... Deswegen möchte ich ,,The Persian Boy" von Mary Renault heute
vorstellen.
Kaufanreiz
Nach dem ich 2004 ,,Alexander" von Regisseur Oliver Stone im Kino sah, war mein
Interesse für diese historische Persönlichkeit geweckt. Die Antike hat mich schon
immer interessiert und meine erwachende Faszination ... Bericht lesen
Heute möchte ich einen Roman beschreiben, der mir sehr am Herzen liegt. Ich habe dieses Buch verschlungen und in mich auf genommen - ich habe mitgefiebert, mitgelitten und mitgeliebt. Deswegen möchte ich ,,The Persian Boy" von Mary Renault heute vorstellen.
Kaufanreiz
Nach dem ich 2004 ,,Alexander" von Regisseur Oliver Stone im Kino sah, war mein Interesse für diese historische Persönlichkeit geweckt. Die Antike hat mich schon immer interessiert und meine erwachende Faszination mit Alexander dem Großen er- weiterte dieses schon vorhandene Interessengebiet. Als ich im Internet andere Fans des Films kennen lernte, die Alexander auch als historische Persönlichkeit aufregend fand, kam ich irgendwann auf die Alexander- Romane von Mary Renault. Im Film war mir der Nebencharakter ,,Bagoas", ein persischer Eunuch, schnell aufgefallen und ich war blitzschnell in einem Buchladen, nach dem ich erfuhr, dass Mary Renault auch ein Buch geschrieben hat, dass sich auf Bagoas konzentriert.
Die Autorin
Mary Renault wurde am 4. September 1905 in London, England, geboren und starb am 13. Dezember 1985 in Kapstadt, Südafrika. Sie schrieb nicht nur historische Romane sondern auch Sachbücher, darunter auch eins über Alexander den Großen. Renault war lesbisch und es zog sie 1948 nach Kapstadt, wo sie sich für die Be- kämpfung der Apartheid engagierte. Viele ihrer Bücher drehen sich um Alexander den Großen und haben einen milden, aber präsenten homoerotischen ,,Touch". Es kommt aber nie zu pornographischen Schilderungen, sondern Romantik und Liebe finden Platz.
Die Handlung
Alexander der Große - eine vielschichtige, historische Persönlichkeit, über die viele Informationen verloren gegangen sind. Ein Mensch, über den so viel und gleichzeitig so wenig bekannt ist. In seinen Reihen gab es viele Männer, die tragende Rollen spielten, ihn unter- stützten und so seinen blutigen Feldzügen oft genau so viel zu steuerten wie zu seiner Vision der Völkerverständigung und kulturellen Vielfalt. Namen wie Hephaistion, Ptolemaios oder Kassandros fallen. Aber ein Name fällt oft unter den Tisch, obwohl er doch definitiv in Alexanders leben verankert war. Der persische Eunuch Bagoas gehörte ab dem Einmarsch in Babylon ebenfalls zu Alexanders näherem Umfeld und verschaffte ihm Entspannung und Ablenkung. Viel wissen die Historiker nicht über diesen jungen Mann - aber es gab ihn, und Alexander schätzte ihn. In dieser Lücke hat Mary Renault ihren Roman ,,The persian boy" platziert. Sie liefert und uns einen Roman, der Bagoas Tagebuch sein könnte. Aus der Ich-Perspektive erfahren wir, wie Bagoas als Kind entführt wurde. Während seine Familie den Überfall nicht überlebte, muss Bagoas nicht nur den Verlust seines geliebten, starken Vaters verkraften. Er wird verkauft und schmerzhaft kastriert, um dann als Eunuch am Hof vom persischen König Dareios zu leben. Er führt ein privilegiertes Leben - aber es ist auch ein Leben in Gefangenschaft und letztendlich ein Leben als eine Art Prostituierter. Mit Alexanders Sieg in Gaugamela und dem Einmarsch in Babylon fängt für Bagoas ein neues Leben an. Alexander lernt Bagoas zu schätzen, denn dieser ist mit- fühlend, intelligent und verschwiegen genug, um eine Art Berater für Alexander zu werden. Den Truppen fällt es nicht so leicht, Bagoas zu akzeptieren. Doch er hält es aus und erlebt die bedeutendsten Jahre eines unglaublich großen Mannes mit.
Der Schreibstil
Bei allen Mary Renault Büchern, aber vor allen Dingen bei ,,The persian boy", wurde ich oft an den einfangenden, intensiven Schreibstil von Anne Rice erinnert. Wer den Stil der Vampirkönigin liebt, wird mit ,,The persian boy" in dieser Hinsicht schon einmal sehr zufrieden sein. Man versetzt sich im Laufe des Buches sehr stark in Bagoas hinein und genießt jedes Wort. Die Ich-Perspektive, in der das Buch geschrieben ist, hilft dabei natürlich - aber sie wäre nicht halb so wirksam, wenn Mary renault nicht solch eine geniale Erzählerin ist, die dem Leser Bagoas' Liebe zu Alexander wie ein Elixir einflößt.
Cover und Design des Buches
Das Cover des Buches wirkt mysteriös, aber prunkvoll. Wir sehen den Griff eines Schwertes und im Hintergrund ist Alexander aus seinem Pferd zu sehen - aber er ist, während er die Hand zu dem Schwert streckt, von dunklen Schatten umringt. Das Bild wirkt wie eine Prophezeiung. In goldenen Großbuchstaben steht der Name der Autorin im oberen Viertel des Covers. In weißer, lässigerer Schrift steht direkt darunter ,,The Persian Boy". Unten rechts wird das Buch in einem Satz summiert: ,,Alexander the Great through the eyes of his lover and servant." Auf der Rückseite sehen wir links einen anderen Ausschnitt von dem Schwertgriff, bei dem man den Medusakopf, der den Ansatz der Klinge ziehrt, besser erkennt. Auf schwarzem Hintergrund wird das Buch zusammen gefasst und es werden Worte des Lobes vom ,,The Atlantic Monthly" und Gore Vidal zitiert. Unten wird noch darauf aufmerksam gemacht, dass ,,The Persian Boy" der Mittelteil der Alexander Trilogy von Renault ist. Das erste Buch ist ,,Fire from Heaven", dass sich besonders auf Alexanders Kindheit und Jugend konzentriert, und das letzte ist ,,Funeral Games". Um ,,The Persian Boy" zu genießen ist aber das Lesen der anderen Teile nicht nötig. Das Buch hat 417 Seiten plus 7 Seiten Anhang. Auf den ersten Seiten finden sich zwei gezeichnete Landkarten. Die eine stellt Alexanders Feldzug dar, die andere die Alexander bekannt Welt, so dass man weiß, wovon die Menschen damals sprachen, wenn sie die ,,ganze Welt" bezwingen wollten!
Preis
Ich habe für ,,The Persian Boy" €12,21 bezahlt. Bei Amazon.de gibt es das Buch mit einem anderen Cover für €10,99. Auf deutsch heißt der Roman ,,Ein Weltreich zu erobern" und kostet €9,95.
Fazit
Dieses Buch sollte man, wenn man sich für Antike, für besondere Geschichten von besonderen Menschen, für Alexander den Großen oder für Persien interessiert, wirklich gelesen haben. Auch wer sich noch nicht an das Thema Alexander heran getraut hat, wird diesen ganz besonderen Roman zu schätzen wissen. Gleichgeschlechtliche Liebe wird thematisiert, ohne dass es penetrant, geschmack- los oder explizit wird. Bagoas ist in frühen Kindertagen ein schreckliches Schicksal wieder fahren, doch nach viel durchlebtem Leid erlebte er das Abenteuer und die Liebe seines Lebens. Fünf Sterne und eine wärmste Kaufempfehlung - dieses Buch nährt die Seele mit Tiefgrund!