Tigerpython

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Vorstellung eines ungewöhnlichen Haustieres

4  04.11.2003

Pro:
Sehr sehr schöne Tiere

Kontra:
Viel Platz, werden sehr groß

Empfehlenswert: Ja 

X_T_C

Über sich:

Mitglied seit:27.08.2003

Erfahrungsberichte:7

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 26 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Dieser Bericht handelt von meinem 2 einhalb Jahre alten dunklen Tigerpython (Python molurus bivittatus). Sie heißt Khar und ist stolze 2,20 Meter lang. Jedoch ist sie noch lange nicht ausgewachsen, denn sie ist ein Junges von den größten Tigerpythons in ganz Deutschland: sie wird 7 Meter lang!
Und hier sind wir auch schon beim Thema. Ein Tigerpython ist ein wunderschönes Tier, aber nicht für Anfänger geeignet, allein schon wegen der Größe nicht.
Dieser Bericht soll das Leben mit einem Tigerpython in groben Zügen vorstellen. Ich werde versuchen, zu jedem Punkt etwas persönliche Erfahrung mit ein-fließen zu lassen

1.) Einige Fakten
2.) Verhalten
3.) Nahrung
4.) Haltung

1.) Einige Fakten
Die Art (mit mehreren Unterarten) ist in Indien und Burma verbreitet und lebt dort in wasserreichen Waldgebieten mit üppiger Vegetation. Der Zoofachhandel bietet Nachzuchten an, da die Einführung von Pythons verboten ist. Der Tigerpython ist eine Würgeschlange und vollkommen ungiftig, trotzdem ist sie schon in jungen Jahren in der Lage ist, einen Menschen durchaus zu verletzen.
Charakteristisch für diese Art ist die gefleckte Oberfläche, welche beim dunklen Tigerphyton wie der Name schon sagt dunkler ist, als bei den anderen.

Ich habe mit einer Albino-Kettennatter angefangen. Diese Schlange wird ca. 1,50 Meter und ist sehr pflegeleicht, daher ist sie gut für Anfänger geeignet. Nach dieser Schlange (die hat jetzt meine Ex-Freundin) bin ich in mein Zoofachhandel gegangen und wollte mir eine neue Schlange holen. Der Besitzer fragte mich nach dem Platz, den ich für eine Schlange zur Verfügung stellen könne. Ich zeigte ihm die Maße und er drückte mir eine dunkle Tigerpython in die Hand. Ich war sofort total begeistert, obwohl sie 150 DM bei einer Lange von 20 cm (!!!) gekostet hat.

2.) Verhalten
Der dämmerungs- und nachtaktive Python besitzt ein ruhiges Wesen und wird schnell zahm. Man sollte den Tigerpython als Jungtier kaufen, da er sich dann besser und schneller an den Halter gewöhnt. Im Hinblick auf die Größe der Schlange muss unbedingt von Anfang an sichergestellt sein, dass man auch das ausgewachsene Tier artgerecht halten kann.
Eine Schlange beißt nicht sofort zu, sie droht erst in Form von Fauchen, was durchaus mit dem einer Katze vergleichbar ist. Wie bei jeder Schlange orientiert sich der Tigerpython durch züngeln. Dabei werden Moleküle aus der Luft aufgenommen und im Gehirn verarbeitet, dies dient wie gesagt der Orientierung. Ab und zu kann es vorkommen, dass unsere Lieblinge Probleme bei der Häutung haben, d.h. sie häuten sich in Fetzen (Bei nicht adulten Tieren nicht üblich), um dem vorzubeugen, sprüh ich jedesmal meine Schlange mit Wasser ein, um die Häutung zu erleichtern. Bis die Schlangen groß genug sind, häuten sie sich am Stück, erst wenn sie ausgewachsen sind, häuten sie sich in Fetzen.

Ich muss sagen, dass mein Python eine ganz schöne Zicke ist (ich habe ein Weibchen). Heute zum Beispiel hat sie sich die ganze Zeit an der Terrariumscheibe rumgedrückt und eine Öffnung gesucht, weil sie unbedingt raus wollte. Es kommt aber auch vor, dass wenn ich sie rausnhmen will, sie dann anfängt zu fauchen und ihren Körper wegzieht. Sie ist wirklich sehr launisch. Was bei meinem Tigerphyton noch gefährlich ist, dass ist das Berühren am Schwanz. Khar ist sehr kitzelig und Pythons sind in der Lage, über ihren ganzen Körper hinweg zurück zum Schwanz zu schnellen. Das war bei mir Gott sei Dank noch nicht der Fall. Weiterhin ist es wichtig, dass man nicht zu schnelle oder zu hektische Bewegungen macht, das macht Schlangen und allgemein Reptilien aggressiv.

3.) Nahrung
Tigerpythons sind gute Fresser, sie fressen je nach Größe Mäuse, Ratten, Hamster, Meerschweinchen und Kaninchen. Der Tigerpython sieht die Welt nicht so wie wir, sondern er sieht Kälte- und Wärmeregionen. Durch das Züngeln und seinen Augen nimmt er seine Beute wahr. Deswegen darf man nur lebende Beute oder frisch getötete Tiere in sein Terrarium werfen. An tote Tiere geht er nicht dran.
Der Python schleicht sich an seine Beute ran und schlägt dann blitzschnell zu. Dabei würgt er seine Opfer, bis diese aufhören zu atmen. Bei jeder Ausatmung drückt der Python fester zu. Er hört erst auf, bis er keinen Puls mehr spüren kann. (Dabei können durchaus auch mal Augen platzen). Dann sucht er den Kopf und schiebt die Beute in sich rein. Dadurch wird er durch die Haare der Beute nicht am Fressen gehindert.
Man kann indirekt auf das Wachstum dieser Schlange Einfluss nehmen. Füttert man sie alle 2 Wochen, häutet sie sich jeden Monat, füttert man sie jeden Monat, häutet sie sich alle 2 Monate. Ich habe einen Fütterungszyklus von 3 Wochen, dann fütter ich 2 große Ratten. Füttert man sie zu oft, überfetten sie und sterben früh. Ein Tigerpython kann so 20 bis 30 Jahre alt werden.

Wichtig ist, dass man sich IMMER bevor man in das Terrarium greift, die Hände wäscht! Hat man vorher seinen Hund angefasst oder den Hasen der Schwester, ist man potentielle Beute für den Python. Das ist mir auch mal passiert. Sie hat mich zwischen Daumen und Zeigefinger erwischt und wollte sich um meinen Arm wickeln, unter Schock habe ich sie aus dem Terrarium gezogen und in die Ecke geschnickt. Worauf man auch achten soll, ist der Blutrausch der Schlange. Nach dem Füttern sollte man besser 3 Tage nicht mehr ins Terrarium greifen. Wieviel man füttert ist individuell, aber vorsicht, man kann Schlangen leicht überfüttern. Durch den Blutrausch fressen sie immer weiter, sie werden zu regelrechten Fressmaschinen. Ach ja wenn sie alt genug sind, dann könen die Haufen gut und gerne denen eines Menschen ähneln.

4.) Haltung
Das Terrarium für einen ausgewachsenen Tigerpython muss sehr stabil, 2,5 Meter lang, 1,2 Meter tief ung ungefähr 2 Meter hoch sein. Starke Kletteräste und ein ausreichend großes Wasserbecken zum Baden sind wichtig. Die Temperatur sollte tagsüber 30 bis 32 Grad betragen und nachts 6 Grad niedriger werden. Es ist wichtig, dass die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt, weil es ab hier lebensbedrohlich wird. Python sind poikilotherme Tiere, d.h. sie passen sich mit ihrer Verdauung und der Körpertemperatur an die Außentemperatur an. Das Terrarium sollte deshalb Wärmelampen und eine Wärmeschnur beinhalten, welche UNTER dem Terrarium gelegt werden sollte und nicht in das Terrarium, der Python könnte sich sonst verbrennen, da solche Wärmeschnuren sehr heiß werden können. Nimmt man die Schlange raus, sollte sie nicht zu sehr abkühlen.
Der Boden sollte aus Streu bestehen, welcher in regelmäßigen Abständen gewechselt werden sollte, da der Tigerpython sich sonst Milben einfangen könnte.

Ich habe bald vor für meinen Tigerpython die Hälfte meines Zimmers abzutrennen, um daraus ein Terrarium zu machen mit den Maßen 3X1,5X2. Ich werde eine Art Wasserfall mit Becken einbauen.

Wie gesagt ein Tigerpython ist ein wunderschönes Tier, aber man muss auch den Platz dafür haben. Es ist eine einmalige Anschaffung, da Terrarien sehr teuer sind. Mein momentanes Terrarium 1,5X60X60 hat 550 Euro gekostet. Aquarien können auf keinen Fall verwendet werden, denn sonst ist die Luftzirkulation nicht gewährleistet, welche unbedingt vorhanden sein muss, denn schlechte Luft setzt sich unten ab.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick geben...
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
aisstern

aisstern

02.06.2005 06:55

Ich finde den Bericht auch bischen übertrieben. Wir halten selber 5 Schlangen, darunter auch einen Python mulurus bivittatus. Unserer ist sehr friedlich. Wenn es nötig ist kann man ihn jederzeit aus dem terrarium herausnehmen auch nach dem Fressen.

speedtiger

speedtiger

28.05.2004 20:41

Habe seit fast 5 Jahren einenebenso alten Tigerpython... Ich schliesse mich dem Ersten Komentar an. Übertrieben. Riesenschlangen wachsen nach einer umgekehrt exponentiellen Funktion, d.h. wenn du einen Tiger auf 7m bringen willst, muss er im 1. Jahr über 3m haben... das kannst du bei einem 2,5Jahrigen 2,2m langen Tier vergessen. ansonsten würde ich moderat Füttern, sonst gibt´s schnell Platzprbleme.

pythonmichi

pythonmichi

23.01.2004 19:25

Hallo Leute, ich pflege nun seit gut 10 Jahren Repti`s. Unter anderem einen Tigerpython mit nun ca. 3,5m. So, nun MEINE Meinung zu diesem Bericht: Absoluter Mist, gut die hälfte ist völlig übertrieben und einfach nicht wahr. Nicht`s für ungut, ist wie schon gesagt meine Meinung MfG Pythonmichi

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