Tomb Raider - Der Film

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Prämierter Erfahrungsbericht

Lara Croft, sexy Cyberwoman erwacht zum Leben

5  10.07.2001 (11.07.2001)

Pro:
Spannend, originell, tolle Effekte,

Kontra:
zuviel Tiefgang wird in dieser Art Filme wohl keiner erwarten? !

Empfehlenswert: Ja 

iski

Über sich: Hallo - Ich wohne in Salzburg und mag Ciao - die vielen unterschiedlichen Berichte und Meinungen und...

Mitglied seit:01.09.2000

Erfahrungsberichte:58

Vertrauende:10

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 157 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Mit meinem Freund habe ich mir vor kurzem den Film Tomb Raider angesehen und er hat uns beiden sehr gut gefallen. Kann nicht verstehen, wieso der Film hier so vielen so schlecht gefallen hat - vielleicht weils mal eine Superfrau und kein Supermann ist?

Lara Croft ist ja die Cyber-Superfrau und virtuelle Sexgöttin schlechthin. 1996 wurde das Action-Adventurespiel Tomb Raider (Eidos) mit der PC-Heldin kreiert und seitdem als PC- und Playstationgame ca. 25 Millionen Mal verkauft. In den Spielen muß man als Lara allerhand Abenteuer an den tollsten Orten bestehen, viele, viele Schurken erledigen und allerhand Rätsel lösen. Die Spiele-Lara ist eine clevere und äußerst sportliche Heldin mit einer atemberaubenden Figur, die meist mit Hotpants, einem ihre großen Brüste betonenden T-Shirt, einem kleinen Rucksack und schwer bewaffnet die Welt vor Bösewichten rettet. Als Tochter eines Lords und Archäologin hat sie auch einigen Grips. Nun sollte also diese Pixel-Ikone zum Leben erweckt werden und uns in einem Film in ihren Bann ziehen.

Ich habe Lara Croft erst vor ca. 1 Jahr durch meinen Freund kennengelernt, der alle 4 PC-Spiele mit Begeisterung durchgespielt hat - das 5. (Die Chronik) spielen wir gerade gemeinsam und es macht riesigen Spaß. Wir waren auch beide sehr neugierig auf diesen Film, erhofften uns aber nicht viel, da meist Filme, die nach Spielen oder Comics gemacht werden, nicht besonders gut sind. Hier wurden wir allerdings beide angenehm überrascht, denn dieser Film ist wirklich sehr gut gelungen.

DER FILM
*********
Beginnen tut der Film schon mal mit Action – Lady Lara Croft (Angelina Jolie) kämpft gegen einen lebensgefährlichen Hightech-Kampfroboter, der aussieht wie eine riesige Krabbe – so sehen aber nur ihre Trainingssessions in ihrem riesigen Schloß Croft Manor in England aus. Dort lebt sie, wenn sie nicht gerade die Welt rettet, mit ihrem Butler Hilary (Chris Barrie) und dem in einem Wohnwagen lebenden Hightech-Freak Bryce (Noah Taylor), der einiges an technischen Spielereien kreiert hat.

Die Story: Vor tausenden von Jahren ist ein Himmelskörper auf die Erde gestürzt, in dem Menschen eine mysteriöse kristallene Substanz gefunden haben. Sie formten daraus das Symbol eines allsehenden Auges, das überirdische Macht verleiht, man kann damit die Zeit beeinflussen bzw. durchreisen. Ein Priester erkannte aber die Gefahr und ließ es zerstören – es wurde in 3 Teile zerteilt, diese an 3 entgegengesetzten geheimen Orten in der Welt versteckt. Wenn sie allerdings gefunden und zusammengesetzt werden, kann es alle 5000 Jahre bei einer bestimmten Planetenkonstellation, bei der zugleich auch eine absolute Sonnenfinsternis stattfindet, seine Wirkung entfalten. Genau diese Sonnenfinsternis steht nun bevor und eine mächtige Geheimloge, die Illuminaten bzw. die Erleuchteten, die bereits einen Teil dieses Artefakts haben, möchten damit die Weltherrschaft übernehmen.
Durch eine bereits vor Jahren hinterlegte Botschaft ihres Laras bereits früh verstorbener Vaters Lord Croft (Jon Voight) entdeckt sie ein großes rundes „Steinamulett“ – den Schlüssel zu den anderen Teilen. Lara Croft sucht einen Experten auf, um mehr darüber zu erfahren – sie trifft dabei auf den gutaussehenden Oberbösewicht Manfred Powell (Iain Glen), der von den Erleuchteten beauftragt ist, die restlichen Teile zu finden. Auch ihren alten Bekannten (Freund?) Alex (Daniel Graig) trifft sie, der allerdings mit ihren Feinden zusammenarbeitet. Während Lara nun beim Bungee-Ballett entspannt (eine meiner Lieblingsszenen), dringen die Schurken Powells in ihr Anwesen einLara kämpft sich tapfer durch – toll ist auch die Motorradszene - kann aber nicht verhindern, daß das wertvolle und sehr gut gesicherte Steinamulett gestohlen wird.
Daraufhin folgt sie Powell und auch Alex in den Dschungel Kambodschas, wo im Grab des tanzenden Lichts das zweite Teil versteckt ist – da gibt es auch in guter alter Tomb Raider Manier Fallen und zum Leben erwachenden Steinwächtern – tolle Szenen und gute Tricks! Weiter geht’s dann nach Sibirien in die Eiswüste – hier wartet eine einmalige Nachbildung der Konstellation der Sterne im Meer und hier findet auch das – wie ich finde toll gemachte – Finale statt.


HINTERGRUNDINFOS:
*********************
Bei einer Vorabaufführung in Oregon fiel der Film glatt beim Testpublikum durch – in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ wurde der Film in nur 6 Wochen neu geschnitten, bei der Premiere hat er dann gefallen. Interessant fand ich, dass ihr Vater im Film Lord Croft von ihrem richtigen Daddy Jon Voight gespielt wurde.
Angelina Jolie begann bereits 3 Monate vor dem ersten Drehtag ein rigoroses Diät- und Trainingsprogramm, um physische Kraft aufzubauen, Laras Fitness zu bekommen und ihre Fights zu beherrschen. Sie machte eine militärische Ausbildung, während der sie schießen und mit Waffen umzugehen lernte, machte Box- und Krafttraining, versch. Gymnastikeinheiten, Kurse für Motorradfahren, Bungespringen, lernte kickboxen, Tiefseetauchen, Yoga, den englischen Akzent, das Beherrschen von Rennschlitten und auf der Themse Kanufahren. Sie machte sehr viele heikle Sequenzen selbst, auch das Bungeeballett. Da Lara Croft sehr große Brüste hat, mußte Angelina mit einem Wondebra etwas nachhelfen – von Körbchengröße 36C auf 36D. Witzig fand ich, dass Angelina in einem Interview sagte, dass sie beim PC-Spiel ziemlich unbegabt sei und nie weit gekommen ist, aber sie habe Lara oft absichtlich sterben lassen, da sie so toll stöhnt, das fand sie am besten. *gg*
Angelina J. ist ein Tattoofan und fasziniert vom Tod (wollte als Kind Bestattungsunternehmerin werden). Sie hat sich das chinesische Zeichen dafür tätowieren lassen und ihren Körper zieren auch noch alte indianische Symbole, ein Drachen und ein schwarzes Kreuz.

FILMDATEN:
************
Die Dreharbeiten dauerten 6 Monate, Paramount Pictures investierte 1,6 Milliarden Schilling in den Film, davon 560 Millionen in die Web-Kampagne - Hauptzielgruppe waren schließlich die PC-User, die die Tomb Raider Spiele spielten. Der Film spielte in den USA am ersten Wochenende ca. 48 Millionen Dollar ein.

Schauspieler: Angelina Jolie, Daniel Craig, Noah Taylor, Chris Barrie, Julian Rhind-Tutt, Leslie Phillips, Mark Collie, Jon Voight, Rachel Appleton u.a.
Regie: Simon West
Produktion: Lawrence Gordon
Kamera: Peter Menzies jr.
Prod.Design: Kirk Petruccell
Schnitt: Glen Scantlebury
Kostüm-Design: Lindy Hemming
Musik: Graeme Revell


MEINE EINDRÜCKE:
*******************
Was hat mir am Film nun besonders gefallen? Es war nie langweilig, es gab durchgehend Action, es ging ziemlich rasant von einer Szene in die andere, auch Lara war irrsinnig schnell unterwegs und es gab viele originelle Wendung und Szenen im Film. Fasziniert hat mich die Szene, wie sie am Bungeeseil hängend in luftiger Höhe nach klassischer Musik herumturnt bzw. entspannt, die Motorradszene und toll fand ich auch zum Schluß das Orrery (Apparatur, das die Positionen und Bewegungen/Phasen der Planeten und Satelliten im Solarsystem repräsentiert). Überhaupt waren im Film viele, viele sehr gute, einzigartige und spektakuläre Spezialeffekte und die Schauplätze waren wunderbar. Gut hat mir auch das Croft-Anwesen gefallen, das aus einer Mischung cooler britischer Traditionen und modernster Technologie bestand. Gut fand ich auch, dass endlich auch mal eine Frau die Heldin ist und dass es mal keine Sexszenen gab.
Angelina Jolie spielte die Rolle der Lara Croft wirklich hervorragend, aber auch die anderen haben mir gut gefallen. Besonderen Tiefgang hatte der Film natürlich nicht, aber das hat ja glaube ich auch niemand erwartet. Gegenüber den meisten Actionfilmen, in denen es nur um Gewalt und einer dumpfsinnigen Handlung geht, fand ich aber auch die Story interessant und passend. Ich finde, die Spiele-Lara wurde perfekt zum Leben erweckt. Wenn für manche diese Frau zu stark, zu intelligent, kurz zu perfekt sein sollte, sollte er nicht vergessen, es ist schließlich nur eine virtuelle Phantasiefigur.
Ich werde mir sicher auch den geplanten nächsten Teil ansehen. Wenn ich euch neugierig gemacht habe, seht euch diesen Film mal an – gönnt euch eine kurzweilige, actionreiche und spannende Zeit.

Bye iski


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Cuchulainn1981

Cuchulainn1981

17.09.2005 22:19

Sehr guter Bericht und Gratulation zum Diamanten :) Lara kann es aber nicht mit Indiana Jones aufnehmen! :)

YeahGuy1

YeahGuy1

11.05.2005 17:26

Der hat mir auch jut gefallen!

Tweety-88

Tweety-88

29.04.2004 14:31

Den hab ich auch im Kino gesehen.

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