Es war im Jahre 1962...
26.03.2001 (22.05.2001)
Pro:
spannend, interessant
Kontra:
nichts für Geschichtsbanausen
Empfehlenswert:
Ja
 Ciaoline
Über sich:
Mitglied seit:14.12.2000
Erfahrungsberichte:50
Vertrauende:27
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 56 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
"Thirteen days" beschreibt die Kubakrise, die im Oktober 1962 die Welt für 13 Tage in Atem hielt. Die Story beruht also auf geschichtlichen Tatsachen, wobei die Ereignisse aus der Sicht der USA erzählt werden. Damals fanden die Amerikaner sowjetische Raketen in Kuba, die dort eigentlich nicht hingehörten. Präsident John F. Kennedy, dessen Bruder, sein politischer Berater und noch einige andere wichtige Herren versuchen nun alles, um die Raketen in Kuba loszuwerden, möglichst ohne dabei einen Krieg anzufangen. Keine einfache Aufgabe. Jetzt heißt es einen kühlen Kopf zu bewahren und die richtige Strategie zu wählen. Soll man die Russen angreifen, damit sie die Raketen aus dem Land schaffen, oder ist es besser, ersteinmal zu verhandeln? Oder gibt es noch ganz andere Möglichkeiten?
Kenny O'Donnell, die "rechte Hand" des Präsidenten (gespielt von Kevin Costner) ist die einzige Figur in diesem Film, bei der auch der familiäre Hintergrund gezeigt wird. Zu Hause sitzen nämlich Ehefrau und 5 Kinder, immer in der Hoffnung, dass der Papa der Krise ein baldiges Ende setzt. "Thirteen days" zeigt, wie hart der Job von Kenny und Co. ist, denn letzendlich entscheiden sie über Leben und Tod. Es ist ein anstrengender Film, bei dem sehr viel geredet wird. Außerdem muss man aufmerksam sein und mitdenken, um die Zusammenhänge zu verstehen. Manchmal fiel es mir ein bisschen schwer, mich zu konzentrieren, aber ich fand das Thema interessant und auch gut aufbereitet. Außerdem ist es bestimmt kein Nachteil, wenn ein Film zum Nachdenken anregt.
Es schadet sicher nicht, wenn man ein bisschen politisches und geschichtliches Wissen mitbringt. Hat man es nicht (so wie ich *schäm*), so kann man doch eine ganze Menge dazulernen. Vor allem zeigt dieser Film, wie knapp eine Katastrophe damals verhindert wurde und wie sinnlos der Krieg eigentlich ist. Teilweise geht es ja selbst bei den "hohen Tieren" zu, wie im Kindergarten: "DIE haben angefangen, DIE haben Schuld." "Wenn die DIES nicht machen, tun wir DAS nicht. Ätsch." Das besonders Verheerende an dieser Geschichte ist, dass sie ja tatsächlich so passiert ist. Nagut, Kevin Costner wird damals wohl nicht dabei gewesen sein, aber davon sehen wir jetzt mal ab *g*. Teilweise wechselt der Film auch von farbig zu schwarz-weiß und umgekehrt, wahrscheinlich, um die Echtheit der Geschichte zu unterstreichen
Bruce Greenwood (auch bekannt aus "Nowhere Man"), der Darsteller von John F. Kennedy hat übrigens eine ganz besondere Meisterleistung vollbracht, die dem deutschen Publikum leider entgeht. Angeblich hat er Kennedys Stimme nahezu exakt kopiert und Wochen lang dafür geübt, um so zu sprechen wie Mr. President. Durch die Synchronisation in der deutschen Version ist dies für uns natürlich nicht mehr feststellbar. Auch wenn man das Ende ja gewissermaßen kennt, ist dieser Film doch spannend und interessant gemacht. Deshalb möchte ich ihn auf jeden Fall empfehlen, allerdings nur Leuten, die sich einigermaßen für dieses brisante Thema interessieren.
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06.07.2001 01:03
Klasse wieder ein Film den ich spitze fand. War ja klar, das der Film in den USA nix wurde, dazu ist zuwenig geballere drin und man könnte was lernen. Klasse Bericht und wie gesagt für Interesierte, die mal wissen wollen wie nah man damals an nem Atomkrieg war und was Generäle manchmal für Hitzköpfe sind (Vietnam so ists passiert) sollte sich das mal antun.
23.04.2001 14:26
also in geschichte kenn ich mich auch nich aus. vielleicht sollte ich mir den film dann doch noch mal ansehen?!
08.04.2001 18:54
sehr guter informativer bericht! den film werd ich mir ganz sicher auch mal reinziehen. sehr nützlich! MFG AIRNESS