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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 34 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo Leute.
Nach ich einige Zeit nicht zum Schreiben kam gibt´s jetzt mal wieder einen Bericht von mir.
Gestern abend war ich im Kino, nämlich in "Thirteen Days", dem neuen Film mit Kevin Costner. Der Film handelt von der Kubakrise 1962, in der die Welt 13 Tage lang vor dem dritten Weltkrieg und einer Atomkatastrophe stand. Costner spielt den engsten Berater vom damaligen US-Präsidenten Kennedy.
Der Film beginnt damit, daß ein US-Aufklärungsflugzeug zufällig Atomraketen der Sowjetunion auf Kuba entdeckt. Die Sowjets scheinen einen atomaren Erstschlag vorzubereiten, was Präsident Kennedy und seinen militärischen Führungsstab zum Handeln zwingt. Diese wollen natürlich gleich losschlagen, Kennedy uns seine Berater hingegen bevorzugen bis zuletzt eine diplomatische Lösung, die letzten Endes auch gefunden wird.
Der Film ist die ganze Zeit über ziemlich spannend. Man kann gut nachvollziehen wie nah die Menschheit im Jahre 1962 am Rande des Abgrunds stand. Ein Problem von Thirteen Days ist jedoch, daß er für einen geschichtlich etwas vorgebildeten Zuschauer zwangläufig wenig Überraschungsmomente beinhaltet. Trotzdem ist der Film zu keinem Zeitpunkt langweilig. Interessant fand ich, in welchem Licht die USA gezeigt werden. Oft stört mich an Hollywood filmen, daß die USA als Retter der Welt die bösen am Ende einfach wegbomben. In Thirteen Days ist die nicht der Fall. Wie auch, es entspricht ja nicht der Realität. Es wird aber deutlich, wie schwer sich die US-Führung mit der Lösung des Problems getan hat, und das sie dabei selbst auch Zugeständnisse an die Sowjets machen mußte. Etwas überrascht hat mich dabei die Rolle Kennedys, der in weiten Teilen des Films absolut nicht als starker, entscheidungsfreudiger Präsident auftritt. Häufig sitzt er ratlos seinen zerstrittenen Beratern gegenüber, ohne zu wissen, was er tun soll. Kevin Costner als sein Berater scheint oft der wesentlich stärkere Charakter zu sein. Erst am Ende trifft Kennedy die richtigen Entscheidungen entgegen dem Rat der Militärs und kann so die Katastrophe abwenden.
Thirteen Days ist ein absolut zu empfehlender Film. Man sollte sich aber vorher im klaren sein, daß in diesem Film viel geredet und wenig geschossen wird........ Zum Glück.
02.04.2001 14:29
Ich glaube nach diesem Bericht werde ich mir den Film wohl auch mal anschauen müssen! Ciao, Gracer
01.04.2001 17:41
Brauche den Titel nicht zu ändern. bin wieder Junggeselle. Ciao Tim
27.03.2001 15:24
Gut geschrieben. War auch am Freitag im Kino ;-) Grüße, _matthias_