-ohne Gitter! :-)

5  10.11.2010

Pro:
Gute Bedingungen für die Tiere + Beratung durch die Mitarbeiter

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

Luna1984

Über sich:

Mitglied seit:10.11.2010

Erfahrungsberichte:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 38 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Liebe Leser, in Anlehnung an den Ciao! Bericht von „Dealer903“ möchte ich nun einen aktuellen Eindruck aus dem Jahr 11/2010 geben:


Aufmerksam sind wir auf das Albert Schweitzer Tierheim ohne Gitter in Kleve durch die Organisation„Aktion Tier“ geworden, welche auch das Tierheim fördert. Nach kurzer Begutachtung der Seite ist uns sofort ein Verbeiner aufgefallen, den wir gerne kennen lernen wollten. Dafür war uns der Weg aus Berlin auch nicht zu weit gewesen. Bei telefonischer Konsultation wurden wir vorher ausgiebig beraten, wie der Hund in seinem Wesen ist und was die besonderen Merkmale der Rasse sind. Es handelt sich nämlich um einen Windhund-Mix und da gibt es doch einiges im Vorfeld zu beachten. Die Tierheimmitarbeiterin war, entgegengesetzt der anderen hier geposteten Meinungen, sehr freundlich und daran interessiert uns Antworten auf alle unsere Fragen zu geben. In Kleve angekommen wurden wir gleich begrüßt und durften nach Personalausweisabgabe sofort mit dem Hund Spazieren gehen und ganz privat kennenlernen, was ich absolut super finde. Auch kommen täglich aus der nahen Umgebung Menschen, die sich für das Wohlergehen der Tiere interessieren und führen sie aus, was ebenfalls für ein Tierheim eine Seltenheit ist. Die Tiere leben auf dem Gelände in Rudeln und können sich dach Herzenslust frei bewegen. Dafür, dass es Hunde sind, die teilweise ein schweres Schicksal hinter sich haben (die meisten Tiere kommen aus Spanien), mussten wir feststellen, dass sie sehr menschenbezogen, lebhaft und sich zugewandt verhalten.
Uns wurde auch nicht „die Pistole auf die Brust gesetzt“, mein Partner und ich konnten uns beraten und entschieden uns für eine Art Schutzgebühranzahlung und konnten mit den Mitarbeitern vereinbaren den Hund in 10Tagen abzuholen – war alles kein Problem. Dann konnten wir auch alle Besorgungen tätigen, denn uns fehlte natürlich Hundegschirr, Korb, Futter u.s.w. Wir wurden weder zu der Entscheidung genötigt, noch hatte ich den Eindruck, dass sie das Tier „loswerden“ wollten. Im Gegenteil: wir hielten Ausschau eigentlich nach 2 Hunden, wobei uns vom 2. Hund abgeraten wurde, weil es lt. Mitarbeiterauskunft nicht gepasst hätte und ich muss sagen, dass ich vor Ort zwar enttäuscht war, nun aber absolut froh bin, denn es hätte tatschlich nicht gepasst. Die Rassen sind aufgrund der Merkmale zu unterschiedlich.

Die Mitarbeiterin hat sich sehr viel mit uns unterhalten und auch die 2.Begegnung (als der Hund abgeholt wurde) war genauso erfreulich. Es werden alle Formalitäten gemeinsam ausgefüllt und nochmals der Gesundheitszustand des Tieres beurteilt, d.h. Begutachtung des Zähne, Ohren und Wunden bzw. der verheilten Wundnähte (nach Kastration). Die Tiere werden kastriert, geimpft und gechipt vermittelt. Auch die Versicherungen und die Hundemarke können über den Club angemeldet werden, was auch super ist, da man rundum versorgt wird.

Ich möchte ergänzend zu dem Beitrag indem der Hund entlaufen ist mitteilen, dass es sich nun mal um Hunde handelt, die teilweise Schlimmes erlebt haben. Es ist einem Tier nicht zu verdenken, dass es abhaut und aggressiv wird, wenn es auf einmal eingepackt wird und nun bei einer Person ist, die es gleich „lieb haben“ muss. Würden wir uns so verhalten? Man muss nun mal damit rechnen, dass die Beziehung einfach nicht passt. Ich finde die Reaktion der Pfleger sehr lobenswert, es wurde sich immerhin bemüht, den Hund einzufangen und natürlich wird er mitgenommen, wenn Mensch und Tier nun mal unzufrieden sind, ist es doch das Beste! Es stand sogar das Angebot im Raum sich einen neuen Hund auszusuchen. Ich finde das alles nachvollziehbar. Auch ist es für mich verständlich, dass sich die Mitarbeiter nach dem beruflichen Alltag erkundigen. Immerhin soll ja vermieden werden, dass die Tiere wieder abgegeben werden und in seriöse, liebevolle Hände kommen – man sucht sich eben nicht mal einen Staubsauger aus. Und muss nun mal damit rechnen, dass nach Vermittlung bei einen erwachsenen Hund nicht alles rosarot aussieht und natürlich Komplikationen auftreten können, denen man gewachsen sein muss. Aber das ist meine Meinung.
Unser Hund war auch nervös und ängstlich und mit nur etwas Liebe und Geduld haben wir eine wundervolle Fellnase, die unser Leben jeden Tag bereichert. Ich würde mich nie mehr für ein Tier vom Züchter entscheiden. Auch mit dem Gedanken, dass es viele liebe Hunde gibt, die im Ausland in Tötungsstationen sitzen und hier im Deutschland ein zweites Leben geschenkt bekommen könnten. Die Nachbetreuung durch die Mitarbeiterin war genauso gut. Nach 3 Tagen riefen wir an und teilten mit, wie es dem Hund ginge und klärten noch entstandene Fragen, die auch alle beantwortet wurden.

Ich denke, wenn man einfach eine Kommunikation mit den Mitarbeitern möchte und ernsthaftes Interesse signalisiert und vor allem Zeit mitbringt, hat man eine super Rundum-Betreuung. Wir sind jedenfalls sehr zufrieden und meinen, dass die Hin-und Rückfahrt von insgesamt 12 Stunden es uns wirklich wert war. Das Tierheim hat unserer Meinung nach eine sehr gute Konzeption und die Beratung und Betreuung durch die Mitarbeiter war bei uns einwandfrei, so dass wir bei einem diesmal passenden Zweithund nochmal nach Kleve fahren würden.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Luna1984

Luna1984

11.11.2010 17:14

Hallo und erste Mal vielen Dank für die konstruktive Kritik und natürlich auch das Lob :) ich werde mich in den nächsten Berichten bemühen mehr allgemeine Informationen zu geben und Rahmenbidungen besser zu schildern. In diesem Bericht war mir aber eine sehr persönliche Meinung wichtig und es sollte eine Ergänzug zu Bericht von 2005 sein, daher verzichtete ich auf allgemeine Infos. Liebe Grüße

Cosmay

Cosmay

11.11.2010 14:11

Kitten spricht es schon an, ein paar weitere Details zum Tierheim-Prinzip, welches ja in der Tat außergewöhnlich zu sein scheint, wären wünschenswert gewesen.

Magistix

Magistix

11.11.2010 10:40

Sehr gut, wenn sich die Zustände dort gebessert haben. Vielleicht hängt, wie oft, das auch einfach an dem Mitarbeiter, an den man gerät..

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