The Transporter

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Transport von A nach B gefällig?

2  24.05.2003 (29.06.2003)

Pro:
Action, Schnitt, Statham

Kontra:
Story, Logik, nix Neues

Empfehlenswert: Nein 

Pandoolio

Über sich: Auf viele Proteste hin. Widmung für Ingrid, die mich immer so lieb besucht und mein WE spannender ma...

Mitglied seit:27.04.2001

Erfahrungsberichte:131

Vertrauende:33

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 91 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Sicher kennen einige Leute dieses Forums die „Taxi-Reihe“ von Luc Besson (auch da nur Produzent). Wenn also nun ein neuer Film in die Kinos kommt, der dann auch noch mit dem Namen „The Transporter“ ähnliche Assoziationen weckt, dann freut man sich meist auf ein Action-Feuerwerk mit einigem Sinn für Humor. Meist mit vielen Autojagden und einer belanglosen Story, die meist aber nett die Szenen miteinander verbindet...

STORY:
*******
Ex-Elitekrieger Frank Martin (erinnert stark an Bruce Willis: Jason Statham) ist Kurierfahrer für heiße Ware in Frankreich. Mit seinem schwarzen 7er BMW, den er mehr als alles andere liebt, erledigt er seine Jobs, von Flucht nach Banküberfall bis zu Koffertransport.
Dabei befolgt er eisern drei goldene Regeln des Transportbusiness: 1. Stelle keine Fragen. 2. Öffne niemals ein Paket. 3. Wenn Du eine der beiden Regeln brichst, bist Du tot.
An Regel eins hält er sich noch, als er eine unförmige Tasche an den zwielichtigen Amerikaner „Wall Street“ überbringen soll. Als sich aber diese Tasche bewegt und Geräusche von sich gibt bricht er Regel zwei, und zum Vorschein kommt die hübsche Asiatin Lai (sexy-hexy Shu Qui). Zwar übergibt er das „Paket“ noch, befindet sich aber bald darauf im Kreuzfeuer skrupelloser Verbrecher. Also heißt‘s ab da im Duo, Regel Nummer drei nicht wahrwerden zu lassen...

HINTERGRUND:
************
Luc Besson wurde zwar oft im Zusammenhang mit diesem Film genannt, doch letztendlich ist Vorsicht geboten! Besson ist nämlich „nur“ Produzent, Autor ist Robert Mark Kamen, und diese zwei waren schon für die „Perle“ „Kiss of the Dragon“ verantwortlich. Damals wurde Jet Li recht berühmt mit diesem Film, diesmal soll es also Statham sein. Regie führt allerdings in diesem Streifen ein Mann aus Honkong, Corey Yuen.

KRITIK:
*******
Nun, muss ja nicht weiter schlimm sein wenn der Meister nicht selbst direkt Hand angelegt hat, denkt man sich.
Ist es aber!!!!!
Ich weiß nicht was sich Herr Yuen bei der Handlung gedacht hat, und vielleicht reicht der dürftige Handlungsstrang für Honkong-Action-Knaller vollkommen aus, doch was hier an logischen Fehlern, platten und abgedroschenen Klischees und unzureichenden Erklärungen geliefert werden, erzeugte bei mir meist nur noch ein müdes Lächeln und ungläubiges Kopfschütteln. Beispiel gefällig?
- Eigentlich wird nie klar warum Lai eigentlich zu Wall Street gebracht wird. Absolut sinnlos, da beide Seiten des Deals zusammenarbeiten...
- Sowohl die Hintergrundstory, dass Frank ehemaliger Soldat ist, weil sein Vorgesetzter ihn unschuldige Männer umbringen ließ, als auch die Menschenhändlerringgeschichte hat höchsten C-Movie Qualität und hat man schon tausendmal gehört.
- Frank verfolgt die Gangster zu Fuss, da fliegt ein Flugzeug über seien Kopf weg, Schnitt, Frank befindet sich am Landeplatz. Wenns doch immer so leicht wär.
Nur ein paar kleine Beispiele, schon gar nicht von dem hanebüchern Ende zu sprechen.
Leider beschränken sich die Fehler nicht nur auf die Story. Bei den zweifellos hervorragend geschnittenen Szenen merkt der erfahrene Actionfan, dass die Schnitte in sich nicht logisch sind. Ein Auto, das vorwärts in einen Tunnel fährt kann nicht nach einem Schnitt rückwärts weiterfahren. Ein Mädchen, das aus großer Höhe auf die Knie fällt kann nicht im nächsten Moment nach rechts geschleudert werden.
Ich denke ihr merkt schon woher der Wind weht. Dabei ist es wirklich Schade um das Potential, was der Film wenigstens teilweise andeutet!
Denn er vereint im Actionbereich wunderbar asiaitische, europäische und amerikanische Einflüsse. Perfekt choreographierte Kampfsportszenen, heiße Autojagden durch enge Straßen, wahnwitzige Explosionen und coole Stunts lassen das Herz eines jeden Action-Fans höher schlagen.
Dies ist auch ein Verdienst des Hauptdarstellers Jason Statham. Kahlgeschoren und wortkarg erinnert er wirklich an einen jungen Bruce Willis, was wahrscheinlich der weiblichen Fangemeinde ein entzückendes „Hach“ entlocken wird. Er ist lässig und unglaublich athletisch. Dagegen ist Shu Qui eigentlich nur als Augenschmaus zu betrachten. Ihre paar Redeteile sind allesamt zu vergessen und zeigen auch keine weiteres Talent.
Sehr sympathisch kommt noch Francois Berléand als befreundeter Kommissar (fragt mich da nicht nach der Logik wieder einmal) von Frank rüber.

FAZIT:
******
Ein Action-Film mit innovativen und temporeichen Action-Elementen, dem aber nach furiosem Anfang schnell aufgrund der hanebüchern schlechten und unlogischen Story die Luft ausgeht. Wen Ungereimtheiten und sehr platte Dramaturgie nicht interessieren wird sicher angenehm unterhalten, der Rest muss das Gehirn ausschalten um keinen Schreikampf zu kriegen. 2 Sterne zu 3 tendierend...!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
tunefish77

tunefish77

30.06.2003 12:21

Nu schto - nitschewo ne panemaju...Dem Filmsche war eh nie auf meiner Liste (wenngleich Statham schon in "Snatch - Schweine und Diamanten absolut kewl war...) so kann er auch nicht von der Liste gestrichen werden...lol...soviel von mir zum Thema Logik...rofl...Da Füsh

Hirnederl

Hirnederl

03.06.2003 16:41

*ohoh* gut, dass wir den nicht am Samstag anschauen wollen *d'oh*

Jonnycheck

Jonnycheck

27.05.2003 09:29

Ich hatte es befürchtet. Der tut's also auch später mal auf DVD oder im TieWie. cu J.

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