Tiefe / Mankell, Henning

Tiefe / Mankell, Henning

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... In "Tiefe" geht es um einen Mann, der zur Zeit des 1. Weltkriegs bei der schwedischen Marine als Meereskartenvermesser arbeitete. Seine Arbeit verbindet er mit dem Traum, einmal eine unauslotbare Tiefe im Meer (aber auch in seiner Seele) zu finden. Verwoben in die Handlung ist auch eine ungewöhnliche ... Bericht lesen





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Tiefe / Mankell, Henning Tiefe / Mankell, Henning
Taschenbuch, 368 S., Erschienen: 2007
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Tiefe / Mankell, Henning Tiefe / Mankell, Henning
Hörbuch, CD, Erschienen: 2007 - Gekürzte Lesung.
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Die Tiefen des Meeres und der Seele
Erfahrungsbericht von Die_Buchhaendlerin über Tiefe / Mankell, Henning
18. März 2005


Produktbewertung des Autors:   

Niveau: durchschnittlich 
Unterhaltungswert: durchschnittlich 
Spannung: durchschnittlich spannend 

Pro: gutes Psychogramm eines seelisch kranken Menschen, in der zweiten Hälfte auch spannend
Kontra: sehr lahmer Einstieg, stilistische Mängel, Thema nicht so wahnsinnig interessant

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

ein weiterer Beitrag zum Bücherfrühling (näheres bei Espionne)

Der neue Roman von Henning Mankell ist gerade erschienen. Diesmal begibt er sich auf Neuland: weder ein Krimi, noch ein Afrikaroman. Wenn der Verlag diesen Roman als Krimi ankündigt, ist das einfach falsch, denn Tote gibt es ab und an auch mal in "normalen" Romanen.
In "Tiefe" geht es um einen Mann, der zur Zeit des 1. Weltkriegs bei der schwedischen Marine als Meereskartenvermesser arbeitete. Seine Arbeit verbindet er mit dem Traum, einmal eine unauslotbare Tiefe im Meer (aber auch in seiner Seele) zu finden. Verwoben in die Handlung ist auch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zu einer Frau, die ganz allein auf einer Insel im Meer lebt.

Daten:
ISBN 3-552-05343-3 im Zsolnay Verlag 2005 erschienen, kostet 21,50 Euro

Zum Autor:

Sicher muss ich da nicht mehr sehr viel erklären, nur das Wichtigste in Kürze:
Henning Mankell (man spricht ihn übrigens auf der ersten Silbe betont aus) wurde 1948 in Schweden geboren. Er lebt seit vielen Jahren abwechselnd in Schweden und in Mosambik. Er ist sowohl Schriftsteller (einer der erfolgreichsten lebenden) als auch Theaterregisseur und engagiert sich gerade in den letzten Jahren verstärkt auch im sozialen Bereich wie in seinem zuletzt erschienen Buch „Ich sterbe aber die Erinnerung lebt“ deutlich wird.

Zum Inhalt:

Lars Tobiasson-Svartmann ist Offizier bei der schwedischen Marine zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Als Seevermessungsingenieur hat er die Aufgabe, alternative Fahrwege für die Flotte zu erkunden, damit Kriegsschiffe im Notfall Ausweichrouten fahren können.
Er wird also beauftragt, auf dem Erkundungsschiff Svea mitzufahren und mit Loten Tiefenmessungen durchzuführen. Diese Arbeit verrichtet er nicht nur zur vollsten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten, sondern er liebt sie geradezu. Abstände zu messen, Positionen verorten, Tiefen und Untiefen ausloten und die Ergebnisse aufzuzeichnen, all das entspricht seinem Charakter. Nicht nur was die Meerestiefe angeht, sondern auch im täglichen Leben könnte man ihn als Abstandsmesser bezeichnen.
Während des wochenlangen Aufenthalts auf dem Schiff kommt er zwar seinen Kollegen und Mitarbeitern nicht näher, aber er entdeckt auf einer der absolut einsamen Schäreninseln eine junge Frau. Sara Fredrika, vor kurzem Witwe geworden, lebt völlig allein in einer winzigen Hütte auf Halsskär und ernährt sich hauptsächlich von Fischfang.
Obwohl Lars verheiratet ist und seine Frau, die im ganzen Buch nur Christina Tacker genannt wird, sehr liebt, zieht es ihn von Anfang an zu Sara Fredrika hin.
Er wird von nun an zwischen zwei Leben hin und herpendeln. Einerseits zu Hause bei seiner aus einem reichen Elternhaus stammenden Frau in einem Haus mit Dienstmädchen und vielen Porzellanfigürchen und andererseits – in absoluter Heimlichkeit – auf der Hütte bei Sara Fredrika.
Lars Tobiasson-Svartmann spinnt ein immer engeres Lügengewebe um sich herum. Er belügt nicht nur seine Frau, sondern auch seine Vorgesetzten, seine Schwiegereltern und Sara Fredrika, und: am meisten sich selbst.
Als er bemerkt, dass er Vater wird, gleichzeitig aber ein deutscher Deserteur die einsame Insel und damit seine Geliebte entdeckt hat, spitzen sich die Ereignisse zu.
Wird sich die innerste und heimlichste seiner Sehnsüchte, nämlich eine unmessbare Tiefe zu entdecken, jemals erfüllen? Wird er mit seiner Liebe glücklich werden – wenn ja mit welcher? Oder werden ihm die Tiefen, die sich zunehmend in seinem Charakter auftun, in die Quere kommen?

Stil:

Ich weiß, dass Mankell kein überragender Stilist ist. Seine Sprache ist immer recht einfach gehalten, wer ihn mit literarischen Ansprüchen liest, kann es auch gleich sein lassen. Dennoch sind seine Bücher sehr unterschiedlich gehalten. Ich fand seine vielen Wiederholungen zum Beispiel in „Tea-Bag“ einem Buch, in dem er sich des Themas illegale Einwanderer in Schweden annimmt und das ich inhaltlich sehr gut fand, höchst störend. Ebenso kann man an seinen Krimis kritisieren, dass viele seiner Bilder, seiner Metaphern nicht all zu originell sind. Wenn es ihm jedoch gelingt, die Spannung so zu halten, wie das meistens der Fall ist, dann verzeiht man ihm das gerne. In einigen seiner Bücher wiederum schreibt er richtig gut und ich habe gar nichts zu bemängeln (so in seinem letzten Afrikaroman „Das Auge des Leoparden“).
Hier allerdings scheint es mir, als seien all seine sonst ab und zu mal vorkommenden Schwächen in geballter Form aufgetreten: viele Wiederholungen, abgenutzte Begriffe, Bilder, die nicht ganz stimmig sind und – last but not least – die Spannung reißt das diesmal nicht heraus. Denn sonderlich spannend ist das Buch nicht.
Vielleicht ist Mankell zu sehr mit anderem beschäftigt – eventuell Wichtigerem – als mit Stil fragen, aber er sollte sich dennoch davor hüten, seine Bücher einfach so hinzuschludern.
Richtig hingeschludert ist dieser Roman natürlich nicht, aber man merkt einfach, dass er nicht sorgfältig bearbeitet wurde.

Meine Meinung:

Ich bin etwas enttäuscht vom neuen Mankell, wie man unschwer erkennen kann. Das liegt einerseits an den gerade beschriebenen stilistischen Mängeln, andererseits aber möglicherweise auch daran, dass mich die Thematik Meeresvermessung nicht so anspricht.
Noch irritierender aber fand ich die Hauptperson (die übrigens mit einiger Penetranz immer beim ganzen langen Namen genannt wird). Man kann als Leser einfach nicht warm werden mit ihm. Sicherlich soll man das wohl auch nicht, denn die Tiefen, die er in sich entdeckt, sind nicht gerade sympathisch. Wenn ich jedoch gar keine Annäherung verspüre und mir die Helden völlig fremd bleiben, dann erlischt mein Interesse an ihnen schnell.
Dennoch soll das hier kein „Verriss“ werden, denn immerhin habe ich das Buch zu Ende gelesen und ich muss zugeben, dass es ab etwa der Hälfte schon noch spannend wird. Auf alle Fälle ist der zweite Teil um einiges besser als der erste, der sich zu sehr in die Länge zieht.

Die Frauenfiguren sind interessanter angelegt und auch berührender. Dennoch auch hier Kritik: was viel versprechend beginnt, wird nicht wirklich ausgearbeitet, gerade die Figur der Christina Tacker gibt psychologisch einiges her und auch Sara Fredrika könnte man um so vieles plastischer werden lassen…

Fazit:

Ach, wie immer ich es auch drehe und wende, begeistern kann mich die „Tiefe“ nicht, man kann es ganz gut lesen, aber ich hoffe, dass die nächsten Bücher von Henning Mankell wieder besser werden. Ich werde ihm auf alle Fälle weiter die Treue halten.


 

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...* Ab in die Tiefe * Lars Tobiasson-Svartmann ist Marineoffizier in der Zeit des ersten Weltkrieges. Sein Leben besteht vorwiegend aus Vermessungen, Abstände exakt feststellen und Abstand halten, zu allem, was nicht zu ihm und seiner Lebenseinstellung passt. Ein militärischer Geheimauftrag, die Vermessung neuer Fahrrinnen für die schwedische Marine für den Kriegsfall, führt ihn in die Stockholmer Schären, eine menschenverlassene und menschenfeindliche ... Bericht lesen

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23.08.2009
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Pro: sein guter Name
Kontra: hölzern, bedeutungsleer, langweilig, lahm

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21.04.2006
Mankell - Tiefe
Bewertung für Tiefe / Mankell, Henning von Biertrans2

Pro: gibt keins
Kontra: stinkend langweilig, Fehlkauf

Habemir den Mankell gekauft und wußte auch, dass es nun kein klassischer Fall eines Wallander ist. Der Einband ist im üblichen Stil und verspricht auch Spannung. Am Anfang erzählt Mankell von einer psychisch Kranken, die aus einem Heim entfleucht und einen Tag im Wald herumirrt, bevor man sie wieder einfängt. Nun geht es 15 Jahre zurück, und diese Frau schickt ihren Mann - eine Tiefenvermesser - aus das Kanonenboot. Bis Seite 80 vermisst er - wir ...
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23.06.2005

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sehr hilfreich
11.10.2005
Als Wallander Baiba kennenlernte...
Bewertung für Hunde von Riga / Mankell, Henning von  Cassiecat

Pro: Sehr persönliches Bild von Kommissar Wallander
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hilfreich
02.08.2001
Zwiebeline im Blutrausch
Bewertung für Mord auf dem Golfplatz / Christie, Agatha von  Zwiebeline

Pro: Poirot, Handlung nicht durchschaubar
Kontra: Figuren sind eher flache Charaktere

...Hiermit oute ich mich als riesigen Krimifan, wobei ich Agatha Christie und Edgar Wallace Krimis am besten finde. Heute möchte ich Euch einen Hercule Poirot Krimi vorstellen. Hercule Poirot ist eine berühmtesten Figuren Agatha Christies und gehört auch zu meinen Lieblingsdetektiven. Allerdings kann man diesen Detektiv nicht mit den modernen Figuren heutiger Krimis vergleichen, da sie eher oberflächlich beschrieben sind und nicht die Tiefe eines Kurt Wallanders (Henning Mankell) aufweisen. Aber wer das trotzdem mag, wird auch diesen Krimi mögen. ***Hercule Poirot*** Wie schon erwähnt, ist Hercule der berühmteste Detektiv von Agatha Christie. Er ist Belgier und fühlt sich jedes Mal leicht auf den Schlips getreten, wenn man ihn aus Versehen mit einem Franzosen verwechselt. Also Obacht! Seine Arbeit zeichnet sich nicht durch Action... Bericht lesen

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hilfreich
19.12.2003

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