Große Linse für kleine Welten
01.09.2011
Pro:
sehr robuste Bauform, leichte Umschaltung von MF zu AF, hervorragende Abbildungsleistungen
Kontra:
passende Belichtung wird nicht immer korrekt von der Automatik ermittelt, kein eigener AF - Motor
Empfehlenswert:
Ja
 Malachi80
Über sich:
So, Urlaub ist rum. Aber immerhin, der nächste Bericht steht in den Startlöchern.
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Heute möchte ich an meinen Bericht zur digitalen Spiegelreflexkamera Nikon D7000 anschließen und ein Makroobjektiv des Herstellers Tokina vorstellen. Schon seit langem bin ich an der Makrofotografie interessiert. Realisiert habe ich das bisher über Vorsatzlinsen an der Bridgekamera Fuji s100fs, aber erst jetzt fällt mir der Unterschied auf. Nachdem ich die ersten 200 Bilder mit dem neuen Tokina gemacht habe, wird es also Zeit für einen Bericht.
Was versteht man unter Makrofotografie? Die Makrofotografie ist die die Fotografie von Insekten und Dingen unter der Auflösungsgrenze des menschlichen Auges. Von daher sind diese Bilder faszinierend anzuschauen, eröffnen sie doch ganz andere Blickwinkel auf die Stubenfliege von nebenan oder die Zimmerpflanze, die schon seit Jahren fast unbeachtet am Fensterbrett steht.
Makrofotografie ist nicht gerade ein anspruchsloses Arbeitsfeld: Weil Insekten nicht viel Tendenzen haben, lange auf der Stelle zu sitzen, gestaltet sich die Motivsuche mitunter sehr schwierig. Dazu kommt, dass man mit der Kamera sehr nahe an die Tiere heran muss. Insekten und Amphibien haben zwar keine Fluchtdistanz, reagieren aber auf Bewegung und fliehen dann sehr schnell. Daher muss man sich zwingend langsam bewegen, will man die Chance auf ein gutes Foto wahren. Ein weiteres Problem ergibt sich daraus, dass Makroobjektive, ähnlich wie Teleobjektive, eher im Brennweitenbereich überhalb von 100 mm zu finden sind. Also kommt noch Verwackeln als Problem hinzu. Schön ist dagegen die Möglichkeit, auch außerhalb der belebten Welt in den heimischen vier Wänden Motive zu finden und abzulichten. Technikbauteile, Pflanzen, sogar Wassertropfen sind durchaus lohnenswert. Außerdem hat man den Vorteil, dass man sich so viel Zeit lassen kann wie man will. Kommen wir also zum nächsten Punkt, den...
Anforderungen und Profil eines Makroobjektivs Makroobjektive sind nahezu frei von optischen Fehlern und bieten meistens eine sehr hohe optische Auflösung, was extrem wichtig ist, will man kleinste Strukturen sichtbar machen. Erreicht wird dies nur über Festbrennweiten, d.h. diese Objektive sind nicht zoombar. Der Bildausschnitt kann also nur mit dem “Fußzoom” vergrößert oder verkleinert werden.
Ein weiterer Faktor ist der sehr niedrige kleinstmögliche Nahabstand zum zu fotografierenden Objekt. Verdeutlichen kann man dies im Vergleich zu einem herkömmlichen Objektiv: die werden nämlich unscharf, wenn man zu nah an ein Objekt herangeht. Makroobjektive können hier noch viel näher heran, was widerum den Abbildungsmaßstab beeinflusst. Darunter versteht sich die Größe des abgebildeten Objektes auf dem Sensor der Kamera. Bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 wird das Objekt, sagen wir eine Ameise, von den Lichtstrahlen genauso groß auf dem Sensor abgebildet, wie es seinen natürlichen Dimensionen entspricht. Am heimischen Bildschirm besitzt man dann ein mehrere Megapixel große Version dieses Bildes, das sich bis auf Postergröße vergrößern lässt. Ein Abbildungsmaßstab von unter 1:1 z.B. von 1:0,5 wird z.B. von den Lupenobjektiven erreicht, die Portraitaufnahmen von Ameisenköpfen ermöglichen. Auf diesen kleinsten Bereich will ich aber nicht weiterhin eingehen. Ich will aber noch erwähnen, dass man erst ab einem 1:2 Abbildungsmaßstab von Makroobjektiven spricht. Öfter sieht man auch Standardzooms, die mit Makrofähigkeiten beworben werden, diese aber in der Realität kaum nachweisen können. Ein weiterer Punkt, in dem sich Makroobjektive abheben, ist die Blende. Weil im Nahbereich die Schärfentiefe sehr sehr gering ist, können Makroobjektive sehr stark abblenden. Werte von f/32 sind keine Seltenheit. Mit zunehmend geschlossener Blende erhöht sich die Schärfentiefe, allerdings nimmt ab einem gewissen Werkt, der hier meist höher liegt als bei den “normalen” Objektiven der allgemeine Schärfeeindruck wieder ab. Das ist normal und auf die Beugungsunschärfe zurückzuführen. Ähnlich wie im Prisma (nur ist es hier Brechung) brechen sich die einzelnen Wellenlängen des Lichtes unterschiedlich stark. Eigentlich scharfe Kanten werden so wieder breiter und damit unschärfer.''' Die Physik lässt sich eben nicht immer überlisten. “Viel hilft viel!” ist also nur bedingt zutreffend in diesem Fall.'''
Für ein Makroobjektiv ebenfalls wichtig, ist die Darstellung eines möglichst schönen, ruhigen Hintergrundes, vor dem sich das Objekt abheben kann. Besonders harmonisch erscheinen runde Zerstreuungskreise (Bokeh), die über eine idealerweise hohe Zahl von Blendenlamellen erreicht werden. Herkömmliche Objektive zeigen meistens eckige Zerstreuungs”kreise” und weniger Blendenlamellen.
Vorüberlegungen zum Kauf Die Motivation ist da, ein Objektiv noch nicht. Also welches sollte es werden? Da meine Kamera wie erwähnt eine Nikon ist, musste ich nach Nikon-F-Bajonett kompatiblen Objektiven sehen. Generell muss gesagt werden, dass sich Makroobjektive in der optischen Qualität der Bilder kaum unterschieden. Auffallen wird das nur bei Drucken über mehere Quadratmeter Fläche, wenn überhaupt. Von daher setzte ich meine Priorität eher auf die “Sekundärfähigkeiten” und – natürlich – auf den Preis.
Zugegen, das original Nikkor AF-S 105mm 1:2,8G VR ist schon eine Klasse für sich. Ultraschallmotor (ermöglicht eine schnelle Fokussierung) und Bildstabilisator (vermeidet verwackeln) sind schon zwei gute Argumente, die für das Objektiv sprechen würden. Auch eine komplette Innenfokussierung weiß man durchaus zu schätzen (verhindert eindringen von Schmutz ins Objektiv). Ein Preis von 770 Euro ist dagegen ein absolutes KO-Kriterium (für mich). Weil ich mit dem Hersteller Tokina schon gute Erfahrungen sammeln konnte, habe ich mich für das hier vorgestellte Objektiv entschieden, das auch in der Fachpresse sehr gute Wertungen erhalten hat. Auch der Preis von 470 Euro erscheint fair.
Die Firma Tokina Tokina wurde 1950 von einer Gruppe von Nikon-Ingenieuren in Japan gegründet, die vor allem leistungsfähige Zoomobjektive, die damals sehr rar waren, entwickeln wollten. Die ersten Produkte gelangten erst 1970 in den Handel. Im Juni 2011 fusionierte Tokina mit Kenko und kauften “nebenbei” den französischen Filterhersteller Cokin auf. Die Linsen von Tokina werden seit jeher vom ebenfalls japanischen Hersteller Hoya geliefert, der im übrigen auch sehr gute Vorsatzfilter zum Kauf anbietet.
Das Objektiv im Test
Verpackung und erster Eindruck Das Objektiv wird in einer typisch kleinen Pappbox geliefert, die auffallend schwer ist. Im Innern findet man neben dem Objektiv eine Anleitung (in deutsch und spanisch), sowie die Tokina 2-Jahres-Garantiekarte. Schön ist noch die mitgelieferte Streulichtblende, die leider nicht bei allen Herstellern zum Lieferumfang gehört. Von der Plastikfolie befreit hinterlässt das Tokina einen sehr guten ersten Eindruck. Die Verarbeitung ist wertig und griffig. Das Fokusrad ist leichtgängig ohne schwammig zu sein. Auch das Metallbayonett hinterlässt einen durchweg guten Eindruck und wird wohl viele Objektivwechsel überleben.
Bauweise und Inbetriebnahme Das Objektiv ist massiv gebaut und mit 540 g Gewicht sehr schwer. Dafür sind die Maße mit nur etwa 10 cm Länge sehr kompakt. Wie bei allen Objektiven von Tokina verfügt es über einen Hammerschlaglack, das den wertigen Eindruck unterstützt und sich optisch an die DSLRs im Profibereich annähert. Im Nahbereich fährt das Objektiv beim fokussieren jedoch auf die doppelte Länge aus. Dabei dreht sich die Frontlinse nicht, was das benutzen von Filtern erleichtert – ein deutlicher Pluspunkt, das können nicht alle Objektive. Die Anzeige auf dem Objektiv umfasst eine Schärfentiefeskala, die Fokusdistanz in cm und inch, sowie den Abbildungsmaßstab. Ein zusätzlicher Blendenring nahe dem Bajonett ermöglicht auch den Betrieb an einer analogen Spiegelreflexkamera, was in der heutigen Zeit schon als besonderes Extra angesehen werden kann. Einige digitale SLRs können nach Menüanpassung ebenfalls den Blendenring nutzen. Ein Schieber rechts am Rand kann den Ring fixieren und ein unabsichtliches verstellen verhindern.
Nimmt man den Frontdeckel ab, fällt auf, dass die Linse sehr tief im Objektiv sitzt, was die Frage nach dem Sinn der extrem großen Streulichtblende aufwirft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein Lichtreflex so weit in das Gehäuse schaffen sollte um noch störend aufzufallen. Auch das säubern wird so nicht gerade erleichtert, hier muss man wohl mit der Pinzette oder dem Pinsel ans Werk gehen. Das Frontgewinde ist auf 55 mm gesetzt, was ärgerlich ist, wenn man einen Filter oder Ringblitz anbringen will, denn diese sind meistens erst ab 58 mm erhältlich. Das macht einen Adapter notwendig. Das Tokina verfügt über eine durchgängige maximale Blende von f/2,8. Minimal kann bis f/32 abgeblendet werden. Eine Besonderheit, die “gute” Makroobjektive teilen ist, dass sie ehrlich sind bei der Angabe des Blendenwertes. Denn beim Abbildungsmaßstab 1:1 kann nur noch ein maximaler Wert von f/5,6 erreicht werden. Dies verleitet erst einmal dazu “sch... Objektiv” zu schreien. Die “Ehrlichkeit” besteht hier darin, dass zwar die Blende nicht weiter geschlossen wird, die Lichtdichte jedoch abnimmt. Das ist völlig normal und bei jedem Objektiv so. Denn geht man näher an ein Objekt heran, fällt die gleiche Lichtmenge, nun einfach auf ein größeres Sensorareal, es wird quasi dunkler. Von daher erleichtert dieser “virtuelle” Blendenwert eher die Arbeit, wenn man manuell die richtige Belichtung einstellen will und mausert sich zum Pluspunkt.
Schaut man auf die linke Seite des Objektivs, fällt ein Schalter auf, der mit “limit” und “full” beschriftet ist. Hier kann man einen Fokussperre aktivieren, die den Fokus entweder über den vollen Bereich von 30 cm bis unendlich zulässt oder in etwa bei der Mitte und einem Abbildungsmaßstab von 1:2,8 in zwei Bereiche unterteilt. Das macht Sinn, wenn man mit dem Autofokus im Makrobereich arbeitet und so verhindern kann, dass die Kamera auf ein Objekt das 10 m weit entfernt ist, scharf stellen will. Umgekehrt, nutzt man das Objektiv als Portraitlinse (denn auch dazu kann es verwendet werden), verhindert man ein fokussieren auf den Makrobereich. Wie bei Tokina üblich, schaltet man zwischen Autofokus und manuellem Fokus um, indem man das Fokusrad an sich heranzieht. Ein Umschalten an der Kamera ist nicht nötig. So geht das schnell und unkompliziert von der Hand. Das Fokusrad dreht sich im Autofokusbetrieb nicht mit, was ich als wichtig empfinde, denn ein blockiertes Fokusrad kann durchaus den Motor der Kamera beschädigen, wenn es im Autofokusbetrieb läuft. Das Tokina verfügt über keinen eigenen Autofokusmotor, weswegen es auf einen aus der Kamera angewiesen ist. Besitzer günstiger DSLRs müssen daher mit dem manuellen Fokus Vorlieb nehmen. Das ist im Makrobereich weniger schlimm, weil man auch im manuellen Betrieb schnell ansehliche Bilder machen kann, zumal das Fokusrad extrem präzise und geschmeidig läuft. Viele Fotografen arbeiten nur mit manuellem Fokus im Makrobereich und “fokussieren” statt dessen mit dem Abstand der Kamera zum Objekt.
Weil das Tokina für das DX-Format konzipiert musste, muss man für den finalen Bildeindruck den Cropfaktor der Kamera mit einbeziehen. Der beträgt an DX etwa 1,5 was zu einer effektiven Brennweite von 150 mm führt. Das ist schon ein ziemlich weit im Telebereich und ermöglicht so auch erst den 1:1 Abbildungsmaßstab, bringt aber Probleme mit sich das Objektiv freihand still zu halten um Verwacklungen zu vermeiden. Erwähnenswert ist noch, dass das Tokina, wenn auch nicht so beworben, auch an FX, also Kleinbildformat, betrieben werden kann. Auch im DX-Bereich profitiert man hiervon, kann man doch den “sweet spot”, den optisch optimalen Bereich der Linse benutzen.Abschließend die Zusammenfassung und Ergänzung der technischen Daten in Tabellenform:
- 100 mm Festbrennweite
- maximale Blende: f/2,8
- minimale Blende: f/32
- minimale Fokusdistanz: 30 cm
- maximaler Abbildungsmaßstab: 1:1
- Fokuslimitierung bei Abbildungsmaßstab 1:1,28
- Anzahl Blendenlamellen: 9
- Filtergröße: 55 mm
- Gewicht: 540 g
- Länge: 9,5 cm
Das Objektiv im Makrobetrieb Zunächst habe ich versucht bei grellem Sonnenlicht und hoher Außentemperatur ohne Stativ (drei Dinge, die man eigentlich vermeiden sollte in der Makrofotografie) im manuellen Fokusbetrieb Insekten auf Blüten abzulichten. Das Ergebnis war dementsprechend eher ernüchternd. Die Tiere waren viel zu schnell sie um über eine Abstandsänderung in die Fokusebene zu bekommen. Also habe ich den oft gescholtenen Autofokus bei aktivierter Fokussperre aktiviert und – siehe da – der Ausschuss an Bildern reduzierte sich auf 10 – 20%. Ich hätte nicht gedacht, dass er so treffsicher ist, aber die geschossenen Bilder sprechen eine deutliche Sprache zugunsten des Objektivs.
Meine Empfehlung ist, dass man um freihand gute Ergebnisse zu bekommen, den Verschluss auf 1/320s stellen und auf Blende f/8 bis f/14 abblenden sollte. Je nach Lichtsituation ist natürlich ein anpassen des Iso-Wertes des Sensors erforderlich. Sollte das Ergebnis noch nicht der Vorstellung ensprechen ist es noch hilfreich (auch am hellichten Tage) zu blitzen. Die Abbildungsleistung ist ausgezeichnet. Auch beim “pixel-peeping” am Monitor ist die Schärfe des Ojektivs auffallend. Selbst kleinste Häärchen von Insekten können erkannt werden. Besonderer Hingucker sind immer die Facettenaugen von Fliegen, an denen man sogar die Einzelaugen erkennen kann (siehe Bilder). Dazu kommt noch ein sehr schönes Bokeh, der Hintergrund wird zu einer pastelligen Leinwand für das eigentliche Motiv. Verzerrungen kann ich keine entdecken (bei Ablichtung von Karopapier), was ich aber aufgrund der Spezifikationen eines Makroobjektives auch nicht anders erwartet habe. Nur im grellen Licht kann man an harten Kontrastkanten in Form von violetten und grünen Bändern chromatische Aberrationen entdecken. In solchen Extremsituationen ist das aber als normal zu bezeichnen und lässt sich softwareseitig recht schnell beseitigen.
Unschön dagegen finde ich es (zumindest bei mir an der D7000), dass bei hellem Licht im Matrixmodus eine Belichtungskorrektur an der Kamera um -0,7 EV erfolgen muss. Ansonsten hat man zu viele “ausgefressene” Bereiche im Bild. Das Problem ist typisch für Tokina und ärgerlich, wenn auch kein großes Hindernis, wenn man darüber Bescheid weiß. Fairerweise muss ich sagen, dass das Objektiv aus dem Jahr 2008 stammt und an einer Kamera aus dem Jahr 2011 nicht unbedingt softwareseitig funktionieren muss. Natürlich will Nikon seine eigenen Nikkore verkaufen und es Fremdherstellern so schwer wie möglich machen. Abhilfe kann man schaffen, indem man Kamera und Objektiv zum Service zu Tokina schickt, die es auf die Kamera justieren. Ich sehe nur durch die Belichtungsmessung dazu aber keinen Grund, weswegen meines daheim blieb.
Das Objektiv im Portraitmodus Die Kombination aus Blende f/2,8 und 100 mm Brennweite macht das Tokina auch sehr geeignet zur Portraitfotografie. Gesichter lassen sich so sehr schön vor dem Hintergrund freistellen. Bringt man nur genug Distanz zwischen sich und dem Objekt gelingen auch sehr schöne Ganzkörperportraits. Hier macht es natürlich Sinn den Autofokus auf den “oberen” Bereich zu limitieren. Die Schärfe ist auch hier sehr beeindruckend. Besonders in leichten Gegenlichtsituationen kann das schöne Bokeh seine Stärke voll ausspielen und verleiht den Bildern einen glizernden, märchenhaften Look.
Noch eine Alternative: Astrofotografie Es klingt vielleicht recht paradox, ein Makroobjektiv zur Fotografie von Sternen und Galaxien benutzen zu wollen, aber dank den 100 mm Brennweite und der hohen Lichtstärke der Anfangsblende gelingen auch Bilder von großen Objekten am Nachthimmel z.B. dem Mond der Andromeda-Galaxie. Die Belichtungszeit sollte 8 Sekunden nicht übersteigen, um Sternstrichspuren zu vermeiden. Die Offenblende hat sich als scharf genug erwiesen um auch Sterne noch scharf als Lichtpunkte abbilden zu können. Wichtig ist es, das Objektiv manuell auf unendlich zu fokussieren, Sterne sind nicht hell genug, um dem Autofokus einen Haltepunkt zu bieten. Weiterhin sollte man in raw fotografieren, mit einer leichten Manipulation der Graduationskurve kann man das rauschen extrem minimieren.Natürlich muss man mit den Erwartungen realistisch bleiben. Eine formatfüllende Aufnahme gelingt nicht, dafür ist die Brennweite noch zu kurz. Je nach Kamera muss man zudem einen Kompromiss zu dem immer stärker werdenden rauschen finden. In jedem Fall bietet sich spezialisierte Software wie die Freeware DeepSkyStacker (http://deepskystacker.free.fr/german/index.html), die mehrere Bilder zu einem einzigen verrechnet. Sternbewegungen werden dabei ausgeglichen. Um stellare Objekte am Himmel überhaupt zu finden, verwende ich die Open-Source Software Stellarium (http://www.stellarium.org/de/).
Finales Fazit Mit dem Tokina AT-X Macro 2,8/100 Pro D ist ein hervorragendes Objektiv, das neben solider Fertigung mit hervorragenden optischen Eigenschaften und einen moderaten Preis daherkommt. Der Autofokus sitzt auf den Punkt. Auch als Portraitlinse macht es eine gute Figur. Einzig die notwendige Belichtungskorrektur im Matrixmodus ist ein Wermutstropfen, der den ausgezeichneten Eindruck der Linse jedoch nicht trüben kann. Außerdem sollten Besitzer einer DSLR ohne Autofokusmotor im Gehäuse genau überlegen, ob sie auf den AF verzichten können und wollen. Dennoch: Ich kann die Linse nur empfehlen.Danke fürs lesen, kommentieren und bewerten,
euer Malachi
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22.01.2012 14:02
damit wäre ich überfordert :-) ich hab aber selbst meine Kompaktkamera seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt
20.10.2011 22:08
greetz from wallcity beartown
15.10.2011 13:43
umfassend vorgestellt. :-)