Produktbewertung des Autors:
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einfache Handhabung |
| Kontra: |
das Ergebnis |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Das persönliche Anschreiben meiner Be-WERBUNG
Unzählige Ratgeber zum Thema „Bewerbungen schreiben“ habe ich inzwischen gelesen. In jedem dieser Ratgeber ist natürlich auch die Rede vom „persönlichen Anschreiben“, das Du individuell für jede Bewerbung (jedes Unternehmen, jede Position) erstellen und quasi als Deine Visitenkarte lose (nicht eingeheftet!) in die Mappe auf die üblichen Bewerbungsunterlagen wie Lebenslauf, Zeugniskopien und Seminarbescheinigen (wenn relevant!) legen sollst.
Alle Autoren weisen darauf hin, dass dieses „persönliche Anschreiben“, nun, eben persönlich sein soll. Und es soll, zusätzlich zu allen im Stellenangebot geforderten und Deinen geschickt im Anschreiben untergebrachten Kompetenzen, dem Leser (Personalchef) auch ein wenig Deiner Persönlichkeit vermitteln.
Und natürlich fehlt in keinem dieser Ratgeber der Hinweis, dass dieses „persönliche Anschreiben“ wie ein Brief aufgebaut sein sollte, der folgende Bestandteile hat:
- Absender
- Empfänger
- Betreff (ohne das Wort „Betreff“ zu schreiben)
- Anrede (statt „Sehr geehrte Damen und Herren“ nach Möglichkeit einen konkreten Ansprechpartner mit Namen nennen: „Sehr geehrte Frau Personalchefin“
- Einleitung („... in Ihrer Stellenanzeige ....“)
- Hauptteil 1 („ich stelle mich vor“ (das mach’ ich gerade und das kann ich)
- Hauptteil 2 („warum ich diesen Job in Ihrem Unternehmen will“ oder es kommt nur der Hinweis: „Stellen Sie einen Bezug zur ausgeschriebenen Position her.“)
- Schlußteil („Über die Einladung zum Vorstellungsgespräch...“)
- Verabschiedung („Mit freundlichen Grüßen“)
und über die Länge einer DIN A4- Seite nicht hinausgehen sollte. Über diesen Text-Umfang solltest Du deshalb nicht hinausgehen, weil Dir sonst möglicherweise vom Leser unterstellt wird, Du könntest bei Deiner Argumentation für Dich selbst „wichtige, weil relevante“ Informationen nicht von „unwichtigen“ trennen und würdest keine Prioritäten setzen.
Und oftmals war’s das dann auch, was die Autoren Dir über das wirklich wichtige „persönliche Anschreiben“ vermitteln, bevor sie zum nächsten wichtigen Bestandteil, dem Lebenslauf, übergehen.
Gut, einige erwähnen noch, dass Du statt der sogenannten „Ich-Botschaften“ lieber „Sie-Botschaften“ einsetzen sollst – also statt „Ich kann einen 5000qm Rasen in Nullkommanix mähen.“ sollst Du schreiben: „Sie suchen einen Mitarbeiter, der sich in Schnelligkeit und Leistung insbesondere dadurch hervor tut, dass er den Rasen des Firmengeländes blitzschnell mähen kann. In meiner jetzigen Position als Rasen Manager ist neben den von Ihnen geforderten Kriterien auch die Gründlichkeit sehr wichtig, für die ich in unserem Unternehmen bereits zum 4.Mal in Folge mit dem Preis „Rasenmähermann des Jahres“ ausgezeichnet wurde.“.
Und in einigen Ratgebern findest Du dann wenigstens zwei oder drei Anschreiben, die sich nicht wie der 08/15-Standardbrief anhören, vor denen in eben jenen Ratgebern ja „gewarnt“ wird. Und möglicherweise kannst Du Dich und Deine (berufliche) Persönlichkeit in ihnen „wiedererkennen“ und somit einige Passagen aus den Muster-Anschreiben für Deine eigenen, individuellen verwenden.
Natürlich ist es extrem schwierig, in solchen Ratgebern in die Tiefe zu gehen, da diese Ratgeber für ALLE „Zielgruppen des Buches“ (alle Jobsuchenden) hilfreich sein sollen und jedem klar ist, dass jeder Beruf, jede Branche, jede Firma seine/ihre eigene Sprache hat. Ein Anschreiben von einem Ingenieur der Mannesmann AG wird anders „persönlich und individuell“ klingen müssen, als das einer Buchhalterin eines Bauunternehmers. Und das Anschreiben einer Produktmanagerin im Bereich Marketing/Vertrieb liest sich natürlich anders als das eines Monteurs, das der Wertpapierhändlerin der Stadtsparkasse anders als das eines Grafikers. Und ein angehender Azubi wird sich anders darstellen als ein Jobsuchender mit umfangreicher Berufserfahrung.
Ähm, ja, jetzt wo ich Euch diese Erklärung geschrieben habe, leuchtet mir das natürlich selbst auch ein, und es tut mir fast leid, dass ich über die mit „allgemein gültigen Tipps zur Erstellung eines persönlichen Anschreibens“ gefüllten Ratgeber gemeckert habe, wo die es doch aus oben genannten Gründen so schwer haben.
Ich habe es aber auch schwer. Ich habe nämlich auch nach dem x-ten Ratgeber immer noch kein individuelles, persönliches Anschreiben für meine Bewerbungen. Und mir ist klar:
Der Personalverantwortliche des Unternehmens muss bereits beim Lesen meines 1-seitigen „Werbebriefes in eigener Sache“ davon überzeugt sein, dass ich über die wichtigen Kenntnisse & Fähigkeiten verfüge, die er in der Stellenanzeige fordert und dass ich diese sogar womöglich übertreffe und durch sie einen wichtigen Beitrag zum (weiteren) Erfolg des Unternehmens leisten kann. Nur wenn der Leser von seinem (Unternehmens-)Vorteil überzeugt ist, wird er sich eingehend mit meinen Unterlagen beschäftigen.
Im Internet findet sich zum Glück ALLES. Informationen zum Thema „persönliches Anschreiben“ in einer Anzahl, die mich fast erschlägt. Die Vielfalt ist nicht ganz so berauschend. Hier finden sich auf vielen Seiten wieder die „allgemeinen Tipps“ (ja, ich weiss, die haben’s auch schwer). Und es gibt hunderte von Firmen, die mir anbieten, gegen entsprechende Bezahlung das Anschreiben für mich zu verfassen. Gegen Aufschlag auch mit 48-Stunden-Service. Die habe ich nicht getestet, aber etwas, was ich auch im Internet gefunden habe und das mir kostenlose Hilfe versprach.
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Das persönliche Anschreiben als Textbaukasten online (kostenlos) von: Focus online
Zu finden unter: http://focus.msn.de/D/DB/DBV/DBV22/DBV22E/dbv22e.htm
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Die Einleitung
wirkt auf mich wie ein Hafen nach langer Irrfahrt „auf der See der Ratgeber“: Denn hier ist die Rede davon, wie schwierig es ist, ein persönliches Anschreiben zu formulieren - und das mir diese Arbeit abgenommen wird, und ich nur einige persönliche Daten wie meine Berufsbezeichnung, besondere Kenntnisse und ähnliches eingeben muss. Und dann erscheint auf Knopfdruck ein persönliches, ganz individuelles Anschreiben, das ich als Muster verwenden kann.
Dieses Anschreiben ist sogar ausdruckbar - der Hinweis auf die Internetseite kann durch die entsprechende Einstellung im Browser beim Ausdrucken vermieden werden (wird in der Einleitung auf der Internetseite sehr einfach erklärt). Natürlich wird darauf hingewiesen, dass dieses Muster hilft, Fettnäpfchen zu vermeiden und Klippen zu umschiffen (na, das passt ja nach der Irrfahrt :-), aber keine Garantie auf einen neuen Job beinhaltet.
Macht nix. Hilfe tut auch ohne Garantie schon mal gut.
Diese Hilfe werde ich jetzt mal in Anspruch nehmen – und Ihr seid sozusagen live dabei :-)
In Eurer Begleitung werde ich also jetzt das Anschreiben erstellen, um mich als Produktmanagerin auf eine Stellenanzeige aus der FAZ vom 11.06.04 zu bewerben. Das Unternehmen ist ein Versandhaus und sucht einen Produktmanager, der bereits im Bereich Dialogmarketing gearbeitet hat und sich mit der Gewinnung von Neukunden und deren gesonderte Behandlung auskennt, damit aus den Neukunden Stammkunden werden.
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Eingabemaske für: der erste Satz des Anschreibens (eine Maske für den Betreff gibt es nicht)
In der ersten Eingabemaske habe ich die Möglichkeit, zwischen „10 vorgefertigten Varianten“ für den 1.Satz zu wählen, die ich ggf. durch meine Eingaben ergänzen muss. Die Varianten berücksichtigen dabei, ob es sich um eine ausgeschriebene Stelle handelt, ob es eine Initiativ-Bewerbung ist, ob Du bereits mit dem Unternehmen telefoniert hast, um Dich näher zu informieren... Also das klingt schon mal ganz gut und so, als ob die von Focus es nicht „ganz so schwer“ wie die Autoren der Ratgeber-Bücher hätten :-)
Die „Satz-Bauteile“, die zur Verfügung stehen, klingen allerdings alle ziemlich langweilig und sehr konservativ. Ich klicke den Satz: „Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen und möchte mich Ihnen als (EINGABE) Produktmanagerin vorstellen.“ an – und hoffe, dass dieser Satz im fertigen Text nicht exakt so erscheint, sondern von diesem schlauen Programm – vielleicht passend zu den weiteren Angaben – formuliert wird.
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2. Eingabemaske für: „Die derzeitige Tätigkeit“. Jetzt werden 8 Antwort-Möglichkeiten genannt, um den aktuellen Job (Aufgaben) darzustellen.
Ich entscheide mich für die Antwort: „In meinem jetzigen Beruf als Produktmanagerin habe ich folgende Aufgaben übernommen: (EINGABE) Die Produkt- und Werbemittelkonzeption und deren Umsetzung, sowie das Briefing an und die Führung von Werbeagenturen.“
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3. Eingabemaske, um den Bezug zur neuen Stelle herzustellen und zu dieser neuen Stelle passende Kenntnisse und Fähigkeiten hervorzuheben. Wieder 8 Antwort-Möglichkeiten.
Diesmal nehme ich: Ich verfüge über Erfahrungen in (EINGABE) der Neukunden-Gewinnung unter Einsatz unterschiedlicher Werbewege und bin in meinem Bereich auch für die Follow-up-Massnahmen, insbesondere die Auswahl geeigneter Produkte und den Einsatz der Werbemittel verantwortlich.“
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4. Eingabemaske, in der ich nun für die neue Stelle wichtige berufliche Stationen und Weiterbildungen aufführen soll. 8 Möglichkeiten.
Da die Dialogmarketing-Seminare von Herrn Vögele in allen Dialogmarketing-Unternehmen einen ganz besonders guten Ruf haben, werde ich die natürlich erwähnen und damit deutlich machen, dass ich den Worten des Dialogmarketing-Gottes gelauscht habe – deshalb klicke ich diesen Satz an: „Ich habe an (EINGABE) den Seminaren „Direktmarketing I-III“ von Herrn Vögele teilgenommen und mich so zusätzlich qualifiziert.“
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5. Eingabemaske für „Sonstige Fähigkeiten / Soft Skills“ (hier muss ich mich ohne Erläuterung am Beginn der Maske durchschlagen. Aber Ihr seid ja bei mir :-)
Da es zum einen Antworten zu Sprach- und EDV-Kenntnissen gibt, zum anderen aber auch zur Mobilität und besonderen Stärken, werde ich hier jetzt folgende Sätze anklicken: „Sichere (EINGABE) Englisch-Kenntnisse bringe ich selbstverständlich ebenso mit wie sichere PC-Kenntnisse.“ UND „Ich habe gelernt, auch in Stress-Situationen oder unter Termindruck erfolgreich zu arbeiten.“
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6. Eingabemaske für: Gehaltswunsch (hier wird darauf hingewiesen: Nur erwähnen, wenn ausdrücklich gewünscht). Da es in der Anzeige aus der FAZ nicht stand, überspringe ich diesen Schritt.
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7. Eingabemaske mit 4 Möglichkeiten zum „Eintrittstermin“. Diese Möglichkeiten finde ich alle sehr ungeschickt formuliert und noch schlimmer als die der vorherigen Eingabemasken, aber ich weiss ja nicht, ob dies nur „vereinfachte Antworten“ sind, die im „fertigen Anschreiben“ anders formuliert werden...
Gut, ich klicke an: „Bei einem regulären Wechsel stehe ich ab den (EINGABE) 01.01.05 zur Verfügung.“
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8. Eingabemaske: Der Abschluss. Eine der 8 Möglichkeiten ist tatsächlich: „Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Hier könnten wir dann gegebenenfalls weitere Details wie Eintrittstermin und Anfangsgehalt besprechen.“ Selbstbewußt soll mein persönliches Anschreiben schon sein – aber das ist ganz schön heftig...
Deshalb wähle ich die langweilige Variante: „Weiterführende Aspekte würde ich gerne in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen klären.“. Das „klären“ stört mich, ich nehm’s jetzt aber trotzdem.
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In der 9. Maske gebe ich jetzt, aus Datenschutzgründen, einen falschen eigenen Absender und eine erfundene Firmenanschrift, eine Betreffzeile und eine Bezugzeile ein. Zusätzlich trage ich die Anrede des Ansprechpartners aus der Anzeige sowie Datum und Ort ein.
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und klicke erwartungsvoll auf den Vorschau-Button. Und gucke – nach nur wenigen Sekunden - genauso gespannt wie Ihr auf
das Ergebnis:
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Barbie Doll
Kenstrasse 44
12345 Plastikstadt
01234-987654
barbie@ken.com
Musterfirma GmbK & Co. KG
Frau Muster
Musterstr. 1
445566 Musterhausen
Plastikstadt, 18.07.04
Produktmanagerin für Ihre Neukunden-Gewinnung
FAZ vom 11.07.04
Sehr geehrte Frau Muster,
In meinem jetzigen Beruf als Produktmanagerin habe ich folgende Aufgaben übernommen: Die Produkt- und Werbemittelkonzeption und deren Umsetzung, sowie das Briefing an und die Führung von Werbeagenturen.
Ich verfüge über Erfahrungen in der Neukunden-Gewinnung unter Einsatz unterschiedlicher Werbewege und bin in meinem Bereich auch für die Follow-up-Massnahmen, insbesondere die Auswahl geeigneter Produkte und den Einsatz der Werbemittel verantwortlich .
Ich habe an den Seminaren „Direktmarketing I-III“ von Herrn Vögele teilgenommen und mich so zusätzlich qualifiziert.
Bei einem regulären Wechsel stehe ich für neue Aufgaben ab dem 01.01.05 zur Verfügung.
Weiterführende Aspekte würde ich gern in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen klären.
Mit freundlichen Grüßen
Anlagen:
Lebenslauf
Zeugniskopien
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Jaaahhhhh, hm, also... ganz nette Idee, dieser Baukasten-für „Das persönliche Anschreiben“, aber... Ich bessere erst ein mal den kleinen Fehler an Anfang des ersten Satzes aus und mache aus dem großen „In“ ein kleines „in“ direkt nach der Anrede. Und lese – fassungslos – den Rest noch einmal ganz gründlich...
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Meine Meinung:
Der erste Satz ist durch den Teil „... habe ich folgende Aufgaben übernommen:“ eine ziemliche Katastrophe (der erste Satz als Einleitung einer Aufzählung! Auweia!). Das klingt echt nicht nach einem freundlichen, kommunikativen Einstieg in einen „Werbebrief in eigener Sache“.
Die einzelnen Absätze sind absolut langweilig. Und zwei davon beginnen mit „Ich...“. Dabei habe ich doch aus den ganzen Ratgebern in Buchform gelernt, dass „Du-Botschaften“ angesagt sind.
Und wo ist denn eigentlich der Absatz mit meinen Englisch- und EDV-Kenntnissen ? Ist der „verloren“ gegangen, weil ich in dieser Maske (Maske 5) zusätzlich noch einen weiteren Satz angeklickt hatte? Soll ich dem Unternehmen also entweder nur von meinen Sprach- und EDV-Kenntnissen ODER den sonstigen Kenntnissen & Fähigkeiten (den sog. „Soft skills“) wie Belastbarkeit, Teamorientierung, Mobilität u.a. erzählen? Und das, wo in nahezu allen Stellenanzeigen sowohl zu den gewünschten Fremdsprachen- und EDV-Kenntnissen wie eben auch zu den sozialen Kompetenzen etwas gesagt wird? Okay, in den Bewerbungen, die ich in der letzten Zeit verschickt habe, habe ich weder Englisch- noch EDV-Kenntnisse im Anschreiben aufgeführt, weil ich dort zu wenig Platz hatte und sie in meinem Lebenslauf unter Sprach-Kenntnisse / EDV-Kenntnisse entsprechend mit dem Level bzw. den Anwendungsprogrammen, die ich beherrsche, genannt sind. Aber ich wundere mich bei diesem fertigen „Baukasten-Anschreiben“, da ich sie doch extra ausgewählt hatte.
In den holprigen Übergängen der einzelnen Absätze kann ich meine Persönlichkeit beim besten Willen nicht wiederfinden :-) Vielleicht – das gebe ich gerne zu – wäre das auch wirklich zu viel verlangt. Aber individuelle Formulierungen finde ich in dem Muster-Anschreiben auch nicht. Und dem Namen „persönliches Anschreiben“ wird dieser Brief wirklich nicht gerecht.
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Fazit:
Nett gedacht, aber schlecht gemacht. Immerhin ist die die Bedienung sehr einfach.
Vielleicht lassen sich für einige Absätze ein paar ganz passable Formulierungen erstellen oder Anregungen für eigene Formulierungen finden, wenn man sonst eher unbeholfen in der Formulierung von „Werbebriefen in eigener Sache“ ist, indem einfach andere Antwort-Möglichkeiten in den Eingabemasken von Euch gewählt werden, als ich es für dieses Beispiel getan habe.
Probiert es doch einfach mal aus, und erzählt mir von Euren Erfahrungen mit den „Baukasten“.
Hier nochmal der direkte Link:
http://focus.msn.de/D/DB/DBV/DBV22/DBV22E/dbv22e.htm
Mir ging es in erster Linie darum, Euch von dieser Möglichkeit zu erzählen, da sie sonst auf den Seiten von focus-online.de (Jobs & Karriere) ziemlich schwierig zu finden ist.
Allen, die bis hier durchgehalten haben: Herzlichen Dank für’s Lesen!
Auf Eure Kommentare bin ich sehr gespannt!
Viele Grüße,
Nicole Nightfishing (18.07.04)
PS:
In meinen anderen Berichten habe ich bereits erwähnt, dass ich aktuell auf Jobsuche bin (bzw. seit gestern kann ich sagen: war). Inzwischen habe ich 22 Bewerbungen verschickt (einige online, einige auf dem klassischen Postweg). Die Resonanz bisher: 7 Absagen (ohne Vorstellungsgespräch). 4 Vorstellungsgespräche (das letzte vorgestern) – mit 3 Zusagen. Und dies mit einem Anschreiben, das nur sehr wenig (oder gar nicht?) den üblichen Empfehlungen der Ratgeber entspricht. Weder formal noch inhaltlich.
Meine „formalen“ Sünden: Mein Namen steht oben zentriert in Großbuchstaben (Schriftgröße 18) mit einem Leerschritt zwischen jedem Buchstaben, drei Leerschritten zwischen Vor- und Nachnamen. Meine Anschrift (Strasse, Hausnr & PLZ, Wohnort) kommt zentriert in Schriftgröße 8 (!) in Großbuchstaben (Leerschritte wie beim Namen) unten als Fußzeile auf’s Blatt. Die Anschrift des Unternehmens schreibe ich in 12Pkt Schrift (und fett). Ebenso den Betreff. Den Text schreibe ich in Schriftgröße 10, die kleinste Schriftgröße, die gerade noch so anerkannt wird. Wenn ich dies nämlich nicht gemacht hätte, hätte ich den Text nie im Leben auf eine Seite bekommen. Wenn Ihr aber diese Minischrift nicht verwenden und doch einiges über Euch erzählen wollt, dass Ihr eine zweite Seite braucht (was ich Euch nicht empfehlen möchte), dann brecht – entsprechend einer goldenen Direktmarketing-Regel für wirklich erfolgreiche Werbebriefe! – die erste Seite mitten in einem spannenden Satz ab! Diesen spannenden Satz schreibt Ihr auf der nächsten Seite weiter. Dabei ist wichtig, dass dieses Satzende auf der Folgeseite nicht auch gleichzeitig das Ende eines Absatzes ist (damit nicht auf der Seite 2 in der ersten Zeile ein paar Worte stehen, denen kein weiterer Satz, sondern erstmal eine Leerzeile folgt). Mit diesem Trick werden Kunden bei Direktmarketing-Werbemitteln zum Weiterlesen der 2.Seite verführt :-)
Die inhaltlichen Sünden könnt Ihr selbst lesen (Namen und Anschriften habe ich Datenschutzgründen entfernt/verfremdet):
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Eine schöne Aussicht: Ihr Stellenangebot als Marketing-Managerin
Sehr geehrter Herr Muster,
gibt es etwas Schöneres und Wichtigeres als die direkte Kommunikation mit unseren Kundinnen und Kunden, um sie durch zielgruppenorientierte, wirkungsvolle Dialogmarketing-Aktionen immer wieder davon zu überzeugen, wie richtig es war, dass sie sich für unser Unternehmen und unsere Produkte entschieden haben?
Für mich nicht. Und für Ihr Unternehmen auch nicht, denn Ihr Stellenangebot als Marketing-Managerin für Ihren Online-Shop macht dies sehr deutlich.
Ihr Stellenangebot hat mich so begeistert, weil sich viele meiner bisher erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten bei den von Ihnen beschriebenen Aufgaben wirklich umfassend einsetzen lassen. Natürlich spielt auch Ihr Internet-Auftritt und der Produktbereich XXX eine starke Rolle, für den ich als ehemalige Mitarbeiterin eines Tochterunternehmens der ÖLKJ Holding natürlich ein besonderes Faible habe.
Ihre Unternehmens- und Aufgabenbeschreibung ergibt ein Bild, mit dem ich mich sehr gut identifizieren kann, denn durch meine Tätigkeit bei FIRMA ABC bin ich es gewohnt, in einem sehr temporeichen, dynamischen Umfeld zu arbeiten. Kundenorientiertheit und die Bereitschaft, für unsere Kunden mehr zu leisten, sind durch meine langjährige Arbeit im Hause XYZ sowie meiner jetzigen Aufgabe eine Selbstverständlichkeit für mich.
Und deshalb bin ich fasziniert von der Aussicht, in Ihrem Unternehmen eine neue Herausforderung anzunehmen – und mein Gefühl für erfolgreiche Direktmarketing-Aktivitäten und Kunden-Service gemeinsam mit meinen Kolleginnen & Kollegen leben und an Kunden weitervermitteln zu können.
Denn: TEAMGEIST & MOTIVATION werden bei mir groß geschrieben.
Seit nunmehr zwei Jahren arbeite ich als Produktmanagerin im Bereich Marketing eines Versandhandelshauses, das sich erfolgreich auf den Bereich Direktmarketing konzentriert.
Die Produkt- und Werbemittelkonzeption und deren Umsetzung, die Planung und Durchführung von Dialogmarketing-Aktivitäten unter Berücksichtigung unterschiedlicher Werbewege und Zielgruppen, die Produktentwicklung sowie das Briefing an und die Führung von Werbeagenturen bei der Werbemittelerstellung sind Teil meiner täglichen Arbeit.
Der permanente Dialog mit unserem Kundendienst-Team und externen Call-Centern, um immer direkt „am Kunden“ zu sein und alle Werbeaktivitäten verkaufsgerecht ausrichten zu können, die Analyse der Aktionen und die Initiierung erforderlicher Massnahmen wie z.B. die Festlegung von Follow-up-Angeboten, Konzepte zur Retourenquoten-Reduzierung und der Kündiger-Rückgewinnung, die Reaktivierung von inaktiven Kunden und das Fühlen des Pulses der Zeit gehören ebenso zu meinen Hauptaufgaben wie die Festlegung und Erreichung von wirtschaftlichen Zielen und die Erfolgskontrolle meiner Arbeit.
Wenn Sie daran interessiert sind, eine engagierte Mitarbeiterin kennen zu lernen, die es durch ihre langjährigen Direktmarketing-Kenntnisse in Handelsunternehmen gewohnt ist, profit- und kundenorientiert zu denken und zu handeln, dann rufen Sie bitte an.
Ich würde mich freuen, am Erfolg Ihres Unternehmens mitwirken zu können.
Einen schönen Tag wünscht Ihnen,
mit freundlichen Grüßen
Nicole Nightfishing
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Vielleicht seid Ihr gerade auf Jobsuche – falls Ihr Fragen habt, oder möchtet, dass ich Euer Anschreibe einfach mal „gegenlese“ (Unbeteiligte können viel unbefangener urteilen :-), dann schreibt mir das ins Gästebuch, damit ich Euch meine Emailadresse geben kann, okay? Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Jobsuche!
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