Ein falsches Wort und BOOOOOOOOOOOOOOOM!
21.04.2002
Pro:
s . text
Kontra:
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Empfehlenswert:
Ja
 VulcanRaven
Über sich:
Sabberlatz, Schniefmütz, Puhmeister und Edermuckel ON TOUR 2003!
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..:: Vorgeschichte ::.. = = = = = Ich habe mir von einem Kumpel über das Wochenende mal aus seiner DVD Sammlung ‚Thirteen Days’ mit Kevin Costner ausgeliehen und dachte das wird schon ne nette Unterhaltung werden – mehr aber nicht! Aber ich hab mich getäuscht und werde mir diese DVD wohl auch selber kaufen! Warum? Das lest Ihr hier! ..:: Story ::.. = = = = = 16. Oktober 1962 – Das Pentagon wertet Spionagefilme über Kuba aus und macht eine erschreckende Entdeckung: Auf den Bildern sind 32 Raketen zu sehen, die denen russischer Erstschlagsatomwaffen verblüffend ähnlich sind. Präsident Kennedy beruft sofort einen Krisenstab mit seinen engsten Vertrauten und hohen Militärs ein. Einige sind der Ansicht, dass die Raketen ein Anzeichen dafür sind, dass der russische Präsident Chruschtschow die USA kriegerisch unter Druck setzten will und somit das politische Gleichgewicht der Erde in Gefahr sei. Sie drängen Kennedy die Raketen zu zerstören und möglicherweise Kuba einzunehmen. Doch Kennedy hält dies für keine gute Idee. Er weiß, dass wenn die Staaten Kuba angreifen und dabei möglicherweise auch noch russische Soldaten getötet werden, die Sowjetunion Berlin einnehmen würde, woraufhin Amerika Kuba annektiert, worauf die Russen ihre Atomwaffen starten … und daraufhin USA die seinen. Kennedy, sein Bruder Robert und sein politischer Berater und bester Freund Kenny O’Donnell versuchen mit allen politischen Mitteln einen Krieg zu umgehen. Sie sind für eine Seeblockade Kubas, bei der alle Schiffe mit Offensivwaffen abgewiesen werden. Doch die politischen Hardliner wollen den Krieg – koste es was es wolle. Und so versuchen sie Kennedy zu hintergehen, in dem sie versuchen einen Krieg durch leichtsinnige Befehle zu provozieren. Doch es gelingt ihnen nicht, und nach einer zweiwöchigen Verkettung von glücklichen Zufällen und schicksalhaften Missgeschicken, kann die Welt wieder aufatmen und Russland zieht seine Raketen aus Kuba ab…
..:: Mein Eindruck ::.. = = = = = Also ich fand den Film sehr gut, besonders da er so nah an den wahren Begebenheiten von `62 wie möglich ist! Alles ist sehr authentisch, besonders Bruce Greenwood, der den ehemaligen Präsidenten John Fitzgerald Kennedy mimt. Er ist einfach klasse in der Rolle und man nimmt sie ihm 100% ab. Nicht nur das er eine nichtleugbare Ähnlichkeit mit Kennedy hat, nein – er hat auch sein Auftreten und seine Art perfekt eingespielt! Und in dieser Rolle stielt er sogar Kevin Costner locker die Show, der den politischen Berater Kenny O’Donnell spielt. Aber auch die anderen Schauspieler sind perfekt besetzt und bringen die Anspannung, welche damals im Weißen Haus geherrscht haben muss, perfekt rüber. Aber nicht nur die Schauspieler sind sehr authentisch, auch die Kulissen sind es! Wenn nämlich in anderen Filmen Szenen im Weißen Haus spielen, dann werden die einzelnen Räume möglichst originalgetreu in verschiedenen Kulissen nachgebaut, wobei auf Einzelheiten weniger wert gelegt wird. Nicht so bei ‚Thirteen Days’! Hier wurde in einer riesigen Lagerhalle das komplette Erdgeschoß des Weißen Hauses inklusive des Gartens und der Veranda in einem Guss 1:1 nach gebaut! Alles stimmt mit dem Weißen Haus von `62 haargenau überein! Was die historische Tragweite des Themas Kuba-Krise im Film noch besser hervor hebt ist, dass manche Szenen in schwarz/weiß sind und dadurch irgendwie noch ‚echter’ wirken. In manche Szenen sind sogar original Videobilder aus der Kuba-Krise eingespielt worden. Aber nicht einfach so, das sie irgendwie deplaziert wirken – nein! Man hat die unscharfen schwarz/weiß aufnahmen so perfektionistisch nachgebessert, dass sie hier in voller perfekter Farbe und in gestochen scharfen Bildern über den Monitor flackern! Die Schauspielerische Leistung kann ich wie gesagt durchweg als äußerst gut bezeichnen, nur leider geht Hauptdarsteller Kevin Costner ziemlich unter, was aber weniger an seiner Spielerei liegt, sondern zum einen wie gesagt an Bruce Greenwood und zum anderen daran, dass seine Rolle nicht so stark ausgelegt wurde, wie es die Macher wohl gemeint hatten. Aber dennoch fällt Coster nicht irgendwie negativ ins Gewicht, er fällt halt nur nicht sonderlich auf.
Was mich überrascht hat war, dass ‚Thirteen Days’ nicht so ein patriotischer Film ist. Denn ich hatte diesbezüglich etwas vom Schlage ‚Air Force One’ erwartet, aber dem war nicht so! Der Film ist diesbezüglich herrlich neutral! Es geht in ihm auch weniger ‚um das bedrohte Amerika’, sondern um ‚die bedrohte Menschheit’! Und somit ist der Film für jeden etwas. Denn es ist kein Film darüber wie das tolle Amerika von den bösen Kommunisten bedroht wurde und das tolle Amerika sich gerettet hat, sondern es geht um beide Seiten. Hier wird alles sachlich und historisch korrekt dargestellt und nicht, wie für amerikanische Filme üblich, ‚der rote Hund’ an den Pranger gestellt. Er appelliert an den Frieden und zeigt was für ein Wahnsinn sich hinter Atomwaffen versteckt und wie kurz die Welt schon davor war, zurück in die Steinzeit gebombt zu werden. ..:: Die DVD ::.. = = = = = Die DVD ist überdurchschnittlich gut! In der Hülle befinden sich zwei Scheiben, auf der ersten befindet sich der Hauptfilm in Deutsch und Englisch und wahlweise mit deutschen Untertiteln. Dann hat man noch die Möglichkeit sich den Film anzusehen und Audiokommentare dazu zu hören von z.B. Kevin Costner und Roger Donaldson (Regie). Dann gibt es auf der ersten Scheibe noch historische Audiokommentare von u.a. John F. Kennedy und Sergei Chruschtschow. Auf der zweiten DVD befindet sich ein zwei sehr lange Filme. Zum einen ein Making-Of zum Film und zum anderen eine Dokumentation zur Kuba-Krise. Dann kann man sich hier noch Biographien der Darsteller ansehen, sich die Trailer angucken, sich 9 heraus geschnittene Szenen anschauen, sich Videobiographien über 17 der historischen, involvierten Persönlichkeiten angucken und ein Special über die Visuellen Effekte ansehen. Der DVD liegt auch noch ein sehr ausführliches 32-seitiges Booklet bei, in dem noch mal tagebuchartig die Kubakrise beschrieben wird und man noch mal viele Infos rund um den Film nachlesen kann. Bild und Ton sind wie zu erwarten in bester Qualität!
..:: Mein Fazit ::.. = = = = = Ein wirklich spannender Film nach einer wahren Begebenheit, die die Welt wie sie heute ist hätte ausradieren können! Aber wer hier auf Action hofft, den muss ich enttäuschen! Dieser Film handelt ausschließlich von der Politik und ihren Machern, dies wurde aber so gut umgesetzt, dass auch Leute die mit Politik in Filmen nicht so viel am Hut haben ihre Freude haben werden! Ich kann diesen Film jedenfalls nur empfehlen! Und allein durch die üppige DVD Ausstattung ist dieser Film sein Geld wert! Bis dahin, PEACE!
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13.08.2002 16:45
muss ich mir auch mal angucken, ich mag kevin costner. lg angel
21.07.2002 17:16
Ist echt ein sehr guter Film. Man liest sich. Gruß Philipp
13.07.2002 16:07
Noch nicht gesehen, werde ich aber nachholen, nach Deinem Bericht! LG Jenni