Ich habe als mir als einer der Ersten in Deutschland dieses Prachtstück direkt vom deutschen Thermalright Distributor PC-Cooling gekauft, "damals" noch für den stolzen Preis von 55€ ohne Lüfter.
Der Ultra-120 eXtreme wurde ein paar Monate vor dem IFX-14 (der aktuell die Leistungskrone in ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von humanTE1 über Thermalright Ultra-120 eXtreme 10.01.2008
Produktbewertung des Autors:
Verarbeitung
ausgezeichnet
Pro:
Gute Montage, verhältnismäßig hohe Kompatiblität, überzeugende Technik, enorm gute Kühlleistung
Kontra:
Hoher Kaufpreis, auf Sockel AM2 nicht drehbar, Montagematerial für ältere Sockel nicht mitgeliefert
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ich habe als mir als einer der Ersten in Deutschland dieses Prachtstück direkt vom deutschen Thermalright Distributor PC-Cooling gekauft, "damals" noch für den stolzen Preis von 55€ ohne Lüfter. Der Ultra-120 eXtreme wurde ein paar Monate vor dem IFX-14 (der aktuell die Leistungskrone in Sachen Luftkühlung trägt) released und sollte Thermalright, die nach vielen erfolgreichen Jahren in letzter Zeit etwas von Scythe & Co verdrängt wurden, wieder zurück an die Luftkühlungs-Spitze bringen.
Technik: Vom Vollkupfer-Boden wird die Wärme mit sechs großen U-förmigen 6mm Heatpipes an die Kühlrippen weitergegeben. Durch die große Kühloberfläsche verspricht der Kühler viel Leistung, die Kühlrippen sind zudem am den Enden geneigt, was einen optimalen Luftdurchfluss ermöglichen soll. Wie immer liefert Thermalright nur den Kühlkörper - es lassen sich alle Arten von 120mm Lüftern anbringen, bei denen man also freie Wahl hat. Tiefe: 63.44 mm Breite: 132 mm Höhe: 160.5 mm Gewicht: 790g ohne Lüfter Anleitungen, FAQs, Support und eine Kompatiblitätsliste findet man auf thermalright.com !
Verpackung und Zubehör: Der Kühler kommt in Thermalright-typischem schlichten, aber durchaus edlen braunen Karton. Lediglich das Thermalright Logo und die Aufschrift "eXtreme" zieren die Verpackung. Innen findet man den gut verpackten Kühler, eine sehr große Spritze Wärmeleitpaste (reicht für den Durchschnitts-User sicherlich 2-3 Jahre!), diverses Montagezubehör, bebilderte Anleitung, Lüfter Entkopper, Lüfter Klammern und (wie immer) einen Thermalright Aufkleber.
Verarbeitung: Die Verarbeitung ist Thermalright-typisch auf sehr hohem Niveau, hier sieht man sofort, warum Thermalright Kühler so teuer sind. Die Kühlrippen weisen keine schlechten Stellen auf, die Heatpipes sind gut und sauber eingelötet. Der gesamte kühler wurde vernickelt und wirkt so sehr edel - außerdem beugt das hässlichen Oxidations-Stellen am Kupfer vor. Beim begutachten der Bodenplatte aber dann der Schock: Die Bodenplatte ist nicht plan, sondern konvex! Thermalright bestätigte auf Anfrage, dass es sich hierbei nicht um schlechte Qualität, sondern um ein Feature handelt. Da die meisten CPU Heatspreader alles andere als plan sind, soll die konvexe Bodenplatte dem entgegen wirken und den Kontakt verbessern. Nun, das ist wirklich etwas seltsam, da alle anderen Top-Kühler auf eine möglichst plane Bodenplatte setzen und auch Besitzer von extra plangeschliffenen CPUs werden darüber nicht erfreut sein. Wie dem auch sei, der IFX-14 setzt ebenfalls auf eine konvexe Bodenplatte und seine Leistung spricht für sich - so schlecht kann die Idee von Thermalright daher nicht sein, oder..?
Kompatiblität: Der Kühler lässt sich auf dem Sockel 775 entweder mit Intel PushPins (nicht mitgeliefert und wegen dem Gewicht auch alles andere als ratsam) oder mit dem Thermalright Drehkreuz, der Rückplatte und vier langen Federschrauben befestigen. Das Drehkreuz ermöglicht außerdem, den Kühler in 90° Schritten zu drehen (so kann man ihn z.B. zum Netzteil ausrichten, was in einigen Kühl-Konzepten sinnvoll ist). Der Kühler lässt sich mit dem AM2 Haltebügel auch auf diesem Sockel montieren, man benutzt dazu die original Rückplatte vom Mainboard und wieder vier Federschrauben - hier lässt sich der Kühler aber nur in 180° Schritten drehen, der alte Thermalright S-Clip für den Ultra-120 non-eXtreme passt aufgrund der neuen Heatpipes nicht mehr. Kompatibel ist der Kühler außerdem zu den älteren Sockeln 939 und 478, allerdings muss man die Befstigungen für diese seperat kaufen. Da der Kühler sehr hoch ist, passt er womöglich nicht in einige Gehäuse, also lieber vor dem Kauf nachmessen! In meinem Lian Li PC-7 passt er aber ohne Probleme.
Montage: Die Montage ist kinderleicht, jedoch muss beim Sockel 775 das Mainboard bei der Erstmontage ausgebaut werden. Einfach die für den Sockel passenden Schrauben und die Halteklammer bzw. Drehkreuz und Rückplatte auswählen, den Kühler mit diesen bestücken, ggf. die Rückplatte aufsetzen, CPU mit Wärmeleitpaste bestreichen, den Kühler aufsetzen und einfch festschrauben. Das sollte auch für einen Anfänger ohne Probleme machbar sein und hält sehr gut. Für den Lüfter klebt man zunächst die Entkoppler auf die Kühlrippen und setzt den Lüfter anschließend an, dann kann man ihn mit den Lüfter Klammern festklemmen.
Testsystem und Kühl-Konzept: Intel Core 2 Duo E6600 @2,7GHz @1,35V Asus P5NT WS (passiv) XpertVision 8800GT @Thermalright HR-03 + Nanoxia FX09 ~700rpm Corsair HX620 Netzteil (Standard Lüfter) Lian Li PC-7 Gehäuse @S-Flex ~650rpm (vorne und hinten) Aerocool Turbine @900rpm auf dem Ultra-120 eXtreme
Wichtige Anmerkung zum Lüfter und zur Kühlleistung: Da die Kühlrippen bei diesem Kühler sehr nah bei einander liegen, ist er am besten für einen Lüfter mit viel Luftdurchsatz geeignet. Da ich aber ein sehr leises Setup einsetze, kann der Kühler bei mir nicht seine volle Leistung zeigen!
Leistung: Mit dem oben genannten System habe ich im Idle 33°C auf den CPU Kernen gemessen. Bei voller Last sind es 41°C. Bedenkt man nun, dass ich einen leises System mit wenig Luftstrom habe und der Kühler damit nicht voll ausgereizt werden kann, sind diese Werte sehr, sehr gut! Mit mehr Takt inklusive mehr CPU Spannung sind somit ein Kinderspiel und auch ein Quad Core wird den Kühler nicht ins Schwitzen bringen... Vergleiche ich meine Erfahrung mit anderen Kühlern und anderen Reviews, kann ich hier denke ich locker dahersagen: Das ist der derzeit beste Luftkühler für 120mm Lüfter!
Fazit: Verarbeitung, Montage und Technik auf sehr hohem Niveau - einzig die konvexe Bodenplatte wird einigen Usern Kopfschmerzen bereiten. Allerdings kann dies nicht wirklich als Mangel gesehen werden, denn die sehr gute Leistung spricht ja (wie auch beim IFX-14) klar für sich. Weitere positive Punkte sind die freie Lüfterwahl und die für einen High-End Kühler doch recht hohe Kompatiblität - vergleicht man den Kühler mit den anderen Monstern, die auf vielen Mainboard nicht passen, findet der Ultra-120 eXtreme auf fast jedem Board Platz und hat nur aufgrund der Höhe einige Probleme mit kleinen Gehäusen. Negativpunkte finde ich im hohen Kaufpreis, der Tatsache dass man den Kühler auf dem AM2 Sockel nicht um 90° drehen kann und den fehlenden Halteklammern für ältere Sockel.
Der Thermalright IFX-14 ist noch etwas besser, passt aber längst nicht in jedes System und ist zudem nochmal deutlich teurer - daher klare Kaufempfehlung für den Ultra-120 eXreme!
Pro: Schneller, kühler Prozessor mit viel Übertaktungspotenzial Kontra: Mittlerweile nicht mehr aktuell
...mit den anderen Punkten wie z.B. der Abwärme aus, mit der Intel zuletzt doch immer arge Probleme hatte?
Pustekuchen, der Core 2 wird in 65nm gerfertigt und besitzt eine durchschnittliche Verlustleistung von ebenfalls nur 65W. Durch den geringen Verbauch und die kleine Fertigungsgröße sinkt natürlich ebenfalls die Temperatur: Meine CPU wird durch einen Thermalright Ultra-120 eXtreme gekühlt und bleibt im Idle 39°C kühl, unter voller Last erreicht sie 48°C.
Damit bleibt sie deutlich kühler als mein alter AMD X2 4400+ und verbraucht auch noch weniger.
Bedenkt man die sehr gute Leistung brauche ich an dieser Stelle eigentlich nicht mehr weitermachen, das sagt schon alles. Aber natürlich habe ich auch Übertaktungsversuche gemacht :-)
Mein E6600 läuft derzeit dauerhaft mit 2x 2,7 GHz, diese Erhöhung ist auch ohne Anheben der Vcore problemlos möglich...
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