So persönlich kann ein Videorecorder sein
16.08.2002 (04.11.2002)
Pro:
Einfache Menüführung, großer Funktionsumfang, einfacher Einbau von anderen Festplatten möglich
Kontra:
Altmodisches vierstelliges Display, Gerät wird sehr heiß, Menüführung etwas zu langsam
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Handhabung/Komfort:
Installation
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 ManuelCalavera
Über sich:
Mitglied seit:22.04.2000
Erfahrungsberichte:50
Vertrauende:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 64 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Bei diesem Modell handelt es sich um einen Satelliten-Receiver mit ZWEI getrennten Eingängen für digitalen Fernseh- und Radoempfang (ist wichtig, denn analoge Signale verarbeitet es nicht), einer eingebauten Festplatte mit 40 GB, die im Schnitt 20 Stunden an Sendungen aufnehmen kann und zwei CI-Schächten, um Bezahlfernsehen wie z.B. Premiere oder Canal+ zu ermöglichen. Alles perfekt vereint in einem Gerät. Von außen ist der 4000er kaum von anderen zu unterscheiden. Die wenigen Knöpfe sind hinter einer Klappe verdeckt und nur die für Sat-Receiver typische vierstellige 7-Segment-LED-Anzeige, die die diversen Stati wie Kanalnummer, Wiedergabe- oder Aufnahmestatus anzeigt, leuchtet fröhlich vor sich hin (im Standby-Betrieb zeigt sie die Uhrzeit an). Unterm Strich sieht das Gerät wie jeder andere kompakte Sat-Receiver aus.
EMPFANG Hier wird es schon weitaus interessanter. Wie schon erwähnt sind zwei Sat-Tuner vorhanden. Somit kann man z.B. gleichzeitig eine Sendung aufnehmen und eine weitere anschauen, zwei unterschiedlich positionierte LNBs (z.B. Astra UND Hotbird) oder sogar eine Drehanlage anschließen. Egal wie...man ist nicht mehr gezwungen sich einen zweiten Sat-Receiver hinzustellen, wenn man mal gleichzeitig aufnehmen und etwas anderen anschauen möchte. Selbst 'dolby-digital'-codierte Sendungen können dementsprechend an die Surround-HiFi-Anlage weitergegeben werden. Insgesamt stehen 3500 Fernseh- und 1500 Radiosenderkanäle zur Verfügung...sollte auch für schlechte Zeiten reichen. :-)
PVR Nun zum eigentlichen Objekt der Begierde: dem PVR. Dies ist eigentlich nichts anderes wie ein normaler Videorecorder, der aber durch eine entsprechend groß dimensionierte Festplatte realisiert wurde, wo man damals immer mit Kassetten füttern mußte. Dadurch ergibt sich eine immense Qualitätssteigerung bei der verlustfreien Aufnahme und Wiedergabe mit dem Zusatz von vielen, komfortablen Funktionen, wie man sie sich schon immer gewünscht hat. Dazu gehört z.B. das sogenannte 'Timeshiftung', die zeitversetzte Wiedergabe von Sendungen. Ist dieses eingeschaltet, zeichnet der PVR den aktuellen Sender ständig mit während man etwas anschaut und man kann auf Wunsch auch mal pausieren und später weiterschauen.
Nicht verstanden? Beispiel! Nehmen wir mal an eine Sendung startet um 20:15 Uhr. Der Receiver wird eingeschaltet, man schaut vergnügt das Programm und plötzlich kommt eine Störung (Anruf von der Schwiegermutter, jemand klingelt, ungeplanter Klobesuch, etc.). Dann braucht man nur 'Pause' zu drücken und kann DANN weiterschauen, wenn man wieder Zeit hat. Im Hintergrund wird während dieser Zeit das Programm ständig weiter aufgenommen. EPG Weiterhin hilft einem der EPG (Electronic Program Guide) zur Aufnahme von Sendungen. Dies ist quasi eine Programmübersicht, die schon heute von vielen Sendern angeboten wird. Dort sieht man den Namen der Sendung, die Start- und Endzeiten und oft sogar weitere Informationen, wo die Zeitschriften aus Papier oft versagen. Hat man die gewünschte Sendung gefunden, muß man diese zur Aufnahme nur noch mit zwei Tastenklicks bestätigen und fertig ist die Programmierung. Kein mühseliges Eingeben der Kanalnummern, ggf. Showview oder der Zeiten, wie es damals immer war.
Aufgenommene Sendungen werden übersichtlich in einem Menü (oftmals mit dem Namen der Sendung) angezeigt, wo sie dann angeschaut, umbenannt, gelöscht oder auch mit einem vierstelligen Code gesperrt werden können. So ist auch ein Archivieren von Sendungen möglich. Nebenbei kann man auch Lesezeichen setzen und so mit einem Tastendruck zu der gewünschten Stelle im Film zurückspringen. Oder eine Sequenz immer mal wiederholen. Oder sich etwas in Zeitlupe vorspielen lassen. Oder sich Infos über Videotext holen. Oder das komplette Gerät nach einer bestimmten Zeit automatisch ausschalten lassen. CI Zwar kann ich nicht aus Erfahrung reden, da ich wenig von Bezahlfernsehen halte, doch diese beiden Schächte ermöglichen die Aufnahmen von CI-Modulen (AlphaCrypt, Irdeto, Viaccess, CrytoWorks, etc.), so daß Vielgucker auch Premiere und alle anderen verschlüsselten Derivate anschauen können.
BEDIENUNG Die gut in der Hand liegende und klar gegliederte Fernbedigung übernimmt die Steuerung der unter anderem komplett deutschen Menüführung (mit 256-Farben-Menüs und 'Fernsehbild-in-Grafik'-Darstellung), die sich auf dem Fernsehschirm abspielt. Alles sieht sehr professionell aus und ist nach einer kurzer Eingewöhnungszeit sehr leicht zu bedienen. Sämtliche Funktionen und Einstellungen lassen sich darüber steuern (wie schon im vorhergehenden Absatz angedeutet) und schnell wünscht man sich, daß auch die anderen HiFi- und Videokomponenten so eine Steuerung haben. BILDQUALITÄT Da sämtliche Signale digital sind, kann man schon von einer guten Qualität ausgehen und dies wird auch bestätigt. Selbst wenn man das Signal über ein einfaches Chinchkabel herausführt, sind die Farben satt und gut voneinander getrennt. Auch das angezeigte Menü wird klar und deutlich dargestellt.
KLANGQUALITÄT Auch hier kann man über den Topfield nichts schlechtes berichten. Egal ob über Chinch oder optisches Kabel, ist der Klang in jeder Hinsicht super. NOCH MEHR AUFNEHMEN? Sollten einem irgendwann die 40 GB der Festplatte zu klein sein, kann man auch selber eine größere einbauen. Dazu ist eigentlich jede handelsübliche IDE-Festplatte bis 160 GB ausreichend. So kann man schnell mal auf 80 Stunden Aufnahmezeit kommen - über drei Tage am Stück. Wer schlau ist überlegt sich eine Wechselrahmen-Geschichte. So kann man sich mit Festplatten eindecken und archivierte Sendungen darauf lagern - wie damals auf Videokassetten. Aber nicht vergessen, daß durch den Eingriff die Garantie wegfällt.
PROGRAMMIERUNG Wer Ordnung halten möchte in der Kanalbelegung, sollte sich ein Nullmodemkabel zulegen und das Gerät mit Hilfes eines Computers konfigurieren. Hilfe und Software gibt es im Internet genug, so daß man dort auf einfache Weise alle wichtigen Einstellungen vornehmen kann. Auch die Firmware läßt sich auf diese Weise schnell und einfach aktualisieren. KRITIK Negativ aufgefallen ist mir am meisten die heftige Wärmeentwicklung der Elektronik und der Festplatte. Gerade letztere wird quasi kochend heiß. Auch wenn die Garantie nun nicht mehr vorhanden ist, habe ich die Festplatte mittels eines längeren IDE-Kabels ausgelagert und hinter das Gerät gelegt. Ist genauso gut und letztendlich erspart man sich den Hitzetod. Zudem könnte die Menüführung etwas flotter und das Display moderner sein. Selbst die 'Volksbox' hatte vor einigen Jahren schon informative Displays mit den kompletten Sendernamen.
FAZIT Persönlicher kann man sich das Fernsehprogramm wohl nicht mehr gestalten. Nach wenigen Tagen beherrscht man die grundlegenden Funktionen spielend und alles weitere ergibt sich mit der Zeit. Meiner Meinung nach wird jeder Technikbegeisterte seinen Videorekorder wegschmeißen, wenn er einmal die Vorzüge des 'Topfield 4000 PVR' kennengelernt hat. Selbst über Ruckeln oder Aussetzer konnte ich mich bislang nicht beschweren.
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25.04.2005 23:03
schöin...
24.01.2005 21:38
richtig gut gemacht *lob*
20.09.2004 11:52
Einwandfreier Bericht, dem ich nur zwei Hinweise als Ebenfallsbesitzer des Topfield 4000 zufügen möchte. (Eigener Bericht lohnt sich dafür nicht) Ein gravierendes Problem hat der Topfield mit dem Ausschalter. Nimmt man gerade eine Sendung auf, ob programmiert oder von Hand gestartet, kann man den Topfield einfach ausschalten und die Aufnahme wird unterbrochen. Andersherum; wenn eine programmierte Aufnahme läuft und man schaut eine anderen Sender und die Aufnahme ist zu Ende, schaltet sich das Teil einfach aus. Bei einem spannenden Film, den man gerade „live“ schaut, bekommt man dann schon mal Panik, weil die Startzeiten des Topfield so bei etwa 20 Sekunden liegen und man etwas verpassen könnte. Ebenfalls ist es ein Problem, dass man die Daten von der Festplatte nicht direkt auf einen Computer überspielen kann, sondern dazu die Festplatte ausbauen muss. Ich möchte so einen Aufwand nicht treiben, um einen Film eventuell doch mal auf eine DVD zu brennen. Ansonsten bin ich mit dem Teil hochzufrieden, so werde ich doch seit etwa 2 Jahren kaum noch von Werbung belästigt, da ich mit dem Topfield diese sehr schnell überspringen kann. Auch das Wärmeproblem finde ich kaum kritisch, wird doch mein Computer subjektiv gesehen eigentlich viel wärmer. Wenn ein Nachfolger des Topfield die zwei oben genannten Probleme gelöst hat, werde ich mir diesen sicher zulegen (der Topfield PVR 5000 hat diese Probleme immer noch, also den noch nicht!).