Laaaaangweilig
20.09.2004
Pro:
* denk * Öhm . . . nix !
Kontra:
schlechte Darsteller, langweilige Geschichte, es kommt keine Spannung auf, Film wirkt sinnlos, Rest siehe Bericht
Empfehlenswert:
Nein
 SuperMario80
Über sich:
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The Village Gestern habe ich mich entschlossen, ein weiteres Mal meine Freizeit einem Kinofilm zu opfern. Eigentlich hatte ich mir geschworen, nie wieder einen Film von M. Night Shyamalan anzuschauen, weil ich von den letzten beiden (Unbreakable & Signs) extrem enttäuscht war. Doch ich hatte ihr so viele unterschiedliche Berichte gelesen, dass ich neugierig geworden bin, ob er nicht vielleicht doch sein Geld wert sei. Da ihr das an meiner Bewertung ja eh schon sehen könnt, kann ich diese Frage ja auch direkt beantworten: Nein! Warum erfahrt ihr im Bericht. Viel Spaß beim lesen!
=============) Story (====================Wir befinden uns irgendwann und irgendwo in einem Dorf, dass auf einer großen Lichtung (Tal) in einem großen Wald liegt. Die Bewohner (etwa 70 würde ich schätzen) leben dort ihr Leben vor sich hin und genießen die Ruhe und das unbeschwerte Leben. Allerdings gibt es einen Haken an der Idylle.
Der Wald wird von bösen Kreaturen bewohnt, die „Die Unaussprechlichen“ genannt werden. Sie könnten das Dorf ohne weiteres Angreifen und zerstören, allerdings gibt es eine Art stilles Abkommen zwischen den Menschen und ihnen. Die Menschen betreten ihren Wald nicht und sie bleiben von der Siedlung fern. Somit ist es ein (mehr oder weniger) fröhliches und zufriedenes Nebeneinander. Auf einmal jedoch, finden Angriffe auf das Dorf statt und einer der Bewohner wird schwer verwundet. Er ist einer der jungen Generation, der zusammen mit Ivy später mal die Leitung über das Dorf übernehmen soll. Da er nicht sterben darf und weil Ivy ihn nicht sterben lassen will, bittet sie darum den Wald verlassen zu dürfen um Medizin aus der nächsten Stadt zu besorgen. Sie bittet also den Ältestenrat um die Erlaubnis und der erteilt ihr diese nach einer kurzen Diskussion. Doch bevor sie sich auf den Weg macht, weiht ihr Vater sie noch in ein furchtbares Geheimnis ein...
Mehr möchte ich jetzt nicht verraten, denn sonst hätte ich schon alles gesagt. Erwähnt sei nur noch, dass diese drei Absätze die ersten 70 Minuten des Filmes umfassend beschreiben... *****************************============) Darsteller (==================
Bryce Dallas Howard ************************* Die am 2. März 1981 in Dallas, Texas geborene Darstellerin war mir bislang gänzlich unbekannt, denn sie ist noch recht neu im Filmgeschäft. Vor „The Village“ hat sie in „Der Grinch“ mitgespielt, hatte dort aber nur eine winzige Randrolle, so dass sie wohl keiner von dort kennen sollte. Hier spielt sie die blinde Ivy Walker, die Tochter eines der Ältesten im Dorf und designierte Nachfolgerin ihres Vaters. Dieser Charakter ist sowas wie die Hauptrolle des Filmes und damit ein großer Schritt vom Regisseur, diese Rolle mit einer Unbekannten zu besetzen. Mir hat sie recht gut gefallen, auch wenn ich ihr die Blindheit nicht immer abgekauft habe. Manchmal rennt sie einfach zu zielsicher durch das Dorf ohne irgendwo zu stolpern oder sich zu verirren. Das ist leider nicht so ganz authentisch. Ansonsten spielt sie aber recht gut und bringt besonders die Angst später im Wald glaubhaft rüber.
Joaquin Phoenix ************************* Er ist am 28. Oktober 1974 in Puerto Rico geboren und spielte bisher schon in einigen Filmen mit. Mir kam er spontan aus dem letzten Shyamalan Film, Signs, bekannt vor, wo er den Sohn von Mel Gibsons Rolle spielte. Gehört hat man ihn auch in der
Bilder von The Village - Das Dorf (2004)
Originalsynchronisation von Bärenbrüder, in der er den Bären Kenai spricht.In diesem Film spielt er Lucius Hunt. Er ist ein junger Mann, der sehr impulsiv ist und sich dadurch in die eine oder andere gefährliche Situation bringt. So ist er es auch, der die Unaussprechlichen ins Dorf lockt und nachher der Grund für Ivys Reise in die Stadt. Er ist so wichtig für das Dorf, weil er später mal die Führung übernehmen soll. Auch er spielt eher durchschnittlich, wobei seine Rolle auch einfach nicht mehr hergeben würde. Er ist ein einfacher Typ und so hat er kaum Raum sich in der Rolle zu entfalten.
Adrien Brody ************************* Geboren in New York am 14. April 1973 und mir bislang gänzlich unbekannt. Gehört habe ich aber schon mal von ihm, denn er spielt in der Neuauflage von King Kong eine der Hauptrollen. Mehr kann ich aber leider nicht über ihn berichten. Er verkörpert Noah Percy, einen leicht geistig behinderten Bewohner des Dorfes. Seine Rolle dient eigentlich nur einem Zweck, nämlich dem Ende eine gewissen Sinn zu geben, ansonsten hat er keine Bedeutung und hätte ohne weiteres auch weggelassen werden könne. Die Rolle spielt er aber ganz gut und man nimmt ihm ab, dass er wirklich in einer solchen Situation steckt. Auf jeden Fall der beste unter den Mittelmäßigen.
William Hurt ************************* Der am 20. März 1950 in Washington, D.C. geborene Schauspieler ist einer der bekannteren Darsteller. Ich kannte ihn besonders aus A.I. – Künstliche Intelligenz, wo er mir sehr gut gefallen hat. Dort spielt er den Professor mit der Vision einen Roboter zu erschaffen, der in der Lage ist, Liebe zu empfinden. Daher war ich sehr gespannt auf seine Darbietung. Edward Walker ist einer der Ältesten im Dorf und der Vater von Ivy. Er versucht, vor allem anderen, seine Tochter und das Dorf zu schützen, damit es ruhig weiter existieren kann und die Menschen dort ihre Ruhe haben. Er wird meinen Anforderungen auf keinen Fall gerecht, was aber hauptsächlich daran liegt, dass ich bei seiner Stimme immer an Sam Neill in Jurassic Park denken musste, der dort dieselbe Stimme hatte. Das hat mich total genervt, aber auch seine schauspielerische Leistung hat mich nicht wirklich überzeugt. Irgendwie zu farblos und total langweilig.
Sigourney Weaver ************************* Sie ist am 8. Oktober 1949 in New York geboren und mit Abstand die Bekannteste im Ensemble von „The Village“. Bekannt wurde sie vor vielen Jahren mit der Alien Reihe und sie ist immer noch sehr aktiv im Filmgeschäft. Der letzte Film den ich mit ihr gesehen habe, ist aber auch schon was älter, nämlich Galaxy Quest aus 1999. Sie spielt Alice Hunt, also die Mutter Lucius, an dem der ganze Film aufgehängt ist und sie macht ihre Sache so schlecht, wie es nur geht. Neben Noah ist sie die unwichtigste Rolle im Film und ich würde sogar soweit gehen, dass der kurze Gastauftritt von M. Night Shyamalan deutlich gewichtiger ist, als ihrer. Sie wirkt total deplaziert und verpeilt, dass es einem schlecht werden kann. Eine Lösung wäre: Charakter ersatzlos streichen!
*****************************===========) Präsentation (================= Wie oben schon erwähnt, ist der Film relativ Inhaltslos. Die erste halbe Stunde passiert gar nichts, außer dass das Dorf von allen möglichen Seiten gezeigt wird und die Bewohner in ihrem täglichen Leben gezeigt werden. Dabei wird versucht eine gruselige Stimmung aufzubauen und dementsprechend sind die Bilder recht düster und es wird wenig gesprochen. Die Darstellung des Dorfes ist mit Sicherheit sehr gut gelungen und es sieht sehr authentisch aus. Allerdings schaffte es der Regisseur erneut nicht, Spannung durch diese Bilder aufzubauen, sondern es einfach nur Langweilig wirken zu lassen.
Die Szenen am Anfang sind sowas von langatmig, dass man meinen könnte, die Darsteller könnten zwischen zwei Worten in einem Satz einschlafen. Und so fühlte ich mich auch. Somit: Hauptziel leider weit verfehlt! Einen positiven Punkt gibt es hier aber doch, und das ist die Musik. Zeitweise hatte ich den Eindruck, dass die Musik während des ganzen Filmes läuft und sich dabei immer nur dem Tempo und der Stimmung anpasst. Das Thema ist sehr gut gemacht und es sorgt sogar zeitweise dafür, dass man Ansatzweise gespannt sein könnte. Und das bei einem so langweiligen Film zu schaffen, ist echt ein Kunststück.
Effekte oder sonstige Spielereien habe ich im ganzen Film nicht entdeckt. Deshalb kann ich mein Kapital Präsentation nun abschließen und euch mit einigen Daten zum Film langweilen, damit ihr mal wisst, wie man sich fühlt, wenn man den Film ansehen muss... *****************************=============) Fakten (===================
Titel – The Village Jahr – 2004
Land – USA Laufzeit – 108 Minuten
FSK – ab 12 Jahren Genre – Drama
Darsteller – Bryce Dallas Howard, Joaquin Phoenix, William Hurt, Sigourney Weaver, uvm. Buch & Regie – M. Night Shyamalan
http://german.imdb.com/title/tt0368447/ *****************************==============) Fazit (====================
Nach Troja im Mai dachte ich, dass es eigentlich nicht mehr schlimmer kommen kann. Damit lag ich zwar nicht ganz falsch, aber „The Village“ kratzt zumindest am Thron den Wolfgang Petersen mit seinem überflüssigen Epos bestiegen hat. Aber mal langsam: Wenn man „The Sixth Sense“ gesehen hat, dann könnte man meinen, dass M. Night Shyamalan wirklich gute Filme machen kann denn der Film war ein absoluter Knaller. Allerdings ist er das nur beim ersten Mal, denn sobald man das Ende einmal kennt, ist es wirklich ziemlich langweilig, da man weiß was passiert und lediglich die diversen Schocker noch Wirkung erzielen. Danach lies er mit „Unbreakable“ und „Signs“ zwei völlige Flops folgen die 1. total langweilig und 2. an den Haaren herbeigezogen waren.
Mit „The Village“ vereint er die beiden Schwächen seiner letzten Filme mit dem gezwungenen überraschenden Ende von „The Sixth Sense“. Versteht mich nicht falsch. Bei seinem ersten Film war das Ende genial gemacht, aber er macht den Fehler, dass er versucht da noch einen oben drauf zu setzen und das ist einfach nicht so ohne weiteres möglich. Vor allem wenn man weiß, dass er seine Filme eigentlich nur um das große Geheimnis strickt, das am Ende aufgelöst wird. Und so habe ich auch hier nur auf das spannende Ereignis am Ende gewartet und war schockiert, dass es schon total früh aufgelöst wird. Danach ist noch mehr die Luft raus, als ohnehin schon und der Film verliert auch noch das letzte bisschen meines Interesses spätestens 30 Minuten vor dem Ende als es gelüftet wird. Alles was danach kommt wirkt überflüssig und man wartet nur noch drauf, dass er endlich so gnädig ist und dem Film endlich ein Ende macht. Diese Aussage bedeutet aber nicht, dass alles vor der Auflösung in irgendeiner Weise spannend ist, nur ist es so, dass es nach der Auflösung noch schlimmer ist als vorher.
Eine weitere große Schwäche des Filmes ist, dass er quasi keine Geschichte hat. Ich wusste die ganze Zeit nicht, wohin das ganze führen soll und warum sich jemand die Zeit nimmt eine so langweilige Geschichte zu verfilmen. Ich konnte einfach die ganze Zeit den Sinn des Filmes nicht entdecken und man kann mir keinesfalls vorwerfen, dass ich nicht gesucht hätte. Ich habe mich wirklich bemüht, aber da der Regisseur es einfach nicht schafft, Spannung aufzubauen oder mein Interesse zu wecken, war ich doch sehr schnell abgelenkt und habe mich von der interessanten Decke im Kinosaal mehr faszinieren lassen, als von der Geschichte auf der Leinwand. Die einzige spannende Szene (alle die den Film noch nicht gesehen haben, sollten erst nach den fünf X weiterlesen) ist ein plötzlicher Absturz von Ivy in ein Loch im Wald. Das passiert an einem Moment, wo man nicht damit rechnet und hat mich echt kurz aufschrecken lassen. XXXXX. Ansonsten schafft es der Film trotz aller Bemühung nicht, spannende Szenen oder Angstgefühl bei mir zu Erzeugen.
Das sinnlose Ende reiht sich in die lange Liste meiner Kritikpunkte ein und gibt dem Film den Rest. Eigentlich ist die „Geschichte“ schon zu Ende erzählt, denn das eigentlich Geheimnis ist (total Unspektakulär) aufgelöst worden und die Geschichte geht danach noch etwa 30 Minuten weiter um einen weitere „Aha-Moment“ beim Zuschauer erzeugen zu wollen, was aber noch kläglicher scheitert. Danach dann noch ein paar Minuten im Dorf aus einer fixierten Kameraperspektive und auf einmal ist der Film zu Ende. Ohne wirkliches Ende, außer das was ich gerne schon 30 Minuten früher gesehen hätte um es endlich hinter mir zu haben. Die Genreangaben, die ich gefunden habe, sortierten den Film als Thriller, Drama, Horror und Romanze ein (siehe imdb Link). Das einzige was ich davon wiedergefunden habe ist das Drama, denn der Film ist einfach zu heulen und man leidet dramatisch bis zum Ende, wenn man endlich aus dem Kino raus kommt und es überlebt hat. Es ist kein Thriller, denn er ist nicht spannend, es ist kein Horror, denn eine Schreckszene reicht nicht aus um einen Film Horrorfilm zu nennen und es ist keine Romanze, denn es gibt im ganzen Film nicht eine Liebesbeziehung auf die näher eingegangen wird.
Platt finde ich auch, dass der Regisseur Alfred Hitchcock imitiert und sich immer eine kurze Gastrolle in seinem Filmen gibt. Dies wirkt irgendwie überhaupt nicht und ich war sehr froh, dass er diesmal nur eine kleine Rolle hat und nicht wie in „Signs“ total oft im Bild ist. Hier sieht man ihn nur in einer Szene und dann auch nur von hinten. Wenn ihr den Film doch unbedingt gucken wollt und euch dann währenddessen langweilt, ist es eine gute Ablenkung wenn ihr versucht ihn zu finden. Es ist nicht so einfach, aber durchaus möglich... Zum Abschluss habe ich nun noch die traurige Pflicht euch mitzuteilen, dass der vierte Film von ihm genau so ist wie ich es erwartet hatte: Grottenschlecht. Dagegen war sogar „Signs“ spannend und ich bin schon sehr gespannt, ob er es mit seinem nächsten Film schafft da noch einen drauf zu setzen und der dann noch langweiliger, schlechter und an den Haaren herbeigezogener wird als „The Village“.
Er bekommt somit von mir den Gnadenstern (weniger geht ja leider nicht) und natürlich keine Empfehlung, es sei denn ihr habt zu Hause zu viel um die Ohren um zu schlafen. Im Kino werdet ihr garantiert keine Probleme haben und für euer Geld zwei Stunden gemütlich schlafen können... Vielen Dank fürs lesen, bewerten und kommentieren.
Ciao, Mario © 20.09.2004 PS: Hab bei den Details mal bei "Gelegenheit" keine Angabe gemacht, weil es den Punkt "Film zu einschlafen" leider nicht gibt...
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11.08.2006 12:27
1 Stern für diesen Film? Dir gefällt Unbreakable nicht, dir gefällt "Signs" nicht. Warum schaust du dann "The Village"? Weil du etwas brauchst, dass du schlechtreden kannst? Und schlechte Darsteller kann man dem Film nun wirlich nicht vorwerfen. Dir gefallen ja selbst einige schauspielerische Leistungen. Warum sollte man einen Bericht schreiben nur um auf etwas rumzuhacken mit dem man nichts anfangen kann. Nur weil man damit nichts anfangen kann ist es nicht gleich schlecht. Konnte mich noch zu einem hilfreich duurchraufen
11.09.2005 22:39
Hab selten so laut im Kino geschnarcht wie in diesem Film *ggg*
08.11.2004 22:34
An Langweile ist der Film in der Tat nur schwer zu überbieten, während des Jahres 2004 der bisher schlechteste von mir gesehene Film! Dein Bericht ist SH.