Erfahrungsbericht über

Tiere der afrikanischen Savanne. Lebendige Wildnis / Verlag Das Beste

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ZWISCHEN REGENWALD UND WÜSTE

5  13.12.2006

Pro:
wunderbare Bilder, sehr informativ, wunderbar als Weihnachtsgeschenk geeignet

Kontra:
leider nur noch im Internet (Ebay & Co . )  zu bekommen

Empfehlenswert: Ja 

modschegibbchen

Über sich: RÜSSELPEST!!!

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Hallo, ihr Lieben!

Nach einiger Zeit nun will ich einen weiteren Bildband, in dem die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung vorstellen werden, beschreiben. Diesmal habe ich mir den Band

LEBENDIGE WILDNIS
TIERE DER AFRIKANISCHEN SAVANNE

ausgesucht und den stelle ich euch jetzt vor.


ALLGEMEINES ZUERST
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Erschienen: ................... Verlag Das Beste GmbH (Reader´s Digest), Stuttgart
Erscheinungsjahre:..........1994 (in Deutschland)
Seitenzahl: .................... 168
ISBN: ............................ 3 87070 405 5

Zum genauen Preis kann ich leider nichts sagen, weil es sich bei den Bildbänden um Bücher aus dem Nachlass meiner Mutti handele. Die Bücher sind jedoch von der Aufmachung her sehr aufwendig und aus qualitativ hochwertigem Papier hergestellt worden, so dass ich sagen kann, billig waren sie einst nicht. Bei verschiedenen Online-Buchshops und auch bei Ebay habe ich sie schon hin und wieder entdeckt, wo sie zwischen 4,00 und 12,00 € hin und wieder angeboten werden. Wer noch ein schönes Weihnachtsgeschenk sucht und schnell ist, dem kann ich verraten, dass es nicht nur einzelne Bildbände dieser Reihe bei Ebay sehr günstig zu erwerben gibt, sondern mit etwas Glück bekommt man auch mehrere Bildbände gleichzeitig zu einem sehr günstigen Paketpreis. Also schaut ruhig mal selbst dort vorbei.

Leider sind die wirklich gelungenen Bildbände beim Verlag selbst nicht mehr gelistet.


1. Äußere Gestaltung
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Der Bildband ist fest gebunden und ist ca. 30 x 24 cm groß, fast 2 cm dick und somit auch nicht unbedingt sehr leicht. Letzteres liegt zumindest auch daran, dass die Seiten des Buches aus stabilen Glanzpapier - so eine Art Fotokarton - bestehen.

Auch wenn meine Digitalkamera derzeitig ein wenig lustlos in den Tag hinein lebt, werde ich dennoch versuchen, euch nicht nur vom Buchcover ein Bild beizufügen, sondern später auch vom Inhalt. Aber habt Nachsicht mit mir, ein Fotogenie bin ich nicht.

Wie auch bei den anderen Bildbänden steht auch hier ein typischer Vertreter im Vordergrund. Hier ist es ein Elefantenbaby, das sich am Schwanz der Elefanenmami festhaltend durch eine grüne Landschaft bewegt. Am unteren Rand sieht man das kleinere Logo von "Das Beste - Reader´s Digest"

Auf der Rückseite des Buches sind in weißen Buchstaben Teile vom Inhaltsverzeichnis vermerkt.


2. Grundsätzliche Gestaltung des Bildbandes
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Auch bei diesem Bildband kann man sagen, dass alle Bildbände dieser Reihe nach dem gleichen, bisher sehr ansprechenden und erfolgreichen Prinzip aufgebaut sind. Der sieht wie folgt aus:

Auf der ersten Doppelseite befindet sich das Inhaltsverzeichnis. Hier stellt man fest, dass sich die Gestalter dieses Buches aus der Vielzahl der Tiere wieder genau 8 Vertreter herausgesucht und mit jeweils einem Bild dargestellt haben. Im Einzelnen sind es in diesem Band folgende:

Elefanten
Löwen
Nashörner
Strausse
Giraffen
Schakale
Gazellen
Hyänen

Jedes einzelne Kapitel ist wiederum in mehrere Unterkapitel untergliedert und die sehr gelungenen Zwischenüberschriften täuschen den aufmerksamen nicht über die Tatsache hinweg, dass jedes Kapitel sich nach folgender Prinzip mit dem jeweiligen Tier auseinandersetzt, nämlich:

Lebensweise und Verhalten
Alles Wissenswerte auf einem Blick
Natürliche Umgebung und Ökologie
Kulturgeschichte und Bedrohung

Wieder ist jedes Kapitel mit einem kurzen einleitenden Text, der die allgemeinsten Informationen zusammenfasst, in dem Fakten angesprochen werden, aber nicht vertieft, denn das erfolgt dann in den einzelnen Unterkapitel auf eine sehr gelungen Art und Weise. Über diesem einleitenden Text findet der Betrachter bereits ein erstes meist für die vorzustellende Tierart typisches Foto.

Dem schließt sich wieder ein wunderbares Foto, eine wunderbare Nahaufnahme auf einer Doppelseite. An irgendeiner unauffälligen Stelle befindet sich ein Textfeld, in dem das was da zu sehen ist kurz beschrieben wird. Unauffällig deswegen, weil dieses Textfeld die wunderbare Wirkung des Bildes keineswegs stört, sondern sich harmonisch ins Gesamtbild einfügt.

Was dann jedes einzelne Kapitel zu einem Erlebnis werden lässt ist die wirklich gelungene Vermittlung von Informationen mit einem wahren Feuerwerk an wunderbaren Fotos, z.T. auch atemberaubende Nahaufnahmen und Situationsaufnahmen, bei denen man den Eindruck ha, der Fotograf war den Tieren ganz nahe ohne von ihnen wirklich bemerkt zu werden. Auch in diesem Bildband sind die Tiere wieder DER Mittelpunkt, werden aber nicht reißerisch vorgeführt. Das "Feuerwerk" wird komplettiert durch sehr prägnante Texte mit einer Fülle an Informationen, die sich wirklich sehr gut lesen lassen - der Schreibstil ist unterhaltsam und leicht verständlich, ohne jedoch trivial zu wirken - und wieder auch
Bilder
  • Tiere der afrikanischen Savanne. Lebendige Wildnis / Verlag Das Beste Bild 28219796 tb
  • Tiere der afrikanischen Savanne. Lebendige Wildnis / Verlag Das Beste Bild 28219850 tb
  • Tiere der afrikanischen Savanne. Lebendige Wildnis / Verlag Das Beste Bild 28219911 tb
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Tiere der afrikanischen Savanne. Lebendige Wildnis / Verlag Das Beste Bild 28219796 tb
Buchtitel
in diesem Buch Zeichnungen, Tabellen, spezielle Textfelder, detailgetreue Abbildungen und wichtige Details werden sehr gut, aber nicht übertrieben hervorgehoben. Die Grafiken/ Abbildungen sind sowohl in schwarz-weiß als auch mehrfarbig. Wer schnell mal eben ein paar Informationen sucht wird hier ebenso gut bedien wie Liebhaber solcher Bildbände, die sich in solchen Büchern gern festlesen.


4. Kommen wir zum Inhalt
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

In meinen bisherigen Berichten hatte ich bereits Tiere der satten immergrünen Regenwälder und die der Wüste vorgestellt. Die Savannen Afrikas sind nicht nur bekannt durch ihren unglaublichen Tierreichtum, sondern dienen sozusagen als Übergangsgebiet/-zone zwischen den beiden doch sehr gegensätzlichen Lebensräumen.

Die afrikanischen Savannen erstrecken sich auf einer Fläche von rd. 1 Mio. km2. Dies entspricht in etwa der Fläche, die vom Spanien und Frankreich zusammen eingenommen wird und erstreckt sich im weiten Bogen über die west- und zentralafrikanischen Waldgebiete.

Die meisten denken bei Afrika an heiße Temperaturen am Tag, Kälte in der Nacht und schwer zu bewirtschaftende trockene Flächen, die von der heißen Sonne verbrannt werden, so dass kaum etwas wachsen kann. Diese Vorstellung von Afrika trifft so nicht wirklich zu, denn die afrikanischen Savannen zeichnen sich durch endlose Grasflächen aus, die hier und da mal von ein paar Büschen oder Bäumen aufgelockert werden. Savannen entstehen in Gebieten mit ausgeprägten Regen- und Trockenzeiten, es gibt vielfältige Übergänge sowohl zu Waldformationen als auch zur Wüste. Die Bäume und Sträucher der Savannen sind meist nur zur Regenzeit belaubt, die Pflanzen so ausgerichtet, dass sie in ihren Blättern oder auch Stämmen genügend Wasser speichern können.

Tiere der Savannen sind vor allem Huftiere, die das Bild prägen. Je nach Jahreszeit sind diese in großen Herden auf der Wanderschaft - immer auf der Suche nach neuen, saftigen Weidegebieten. Die Tiere der Savannen nutzen für ihr Dasein die Vegetation der Savannen auf sehr unterschiedliche Art und Weise, was ihnen jedoch ermöglicht, nebeneinander zu bestehen, ohne sich direkt Konkurrenz zu machen. Aber nicht nur Huftiere, sondern auch eindrucksvolle Vogelarten leben in der Savanne und müssen sich dort auf die unterschiedlichen und jahreszeitlichen Nahrungsangebote einstellen.

Den Huftieren folgen - sozusagen als "Gesundheitspolizei" - die Raubtiere, die kranke und schwache Tiere aussondern und gemeinsam mit Geiern und Marabus deren Kadaver beseitigen. Pflanzenreste hingegen werden u.a. von den Termiten beseitigt.

Wie überall so hat auch hier der Mensch , einst Jäger und Sammler, im Laufe der Zeit hier einiges Schindluder betrieben und muss nun dafür kämpfen, vom Aussterben bedrohte Tier- aber auch Pflanzenarten zu schützen - z.B. in Naturparks wie Serengeti oder Tsavo.

Hier nun zu den Tierkapiteln:

1) ELEFANTEN

Im ersten werden die wohl imposantesten aller lebenden Landsäugetiere vorgestellt: Die Elefanten. Neben den Lebensgewohnheiten, den speziellen Anforderungen an ihren Lebensraum und ihrem Sozialverhalten gehen die Macher dieses Bildbandes auch auf die besondere Beziehung dieser Dickhäuter im Laufe der Menschheitsgeschichte und die Bedrohung bzw. Ausrottung durch die Gier der Menschen nach Elfenbein ein.

Noch vor 2200 Jahren waren diese Tiere in Nordafrika heimisch, heute sind freilebende Elefanten nur noch südlich der Sahara und in Asien anzutreffen.

Interessant war zu lesen, dass bei den Elefanten - wie in vielen Lebensbereichen auch - die Weibchen "die Hosen an haben" und die Männer im Familienleben eher außen vor bleiben. Sie leben zwar in kleinen Herden, aber wo´s lang geh, bestimmt das Weib.

Ich liebe Elefanten, besonders die kleinen. Daher ist es sicherlich nicht verwunderlich, dass ich das Kapitel über die Entwicklung der kleinen Elefanten von Geburt an bis ins Teeny-Alter besondern gern gelesen hatte. Die Bilder zu diesem Kapitel haben mich unwahrscheinlich begeistert - wie liebevoll sich die Mamas um ihre kleinen Racker kümmern.

Bewegend war aber auch das Kapitel, ob die Elefanten noch gerettet werden können oder ob die blutige Spur des Elfenbeins am Ende doch nur in ostasiatischen Souvenirläden endet.... Aber wer hier mehr wissen will, muss schon selbst nachlesen.


2) LÖWEN

Die hoheitsvolle Haltung, sein furchterregendes Gebrüll haben ihn den Beinamen "König der Tiere" eingebracht, aber wie steht's um das Sinnbild der weltlichen oder göttlichen Macht, wie er weit vor unserer Zeitrechnung gesehen wurde, heute?

Wer kennt das Bild nicht, gemächlich daliegende und die Tiere der Umgebung gelassen betrachtend, liegt der unbestrittene Herrscher der Savannen im Schatten, denn als Konkurrenten sieht er sie alle nicht, maximal als Beute, als Snacks...

Aber auch der prachtvolle Löwe, der vor einigen tausend Jahren sogar in Südeuropa noch heimisch war, ist heute so bedroht, dass er außerhalb von Reservaten kaum noch vorkommt.

Bei aller Pacht und Stärke, diese Großkatzen haben ein liberales Sozialgefüge, schau an. Sie leben als einziges katzenhaftes Raubier in großen Gruppen, Einzeltier - das haben Unersuchungen ergeben - sind meist alte, verletzte und kranke Tiere. Im Gegensatz zu anderen Tierrudeln, wo es eine strenge Rangordnung gibt, sind bei den Löwen Männchen und Weibchen gleichgestellt und ihr Zusammenleben ist durch eine sehr enge Bindung geprägt. Aber wie in den meisten gut funktionierenden Familien, auch bei den Löwen sind die Weibchen fürs Futter zuständig - Mutter und Tochter gehen auf die Jagd, Papa hält sich bis zur Verteilung der Beute zurück und kommt dann seinen "Löwenanteil", das größte Stück der Beute geltend.

Die Größe der Gruppe ist begrenzt, Junglöwen müssen im Alter von 3 ½ Jahren das Rudel verlassen und ihr eigenes Rudel bilden. Wollen sie nicht gehen, werden sie davongejagt. Was herzlos klingt, ist notwendig, denn nur auf diese Art, so erfahre ich, kann das Gleichgewicht zwischen Rudelgröße und Nahrungsangebot erhalten bleiben.

Männliche Löwen genießen ihr Singledasein erst einmal, ziehen im Trupp durch die Gegend und suchen die Nähe fremder Rudel, um dort im geeigneten Moment die Revierherren zu vertreiben und sich die Weibchengruppe an and zu ziehen. Die Beobachtungen im Serengeti haben gezeigt, dass die "Ablösung" alle 2 - 3 Jahre erfolgt.

Was oben noch wie Macho klang - Weibchen hol das Futter ran - ist nur eine Seite der Medaille, denn die Hauptaufgabe der Löwenmännchen besteht in der Sicherung und Verteidigung des Reviers.

Des Weiteren erfährt man noch etwas über die Jagderfolge, das Paarungsverhalten der Raubkatzen, das nicht als zimperlich beschrieben wird, und die liebevolle Aufzucht der Jungen. Auch über den "König der Tiere" im Wandel der Zeit erfährt man in einem ausführlichen Kapitel einiges.

3) NASHÖRNER

Auch ihnen wird immer skrupelloser von Wilderern nachgestellt und somit droht auch ihnen, dass diese Tierart aus den weiten Räumen Afrikas verschwindet.

Sie werden als konfliktscheue Einzelgänger bezeichnet, bei denen aber Familienanschluss nie ausgeschlossen ist. Ich erfahre, dass Nashornkühe, und sind sie noch so heiß, erobert werden wollen. Nur mal eben kurz mit dem Hörnchen wackeln reicht ihnen von ihrem Partner nicht. Sie weist den Kerl meist erst einmal - auch rabiat mit Seitenhieben - zurück. Was sonst noch passiert, steht im Buch.

Auch beim Nashorn sind Mutter und ihr Junges unzertrennlich. So groß, tölpelhaft und schwerfällig die Mamas auch wirken, so zärtlich und liebevoll gehen sie mit ihrem Nachwuchs um. Herrliche Bilder belegen das, die Beschreibung dazu ist auch sehr lesenswert.

4) STRAUSSE

Sie sehen schon irgendwie lustig aus, wenn sie so lossprinten - mit flinken, großen Schritten wackelt ein gefiederter Körper auf filigran aussehenden langen Beinen. Man kommt nicht unbedingt gleich drauf, dass die Vögel bis 2,75 m Körperhöhe und bis zu 150 kg Gewicht zusammen bringen können. Der Vogel Strauss an sich - siehe an - ist flugunfähig, deswegen setzt er voll auf die Beinkraft seiner muskulösen Beine, die schnell und ausdauernd laufen können. Man muss sich nur zu helfen wissen, gelle? Ihre Flügel haben sie dennoch nicht abgelegt, diese dienen ihnen als Fächer, Sonnenschirm oder Imponiermittel bei der Balz.

Der Lebensraum der Tiere, der sich früher mal über ganz Afrika und den Vorderen Orient erstreckte, ist auf das Gebiet nördlich des Äquators zurückgegangen.
Der Strauss wird mir in diesem Kapitel als ständig hungriger el auf der Suche nach Wasser, Früchten, Pflanzen vorgestellt. Ich erfahre, was der Strauss beim Schlafen mit seinem langen Hals macht, dass die Auserwählte die Nebenhenne für ihren Hahn aussucht, die größten Eier der Welt sein eigen sind - und was dabei rauskommt - und dass dem großen Vogel, frei von Elfenbein, die schönen Federn für die Mode zum Verhängnis werden. Wie immer ist auch hier der Mensch der größte Feind was die Existenz der Vögel betrifft.

5) GIRAFFEN

Sie zählen zu den Charaktertieren der afrikanischen Savanne. Der lange Hals, da habe ich gestaunt, weist lediglich 7 Wirbel auf, also nicht mehr als bei einer Maus oder dem "halslosen" Delphin.

Wie die Giraffen, die bei allem graziösen Aussehen doch sehr schwergewichtige Tiere sind, mit akrobatischem Geschick Trinken, Schlafen und ihr Sozialleben gestalten, kann man in diesem Kapitel sehen und lesen.

Sie kommen mit ihrem langen Hals an die zartesten Blätter in den Wipfelregionen heran, aber die Bilder im Buch beweisen es, es sieht auch putzig aus - unten Giraffe, dann Baum und oben guckt wieder Giraffe...

Giraffen bevorzugen die Gruppengemeinschaft, aber innerhalb der Gruppe gibt es tägliche Rangkämpfe an der Spitze, die zwar elegant beginnen, aber manchmal auch als erbitterte Kämpfe enden.

Der Geburtsvorgang - ein Sturz aus gewisser Höhe ins Leben - wird geschildert und ich erfahre, dass nur der Löwe als einziges Raubtier aufgrund seines Gewichtes in der Lage ist, eine Giraffe zu erlegen. Verschiedene Giraffenarten werden vorgestellt - nicht alle haben einen langen Hals. Und auch Giraffen werden von Wilderern gnadenlos gejagt.

6) SCHAKALE

Schakale gelten als listig und fintenreich, sind Meister in der Anpassung an neue Lebenslagen und wurden im alten Ägypten ebenso wie Löwen und Krokodile als Götter verehrt. Sie können sich aufgrund ihrer Eigenschaften neben den großen und stärkeren Raubtieren behaupten und schaffen es sogar, ihnen ein Teil der Beute abzunehmen bzw. sich selbst zum Essen bei denen einzuladen.

Er Mensch sieht in ihnen weniger die Jagdtrophäe wie bei den anderen Tieren, sondern eher eine Gefahr für sein Vieh, deswegen stellt wer ihnen nach.

Vom Aussehen als wie von den Eigenschaften her erinnern Schakale eher an unseren Fuchs, ein wenig auch an ausgehungerte Wölfe/ Hunde. Hübsch sind sie nicht wirklich auf den ersten Blick.

Sie haben innere Werte, sind treue - Partner fürs ganze Leben - und verteidigen energisch das eigene Revier. Sie gelten zudem als routinierte Jäger, müssen sich aber meist gegen den Futterneid anderer Mitesser behaupten. Löwen hingegen dulden das, was sie Hyänen übel nehmen, denn diese sehen sie als Nahrungskonkurrenten an; sie werden getötet. Schakale dürfen sich mit Duldung des "Königs" bedienen.

Die Aufzucht der Welpen ist Familiensache.

7) GAZELLEN

Ihre Anmut ist in vielen Kulturen sprichwörtlich, denn sie scheinen kaum den Boden zu berühren, wenn sie sich leichtfüßig und mit federnden Sprüngen vorwärtsbewegen. Sie verfügen über eine zartgliedrige, zerbrechliche Gestalt. As man nicht vermutet, dahinter verbirgt sich eine erstaunliche Willenskraft, dank derer sie selbst in extrem trockenen Landschaften leben können.

Sie sind keine Kostverächter, aber dennoch mitunter genügsam, bevorzugen saftige Blätter statt pures Wasser.

Sie verfügen über keine einheitliche Sozialstruktur, d.h. man kann sie einzeln, paarweise, in Gruppen oder sogar Herden antreffen. Kaum sind die kleinen Gazellen auf der Welt, werden sie auch schon allein gelassen. Sorgsame Hege und Pflege wie bei den anderen Tieren der Savanne sucht man hier vergebens. Die Mutter kümmert sich zwar, was Nahrung betrifft, um das Kitz, tut das aber versteckt vor der Gruppe, schützt es auf ihre Art vor natürlichen Feinden - säubern des Analbereichs, damit verräterische Gerüche nicht den Aufenthaltsort preis geben können - aber ein Aufwachsen im Schutz des Rudels ist bei den Gazellen nicht vorgesehen.

Auch die Gazellen werden gejagt, ihr Bestand geht immer weiter zurück. Die Chronologie des Rückgangs ist im Buch abschließend zum Gazellenkapitel dargestellt.

8) HYÄNEN

Tiere mit denkbar schlechtem Ruf - seit dem Altertum -, den sie einfach nicht loswerden. Sie sind als feige, heimtückisch und "Leichenfledderer" verschrien. Neueste Studien sind bemüht dieses Bild ein wenig zurechtzurücken, denn Hyänen sind kühne Jäger und leben in einer als kompliziert geltenden Sozialordnung, aber auch hier geben die Weibchen den Ton an. Mit dem Begriff "Leichenfledderer" tut man ihnen in gewisser Weise Unrecht, denn als einzige Tiere der afrikanischen Savanne fressen sie auch Knochen und erfüllen damit eine wichtige Funktion als "Abfallbeseitiger". Sie haben ein mächtiges Gebiss und verfügen über einen robusten Magen, wer sich von den Abfällen seiner "Mitbewerber" ernährt, darf nicht zimperlich sein. Löwen sehen in ihnen Konkurrenten hinsichtlich der Nahrung und töten Hyänen sofort, wenn diese sich der Beute zu sehr nähern. Sie sind keine eleganten Jäger, aber erfolgreich.

Um die Hyänen ranken sich noch heute viele Mythen, komische Geschichten und Rätsel. Diesem ist das abschließende Unterkapitel gewidmet.

MEINE MEINUNG ZUM BILDBAND SELBST
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Warum erst große Überlegungen anstellen, wo ich doch auch bei diesem Bildband zu keinem anderen Ergebnis als bei den bereits beschriebenen komme? Daher erlaube ich mir mal, bei mir selbst zu klauen und kopiere das einfach mal hier als abschließende Meinung hin:

"Auch dieser Bildband hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Gestaltung insgesamt ist von der ersten bis zur letzten Seite wirklich sehr ansprechend.

Jedes einzelne der 8 sehr unterschiedlichen Tiere wurde mit ganz viel Liebe zum Detail und wundervollen Bildern - Nahaufnahmen in der natürlichen Umgebung - vorgestellt. Die Erklärungen sind für jedermann verständlich und daher auch ohne Vorkenntnisse gut zu verstehen.

Die Bilder, ich schrieb es ja schon, sind sehr beeindruckend und wirklich schön - sowohl vom fotografiertem Objekt her als auch von der Leuchtkraft der Farben her.

Ich persönlich finde diesen Bildband sehr empfehlenswert, nicht nur zum einfach mal drin stöbern und Festlesen, sondern auch als Geschenk für Tierliebaber ist es ein wirklicher Geheimtipp.

Ich vergebe auch für diesen Bildband alle 5 möglichen Sterne und spreche für den Fall, dass ihr dieses Buch mal irgendwo aufstöbert, eine Kaufempfehlung aus. Es ist jeden Cent wert und es hat mir wieder viel Freude gemacht, durch eine als öde verschriene Landschaft zu streifen und den Tieren der Prärie und Pampa mal einen Besuch abzustatten.


Euer Modschegibbchen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
fredbaer

fredbaer

29.11.2011 00:04

Außerordentlich informativ berichtet. BH.

Leuchttuermin

Leuchttuermin

29.07.2010 17:39

Wääääsche" :-)

Lilliane

Lilliane

06.10.2007 18:02

ein toller Buchtipp, den ich gleich auf meine Liste gesetzt habe ! LG Lilliane

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