Der Sonne entgegen
31.05.2007
Pro:
Tadlellos funktionierende Freisprecheinrichtung, kein Kfz - Einbausatz für Autoradios notwendig
Kontra:
Absturz nach Datenübertragung, viel zu dick für die Westentasche
Empfehlenswert:
Nein
 ventimiglia
Über sich:
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Erfahrungsberichte:11
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die Reise gen Süden ist lang, doch das Kassettenradio ist alt - so alt, dass es über keinen AUX-Ausgang verfügt. Und so muss der Fahrer immer wieder die gleiche Kassette durchlaufen lassen, um seine schlafende Beifahrerin nicht zu wecken. Also grübelt er über die Alternativen: Entweder er kauft ein neues MP3-fähiges Autoradio, einen Adapter, der in den Kassettenschacht eingeführt wird, oder man besorgt sich einen FM-Transmitter. So bezeichnet man Geräte, die schwächere, frequenzmodulierte UKW-Radiosender erzeugen. Sie werden zur Übertragung von Musik und Sprache über kurze Distanzen benutzt und findet z. B. im Autokino und bei tragbaren Musikabspielgeräten Anwendung. Drahtlose Übertragung
Das neueste Einsatzgebiet für FM-Transmitter sind mobile Navigationssysteme wie das Tom Tom Go 910. Intelligente Lösung: Der Transmitter sitzt in der Halterung, mit deren Hilfe das Navi per Saugnapf an der Windschutzscheibe des Autos befestigt wird. In der Halterung befinden sich zudem die Anschlüsse für Kfz-Ladekabel und iPod. Beim Anstellen des Tom Tom wird gefragt, ob man per FM-Transmitter Verbindung zum Autoradio aufnehmen möchte. Stimmt man zu, wird das Go 910 auch zur Abspielstation für MP3s. Von den 20 Gigabyte des internen Speichers stehen zwölf für Musik, Fotos, weitere Karten oder Navi-Stimmen zur Verfügung. Das Überspielen von Songs auf das Go 910 ist zumindest für längere Fahrten sinnvoll und wird mittels der Software Tom Tom Home bewerkstelligt. Absturz nach Datenübermittlung
Ist diese von der mitgelieferten CD aus installiert, können Musiktitel kinderleicht auf die Festplatte des Navis verschoben werden. Das Go 910 wird zuvor über einen USB-Adapter an den PC angeschlossen. Nachteil: Das Go 910 stürzt nach dem Datentransfer auch schon mal gerne ab. Geht gar nichts mehr, sollte der Restart-Button betätigt werden. Das geht über eine Nadel oder Ähnliches, die in ein Loch neben dem Anschluss für den FM-Transmitter gesteckt wird. Außerdem kann das Tom Tom nur Lieder im MP3-Format abspielen. Wer nun Titel im populären Windows-Media-Audio-Format (WMA) hat, muss diese vorher umständlich in MP3s konvertieren. Entspannung pur
Entspannung schafft auch die Freisprechfunktion des Go 910. Diese ist jedoch nur bei Handys mit Bluetooth möglich. Außerdem sollte man darauf achten, dass außer der Bluetooth-Funktion auch die automatische Rufannahme des Mobiltelefons aktiviert ist. Ein Pluspunkt im Hinblick auf die Verkehrssicherheit ist, dass das Tom Tom eingehende Nachrichten vorlesen kann. Gleiches gilt auch für Straßen- und Orstnamen. Auf der Festplatte des Go 910 ist Kartenmaterial für 19 europäischen Länder, die USA oder Kanada vorinstalliert. Dabei tun sich in Osteuropa allerdings große Lücken auf. In Ungarn deckt das Kartenmaterial nur 40, in Polen 26 und in der Slowakei sogar nur 16 Prozent des Territoriums ab. Dafür ist die Navigation zuverlässig wie von Tom Tom gewohnt, die Anweisungen von Computerstimme "Lisa" dank FM-Übertragung ans Autoradio wunderbar zu verstehen. Der berührungsempfindliche Bildschirm mit einer Auflösung von 480 x 272 Pixeln ist ausreichend groß, bei Sonneneinstrahlung jedoch je nach Winkel nicht immer 100-prozentig ablesbar. In unbekannten Städten als hilfreich erweist sich das Navigieren zu "Orten von Interesse" (OVIs) wie Restaurants, Hotels oder Tankstellen. Schade nur, dass es Lücken in der Liste gibt. So war die mir durchaus bekannte ÖMV-Tankstelle an der Zschocherschen Straße in Leipzig nicht zu finden. Nicht für die Westentasche
Die große Festplatte des Tom Tom ist zwar für lange Fahrten mit jeder Menge Musik wie geschaffen, sie hat aber auch ihren Nachteil. Mit Abmessungen von 112 x 81 x 66 Millimetern und einem Gewicht von 340 Gramm ist das Go 910 im Gegensatz zu den meisten reinen Navis für Westentaschen absolut ungeeignet. Tom Tom hat zwar auch eine schwarze Tasche gedacht, die über einen Ring z. B. am Schlüsselbund befestigt werden kann, aber die Handtasche der besseren Hälfte ist sicherlich eher als sicherer Hort gedacht. Allerdings kann sie dafür bei langen Touren sanft auf dem Beifahrersitz schlummern. Fazit: Teuer muss nicht immer gut sein. Das Go 910 bietet alles in einem, aber es wirkt nicht ausgereift.
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03.06.2007 10:06
der Bericht gefällt mir sehr gut :-) - Otto
31.05.2007 21:45
SH&LG Georg ;-))
31.05.2007 21:09
Irgendwann kaufen wir uns auch mal ein Navi, aber bisher hat es auch ohne geklappt. Schöner Bericht! LG Sapiko