Titanic (Film)

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Das Schiff sinkt, so ein Mist!

2  07.08.2002

Pro:
Tricktechnik, Grundstory

Kontra:
Umsetzung, Hauptdarsteller

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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bboeck

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:577

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 156 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Liebe Leserinnen, lieber Leser,

im Jahr 1997 kam endlich der langersehnte Film „Titanic“ in die Kinos. Der Regisseur James Cameron hatte so viel Geld verpulvert wie vor ihm noch kein anderer. Dafür sollte dieser Film aber auch etwas besonderes sein, sowohl von der Tricktechnik her, als auch von der geschichtlichen Darstellung und natürlich auch der eingebauten Liebesgeschichte.

-----Anmerkung-----

Da dieser Bericht auf Wunsch (Widmung folgt weiter unten) von mir geschrieben wird und nur meine Meinung über den Film wiederspiegelt, obwohl diese vielen nicht gefallen wird, so bitte ich doch um objektive Bewertung des Berichtes, denn so sehe ich diesen Film.

-----Anmerkung Ende-----

Kommen wir zum Inhalt:

Nachdem ein Tauchteam endlich zur gesunkenen Titanic vorgedrungen ist, werden eine Fundstücke analysiert. Unter anderem findet man auch eine Zeichnung mit einer Widmung. Der Drang der Forscher führt schliesslich zu Rose deWitt (gespielt von Gloria Stuart). Die alte Frau fängt an in ihren Erinnerungen zu schwelgen und erzählt ihre Geschichte vom Untergang der Titanic.

Wir schreiben den 10. April des Jahres 1912, der Tag an dem die Titanic (welche als sicherstes Schiff der damaligen Zeit galt) ihre Jungfernfahrt nach New York antreten soll. Die Passagiere die sich an diesem Tag einfinden sind bunt gemischt. Von verarmtem Adel über das Großbürgertum bis hin zum kleinsten Tagelöhner sind alle vertreten. Unter ihnen auch Rose (nun gespielt von Kate Winslet), Passagierin der ersten Klasse. Sie reist zusammen mit ihrer Mutter Ruth (gespielt von Frances Fisher) und ihrem verlobten Cal Hockley (gespielt von Billy Zane). Auf der anderen Seite haben wir Jack (gespielt von Leonardo DiCaprio). Er ist Passagier der 3ten Klasse und darf sich mit unzähligen anderen auf einem der unteren Decks aufhalten. Zugang zu den Reisenden der 1. Klasse ist ihm absolut nicht gestattet. Doch Jack gibt nicht viel auf diese vorgeschriebenen Konventionen.

Und so lernt er eines Abends Rose kennen, diese steht gerade kurz davor, ihrem Leben ein Ende zu setzen, sie ist unglücklich über ihr bisheriges Leben. Und mit ihrem herrschsüchtigen Verlobten kommt sie auch nicht wirklich klar. Doch Jack gelingt es sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Und er zeigt ihr seine Sicht der Dinge, diese ist so viel einfacher und auch lebensbejahender als der Zwang dem Rose bisher erlegen war. Es kommt also wie es kommen mußte, die beiden verlieben sich ineinander. Von dieser Affäre erfährt natürlich auch ihr verlobter. Und dieser versucht nun alles in seiner Macht stehende um den „Pöbel“ zu beseitigen und in Mißkredit zu bringen. Doch die Versuche schlagen letztendlich fehl, denn Rose hält zu Jack. Allerdings wird er eingeschlossen und gefesselt.

Und dies geschieht kurz bevor die Titanic bekannterweise den Eisberg rammt. Von diesem Zeitpunkt an ändert sich das ganze Geschehen. Das Schiff ist schwer beschädigt und wird sinken, die ersten Rettungsmaßnahmen beginnen, auch wenn viele Passagiere es gar nicht wahrhaben wollen. Als erste trifft es die Personen der unteren Decks, diese haben kaum eine Chance um dem Untergang und somit dem sicheren Tod zu entkommen. Aber auch einige Personen aus den „höheren Kreisen“ verhalten sich wie die Tiere um ihre eigene Haut zu retten.

Ganz anders Rose, sie sucht Jack und es gelingt ihr auch ihn zu befreien, von ihrem verlobten hat sie sich losgesagt. Und jetzt geht es nur noch um die beiden und um ihre Liebe. Wenn sie es schaffen dieser Hölle des untergehenden Schiffes zu entkommen, dann gibt es nichts mehr was ihnen im Leben jemals noch etwas anhaben könnte.

Mehr gibt es nicht, hier endet die Inhaltsangabe.

Meine Meinung:

Herrjeh, was für ein Schmalz und was für eine überflüssige Grütze. Da hat James Cameron eine irrwitzige Summe ausgegeben um letztendlich nichts weiter zu präsentieren als eine aufgeblähte Liebesschnulze. Das ganze schön ummantelt mit dem tragischen Untergang der Titanic. Zwar sind die historischen Übereinstimmungen und auch die Rekonstruktionen des Schiffes mit all seinen Details schon beeindruckend, doch leider sind sie nicht mehr als eine Staffage für überflüssiges Zelluloid. So schön das alles auch anzuschauen ist, und so genial auch die Tricktechnik beim Untergang des Schiffes eingesetzt wurde, es ist leider nicht der Hauptplot. Und genau daran krankt meiner Meinung nach dieser Film. Etwas mehr Historie, etwas mehr über Beweggründe des Kapitäns, über den eigentlichen Unglückfall und genauere Zeichnung der Rettungsaktionen, sowie eine Beleuchtung der Versäumnisse, das hätte einen guten Film geben können. Doch hier wurde eiskalt auf Romantik und Kitsch gesetzt, und somit verliert der Film absolut jegliche Ernsthaftigkeit in meinen Augen. Dazu kommt noch, das die Geschichte selbst, viel zu langatmig und auch sehr langweilig erzählt wird. Das Liebesgeplänkel zwischen zwei fast erwachsenen Teenagern, verlegt in eine andere Zeit und beleutet unter gefährlichen Grundvoraussetzungen, sorry, das hab ich anderswo wirklich schon besser und weniger melodramatisch gesehen. Diese Liebesgeschichte passt für mich einfach nicht zu dem Film.

Die Schauspieler geben natürlich ihr bestes, insbesondere Kate Winslet weiss zu gefallen. An ihr habe ich nichts auszusetzen, sie ist süß und teilweise recht unbedarft. Und man nimmt ihr die Adelsperson durchaus ab. Gegen Ende des Filmes neigt sie ein wenig zum Overacting, doch das wird wohl eher die Schuld des Drehbuches sein. Und dann hätten wir auch schon Mr. DiCaprio. Konnte er doch in frühen Filmen durchaus einiges an Talent unter Beweis stellen, so verkommt er hier einfach nur noch zum Teenieschwarm für arme. Seine gesamte Darstellung und sein Auftreten wirken für mich absolut indiskutabel schlecht. Ich habe mich wirklich gefragt was dieser Junge in diesem Film zu suchen hat. Da hätte man eine durchaus bessere Besetzung finden können. Wohingegen die sonstigen Rollen wirklich gut besetzt sind, sei es nun Billy Zane oder auch Katy Bates, hervorragende Darsteller die ihre Sache wirklich gut machen. Der eigentliche Star ist und bleibt natürlich das Schiff selber. Und dieses ist wirklich beeindruckend. Welch ein Prachtbau und welch ein Aufwand um dieses wieder neu zu beleben. Die Tricktechnik ist wirklich vom allerfeinsten. Die Altersfreigabe von 12 Jahren geht durchaus in Ordnung. Jüngeren sollte man den Film allerdings auch wirklich nicht zumuten.

Mein Fazit:

Ein Film der für viele sicherlich ein absolutes Meisterwerk darstellt, für mich allerdings nicht. Es mag sehr wohl eine nette Unterhaltung sein, mir ist er insgesamt einfach zu langatmig, zu langweilig und von der Hauptstory her einfach zu plump und dumm. Wäre diese nicht so ausgewalzt, so hätte es ein wirklich guter Film werden können, doch so bleibt für mich nur ein sehr fader Nachgeschmack übrig.

Ich spreche keine Empfehlung aus und vergebe auch nur 2 Sterne.

Es gibt diesen Film auf Video und auch auf DVD.

Vielen Dank fürs Lesen.

Wer Tippfehler findet darf damit nen Eisberg nachbauen.

Respect all Colours

P.S.: Liebe Sylvie, wie gewünscht und durch Dich inspiriert, hier also meine Sicht dieses Machwerkes. Ich hoffe Du steinigst mich jetzt nicht.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
HansGruber

HansGruber

04.06.2011 21:18

genau sio sieht es aus!! gruss hans

nadine1978

nadine1978

07.12.2009 21:02

Endlich mal jemand, der den Film auch nicht mag.

thomas_kretschmer

thomas_kretschmer

19.02.2004 15:30

eine ehrliche Meinung. Prima. Gruß. Thomas

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  1. nadine1978

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