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Nach Therapie sterbende Katze übergeben

1  08.10.2011

Pro:
keine

Kontra:
Oberflächlich

Empfehlenswert: Nein 

Trauer123

Über sich:

Mitglied seit:08.10.2011

Erfahrungsberichte:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 12 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Meine überalles geliebte Katze hat seit November 2010 ein Fibrosarkom zwischen den Schulterblättern bekommen.

Mehrere Tierärzte haben von einer OP eher wegen der hohen Rezedivrate von einer OP abgeraten. Durch Zufall bin ich durch eine Bekannte auf die Brachytherapie aufmerksam gemacht worden und mir wurde ein Tierarzt in München emprohlen, der eine Strahlentherapie bei Katzen anwenden würde.

Bei einem Beratungsgespräch wurde mir versichert das selbst die Größe des Sarkoms keine Rolle spielen würde, denn es war zwischenzeitlich sehr groß (11 x10x6 cm). Nach einer Ultraschalluntersuchung würde das Sarkom ca. 2 Drittel nur aus Zysten mit Blut und Wasser gefüllt bestehen laut dem behandelten Tierarzt. Die Katze hatte ein sehr gutes Allgemeinbefinden, hat gut gefressen, Körperpflege gut, und sie hat sogar gespielt und Mäuse gejagt.

Nach einer kurzen Bedenkzeit (2 Tage) meinerseit, bekam ich einen Termin, 2 Wochen später, für die Brachytherapie zugewiesen.

Am Tag der OP hatte meine Katze immer noch ein sehr gutes Allgemeinbefinden, es waren bis zum Vortag der OP keine Auffälligkeiten zu erkennen, sie hat voll gefressen und ist den ganzen Tag unten im Hof rumgelaufen, Mäuse jagen usw.....
Sie wurde am OP Tag um 10:00 Uhr operiert und ich wurde so ca. 13:00 Uhr telefonisch informiert, dass es der Katze gut gehe, die OP wäre gut verlaufen.
Sie bekommt jetzt eine Infusion, und später gehts zur Bestrahlung.

Mir wurde um ca 16:15 Uhr telefonisch mitgeteilt, dass die Katze jetzt bestrahlt wird und ich könne diese so ca. 1 Stunde und 25 Minuten später abholen, also machten wir uns auf den Weg um meine geliebte Katze abzuholen.

Leider war es Feierabendverkehr und auf den Autobahnen und in München bildeten sich einige Staus, so das wir so ca. 30 Minuten verspätet zur Abholung ankamen.

Der Bestrahlugsort war an einem ganz anderen Ort als die Praxis mit der OP war.
Als wir endlich die Örtlichkeiten gefunden hatten, stand vor der Türe die Tierarzthelferin mit meiner frischoperierten und bestrahlten Katze im Arm (nicht in der Transportbox).

Sie hat mir anschließend meine Katze überreicht, ich dachte sie wäre noch in Narkose von der Bestrahlung, weil sie bewegte sich nicht, hatte die Augen weit aufgerissen und blinzelte nicht. Der Tierarzt hat mir draußen auf der Straße noch kurz erklärt, sie hatten festgestellt, die Katze hätte starke Kreislaufprobleme und übergab mir noch ein Schmerzmittel, k e i n Kreislaufmittel, selbst auf meine Bitte, mir doch ein Kreislaufmittel mitzugeben, falls ich mit meiner Katze in der Nacht Probleme kriegen sollte, verneinte er, sie habe nach der OP eine Infusion bekommen da wäre ein Mittel dringewesen.
Sie ist sehr kalt und ausgekühlt, ich solle die Katze im Auto mit meiner Körpertemperatur wärmen. Was ich anschließend auch tat, er hat meine Katze in meinem Beisein nicht mehr untersucht noch angesehen, sondern ist mit seiner Helferin ins sein Auto gestiegen und gefahren.

Wir sind dann auch heim gefahren, meine Katze hat sich immer noch nicht bewegt, die Augen offen ohne zu blinzeln, macht nur kurz und sehr leise miau, als ob sie mich begrüßen wollte und sagte, endlich bist du da.

Kurz daraf so ca. 20 Minuten später ist sie in meinen Armen gestorben.

Es war der Horror, für mich, mitten in München alleine mit meiner überalles geliebten Katze. Es war einer der schlimmsten Tage in meinem Leben. Ich habe so viel auf mich genommen, extra 2 Wochen Urlaub für die Therapie, 6 x München fahren, es waren mehrere 100 Kilometer, und ein kleines Vermögen an Geld, die Therapie soll 1800 - 2200,- Euro kosten.
Meine Katze hat sich meiner Meinung nach bei der Übergabe, schon eindeutig in einem Sterbeprozess befunden.

Wir haben sie heute morgen im Garten begraben, sie tut mir so unendlich leid, ich weine nur noch.
Ich haben den Tierarzt angerufen und im gesagt, er hätte mir eine sterbende Katze überreicht, sie hätte sich nicht mehr bewegt.

Seine einzige Antwort war nur noch: Bei ihm hätte sie sich schon noch bewegt, sie hätte ihn sogar in den Finger gebissen. Außerdem hat sie keine Narkose für die Bestrahlung mehr bekommen, sie war auch so ruhig. Auch wenn er ihr noch ein Kreislaufmittel verabreicht hätte, hätte sie trotzdem sterben können. Das Kreislaufproblem musste wohl eine Ursache gehabt haben.
Meine Meinug ist, das wäre wohl seine Aufgabe gewesen, nach der Ursache zu suchen und mir nicht meine sterbende Katze zu überreichen und anschließen einfach zu fahren.

Jetzt ist unsere geliebte Katze tot, sie war der Mittelpunkt unserer Familie.
Sie war erst 7 Jahre alt.
Ich schreibe das alles hier, um die schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten, es wird mich noch sehr lange verfolgen.
B-Ch.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Queen500

Queen500

08.10.2011 17:22

mein Beileid. Kann Deinen Schmerz nachempfinden. LG Michael

hendi1908

hendi1908

08.10.2011 13:53

Ohje, das tut mir wirklich leid. Ein Tier gehört eben auch irgendwie zur Familie, vor allem wenn es lange dabei war. Aber du hast die Erinnerungen in deinem Herzen, LG :-)

Jenna87w

Jenna87w

08.10.2011 09:52

Tut mir sehr Leid für Dich. Das muss einfach schrecklich gewesen sein. Ich habe noch nie von so einem Verhalten eines Tierarztes gehört und finde, dass man solche Ärzte verklagen sollte. Denk an die schönen Zeiten zurück und behalte sie im Herzen bei Dir.

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