Töchter des Bösen / John Saul

Töchter des Bösen / John Saul

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John Saul – Töchter des Bösen ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Ein Buch ist zu Ende gelesen und was kommt dann? Was les ich als nächstes? Da ich ja eine Menge Bücher von einem guten Bekannten bekommen habe, saß ich vor meinen neuen Büchern und studierte die Kurzbeschreibungen auf den Covern. Sehr ... Bericht lesen





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Horror in Pleasant Valley
Erfahrungsbericht von Rattenzauber über Töchter des Bösen / John Saul
14.11.2009


Produktbewertung des Autors:   

Niveau durchschnittlich 
Stil neutral 
Unterhaltungswert hoch 
Spannung sehr spannend 

Pro: Schreibstil, die Story, die Charaktere
Kontra: das Ende

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

John Saul – Töchter des Bösen
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ein Buch ist zu Ende gelesen und was kommt dann? Was les ich als nächstes? Da ich ja eine Menge Bücher von einem guten Bekannten bekommen habe, saß ich vor meinen neuen Büchern und studierte die Kurzbeschreibungen auf den Covern. Sehr viele Bücher interessierten mich sehr und auch beim Genre kam ich nicht weiter. Alle sind aus dem Horror-Genre. Also nahm ich ein Buch in die Hand, welches mich vom Cover an sich überhaupt nicht interessierte, dafür aber umso mehr die Beschreibung auf der Rückseite. Also stand mein Entschluss fest. Heute hab ich es durchgelesen und möchte auch gleich darüber berichten.


Das Buch
~~~~~~~~
Das mir vorliegende Exemplar ist die deutsche Taschenbuch-Erstausgabe von 1995 in der 3. Auflage. Dieses Buch ist in knalligem Orange gehalten mit einer aus den 80-ern zu stammenden jungen Frau mit Lockenmähne, großer Puckbrille und einem rot-gelb-gestreiften T-Shirt. In hellblau prangt der Name des Autors auf der Vorderseite sowie der Name des
Es umfasst 412 Seiten und der Titel der Originalausgabe lautet „The Homing“. Irgendwie passt, wie bei fast jedem Buch, der Titel des Originals mit dem Titel der deutschen Ausgabe überhaupt nicht. Aber zu dem deutschen Titel sage ich später noch mehr. Damals hat das Buch 12,90 DM gekostet.


John Saul
~~~~~~~~
…wurde am 25. Februar 1942 in Pasadena, Kalifornien geboren und studierte an verschiedenen Hochschulen unter anderem Theaterwissenschaften und Literatur, aber ohne Abschluss. Er sah seine Karriere als Schriftsteller und realisierte damit sehr erfolgreich einen Kindheitstraum. Die Gesamtauflage seiner Bücher liegt bei über 25 Millionen. Er lebt heute in Bellevue im Staat Washington.


Weitere Bücher von ihm
~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Blinde Rache
Wehe, wenn sie wiederkehren
Das Kind der Rache
Höllenfeuer
Wehe, wenn der Wind weht
Im Banne des Bösen
Zeit des Grauens
Bestien
Teuflische Schwestern
Prophet des Unheils
Wehe, wenn du weggehst
In den Klauen des Bösen

…. um nur einige zu nennen. Er hat laut meinen Recherchen im Internet 31 Bücher geschrieben und das würde hier den Rahmen sprengen, alle aufzuzählen.


Klappentext
~~~~~~~~~
Er liebt Tiere, die anderen Menschen ein unerklärliches Grauen einflößen. In seinem Keller ist eine umfangreiche Sammlung von lebenden Skorpionen, Ameisen, Insekten und anderem scheußlichen Getier untergebracht. Und er macht Jagd auf junge Mädchen, die er in seinem Keller einsperrt und qualvoll inmitten der schrecklichen Brut sterben lässt.

Sein nächstes Opfer ist Julie – ein Mädchen, das von einer dämonischen Kraft besessen ist.


Die Story
~~~~~~~~
Das Buch fängt mit einer Vorgeschichte an. Das Mädchen Dawn hat Angst. Sie hat vor ihrem eigenen Zuhause Angst, denn sie befürchtet, ihr Stiefvater will sie vergewaltigen. Doch ihre Mutter geht nicht auf die Ängste ihrer Tochter ein. So reift in Dawn ein Plan. Die fünfzehnjährige mit dunklem, vollem Haar spart, um irgendwann ausreißen zu können. Als ihr Stiefvater wirklich handgreiflich wird, flüchtet sie aus dem Haus mit einem Ziel. Sie will nur noch weg. Mit etwas von ihrem Ersparten macht sie sich auf nach Los Angeles. Doch da es schon dunkel wird, traut sie sich nicht zu trampen und beschließt, heute Nacht unter einer Brücke zu schlafen und erst am morgigen Tag ihre Reise anzutreten und zu trampen. Als sie die Nacht gut überstanden hat, macht sie sich auf zu einer in der Nähe gelegenen Tankstelle, um sich dort frisch zu machen und sich einen Kaffee zu genehmigen.

Doch ein Mann hält neben ihr und bietet ihr an, sie bis zur Tankstelle mitzunehmen. Nach einigem Zögern steigt sie ein. Bei der Tankstelle verrichtet sie dann die Morgentoilette. Als sie wieder zu dem Mann geht, hat dieser bereits für beide einen Kaffee besorgt und Dawn setzt sich wieder in den Wagen. Doch als sie von ihrem Kaffee trinkt, wird sie sehr schläfrig und begreift, dass das, was der fremde Mann mit ihr vorhat schlimmer ist als das, was ihr Stiefvater hätte machen können.

In der Hauptgeschichte dreht sich alles um eine kleine Familie, die im Begriff ist, in einen kleinen Ort zu ziehen. Die Mutter, Karen Spellmann, ist in diesem kleinen Ort aufgewachsen, ist aber sehr schnell nach Los Angeles gezogen. Dort hat sie geheiratet und zwei Töchter geboren. Julie und Molly. Doch ihr Mann starb bei einem Autounfall und Karen hat Mühe, ihre kleine Familie über Wasser zu halten. Bei einem Klassentreffen traf sie einen alten Schulkameraden wieder und verliebte sich in ihn. Russel und Karen wollen nun heiraten und Karen hat ihre sieben Sachen gepackt, um zu Russel zu ziehen. Natürlich ohne das Einverständnis ihrer 15-jährigen Tochter. Molly, die erst neun ist, freut sich auf die Farm, auf der Russel zuhause ist.

Doch die Hochzeit wurde kurz nach dem Jawort unterbrochen, weil Molly von einer Biene gestochen wurde. Im Krankenhaus wirkt der normale Wirkstoff gegen den Bienenstich nicht und die Ärzte nutzen einen neuen Wirkstoff, der noch nicht auf dem Markt erhältlich ist. Dieser wirkt und Molly, die total aufgedunsen und kaum Luft bekam, kommt wieder auf die Beine. Einige Tage später sucht Julie ihren Stiefgroßvater auf der Farm und geht zu den Bienenstöcken. Doch dort ist nicht Otto, der Vater von Russel, sondern ein Mann, der ihr schon auf der Hochzeit aufgefallen ist. Carl hatte sie dort die ganze Zeit angestarrt und hasserfüllt angeschaut.

Carl spürt wieder diesen Hass, als er Julie erblickt. Dieses Mädchen mit ihrem vollen, dunklen Haar brachte ihn regelrecht zur Raserei. Doch anders als auf der Hochzeit, kann er seine Wut dieses Mal nicht im Zaum halten und greift Julie an. Er wirft sie auf den Boden und fängt an, sie zu würgen. Da taucht Otto auf, der Carl von Julie herunterholen will. Carl springt auf und Julie, endlich wieder frei, taumelt zur Seite, genau gegen einen der Bienenstöcke. Die Bienen, die sich bedroht fühlten, griffen sie sofort an. Karen, die Angst um Julie hat, bringt diese sofort ins Krankenhaus und auch hier wirkt der normale Wirkstoff nicht und Julie beginnt, aufzudunsen und zu röcheln. Doch der neue Wirkstoff ist nicht mehr vorrätig. Carl, der natürlich Angst hat, dass Julie berichtet, was bei den Bienenstöcken vorging, hat kein Interesse daran, dass Julie den Bienenstich überlebt und fasst einen Plan.

Er arbeitet für die Gesellschaft, die diesen neuen Wirkstoff entwickelt hat. Er spricht mit der Ärztin und verspricht ihr, den Wirkstoff so schnell wie möglich zu besorgen. Kurze Zeit später taucht er wieder auf und gibt ihr eine Ampulle mit dem besagten Wirkstoff. Die Ärztin handelt sehr schnell und spritzt Julie diesen. Schneller als bei Molly wirkt Julie wieder fit, sagt, ihr gehe es großartig und sie müsse mal auf die Toilette. Verdutzt schauen die Ärztin und Karen ihr hinterher. Was sie nicht ahnen ist, dass es Julie überhaupt nicht gut geht, sie sich hundsmiserabel fühlt, sich aber nicht erklären kann, warum sie log und sagte, es gehe ihr großartig. Was Julie nicht ahnt ist, dass in der Ampulle nicht der richtige Wirkstoff enthalten war, sondern etwas, das sie eigentlich umbringen sollte. Doch sie hat überlebt, aber ist nicht mehr in der Lage, sich über ihren Zustand oder ähnliches mitzuteilen.

Was keiner ahnt ist, dass Julie nun nicht mehr Herr ihres Körpers und ihres Verstandes ist sondern eine fremde Macht, die noch Angst und Schrecken verbreiten soll…


Meine Eindrücke
~~~~~~~~~~~~~
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, da ich bislang noch nichts von John Saul gelesen hatte. Durch meinen Bekannten habe ich nun schon eine kleine Sammlung von ihm und war gespannt, ob es sich lohnt, diese Bücher zu lesen.

- Schreibstil

Das ist mit einer der entscheidenden Kriterien, die mich dazu bewegen, ein Buch nicht mehr aus der Hand zu legen oder es einfach nur durchlese ohne richtigen Drang, dass ich weiter lesen muss. Der Schreibstil macht nämlich eine Menge aus. Ob Saul nun immer so schreibt, kann ich nicht beurteilen, aber mich hat dieses Buch von Anfang an so gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte. Er schreibt in kurzen Sätzen und aus der Erzähler-Perspektive. In dieser erzählt er nicht nur von Julie an sich, sondern die Geschichte springt immer hin und her zu den verschiedenen Personen, die in diesem Buch vorkommen. So bekommt man nicht nur einen Eindruck, was in Julie vorgeht, sondern auch in ihrer Mutter, ihrer Schwester, ihren Freunden und sogar Carl.

Was auch mit zu meinem Leseverhalten beigetragen hat ist der Aufbau der Sätze und die Wortwahl von Saul, denn dieser schreibt sehr einfach und verständlich mit eher kürzeren Sätzen und ohne komplizierte Ausführungen oder ähnliches. Dadurch war es sehr einfach, der Handlung zu folgen und nachzuvollziehen.

- Charaktere

Julie Spellmann: … ist eine 15-jährige in Los Angeles geborene junge Frau, die sich mit Händen und Füßen gegen das Leben auf dem Land wehrt. Sie möchte partout nicht, dass ihre Mutter den Farmer Russel heiratet und zeigt das auch. Doch langsam gewöhnt sie sich an ihr neues Leben und fügt sich ganz gut ein. Bis zu einem bestimmten Punkt ist sie ein selbstsicheres Mädchen, doch das Schicksal spielt ihr sehr übel mit. Durch eine falsche Injektion wird das Mädchen in ihrem Körper immer mehr zurückgedrängt und eine andere Existenz nimmt ihren Körper in Beschlag. Sie wurde sehr sympathisch dargestellt und man leidet mit ihr mit. Zumal man bis kurz vor Ende nicht wirklich weiß, was nun wirklich mit Julie passiert.

Dawn Sanderson:… ist nicht wirklich eine Hauptperson, doch sie zeigt dem Leser auf grausame Weise, mit was für einen Verrückten man es hier zu tun hat. Sie ist das Opfer, und ihre Geschichte wird beschrieben, auch wenn es sehr viele Opfer gegeben hat. Wir begleiten sie in den tödlichen Keller, begleiten sie durch ihr Leiden, bis sie stirbt.

Carl Henderson: … ist der beste Freund von Russel und arbeitet für die Firma UniGrow. Diese Firma beliefert unter anderem die Farmen mit Bienen, denn durch einen Dünger, welches UniGrow verkauft hat, können sich die Bienen nicht mehr vermehren. Da Carl sehr ehrgeizig ist, experimentiert er auch in seiner Freizeit an einem Mittel, welches die Bienen wieder in Ordnung bringt. Was er nicht weiß ist, dass sein Geheimnis dadurch aufzufliegen droht und er sein eigenes Grab schaufelt. Und nicht nur sein eigenes.

Weitere Charaktere: sind zum Beispiel die Ärztin Ellen Filmore, die einerseits unwissentlich dazu beiträgt, dass sich das Grauen verbreitet und andererseits alles daran setzt, herauszufinden, was passiert. Sie ist eine sehr starke Frau, aber besonders am Anfang zu leichtgläubig und fahrlässig. Eine ebenfalls große Rolle übernehmen die Jungs Kevin Owen, der Stiefbruder von Julie sowie Jeff Larkin, der Nachbarsjunge. Beide sind ungefähr in Julies Alter und werden unfreiwillig mit in die Sache hineingezogen. Auch Mark Shannon spielt eine große Rolle. Er ist der so genannte Dorfpolizist. Ihm sind aber die Hände gebunden und auch er versteht erst am Ende, was überhaupt vor sich geht. Natürlich spielen noch sehr viele andere Personen eine Rolle, Karen Spellman und Russel Owen zum Beispiel, die Mutter und der Stiefvater von Julie, oder auch Molly, die kleine Schwester von ihr.

Und natürlich, wie konnte ich es vergessen, die ganzen Insekten, die natürlich einen Großteil der Geschichte über immer präsent sind.

- Ende

Ich werde hier nun nicht sagen, wie die Geschichte endet, möchte aber alle, die nichts darüber wissen möchten, bitten, diesen Abschnitt nicht zu lesen.

Denn was da am Ende passiert, passt irgendwie nicht wirklich dazu. Viel zu schnell ist es vorbei, finde ich. Auch ist es meiner Meinung nach sehr undurchsichtig und nicht nachvollziehbar, was dort passiert. Auch verspricht der Klappentext etwas ganz anderes. Auch der Anfang der Geschichte fängt richtig gut an und wie beim Klappentext versprochen. Doch irgendwann kommt es anders, als man denkt und man überlegt schon, was das ganz nun mit dem Klappentext zu tun hat.

- Insgesamt

Eigentlich passiert nicht viel, auch wenn jede Menge passiert. Besser kann man es eigentlich nicht sagen. Und trotzdem ist der Spannungsbogen für mich immer gespannt geblieben, das Interesse am Weiterlesen hat nicht nachgelassen, man musste einfach wissen, was das alles jetzt zu bedeuten hat. Auch wenn ich mir etwas ganz anderes vorgestellt habe. Laut Klappentext dachte ich mir, dass dort ein Wahnsinniger sein Unwesen treibt und das auch bei Julie versucht und diese durch ihre dämonischen Kräfte ihn umbringt. Naja, ehrlich gesagt passiert dies auch, aber auf eine Art und Weise, die ich nicht vermutet hätte. Da das Ende doch sehr plötzlich kommt und meiner Meinung nach eher unspektakulär saß man da und dachte: Na super.

Und was gibt es noch zu sagen? Nicht viel. Ich fand das Buch ganz gut und möchte es jedem nahe legen, der Horror mag. Aber 5 Sterne möchte ich nicht vergeben, denn es gibt bessere Horror-Literatur. Aber auch weitaus schlechtere. Daher vergebe ich nur 4 Sterne.
   


Töchter des Bösen / John Saul

Haupteigenschaften

Autor: John Saul

Autor Nachname: Saul

Autor Vorname: John

Autor Name invertiert: Saul, John

Titel: Töchter des Bösen

Thematik: Horror

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