Hallo Ihr Lieben,
Ich möchte Euch heute folgenden Roman vorstellen: "Timbuktu" von Paul Auster.
Dieses Buch gehört zu den Büchern, die wir irgendwann einmal bestellten, da wir positive Kritiken darüber lasen oder sahen. Es stand eine Weile im Bücherregal, bis es von mir gelesen wurde ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Christin78 über Timbuktu / Auster, Paul 18. April 2005
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
durchschnittlich
Unterhaltungswert:
sehr hoch
Spannung:
sehr spannend
Humor:
kein Humor
Aufmachung:
sehr schön
Pro:
Gefühlvoll geschrieben, nachvollziehbare Handlung der man von Anfang an folgen kann, sympathische Charaktere, spannend, traurig, unterhaltsam
Kontra:
nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo Ihr Lieben,
Ich möchte Euch heute folgenden Roman vorstellen: "Timbuktu" von Paul Auster.
Dieses Buch gehört zu den Büchern, die wir irgendwann einmal bestellten, da wir positive Kritiken darüber lasen oder sahen. Es stand eine Weile im Bücherregal, bis es von mir gelesen wurde und dieses geschah letzte Woche, heute möchte ich Euch meine Eindrücke ein wenig näher bringen, die ich von diesem Buch habe.
Zuerst ein paar technische Daten, bevor ich Euch etwas über den Autor, den Inhalt und meiner Meinung erzählen möchte. Vor mir liegt eine Taschenbuchausgabe des rororo Verlages mit 190 Seiten, wir haben 7,50 Euro bezahlt und es halt folgende ISBN: 3-499-22882-3.
Paul Auster wurde 1947 in Newark, New Jersey geboren. Er studierte an der Universität Anglistik und Literaturwissenschaften und verbrachte nach seinem Studium einige Jahre in Paris. Paul Auster ist heute mit der Schriftstellerin Siri Husvedt verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in New York. Wie immer nur ein paar Angaben, wer möchte über diesen Autor erfahren möchte, wird mit Sicherheit im Internet fündig.
Der Protagonist dieses Buches ist Mr. Bones. Mr. Bones ist ein Hund und lebt mit seinem Herrchen Willy G. Christmas auf der Straße. Willy ist ein Poet, der jedoch nie etwas veröffentlicht hat. Mr. Bones ist ein Mischling und aus seiner Sicht wird die Geschichte auch hauptsächlich erzählt. Willy ist schwer krank und seine Tage auf dieser Welt gezählt. Die letzte Reise von Willy und Mr. Bones führt sie nach Baltimore, dort hat Willy seine schriftstellerischen Aufzeichnungen in einem Schließfall untergebracht und dort lebt eine ehemalige Lehrerin und Vertraute Willies, bei der er Mr. Bones unterbringen möchte, denn dieser wäre vollkommen alleine, wenn Willy nicht mehr unter den Lebenden weilt.
Der Leser erfährt sehr viel, über den Weg den Willy gegangen ist bis er auf der Straße landete und die Gründe dafür. Wir werden eingeweiht in das Leben eines Obdachlosen, mit seinen negativen Seiten, aber auch ein paar positiven Seiten. Wir bekommen zu lesen, wie intensiv das Verhältnis zwischen Mensch und Hund sein kann.
All das was Mr. Bones weiß hat er von Willy erfahren und Mr. Bones wird uns als sehr intelligent dargestellt, liebevoll nennt ihn Willy "Bonesy"
Willy befindet sich auf dem Weg nach Timbuktu, das Land in dem es keinen Kummer gibt, in dem die Hunde sprechen können.
Natürlich besteht hierbei die Frage, ob Willy seine alte Lehrerein, Mrs. Swanson findet bevor er nach Timbuktu geht, ob er Mr. Bones untergebracht bekommt, oder ob Mr. Bones nach Willies Ableben ganz alleine und auf sich gestellt sein wird. Und natürlich die Frage ob Willy überhaupt nach Timbuktu geht, oder ob ihm noch geholfen werden kann. Mehrmals im Buch, gerade ziemlich zum Anfang wird dem Leser vermittelt, das Willy von Mr. Bones gegangen ist und im nächsten Kapitel lebt Willy noch und Mr. Bones irrte sich, so was erhöht natürlich die Spannung. Auf diese Fragen werde ich natürlich keine Antwort geben, denn so würde ich die Spannung nehmen und das möchte ich ja nicht.
Ihr solltet alleine herausfinden, ob Mr. Bones ein Waise wird und sich alleine durchschlagen muß, ob er ein schönes neues zu Hause und somit auch ein neues Herrchen bekommt, oder ob Willy vielleicht doch weiter lebt und er zusammen mit Mr. Bones neue Abenteuer bestreitet und neue Herausforderungen meistert.
Eigentlich liest sich dieses Buch sehr einfach, man steht mitten in der Handlung und fühlt sich mitgezogen. Ich stockte nicht während des Lesens, mußte nichts nachlesen, weil ich es beim ersten Lesen nicht verstand. Es kommen kaum Fremdwörter vor und ich möchte den Text einfach als Erzählfluß bezeichnen. Oftmals hat man bei Romanen das Problem, das man Ewigkeiten braucht um in die Handlung einzutauchen, das man keine Vorstellung von gewissen Charakteren hat und die Handlung irgendwie verschwommen erscheint. Das alles ist in dem Roman "Timbuktu" nicht der Fall. Sehr gut gefällt mir auch die Erzählweise aus der Sicht eines Hundes, die doch sehr vieles anders darstellt, als man es selber sieht. Natürlich ist dieses Buch sehr spannend, denn ich wollte unbedingt wissen, wie das Leben von Mr. Bones verläuft und ob es zusammen mit Willy geschieht. So habe ich mich auch dabei ertappt, das ich beim Umblättern die Seite nach bestimmten Wörtern überflog, die auf meine Fragen Antwort geben könnten, bevor ich die Seite komplett las. Das mache ich eigentlich nur bei besonders spannenden Büchern.
Neben all der Spannung, fand ich dieses Buch auch sehr traurig und es kann einen schon sehr mitnehmen. Es ist mit eines der traurigsten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Denn es zeigt unter anderem auf, das nicht alles so verläuft wie man es sich vorstellt und das man das Leben nur begrenzt planen kann, man sollte nie aufhören für sich zu denken und zu entscheiden und sein eigenes Leben nie komplett in die Hände eines anderen legen, aus Faulheit selber zu denken und Entscheidungen zu treffen. Ein großes Thema neben der Mensch-Hund-Beziehung ist auch die Freiheit. Was bedeutet es frei zu sein und ist ein Mensch bzw. ein Hund überhaupt jemals frei? Beim Hund bzw. Tier würde ich sagen das sie selten bzw. nie frei sind wenn sie mit dem Menschen zusammenleben und ob ein Mensch frei ist und wann er frei ist, ist wohl zu umfangreich es auseinander zu nehmen, um es hier zu erläutern. Und ich denke, man kommt da auch gar nicht auf eine allgemeingültige Lösung. Auch wird dem Leser vermittelt, das nie alles perfekt ist und das es immer Abstriche geben wird. Das was man an dem einen Leben vermißt hat man dann in einem anderen und dort vermißt man vielleicht etwas was man in dem Leben zuvor hatte, was man aber aufgeben mußte um das zweite Leben zu führen. Ich glaube solche Erkenntnisse können dem Menschen sehr helfen. Denn wie oft beschwert man sich doch, das man dies und jenes nicht hat. Und wenn man es dann hat, ist man auch nicht wirklich glücklich und findet sofort wieder etwas was man gerne hätte.
Mein Fazit, natürlich werde ich dieses Buch weiter empfehlen, denn es beinhaltet eine nachvollziehbare und logische Handlung, es ist spannend, sehr unterhaltsam, traurig und man kommt zu neuen Erkenntnissen und vorhandene werden gefestigt. Zumindest ging es mir so. Ich wollte unbedingt wissen wie sich das Leben von Mr. Bones und Willy weiter gestaltet und entwickelt. Ich habe mitgefühlt und sehr oft die treuen großen Augen von Mr. Bones vor mir gesehen. Ich vergebe die komplette Sternchenzahl und spreche wie schon erwähnt eine Empfehlung aus.
Pro: mal ne andere perspektive Kontra: grundlegend überromantisiert
...solcher Poet wie Willy von Timbuktu träumt, seinem Paradies hinter einer großen Wüste. Auch Mr. Bones träumt davon und er möchte mit seinem Herrchen, wenn es denn stirbt und es sieht ganz dannach aus, genau dort hin gehen. Paul Auster hat ein wunderschönes Buch geschrieben, mit dem ich mich die ersten Seiten nicht anfreunden konnte. Aus der Sicht einens Hundes! Das ist eine Aufgabe. Hochachtung. Auster meistert sie bestechend. Ich bin froh diesen ...
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...ist es, sein Herrchen in Timbuktu wiederzusehen wo laut Willy das Leben nach dem Tod weitergeht. Mr. Bones macht sich also auf um ein neues Herrchen zu finden, doch der Hund muss feststellen, dass das Leben ganz schön kompliziert sein kann und nicht jeder ihm etwas Gutes will. Nach und nach verliert er so seinen Lebenswillen und macht sich auf um auch nach Timbuktu zu kommen... Der Autor beschreibt Mr.Bones mit vielen menschlichen Zügen, dadurch ...
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Pro: intelligent erzählt Kontra: teilweise zu abgehoben
Paul Auster ist mein absoluter Lieblingsautor. Ich schätze seinen intelligenten, kurzweiligen Erzählstil und sein Auge für die phantasievolle, ansprechende Story, als Beispiele zu nennen sind die "New York Trilogy" oder "The Invention of Solitude". Mit "Timbuktu" allerdings hat Auster mich enttäuscht. Bisher gab es in all seinen Büchern gewisse Längen, die aber dennoch ihren Anteil an der Erzählung hatten. Bei "Timbuktu" aber geraten die Teile, die ... ...Folge, daß das Buch steckenweise (z.B. die langen Ausführungen Willys zu Beginn) fast langweilig wird. Das war bei Auster bisher noch nie der Fall. Die Idee des Buches, nämlich die Beobachtung menschlichen Verhaltens und Miteinanders aus der Sicht eines Hundes, ist ansprechend und wird auch durchaus überzeugend umgesetzt, aber Auster gerät hier zum ersten Mal in die Sackgasse des zu Akademischen. Natürlich unterliegt ein Autor dem Drang, nachdenkliches ...
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Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich
22.03.2000
Originelle Idee Bewertung fürTimbuktu / Auster, Paulvon
wertj
Pro: - Kontra: -
Auch Paul Auster gehört noch zu den Autoren, die richtig erzählen können. Das merkt man immer dann, wenn man mit
der Hauptperson eines Buches lachen und weinen kann, mit ihr mitfühlt, durch dick und dünn gehen würde. Genau dies ist
in Austers Roman „Timbuktu" der Fall, der ungewöhnlichen Geschichte zwischen Herr und Hund. Das Besondere: Die
Hauptperson ist in diesem Buch der Hund, Mr.Bones. Er lebt mit dem „Penner" Willy auf der Straße. Willy ... ...Mr.Bones die Welt, und der Hund hört gern zu, wenn er über Gott und die Welt philsophiert. Als Willy eines Tages auf
der Straße stirbt, muß Mr.Bones sich ganz alleine duchschlagen. Sein „neues Herrchen" ist ausgerechnet der kleine Sohn
eines chinesischen Kochs. Und das, obwohl Willy ihn doch davor gewarnt hatte, schließlich kann man dort schon einmal
auf dem Teller landen... Letztlich aber schlägt er sich durch, in seinem Hundeherz nur die bange ...
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„Krambambuli“ modern, verlegt ins Amerika der neunziger Jahre – und doch ganz anders.
Der Protagonist Mr. Bones ist ein kluger, aber verwahrloster, verfilzter Hund und hat es aufgrund seines ungepflegten Äußeren nicht einfach, sich nach dem Tod seines Herrn, eines New Yorker Penners, durchzuschlagen und den Bauch vollzukriegen, einfach zu überleben. Aber er ist gescheit und lieb, gelehrt von den vielen Selbstgesprächen seines früheren Besitzers, ...
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Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
hilfreich
04.01.2000
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