Der 5. Band der historischen Krimireihe
20. Jan 2003
Pro:
Darstellung der Charaktere, Spannung, Darstellung des mittelalterlichen Londons . . .
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
mehr
 gnu2901
Über sich:
Bescheidne Wahrheit sprech ich euch -
Wenn sich der Mensch in seiner Narrenwelt -
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~TOD AUF DER THEMSE~ Paul Harding 1. Vorwort 2. Zur Geschichte 3. Sonstiges 4. Meiner Meinung nach...
1. Vorwort *°*°*°*°*°*°* Mal wieder ein Buch von Paul Harding... mal wieder aus der Reihe Krimis aus dem London des 14. Jahrhunderts. Ich kann s einfach nicht lassen *grinst* Das hier nun ist das 5. Buch aus der Reihe. Hier eine kleine Schilderung der Grundgeschichte: Die insgesamt 9 Bücher der Reihe spielen im mittelalterlichen London des 14. Jahrhunderts. Die beiden Hauptfiguren sind Sir John Cranston und Bruder Athelstan. Cranston ist Coroner der Stadt London, ist dauernd am essen, trinken, rülpsen oder rumschreien. Auf den ersten Blick ein eckelhafter Trampel, doch wenn man sich in die Reihe einließt merkt man, dass er eigentlich ein großes Herz hat. Bruder Athelstan, ein Dominikaner, ist ihm als Schreiber und logisches Hirn zur Seite gestellt. Er selbst ist vom Prior seines Klosters in Blackfriars damit bestraft worden eine Gemeinde in Southwark zu betreuen und mit Cranston Rätsel um Mordfälle zu lösen. Mit der Zeit lebt er sich ein, kommt mit seinen Gemeindemitgliedern klar und sieht in Sir John bald so etwas wie einen Bruder. Jedes Buch hat ein anderes Themengebiet. In meinem ersten Bericht „das tödliche Räsel“ waren es die Rätsel, die die Überhand hatten. In meinem zweiten Bericht „die Sakristei des Todes“ erfuhr man viel über das Leben der Dominikusmönche in dem Kloster Blackfriars. „Der
Tod auf der Themse“ beschäftigt sich mit der Piraterie, Seefahrt und der Kriegsführung Englands um diese Zeit.
2. Zur Geschichte *°*°*°*°*°*°*°*°*°*°* Ein Teil der englischen Flotte, die von Raubzügen aus England zurückgekommen sind, liegen auf der Themse im Hafen vor London. Der grausame und zähe Pirat Roffel, Kapitän der „Gods Bright Light“, stirbt von heute auf Morgen an einer misteriösen Krankheit. Als am Abend nach dem Anlegen ein Matrose zurück auf s Schiff kommt, fehlt auf einmal der 1. Maat und die zwei Wachen, die über Nacht bleiben wollten. Die Parole zur vollen und die Lichtzeichen zur halben Stunde von der „Holy Trinity“ wurden korrekt weitergegeben. Das Beiboot fehlt nicht und auf den anderen Schiffen wurde nichts Auffälliges (wie z.B. ungewöhnliches Klatschen des Wassers oder ein Boot, das angefahren kommt) bemerkt. Die Seemänner reden davon, dass der Geist von Roffel auf dem Schiff umhergehen würde oder vielleicht sogar der Leibhaftige selbst die „Gods Bright Light“ besucht hat. Kurz darauf stirbt der Geschäftspartner von Roffel, Sir Henry Ospring. Der mutmaßliche Mörder Nicholas Ashby flieht nach St. Erconwald, der Kirche von Athelstan und bittet um Kirchenasyl. Mit der Zeit kommen Athelastan und Sir John auf die Fährte eines geheimen Auftrags, den Roffel auf seiner Todesfahrt ausgeführt hat. Als wenn das nicht schon genug für die Beiden wäre laufen neben dem Hauptstrang hier noch andere kleine Herausforderungen ab: Ein Dieb macht die gehobene Gesellschaft nervös. Er steigt lautlos in die Häuser ein und ebenso lautlos wieder aus. Immer mit fetter Beute... und komischerweise immer dann, wenn die Gesellschaft nicht zu gegen ist. Bruder Athelstan hat mal wieder Streits zwischen seinen Kirchenmitgliedern zu schlichten. Er möchte ein Mysterienspiel aufführen... einfach ist das nicht. Man kommt sich zwischendrin wie im Kindergarten vor ;)
Harding hält mal wieder die Spannung bis zum Schluss und löst alles erst gen Ende auf. Wie konnte der zähe Kapitän so plötzlich sterben? Hat Ashy Ospring wirklich umgebracht? Wer ist der miseriöse Dieb und wie schafft er es unbemerkt in die Häuser zu steigen? ... Mehr will ich nicht verraten. Lest es selbst :) 3. Sonstiges *°*°*°*°*°*°*°* Autor: Paul Harding ist ein Pseudonym des englischen Historikers Paul Doherty Seitenzahl: 268 Preis: 8,90 € ISB N: 3-426-63077-X Originaltitel von 1994: By Murder’s Bright Light Aus dem Englischen: Rainer Schmidt Vollständige Taschenbuchausgabe erschienen im November 1998
Für s Bestellen geb ich einen Tip: Bestellt bei www.buch24.de. Keine Versandkosten und das Buch ist 2 Tage später da. Super Service ;) 4. Meiner Meinung nach... *°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°* Mal wieder ein super Buch von Harding. Ich sage eigentlich immer das Gleiche *grins* Die Eindrücke, die Harding vermittelt sind einfach klasse... man kann sich die stinkende dreckige Stadt richtig vorstellen. In dem Roman wird zwischendrin eine Schlacht beschrieben. Die im Hafen liegenden Schiffe werden von französischen Flotten angegriffen. Zufällig befinden sich Cranston und Athelstan auf dem Schiff. Der Kampf ist wirklich klasse dargestellt... keinen Moment langweilig! Das war ein weiterer Punkt, der mich von Hardings Schreiberei überzeugte. Ich schätze, dass es nicht einfach ist eine Schlacht in Schrift spannend zu halten.
Hardings Bücher stimmen haargenau mit der Realität überein. Also eigentlich eine kleine Geschichtsstunde, aber das alles spannend und anschaulich verpackt. Die bisherigen „Cranston-Romane“ waren 1. Galerie der Nachtigallen 2. Das Haus des roten Schlächters 3. Sakristei des Todes (ein Bericht hierzu ist bereits von mir vorhanden) 4. Der Zorn Gottes 5. Tod auf der Themse 6. Das Parlament der Toten 7. Tödliches Rätsel (ein Bericht hierzu ist bereits von mir vorhanden) 8. Devils domain (Titel bisher nur auf englisch bekannt) 9. Field of blood (Titel bisher nur auf englisch bekannt)
Es ist hier nicht zwingend nach der Reihe zu lesen. Ich selbst habe mit dem Tödlichen Rätsel begonnen und dann von vorne mit der Reihe weitergemacht. Natürlich ist es interessanter und auch lustiger, die Hintergründe zu allem zu kennen... aber an der Qualität und Spannung rüttelt es überhaupt nicht. Ein Buch von ihm hält bei mir höchstens zwei Wochen. Wenn man bedenkt, dass ich arbeiten gehe und somit nur in der Mittagspause richtig Zeit habe, erkennt man glaube ich, dass ich süchtig nach den Büchern bin. Als Einsteiger-Buch gebe ich meinen Freunden immer „Tödliches Rätsel“. Ich habe noch nie ein so gutes Buch gelesen. Bisher hab ich alle dazu gebracht, dass sie ein „Krieg ich noch eins?“ hervorbrachten *grins* Die Verarbeitung in Rollenspielabenden war bisher auch 2mal der Fall.
Faszinierend dargestellt... deshalb vergebe ich für dieses Buch 5 Sterne. Vielen Dank für s Lesen und Bewerten.
Grüße Monja 20.01.2003
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10.03.2003 19:40
Zu Krimis habe ich keinen so großen Bezug. Im Krankenhaus habe ich mal einen dieser schwedischen Wallander Romane angefangen. Den mochte ich wohl.
20.01.2003 19:08
Schön geschrieben Monja, gefällt mir! *bussi* Nina
20.01.2003 12:36
Ist das Deine Beschäftigung während der Arbeit? ;-) LG Tom