Thirteen Days

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Der drohende Anfang vom Ende

5  24.03.2001

Pro:
sehr spannend, der Film hat sich sehr gut an Originalmaterial gehalten und ist dadurch sehr authentisch .

Kontra:
Meiner Meinung nach keine .

Empfehlenswert: Ja 

AndreaK.

Über sich: Mein Lieblingsthema: Fliegerei! Ich liebe Flugzeuge und alles, was damit zu tun hat. Bei Ciao schr...

Mitglied seit:21.08.2000

Erfahrungsberichte:67

Vertrauende:22

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 26 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hintergrund
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1962 - der Höhepunkt des Kalten Krieges, Spannungen zwischen den Supermächten, Wettrüsten, unzählige Atomwaffentests in Atollen des Pazifik, Raketen- und Raketenverteidigungssysteme auf beiden Seiten - die Rüstungsindustrie in Hochkonjunktur. Und in all diese Miesere kommt die Cuba-Krise, der drohende Anfang vom Ende.

Handlung
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Dramatik pur. Und wie immer liegt es in den Händen weniger Mächtiger über das Schicksal von Millionen von Menschen und ganzen Nationen zu entscheiden. Einer, der zum kleinen Kreis der Mächtigen gehört, ist Kenneth O'Donnell (Kevin Costner), der persönliche Berater des US-Präsidenten John F. Kennedy. Aus seiner Perspektive erzählt der Film "Thirteen Days" die Ereignisse, die sich wirklich zugetragen haben könnten, nimmt Bezug auf die nervenaufreibende Stimmung im Weißen Haus, den schmalen Grad zwischen blinder Kriegswut und lähmender Resignation.

Bei einem Aufklärungsflug entdecken amerikanische Piloten russische Atomraketen, die auf Cuba stationiert und einsatzfähig gemacht werden. Sofort werden Strategien und Pläne geschmiedet, um die Sovjets daran zu hindern, die USA dem Boden gleich zu machen. Das Militär, allen voran General LeMay, macht sich für den sofortigen Krieg stark, am liebsten hätten sie wohl sofort die gesamte US-Armee mobilisiert, um auf Cuba einzumarschieren. John F. Kennedy ist absolut dagegen und beschließen, Cuba unter Quarantäne zu stellen und eine Blockade zu verhängen. Dabei hat er aber hart gegen die immer mächtigere Opposition für einen Krieg zu kämpfen. Auf einem Aufklärungsflug, der den Status der Aufrüstung in Cuba klären soll, wird eine U 2 von den Russen abgeschossen, einen Vorfall, den General LeMay sehr gerne als Kriegsanlaß genommen hätte.
Der Präsident kann jedoch die Kriegsfraktion im Zaum halten, Tage voller Spannung, diplomatischer Quäreleien und nervenaufreibender Verhandlungen beginnen.
Schließlich erzielt Bobby, der mit dem russischen Botschafter Dobrynin verhandelt, eine Einigung. Die Russen ziehen ihre Raketen ab und die USA garantieren, nicht in Cuba einzumaschieren.

Persönlicher Eindruck
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Der Film wechselt in seinen Szenen von schwarz-weiß-Bildern in Farbbilder, um zu unterstreichen, daß ein großer Teil des Films auf Originalmaterial aus der Cuba-Krise passiert. Diesen Wechsel empfinde ich persönlich als spannend und sinnvoll.
Teilweise wurden Szenen originalgetreu nachgespielt, so zum Beispiel die Diskussion zwischen dem russischen und dem amerikanischen Botschafter auf einem UN-Kongress, wo der amerikanischen Gesandte den berühmten Ausspruch tätigt: "Haben Sie auf Cuba Kurz- und Mittelstreckenraketen stationiert, ja oder nein? Warten Sie nicht auf Ihre Übersetzung. Ja oder nein!" Ein paar Tage bevor ich den Film angeschaut habe, sah ich im Fernsehen zufällig eine Analyse von "Thirteen Days", wo Szenen mit der historischen Wirklichkeit verglichen werden und wo eben gezeigt wird, daß sich "Thirteen Days" sehr stark am echten Geschehen orientieren. Das verleiht dem Film eine hohe Authenzität.
Zwischen den Szenen finden teilweise geniale Szenenwechsel statt, es sind fließende Übergänge, die sehr gut wirken.
Die Filmmusik ist von Trevor Jones geschrieben und unterstreicht den Film in seiner Dramatik sehr gut.

Persönlich hat mir der Film sehr gut gefallen, und ich kann ihn nur weiterempfehlen, er ist spannend und sehr detailgetreu der Wirklichkeit nachgezeichnet.

"Sollte morgen die Sonne aufgehen, dann nur weil einige Menschen guten Willens waren, denn das ist, was zwischen uns und dem Teufel steht."
(Kenneth O'Donnell zu seiner Familie über den Tag der Entscheidung).

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
tweety3

tweety3

01.04.2001 19:18

Ich habe den Film zwar noch nicht gesehen, aber das sollte ich wahrscheinlich nachholen. Dein Bericht hat mir sehr gut gefallen. Du verstehst es gut die Handlung, aber auch Deine persönlichen Empfindungen rüberzubringen. Dafür gibt es von mir ein ganz klares sehr nützlich. Gruß tweety3

RoyNaor

RoyNaor

30.03.2001 16:49

Hier spricht der Fachmann...sehr guter Beitrag! Danke für deinen Tipp. Ich kann mir jetzt wirklich ein gutes Bild von diesem Film machen. Viele Grüße, Roy

Aleno

Aleno

28.03.2001 02:42

Ich glaube ich werde mir diesen Film nach deiner wirklich gelungenen Kinokritik auch anschauen.

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