Thermalright SLK-900-U

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Thermalright SLK-900-U

Gesamtbewertung (6): Gesamtbewertung Thermalright SLK-900-U

 

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Geräuschlos - Teil 2. Heute : Prozzessorkühler

4  28.04.2004 (06.05.2004)

Pro:
Super Kühlleistung, Gute Verarbeitung, Erfahrung von Thermalright

Kontra:
Hoher Preis, Schwer, schwere Installation

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Qualität:

Verarbeitung

Zuverlässigkeit

Installation

Lebensdauer:


rixxx

Über sich: So, jetzt gehts wieder los ... Die Anstrengende Abi- und Bundzeit is vorbei, das Studium hat begonne...

Mitglied seit:28.03.2004

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Hi,
heute möchte ich den zweiten Teil meiner "Geräuschlos"-Serie veröffentlichen, über den SLK900-U. Auch diesen Bericht werde

ich in gewohnter Weise gliedern :

1. Einleitung
2. Allgemeines
3. Installation
4. Kühlleistung
5. Preis/Leistung
6. Fazit
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øøø Einleitung øøø

Wie ihr sicher aus dem ersten Teil der Serie wisst, versuche ich mein System absolut auf Silence zu trimmen, es also so wenig wie möglich Geräuschem achen zu lassen. Das Problem dabei ist, das diese Varianten meist viel Geld kosten und zudem nicht immer sehr effektiv sind. Eines der lautesten Teile ist bei Standart-System meist der Prozzessorkühler.
Ich habe mir deshalb vor einiger Zeit meinen Boxed (=Standartkühler) Kühler gegen einen Thermalright SLK900-U ausgetauscht.
Nach wenigen Tagen war die Lieferung da, und voller Erwarten habe ich die Kartons aufgerissen und den Kühler auf optische Beschädigungen hin untersucht. Als ich ihn dann ausgepackt hab, ist mir als erstes die sehr feine Verarbeitung aufgefallen. Aber dazu später mehr, sonst nehm ich euch ja die ganze Spannung ;)


øøø Allgemeines øøø

Der SLK900-U ist ein Vollkupfer-Kühler, das heist, das er 100% aus Kupfer besteht, und nicht wie viele andere Billgi-Varianten aus eloxierdem Aluminium. Das Kupfer bietet den Vorteil, das es sehr schnell die Wärme ableitet, also eine hohe Wärmeleitfähigkeit besitz, welche das Aluminium nur in begrenzter Form bieten kann. Die Nachteile eines Vollkupferkühlers sind schnell aufgezählt : Hoher Preis und hohes Gewicht ! Allerdings sollte man den Preis bei dem CPU-Kühler evtl. ausser Acht lassen, da man hier eindeutig am falschen Ende sparen würde. Sollte der Prozessor überhitzen, kann dies mitunter schnell zum klinischen Hitzetod führen ! Moderne Motherboars besitzen zwar einen Überhitzungsschutz doch leider schaltet dieser oft direkt ohne vorherige Warnung ab, und nicht gespeicherte Daten sind verloren ! Allerdings kann man auch mit einem Vollkupfer Kühler ein Hitzeproblem nie ausschliessen, sollte z.B. der Lüfter ausfallen oder der Kühler falsch montiert sein, kommt es sehr schnell zu den Todbringenden 120° im Prozessorkern. Ich empfehle daher nach der Installation des Kühlers sofort ins BIOS zu gehen und auf die Temperaturanzeige zu schauen (Nur wenn man weiß wie man dies tut, im BIOS kann man viel kaputtmachen, nur so als Tipp für die Frauen *gg* ). Sollte die Temperatur schnell steigen, bzw. über 70° liegen, hat man wohl etwas falsch gemacht ! Dann den Fehler suchen, denn das Risiko wäre zu groß !
Zum Preis bzw. Preis/Leistungsverhältnis komme ich später !
Warum sollte man sich einen Vollkupferkühler kaufen, wenn er doch nur die CPU besser kühlt ? Nun gut, für die meisten Leute ist ein Vollkupferkühler nicht sinnvoll, ausser man dreht an der Taktschraube oder erhöht die VCore (=Prozessorinterne Spannung, bei aktuellen AMD CPUs beträgt sie ~1.6V bei Intel P4 CPUs um die 1.5V). Für einen normal Anwender macht so ein Kühler nur daher Sinn, das man aufgrund der besseren Kühlung auch langsam drehende Lüfter verwenden kann (Die dann dementsprechend auch leiser sind). Der SLK900 bietet dazu auch noch den Vorteil, das man auf ihm nicht nur die üblichen 70mm und 80mm Lüfter montieren kann, sondern auch 92mm Modelle. 92mm Lüfter brauchen für den selben Luftdurchsatz wie ein 80mm Lüfter eine wesentlich geringere Drehzahl, machen also auch nochmal weniger Krach.
Der SLK900 ist der Nachfolger des sehr erfolgreichen SLK800. Es gibt neben dem SLK900-U auch eine -A Variante, diese wird über die Sockelnasen angebracht, Vorteil dieser Methode ist, das sie sehr einfach von Statten geht, ein gewaltiger Nachteil ist der geringe Halt, es kann evtl. passieren, das der Sockel abreißt. Dieses Risiko würde ich auf keinen Fall eingehen, da damit das Motherboard, der Prozzessor sowie alle PCI und AGP-Karten verloren gehen ! Ich empfehel daher die -U Variante !
Leider leider wird sie nicht mehr hergestellt, nur bei weniger Shops gibt es den SLK900-U noch ! Es gibt aber bereits einen Nachfolger, den SLK947 und SLK948. Diese sind nicht wesentlich besser als der SLK900, weshalb man (sollte man ihn irgendwo finden) lieber auf den SLK900 zurückgreifen sollte. Der SLK900 ist Leistungsmäßig mit einer bescheidenen Wasserkühlung vergleichbar, allerdings wesentlich günstiger.
Hergestellt wird der SLK900 von Thermaltake, einem recht erfahrenen Kühlerhersteller !


øøø Installation øøø

Als erstes sollte man seinen alten Kühler abmontieren (erscheint mir logisch ...). Meist ist der alte Kühler an den Sockelnasen befestigt. Man benutzt zum abmontieren einfach einen Schraubenzieher, bzw. die eigenen Hände. Aber Vorsicht mit dem Schraubenzieher, man rutscht teilweise sehr schnell ab, und man kann evtl. Leiterbahnen auf dem Mainboard zerstören und es dadurch unbrauchbar machen.
Hat man den alten Kühler entfernt sollte man sich an die alte Wärmeleitpaste machen. Diese bekommt man am besten ab, indem man zuerst den Prozzessor herausnimmt. Dazu einfach den Sockelhebel anhebeln und die CPU herausnehmen. Jetzt kann man VORSICHTIG mit einem Taschentuch die grobe Wärmeleitpaste entfernen. Fein verteilte Paste bekommt man am besten mit in Benzin oder Nagellackentferner getränkten Tüchern weg. Aber bitte, bitte verwendet nur sehr wenig Benzin bzw. Nagellackentferner.
Hat man auch die alte Wärmeleitpaste entfernt kann man sich ans Mainboard ausbauen machen. Die ist sehr mühsam und auch für einen "Profi" wie mich nicht ungefährlich, wie schnell kann man irgendwo an einem Kabel hängenbleiben und es abreißen. Bitte lasst bei der gesamten Installation extreme Vorsicht walten.
Hat man das Mainboard ausgebaut, kann man das schwarze, "X"-förmige Teil mit den Abstandashaltern zusammen hinter das Board, genauer hinter den Sockel schrauben (in die vorgebohrten Löcher). Bitte dabei nicht vergessen : Die Plastik-Schutzfolie auf dem "X"-Teil MUSS draufbleiben, damit keine Leiterbahn mit dem Metall in Berührung kommt. Hat man das schwarze "X"-Teil installiert, ist der Rest eine Kleinigkeit. Man baut das Board wieder ein. Jetzt setzt man den Prozzessor ein, und trägt Wärmeleitpaste auf (Ich empfehle Wärmeleitpaste mit Silberanteilen, wie z.B. Arctic Silver 5). Die Wärmeleitpaste vorsichtig auftragen. Am besten macht man erstmal einen Klecks in die Mitte, etwa so groß wie ein halber Kirschkern. Dann nimmt man einen Personalausweis oder Ähnliches und verwischt vorsichtig die Paste. Die Schicht sollte dann haudünn sein, so das man an wenigen Stellen noch die DIE des Prozzessors sieht. Wärmeleitpaste nur auf dem Metallstück auf der CPU auftragen, nicht daneben, dabei sollte der Leitspruch dienen : So wenig wie möglich, so viel wie nötig !
Jetzt kann man den Kühler draufsetzen und ihn mit den Feder-Schrauben fest anziehen. Hier bitte immer gegenüberliegen festziehen, also nicht erst eine Seite richtig anziehen, da sonst der Kühler schief sitzt und evtl. Ecken der DIE abbricht was zum Tod führt. Auch nach dem festziehen gibt es etwas zu beachten : Man soltle mit dem Staubsauger (Auf schwächste Stufe stellen !) bei den Schrauben etwas rumsaugen, da sich bei mir beim Schrauben Metallspähne gebildet haben, welche evtl. das Mainboard beschädigen könnten.
Hat man den Kühler festgeschraubt, kann man sich erstmal zurücklehnen, den schwierigsten Teil hat man geschafft. Jetzt braucht man bloß noch den Lüfter zu installieren. Dazu benutzt man eins der 3 verschiedenen Halteklammer-Paaren, je nach Lüfter. Das System der Halteklammern ist einzigartig und wirklich gut, der Lüfter sitzt Bombenfest und es funktioniert mit jedem Lüfter ! Das gibt ein dickes Plus !
Nicht vergessen den Lüfter anzuschließen ;)
Das war die Installation. Sie ist zwar recht aufwendig (da man das Mainboard ausbauen muss) aber dafür hällt der Kühler auch Bombensicher. Auch ein Abmontieren und wieder draufmontieren ist einfach, da man die schwarze "X"-Platte ja drunterlassen kann, und den Kühler dann über die Schrauben wieder installieren kann.
Für ungeübte Menschen würde ich trotzdem empfehlen, das sie diese Arbeit einem Fachmann überlassen !


øøø Kühlleistung øøø

Als ich mit den SLK900 gekauft habe, war er schlicht und ergreifend der beste Luftkühler auf dem Markt. Aber hat sich diese Situation bis heute verändert ? Ja. Zwar kommem Konkurrenzfirmen wie Alpha oder Zalman nicht an die Leistung heran, doch ist der Hausinterne Nachfolger SLK946 bzw. SLK947 marginal besser. Die Kühlleistung hängt auch sehr vom verwendeten Lüfter ab. Allerdings sind durch das moderne Design und der Vollverkupferung gute Bedingungen geschaffen !
Meinen AMD Athlon XP Barton 2500+ welcher auf 2400Mhz läuft hällt der SLK900-U mit 54° recht kühl. Vertretbar sind offiziell bis 70°, jedoch würden bei mir ab 60° die Alarmglocken schrillen.
Auch mit einem langsam drehende Lüfter hat der Kühler noch eine gute bis sehr gute Kühlleistung. Ich habe bisher keinen einzigen Absurz erlebt, der auf einem Temperaturproblem beruhte.
Man kann sagen, das der SLK900 immernoch ganz vorn mitmischt, schade, das er nicht mehr hergestellt wird.


øøø Preis/Leistung øøø

Der Kühler an sich hat mich damals 45€gekostet, heute gibt es den Nachfolger bereits für 41€. Der Preis ist zwar relativ hoch, jedoch lohnt es sich für Silent-freaks (wie mich) oder Übertackter, für alle anderen reicht auch ein AALu-Kupfer-Kühler ! Das Preis/Leistungs verhältniss ist demnach zwar gut, allerdings gibt es mit dem Zalman CNPS7000CU einen nur wenig schlechteren Kühler für deutlich weniger Geld. Deshlab gibt es insgesamt für das Preis/Leistungsverhältniss von mir nur ein "befriedigend".


øøø Fazit øøø

Der Thermalright SLK900-U ist sicher einer der besten Luftkühler, der jemals gebaut wurde, jedoch ist auch er noch nicht perfekt, das beweist der hohe Preis und das hohe Gewicht. Sollte Thermalright diese Probleme in den Griff kriegen, hätte der Kühler gute Chancen auf 5 Sterne von mir *gg* Aber so sind es leider nur 4.

So, das war der zweite Teil meines "Geräuschlos" Bandes. Ich hoffe er hat euch gefallen und wird auch so ein großer Erfolg wieder der erste Teil ! Bei Fragen, Anregungen oder kritik seid so frei und schreibt mir ins Gästebuch !
Ich möchte bitte zu jeder Bewetung, die schlechter als sehr hilfreich ist ein Kommentar, damit ich den Bericht noch nach

euren Wünschen perfektionieren kann. Danke

Rico


--- Nachtrag 29.04. 05:43 Uhr
Der SLK900-U ist auch auf Pentium 4 Boards installierbar, jedoch da direkt über das RetentionModul. Wie dies funktioniert, kann ich euch nicht sagen, da ich selbst keinen Pentium besitze !
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Hahn1

Hahn1

18.06.2004 17:19

wunderbarer bericht, echt gut

Babyschlumpf

Babyschlumpf

13.06.2004 14:36

Was soll ich da noch sagen, aber ein paar mehr Absätze hätten es schon noch sein können. Liebe Grüße Anja

Mondkind2357

Mondkind2357

15.05.2004 18:12

Bericht schön geschrieben. Allerdings mache mehr "echte" Absätze (also mit Zwischenraum). Da tut man sich beim Lesen leichter, weil es übersichtlicher ist. LG :-)

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