Heute will ich einmal über eines meiner Lieblings Spiele berichten. Tikal, ein Spiel das im Urwald gespielt wird. Mein Mann hat es damals gekauft, weil dieses Spiel auch zu zweit gespielt werden kann. Er liebt ja solche Spiele. Leider ist das Spiel in seiner Wertung gesunken, da er es noch nicht geschafft hat, seine „kleine, schadenfreudige, blonde Frau“ auch nur einmal zu schlagen. Wie gesagt ich liebe dieses Spiel.
Inhalt dieses Spieles:Das ist eigentlich schnell in kurzen Worten gesagt. Jeder Spieler ist der Leiter einer Expedition denn es gilt den Urwald zu erforschen und nach Tempel und Schätze suchen
Spielregeln:Jeder Spieler hat
1 Expeditionsleiter
18 Expeditionsteilnehmer
2 Camps
und bei jedem Zug 10 Aktionspunkte
Der älteste Spieler zieht eine Geländekarte und legt sie auf dem Spielplan an. Eine Geländekarte kann folgendes Motive haben: Urwald: Hier kann später ein eigenes Camp errichtet werden.
Tempel: Wer die meisten Figuren auf einer Tempel hat der bekommt die angegebene
Punktezahl.
Schatz: Dort sind Schätze vergraben, die es zu heben heißt.
Vulkan: Es gibt 3 Vulkantafel, also 3mal muss gewertet werden. Dabei werden alle Punkte
zusammengezählt.
.
Nachdem der Spieler seine Karte angelegt hat, stehen ihm seine 10 Aktionspunkte zur Verfügung. Er muss nicht alle verbrauchen. Der Rest verfällt.
Mit seinen Punkte kann er folgendes machen:Pro Figur die er einsetzt: 1 Punkt
Pro Steinplatte: 1 Punkt
Pro Tempelebene: 2 Punkte (bis zu 10 Ebene möglich)
Pro Schatz: 3 Punkte
Schatz zu tauschen: 3 Punkte ( Der Gegner darf den Tausch nicht ablehnen. Aber es dürfen Paare oder Drillinge nicht getrennt werden.)
1 Camp errichten: 5 Punkte
1 Tempel schützen: 5 Punkte ( Man muss die Mehrheit besitzen. Es können insgesamt nur 2
Tempel geschützt werden)
Auf jeder Geländekarte sind auch eine oder mehrere Steinplatte abgebildet. Diese zeigen an wie viele Aktionspunkte es kostet eine Figur von der einen Geländekarte auf die andere zu bewegen.Beispiel: Auf Karte A hast du 2 Spielfiguren die möchtest du auf die Karte B setzten. Nun zeigt Karte A an der Stelle wo sie mit Karte B in Verbindung liegt 2 Steinplatten an. Karte B zeigt an der Verbindungsstelle nur 1 Steinplatte an. So kostet der Übergang pro Figur also 3 Aktionspunkte. Sind aber auf A 0 und auf B 1 Steinplatte so kostet dies nur 1 Aktionspunkt. Wenn aber auf beiden Geländekarten keine Steintafel, an der Stelle wo sich beide Karten berühren, abgebildet sind so ist hier ein Übergang nicht möglich und man muss sich einen anderen Weg suchen. © dotscherl 8/01
Bei jeder Kartenanlegung sollte man sich überlegen wie komme ich am besten zu den Tempeln und Schätzen und mein Gegner, wenn möglich gar nicht oder nur über sehr teure Umwege.
Also jede Steinplatte kostet pro Figur je einen Aktionspunkt.Hat man sich überlegt mich welcher Figur man ziehen will, gilt es nun diverse Tempel zu besetzten. Jeder Tempel hat einen Grundwert. Am Anfang des Spieles beträgt dieser im Schnitt 1 oder 2 im späteren Verlauf erreicht der Grundwert sogar die 5.
Das bedeutet, habe ich mehr Figuren als mein Gegner ( die Figur des Expeditionsleiter zählt bei gleichstand doppelt) auf einer Tempelkarte so erhalte ich bei einer Wertungsrunde die Punkte die der Tempel anzeigt.
Um das Spiel interessanter zu machen, kann man die Tempel bis max. 10 Punkte aufwerten.
Diese Aufwertung kostet pro Punkt 2 Aktionspunkte.Wenn der ein oder andere Tempel entsprechend aufgewertet wurde, so wird früher oder später der oder die Gegner die Fühler ausstrecken und versuchen den Tempel für sich anzueignen.
Dies kann man verhindern wenn man den Tempel sichert, das hat zur folge der Tempel gehört dir und in jeder Wertung erhältst du die Punkte.
Um einen Tempel zu sichern benötigt man 5 Aktionspunkte und die Mehrheit an Spielfiguren auf diesem Tempel. Aber Achtung, hat man den Tempel für sich gesichert, so verliert man sämtliche Spielfiguren auf diesem Tempel. Diese Figuren dürfen im restliche Spielverlauf nicht mehr eingesetzt werden. Anders der Gegner, er darf seine Figuren behalten und weiter einsetzten. Eine Tempelbesetzung sollte also wohl überlegt sein.Auf den Geländekarten mit den Schätzen kann man max. pro Runde 2 Schätze heben. Dies erfordert aber auch pro Schatz eine Figur die sich dort befinden muss. Einen Schatz heben kostet pro Figur 3 Aktionspunkte.
Der Schatz besteht jeweils aus drei Teilen. Hat man ein Teil gehoben und der Gegner den zweiten Teil so kann man, insofern man einen anderen übrigen Schatzteil im besitz hat, diesen mit dem Teil tauschen das man benötigt.
Der Vorteil ist, hat man ein teil bekommt man bei der Wertung 1 Punkt, bei 2 gleichen Teile bekommt man 3 Punkte und bei allen 3 Teile bekommt man 6 Punkte.
Der Tausch kostet allerdings aber 3 Aktionspunkte.
Der Vorteil, der Gegner muss dem Tausch zustimmen und kann sich diesem nicht entziehen. Ausser er besitzt schon 2 oder gar 3 gleiche Teile, denn diese dürfen nicht mehr voneinander getrennt werden.Camp errichten.
Normalerweise beginnt man am Anfang an einer bestimmten Stelle, wovon es aus gilt den Urwald zu erforschen ( An dieser Stelle beginnt ein jeder Spieler und startet hier mit seinen Figuren ). Erreicht man im späteren Verlauf eine Geländekarte die leer ist oder eine auf der die Schätze schon abgeräumt sind, so darf man dort ein neues Camp errichten. Da dies hier dann ein eigenes Camp ist darf man nur selbst hier mit den Figuren starten und der Gegner muss sich eine eigene freie Stelle suchen. Der haken aber ist, ein Camp zu errichten kostet immerhin 5 Aktionspunkte und will wohl überlegt sein.
So kommt einer nach dem anderen dran bis jeder seine Aktionspunkte verbraucht hat.
Zur Wertungsrunde (insgesamt drei mal während des Spieles) kommt es wenn ein Spieler anstatt einer Geländekarte einen Vulkan zieht und diesen anlegen soll. Dieser Vulkan wird erst mal beiseite gelegt und der Spieler der dran ist macht seine Züge. Ist er damit fertig macht er seine Wertung, er zählt seine Tempelpunkte und seine Schatzpunkte zusammen und zieht seinen Stein in der Wertungsskala den Gesamtpunkten entsprechend voran. Dann folgt der nächste Spieler, er macht seine Züge und zählt alles zusammen, wobei dieser den Vorteil hat bei den Tempeln die sein Vorgänger schon beansprucht hat, wieder die Mehrheit zu erlangen um auch hier Punkte abzusahnen. Dann wieder der nächste bis alle Spieler durch sind.Wenn die letzte Geländekarte gezogen wird und angelegt wurde, dann gibt es eine letzte Wertungsrunde ( die 4. ).
Der Spieler mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.
Das Spiel ist von Ravensburger und wurde 1999 zum Spiel des Jahres gewählt.
Es hat bis Heute nichts von seinem reiz verloren und ist zum Teil noch besser als die Neuheiten der letzten 2 Jahre.Eine Spielrunde zu zweit dauert schon seine 60 bis 75 Minuten zu viert gar bis zu 2 Std.
Es kostet im Handel ca. 59 bis 69 DM.Es ist für2-4 Spieler und von 10-99 Jahren.
Fazit: Es macht großen Spaß und es ist genau das richtige um meinen Mann zu ärgern.
14.03.2006 17:57
Wunderbar verständlich, präzise und doch kurz beschreiben ! --------- Danke ! -------- Maria ----------
20.07.2002 13:54
Interessante Überschrift!!! Und bis auf die Rechtschreibfehlher ist auch der Bericht ganz gut! Liebe Grüße, Sam
06.06.2002 09:32
Hab das Spiel letztens zum ersten Mal gespielt, bin total begeistert! Sehr gut beschrieben.