Schade, sie war nicht nackt ;)
19.05.2003
Pro:
Action pur, Angelina Jolie
Kontra:
keine echten Charaktere, Story mau, Dialoge Mangelware
Empfehlenswert:
Ja
 gnoi
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:172
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 86 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Tomb Raider, wohl kaum ein Videogame hat in den letzten Jahren für solches Aufsehen gesorgt wie diese Action-Adventure Spielchen rund um dessen Hauptcharakterin Lara Croft. Und um aus der ganzen Angelegenheit noch ein bisschen mehr Profit zu schlagen, hab sich ein paar kluge Köpfe vor ein paar Jahren gedacht, doch auch mal einen kleinen Film um die schießwütige, vollbusige Brünette zu drehen. Ich selbst hasse ja solche kommerzmäßigen Ausschlachtungen wie die Pest. Dennoch, auch ich hab mich heute mal an den Film gewagt, obwohl ich zudem nie ein Fan des gleichnamigen Spiels war...
@@@ Story @@@ Alle 5000 Jahre ist es soweit, alle Planeten unseres Sonnensystems befinden sich in einer Reihe. Dies ist der Zeitpunkt, an dem das sog. „Dreieck der Macht“ aktiviert werden kann. Jenes Dreieck wurde vor geraumer Zeit in zwei Hälften gespalten, da es dem Besitzer mit selbigem möglich war solche gigantische, gottesähnliche Macht zu erlangen, dass damit großer Schaden für die Menschheit herbeigeführt wurde. Aus diesem Grunde wurden die beiden Hälften des Dreiecks in zwei Orten der Welt versteckt, auf dass niemand mehr in die Macht dieses Teils komme. Nun steht der Tag bevor, an dem eine Gruppe, die sich selbst die Erleuchteten nennen, beide Teile zusammenfügen wollen. Dies ist jedoch nur mit Hilfe des sog. „Allsehenden Auge“ möglich, das einst im Besitz von Laras Vater war, welches nun aber nach dem Tod jenes Vaters von Lara gefunden wird. Es vergeht kaum ein Tag und eine Gruppe der Erleuchteten unter der Führung eines Kerls namens Manfred Powell reißt das Auge an sich. Nun liegt es an Lara, die bösen Buben aufzuspüren und das Zusammenfügen der Teile zu verhindern. Eine actionreiche Abenteuerjagd beginnt...
@@@ Meine Meinung @@@
Wie oben bereits angedeutet, halte ich eigentlich nix von solchen Filmen, die allein auf Massenkompatibilität getrimmt sind, im Endeffekt aber nur auf niedrigstem Niveau daherkommen. Trotzdem wollte ich mal reinschauen, konnte man doch zumindest eine Art neuzeitliches Indiana Jones erwarten, schließlich ist Mrs. Croft ebenfalls Archäologin o.ä. Und ich muss sagen, meine Vermutung war schon richtig. Storymäßig bekommen wir mal wieder eine „Superheld-muss-Welt-retten-Story“ aufgetischt, die auch in „Tomb Raider“ nicht wahnsinnig originell rüberkommt, aber dennoch nett mit anzusehen ist. Die Devise lautet Action, Action und noch mal Action. Wer hier intellektfordernde Dialoge oder einen vertrackten Storyhergang erwartet, der ist hier sicher falsch. Praktisch von der ersten bis zur letzen Minute erleben wir Action pur. Anfangs sehen wir beispielsweise, wie sich Lara in einer Art Trainingssimulation gegen ein mechanisches Monster zur Wehr setzen muss und dabei in bekannter Videospielmanier hin- und herhüpft was das Zeug hält und dabei wie eine Irre mir ihren beiden Pistolen herumschießt. Ich gebs zu, nett mit anzusehen ist das auf jeden Fall, aber Realismus wird hier wahrlich nicht großgeschrieben. Aber egal, dafür blitzt und knallt es an jeder Ecke, es ist immer was los. Actionfreunde kommen also voll auf ihre Kosten. Passend in Szene gesetzt sind die Szenen stets mit rasanter Kamerafahrten, über die man wahrlich nicht meckern kann. Hervorheben sollte man aber nicht nur die Actionszenen an sich, sondern auch die Kulissen, in die selbige eingebettet sind. Größtenteils befinden wir uns an exotischen Plätzen, irgendwo im Dschungel Asiens. Die Action an sich passiert dann in mystisch daherkommenden Katakomben (oder wie man diese Höhlen halt nennt). Die Atmosphäre in diesen riesigen, dunklen Gewölben ist schon richtig schick. Überall blitzt es mal wieder, Nebel steigt teilweise auf und die religiös anmutende Kulisse mit ihren Artefakten, Skulpturen u.ä. antiker Kulturen macht ebenfalls schwer was her. Was mir noch besser gefallen hätte, wäre wenn die Macher eine spektakulärere musikalische Untermalung gewählt hätten. A la Indiana Jones, um bei dem eben gestellten Vergleich zu bleiben. Etwas spannungsgeladenes halt. Ich hab nämlich eigentlich keine einzige Note der Musik im Ohr, obwohl ich den Film gerade eben erst gesehen habe. Schade. Aber wenn das akustische in diesem Fall schon eher unspektakulär ist, bekommen wir doch einen optischen Genuss geboten.
Die Story ist wie gesagt zwar vorhanden, in meinen Augen aber eher zweitrangig zu bewerten. Neben dem zu verhindernden Zusammenfügen der beiden Dreiecksteile, wird auch immer wieder kurz angedeutet, dass Lara mit Hilfe des Dreiecks selbst Macht erlangen will, um damit ihren verstorbenen Vater ins Leben zurückzuholen. Ob ihr das gelingt, könnt ihr euch ja anschauen, wichtig ist es aber eigentlich nicht.
Was bleibt sonst noch? Ach ja, die Schauspieler natürlich. Also, Angelina Jolie macht ihren Part als vollbusiges Actionweib eigentlich ganz vortrefflich. Klar, eine großartige Charakterrolle hat die Dame nicht zu bewältigen, aber na und, mich störts nicht. Wie immer in solchen Filmen haben wir dann natürlich auch einen Gegenspieler, der hier repräsentativ für die „Erleuchteten“ steht. Es handelt sich um Manfred Powell (Iain Glen). Er macht seine Rolle auch recht okay, es mag zwar sicher schlimmere Bösewichte in der Filmgeschichte gegeben haben, aber wirklich daneben fand ich seine Leistung dann auch wieder nicht. Die anderen Darsteller haben dann eher Adjutantenstatus, spielen aber ehrlich gesagt kaum eine größere Rolle. Im Prinzip ist „Tomb Raider“ eh eine One-Women-Show.
Eines will ich ja noch erwähnen, ich gebs nämlich zu, dass ich mir erhofft habe die gute Mrs. Croft auch mal entblößt, sprich nackisch, zu sehen, ich weiß ich bin ein Voyeur, aber ich muss schon sagen, Angelina Jolie, die bekanntermaßen die Figur Lara Croft verkörpert, macht schon was her, das lässt sich gar nicht abstreiten. Männer werden denke ich schon ihren Gefallen daran finden, wie sch die leichtbekleidete Dame durch die Szenen wuselt. Leider bekam ich dann aber doch keine nackte Haut zu sehen, bis auf eine angedeutete Szene ziemlich am Anfang...
@@@ Daten @@@ Regie: Simon West Darsteller: Angelina Jolie, Jon Voight, Iain Glenn, Daniel Craig, Noah Taylor, Chris Barrie Produktion: Lawrence Gordon, Lloyd LewinColin Wilson Erschienen: 2001 (USA) FSK: 12 Dauer: ca. 94 Minuten
@@@ Fazit @@@ Also noch mal: „Tomb Raider“ hat ganz klar seine Stärken in Actionbereich, das ist nicht wegzudiskutieren. Und gut in Szene gesetzt sind diese Szenen ebenfalls. Kränkeln tut der Film allerdings an einer recht schwachen Handlung, die ohne große Höhepunkt, sieht man mal vom Ende ab, daherkommt und auch nicht wahnsinnig spannend auf mich gewirkt hat. Wie der Film endet, kann sich ja jeder halbwegs logisch denkende ausmalen. Auch hätten die Dialoge besser ausfallen können, vielleicht hätte man auch den einen oder anderen situationsbezogenen Witz einbauen können (ich verweise mal wieder auf Indiana Jones). Ansonsten kann ich den Film aber durchaus empfehlen, auch für Nicht-Lara-Fans. Wenn auch nicht gerade ein filmisches Highlight, so ist der Film doch für einen netten Videoabend allemal geeignet.
Shake Heads Euer gnoi
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25.12.2003 18:01
ja die Charaktere fehlten auch mir schöner bericht
17.08.2003 20:55
4 Sterne gibst du den Film??? Ich habe mir den auf DVD zugelegt und war mehr als bloss entäuscht. Die Story ist noch langweiliger und durchschaubarer wie bei Schwarzenegger Filmen und die Schauspieler spielen ihre Rollen, als hätte man sie auf der Straße aufgeschnappt. Ich weiß das du dies auch als Kontra siehst, aber 4 Sterne? *kopfschüttel* Bei mir wären es allerhöchstens zwei geworden.
25.05.2003 15:28
oooch, wenn sie nackt gewesen wäre, haätte es die Chance, das ich mir den Film ansehe, von 5 auf 8% erhöht...! Neee, nix für mich, dieser Streifen! CU, Termie