Ein unaussprechliches Geheimnis treibt die englische Studentin Grey nach Tokio: Hier hofft sie, den Schlüssel zu einer Tragödie zu finden, die sie seit Jahren verfolgt. Ein... mehr
Tokio: Roman - Mo Hayder
Die junge Studentin Grey ist von einer geheimnisvollen Obsession erfüllt: Mehr als 50 ... mehr
Jahre nach dem Massaker von Nanking im Dezember 1937, wo die japanische Armee innerhalb weniger Wochen 200.000 Menschen gefoltert und umgebracht hatte, reist die Engl...
Tokio, Mo Hayder
2007, 416 Seiten, Maße: 12 x 18,7 cm, Taschenbuch, DeutschDtsch. v. Ute ThiemannEin ... mehr
unaussprechliches Geheimnis treibt die englische Studentin Grey nach Tokio: Hier hofft sie, den Schlüssel zu einer Tragödie zu finden, die sie seit Jahren ver...
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Pro: spannend, komplex aufgebaut, überraschende Enthüllungen Kontra: man braucht einen robusten Magen und gute Nerven
Ein unaussprechliches Geheimnis treibt die englische Studentin Grey nach Tokio. Hier hofft sie, den Schlüssel zu einer Tragödie zu finden, die sie seit Jahren verfolgt. Ein Filmausschnitt, der Gräueltaten japanischer Soldaten im chinesischen Nanking 1937 ...
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Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich
12.02.2006
(14.02.2006)
Tokio MO-tel Bewertung für Tokio - Roman / Mo Haydervon
sandwarrior
Pro: Story, Schreibstil, Spannung Kontra: nix für zartbeseitete
Tokio MO-tel
Fans von Mo Hayder dürften nach " derVogelmann" und "die Behandlung" auf das neueste Werk von ihr mehr als gespannt sein.
In welche menschliche Abgründe würde sie uns diesmal entführen?
Schafft sie es wieder, uns mit einer kaum zu verges ...
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Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich
10.01.2006
Verstörung Bewertung für Tokio - Roman / Mo Haydervon
Celander
Pro: Verstörend, zu Herzen gehend Kontra: Nichts. (Wer keine Brutalität und Grausamkeit mag, sollte den Roman meiden. Wer Brutalität und Grausamkeit mag, auch, denn Voyeuristen werden nicht bedient.)
"Tokio" ist nicht nur eine Geschichte. "Tokio" ist reine, zum Leben erwachte Geschichte, die, wie jede Geschichte - weil sie unsere Geschichte ist - machtvoll fortwirkt bis heute. Das ist das eine.
"Tokio" ist nicht nur e i n e Geschicht ...
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Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich
26.05.2007
Mo in Tokio Bewertung für Tokio - Roman / Mo Haydervon
DottiGross
Pro: Spannend | Schreibstil, der gefällt Kontra: Ende enttäuschend | teilweise geschmacklos
| Fakten
Titel: Tokio
Autor/in: Mo Hayder
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-46320-6
Preis: 8,95 EUR
Seiten: 415
| Kaufgrund
Die alljährliche Bücherbestellung stand wieder an und als ich beim Stöbern durch das Sortiment auf den Roman "Tokio" von ...
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Es gibt Autoren, die lassen den geneigten Leser auch nach mehreren Büchern immer noch in einem gewissen Zwiespalt. Man kann sie nur schwer oder gar nicht einordnen, dennoch oder vielleicht gerade deswegen greift man immer mal wieder zu ihren Bücher. Für m ...
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Tokio: Roman - Mo Hayder
Die junge Studentin Grey ist von einer geheimnisvollen Obsession erfüllt: Mehr als 50 ... mehr
Jahre nach dem Massaker von Nanking im Dezember 1937, wo die japanische Armee innerhalb weniger Wochen 200.000 Menschen gefoltert und umgebracht hatte, reist die Engländerin ins ferne Tokio, um einen der letzten Überlebenden der Geschehnisse aufzusuchen. Von dem chinesischen Professor Shi Chongming erwartet sie den Zugang zu Filmmaterial, das nicht nur die japanischen Gräueltaten dokumentiert, sondern auch ein Rätsel in ihrer eigenen Vergangenheit auflösen soll. Der Professor reagiert abweisend und ist erbost über die aufdringlichen Besuche der jungen Frau. Sie bleibt jedoch hartnäckig und richtet sich auf einen längeren Aufenthalt in der fremden Stadt Tokio ein. Kurz entschlossen quartiert sich die mittellose Grey bei einem amerikanischen Studenten ein, der zusammen mit zwei Russinnen in einem verfallenen Palast wohnt. Svetlana und Irina arbeiten als Geishas in einem exklusiven Nachtclub mit illustrem Publikum. Auf deren Vermittlung hin nimmt sie dort einen lukrativen Job an. Im Nachtclub begegnet sie einem geheimnisvollen alten Mann, dem Mafia-Boss Fuyuki, der die Gesellschaft Greys bald schätzen lernt. Eher durch Zufall erfährt Professor Shi Chongming von Greys Tätigkeit als Geisha und ihrer Bekanntschaft mit dem Yakuza Fuyuki. Nach der Erwähnung Fuyukis zeigt er sich plötzlich an der jungen Studentin interessiert und macht ihr ein Angebot: Sie soll für ihn den Yakuza beobachten, wofür er ihr als Gegenleistung schrittweise Zugang zu dem geheimen Filmmaterial gewähren wird. Nach ihren beiden reißerischen Psychothrillern Der Vogelmann und Die Behandlung überrascht die englische Autorin Mo Hayder mit einem tiefgründigen und erschütternden Roman über die japanischen Kriegsverbrechen in China. Zwar löst sich Hayder nicht ganz von ihren bisher typischen Erzählmustern, die Sex, Gewalt und Tod sehr brutal, ekelerregend bis hin zur Obszönität darstellten. Doch vor dem Hintergrund der japanischen Kriegsgräuel vor und während des 2. Weltkrieges machen solche schonungslosen Schilderungen sogar durchaus Sinn. Die Massenverbrechen der japanischen Armee stellen in Japan nach wie ein Tabu-Thema dar. Um diese prekären Spannungen im ungelösten Verhältnis zwischen Chinesen und Japanern darzustellen, bettet Mo Hayder ihre Handlung geschickt in zwei Zeit- und Erzählebenen ein: hier die mysteriösen Selbstfindungsversuche der jungen Studentin Grey im Sommer 1990, dort die schrecklichen Erinnerungen eines zunächst anonymen Tagebuchschreibers im Jahre 1937. In Tokio ist es Mo Hayder eindrucksvoll gelungen, den lebensnotwendigen Sinn und die Bedeutung von Vergangenheitsbewältigung drastisch zu schildern. Denn ihren tragischen Protagonisten bleibt verwehrt, was Bernhard Schlink einmal für die deutschen Verhältnisse formulierte, nämlich das Vergangene so in Ordnung zu bringen, dass seine Erinnerung nicht mehr auf der Gegenwart lastet. --Christian Koch