Wie soll es nun weitergehen?
25.04.2007
Pro:
Dass man diesen Menschen kennenlernen durfte
Kontra:
Dass der Mensch unheimlich fehlt !
Empfehlenswert:
Nein
 melamaus0606
Über sich:
Hallo, ich schreibe übrigens auch bei Yopi und Dooyoo.
LG
Melanie
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 63 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich schreibe nun etwas zum Thema Tod von Geschwistern, wobei nicht ich eine Schwester oder einen Bruder verloren habe, sondern mein Mann. Es geht dabei also um meine Schwägerin. Das Ganze ereignete sich vor ca. 1,5 Jahren. Meine Schwägerin war immer ein sehr lebenfroher Mensch, feierte immer sehr gern, war immer gut gelaunt, hilfsbereit und ein sehr familiärer Mensch. Leider muß man dazu sagen, dass sie es nie leicht im Leben hatte. Ihr Mann leidete an einer Immunkrankheit und konnte aus diesem Grunde nicht mehr arbeiten. Und auch ihr Sohn hat es ihr nie leicht gemacht (keine Lehre, faul etc.). Irgendwann ist meine Schwägerin dann zu ihrer Ärztin gegangen zu einer Routineuntersuchung. Dabei hatte sich einiges Auffällige ergeben, so dass sie ins Krankenhaus eingewiesen wurde. Dort stellte man dann Milzmetastasen sowie Lungenkrebs fest. Das war ein harter Schlag für die ganze Familie - besonders für meinen Mann. Seine Eltern und seine jüngere Schwester glaubten immer noch an das Gute, dass sich das alles wieder einrenken würde, aber er hatte von Anfang an ein schlechtes Gefühl und damit sollte er auch recht haben.Kurz bevor eine Chemotherapie eingeleitet werden sollte, passierte es dann: meine Schwägerin wollte duschen gehen, da sie einen Termin bei ihrer Hausärztin hatte, um alles weitere für die nächste Einweisung ins Krankenhaus zu besprechen. Plötzlich wurde es ihr ganz schlecht und sie fiel um. Ihr Mann rief sofort den Notarzt, der schaffte es zunächst sie wiederzubeleben, aber dann starb sie letztendlich doch noch an einer Lungenembolie. Das war ein schwerer Schock für uns alle, aber ganz besonders litt mein Mann darunter. Er konnte es gar nicht fassen, dass seine große Schwester nun nicht mehr da war. Ich muß dazu sagen, dass wir anfangs einige Schwierigkeiten hatten, als wir uns kennenlernten, der er war am Anfang noch verheiratet, wollte sich aber schon seit langem von seiner Frau trennen. Er hat halt nur nie den Absprung geschafft. Und seine große Schwester war die einzige gewesen, mit der er darüber sprechen konnte und die ihm immer gute Ratschläge gegeben hatte. Und diese eine wichtige Person war nun nicht mehr da! Für ihn brach eine Welt zusammen. Es war sogar so schlimm, dass er 3 Monate gar nicht arbeitsfähig war. Er hatte zu nichts Lust und an gar nichts mehr Interesse. Er fiel in ein richtiges Loch. Das Schlimme daran ist, dass man als Partner gar nicht weiß, wie man reagieren soll. Soll man nun mit ihm über das Erlebte sprechen oder lieber nicht, aus Angst, man wühlt damit alles wieder auf. Gottseidank hat er dann die Hilfe einer Psychologin in Anspruch genommen, die an ihm Trauerarbeit geleistet hat, so dass es nach und nach endlich wieder aufwärts ging. Doch auch heute noch gibt es öfter einmal Tage, wo es ganz schlimm ist, weil bei ihm alles wieder hoch kommt. Aber ich denke dass ist alles ganz normal. Bin den Jahren wird es sicher immer etwas besser werden. LG Melanie
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12.01.2008 21:06
ich kann das Leid deines Mannes echt gut nachvollziehen... als im Sommer mein Vater starb, ging es mir ganz ähnlich. Ich glaube, dass man dieses Loch auch nicht wirklich stopfen kann. da fehlt einfach jemand.
26.12.2007 17:35
Ich habe immer Angst wenn ich an den Tod eines geliebten Menschen denke... Man will den Gedanken immer weglassen, denn das Leben geht ja weiter...
16.05.2007 01:30
Schlimm... gerade als es noch Hoffnung gab. Ich weiss nicht, ob so etwas wirklich weiter hilft (mir hat es nie wirklich geholfen), aber ein bisschen tröstet der Gedanke, dass es alles schnell geschah. Von jetzt auf gleich, das war wenigstens für sie gut so. Auch wenn es den Zurückgebliebenen nicht hilft...