahr und erschien schließlich erst Anfang Dezember 2006. Als Ausgleich spendierte Nintendo der Fangemeinde eine Wii Version des Blockbusters und lieferte somit gleich den besten Kaufgrund für den Weißen Kasten aus eigenem Hause: Das beste Zelda Spiel seit Nintendo 64 Zeiten. Von Altbewerten...
"Twilight Princess" fühlt sich von Beginn an ( Trotz komplett neuer Hardware und neuem Design) an, wie ein klassisches Zelda Spiel. Wieder einmal startet ihr in das Abenteuer als völlig unscheinbarer freundlicher Einwohner Hyrules, der mit einem Lächeln auf den Lippen und einem Lied im Herzen in den Grenzen seines Heimatdorfes lebt und arbeitet. Die Idylle wird von Zwielichtigen Gestalten zerstört, die eines Tages ins Dorf einfallen und Links Freunde entführen. Dieser stürzt sich voller Heldenmut in die Rettungsaktion und wird scheinbar völlig ohne sein Zutun in ein gigantisches Abenteuer verstrickt und schon bald wird klar, dass es nicht nur um die Rettung seiner Lieben, sondern um die Rettung des gesamten Königreiches, ja der ganzen Welt geht. Eine mysteriöse Dunkelheit umhüllt Hyrule, Schattenwesen und Monster befallen die Landen und Städte. Der König des Schattens, Zanto, hat das Schattenreich erschaffen und droht die Welt auf ewig in die Verdammnis zu stürzen. Zelda Kenner ahnen bereits Zelda wäre nicht Zelda, wenn nicht die Namensgeberin persönlich und Links ewiger Nemesis Ganondorf in irgendeiner Form in die Geschichte verstrickt wären. Böse Zungen könnten demnach behaupten Nintendo würde sich auf der dreifaltigen Dynamik ausruhen und es würde schlichtweg an Motivation für ein neues Grundgerüst fehlen. Ich für meinen Teil stelle aber vielmehr fest, wie es Nintendo immer wieder schafft eine Konzeption von der Tiefgründigkeit einer Pfütze in einem Vierjahres Rhythmus stetig neu und immer wieder fesselnd und faszinierend zu präsentieren. Die Aufmachung der Story ist nicht besonders komplex oder tiefgründig, aber das muss sie auch nicht sein, sie ist altbewehrt und zieht einen schneller in den Bann als man denkt. ...und neuen Stärken
Was Nintendo in Sachen Storyinnovation vermissen lässt wird wie so oft durch ein unfassbar geniales Spieldesign und einigen interessanten Additionen in Sachen Spielmechanik mehr als wett gemacht. Spaltete die letzte Episode "The Wind Waker" noch durch den umstrittenen Comiclook und das allgemein eher kindliche Flair die Fangemeinde, so wartet "Twilight Princess" mit ungewöhnlicher, aber durchaus angenehmer düsterer Atmosphäre auf. Zunächst beschränkt sich dieses frische beklemmende Gefühl auf das Schattenreich, beim durchforsten der ersten Tempel jedoch fällt auf, mit Glubschäugigen Toon-Link der auf seinem sprechenden Drachenboot übers Meer reist und gegen bunten Schleimtropfen kämpft. hat dieses Level und Gegnerdesign nichts mehr zu tun. Es ist nicht nur Links Fähigkeit, beim Eintritt in die Schattenwelt die Gestallt eines Wolfes anzunehmen, es ist die Welt an sich, jedes einzelne Areal hat sich verändert. Zerfallende Wände , gedämpftes Fackellicht, Totenkopfspinnen Goblins und Echsen mit Keulen und Schwertern... Das Franchaise wirkt sehr viel "erwachsener" Passend dazu hat Link auch ein breites Arsenal neuer Gegenstände und Fähigkeiten spendiert bekommen. Neben klassischen Items wie Greifhaken oder Bogen, besitzt er nun auch einen mächtigen Morgenstern, mit denen er sogar Gletscher zum Einsturz bringen kann, einen Gleiter mit Klingen an den Seiten, den er zum Überwinden von Agründen oder vernichten von Gegnerhorden nutzt, sowie eine breite Auswahl an verscheiden Schwertfinisher- Moves, die dem Kampfsystem eine ungeahnte neue Dynamik geben. Die Rätsel wirken durchdachter und es kommen sehr viel häufiger als noch im Prequel Fähigkeits- und Gegenstandskombinationen zum Einsatz um weiter zu kommen. Bestimmte Vorsprünge können nur als Wolf erreicht, bestimmte Feinde nur als Mensch vernichtet werden etc. Sogar bei Bosskämpfen am Ende eines jeden Tempels müssen die Fähigkeiten geschickt kombiniert werden. Zur Seite gestanden wird dem jungen Helden egal in welcher Situation stets von Midna, einer geheimnisvollen Schattenkratur, die die Rolle von der Fee Navi aus den N-64 Spielen übernommen hat und-wenn gar nichts mehr geht- wertvolle Tipps geben wird. Natürlich kommen Links Fähigkeiten auch Abseits der zahlreichen Tempel zum Einsatz, es gibt wieder viele Sidequests und Minispiele um Geld und Herzteile zu verdienen, die Welt vollständig zu erschließen und den Sammeltrieb zu stillen.
Spätestens an dieser Stelle sei die hervorragende Steuerung erwähnt, die eindrucksvoll zeigt, wie sich ein klassisches Action Adventure mit moderner Hardware spielen lässt. Per Wiimoteschwung schwingt ihr das Schwert ( wenn auch nicht immer Punktgenau) per Nunchukdrehung wird der Schwertwirbel ausgelöst. Bogen und Haken werden per Point and Click Manier eingesetzt und das Angelminispiel hat sich nie zuvor so authentisch angefühlt ( auswerfen, einholen) Ein paar Schatten auf der weißen Weste
"Twilight Princess" ist ohne Frage eines der besten Adventure Games der letzten Jahre aber dennoch findet man hier und da noch Anlass zur Kritik. So stirbt man verhältnismäßig häufig nicht aus Unvermögen sondern weil die Kamera im Wolfsmodus nicht immer optimal die Sprünge begleitet. Die Grafik ist hübsch anzusehen, basiert aber zweifelsohne auf der Gamecubeversion und wurde in keiner Weise angepasst. Es ist super, dass Epona zurück ist, aber die unsichtbaren Wände und stellenweise hölzernen Bewegungen der treuen Stute stören ein wenig. Aber das sind allesamt Luxusprobleme des Meisters der Action Adventure...
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