Heimkino einmal anders
10.10.2003
Pro:
Klein und leicht
Kontra:
Geräusche, lange Warmlaufphase
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bildqualität
Bedienung
Ausstattung
Zuverlässigkeit
Installation
mehr
 atek
Über sich:
Mitglied seit:17.09.2003
Erfahrungsberichte:23
Vertrauende:40
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 101 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Der Toshiba TDP-P5 gehört eigentlich zu den Business Beamern. Trotzdem macht er im Heimkino eine gute Figur. Bei einer UVP von über 4000,- Euro ist das auch nicht weiter verwunderlich. Mit 1100ANSI Lumen ist er ausreichend hell und das Kontrastverhältnis liegt bei 800:1. Um jetzt nicht alle technischen Details aufzuzählen, setze ich hier den Link zur Produktbroschüre. Dort kann man sich über alle weiteren technischen Details informieren. Produktbroschüre: http://www.toshiba.de/projektoren/resources/pdf/p5d.pdf Handbuch: http://www.toshiba.de/projektoren/resources/pdf/manual_p5.pdf
Bevor ich den Beamer gekauft habe, musste ich erst einmal mein Wohnzimmer ausmessen. Leider habe ich nur knapp 3m zwischen Beamer und der Leinwand. Damit konnte das Bild Maximal 1,65 breit sein. Für meine 1,80m breite Videowand fehlten damit 15cm. Der Sanyo PLV-Z1 hätte besser gepasst. Aber erstens ist dieser zu lichtschwach und zweitens konnte ich den P5 zu einem sehr günstigen Preis erstehen. 900,- Euro war ein gutes Angebot für einen 4000,-Euro Beamer. Toshiba stellt übrigens ein Programm für seine Beamer bereit. Das berechnet automatisch die Bildgröße bei vorgegebenen Abstand. Der Haken, es gibt immer einen Haken, man muss nur damit leben können, der Haken also war, ich konnte den Beamer nur als Heimkino Beamer verwenden, da der Computereingang nicht funktionierte. Da ich eh nichts anderes vorhatte als Heimkino zu sehen, entschloss ich mich zum Kauf. Notfalls konnte man ja den Beamer bei Toshiba für 500-600 Euro reparieren lassen. Damit wäre der Beamer im noch sehr günstig. Lieferumfang: Der Beamer kommt in einer Notebook Tasche mit einem Computer- und USB Kabel, einem Audiokabel, Cinchkabel, Netzkabel und natürlich der Fernbedienung. Die Fernbedienung ist klein und leicht und hat einen schönen integrierten Laserpointer, was ich sehr positiv bewerten möchte. Dazu kommt dann noch ein Handbuch.
Betrieb: Bei der Erstinbetriebnahme fällt auf, dass der Beamer alle Anschlüsse nach einmal Signal automatisch durchsucht. Die automatische Suchfunktion kann man aber abstellen. Der Beamer braucht eine Weile bis er auf Touren kommt. Ich meine dabei nicht die 30s bis zum ersten Lichtstrahl. Nein etwa 10 bis 15 Minuten braucht er bis die Lampe richtig betriebswarm ist und das Bild störungsfrei läuft. Apropos Wärme, im Sommer sollte man nicht nur wegen der Helligkeit, sondern vor allen wegen der Hitze, erst in den Abend- und Nachtstunden „beamen“. Die Wärmeentwicklung ist enorm, auch das Gehäuse wird sehr warm. Man sollte darauf achten, dass die Hitze immer gut abgeführt wird. Das Bild ist gut und ausreichend scharf und über die Helligkeit kann man nicht klage. Bei der Schärfeneinstellung fällt auf, dass man die vom Fernsehen gewohnte Schärfe nicht bekommt. Bei der Größe des Bildes muss man wohl damit Leben. Geräuschentwicklung Der Beamer ist gut für Formel 1, Fußball, Rockkonzerte und Actionfilme. Nicht zu gebrauchen für großes Kino, mit leisen Passagen. Ausnahme man hat keine oder tolerante Nachbarn/Familienangehörige. Geworben wird der P5 mit 32dB. Das ist für Beamer ein guter Wert. Eigentlich sind nur die Philips Beamer mit 27dB wesentlich leiser. Von den Werten sollte man sich aber nicht allzu viel erhoffen. Flüstern fängt bei 20-24dB an. Alles was lauter ist wird störend empfunden. Man hat so den Eindruck der Beamer ist viel lauter als die 32dB.
Aufstellung: Hier zeigt sich, dass der P5 ein echter Business Beamer ist. Er kann leider keine kopfüber Projektion. Damit fällt eine Installation an der Decke aus. Idealerweise steht der Beamer auf den Tisch in der Mitte. An die Seite kann man den Beamer auch nicht stellen, denn da fehlt ihm die seitliche Trapezkorrektur. Ich habe dann einen Kompromiss gefunden und den Beamer auf ein Wandbord in einer Höhe von etwa 2m aufgestellt. Dabei muss der Beamer hinten hochgehoben und vorne nach unten schräg gestellt werden. Ich musste deswegen hinten eine dementsprechend hohe Leiste (3cm) unter die Füße des Beamers installieren. Der Beamer hat 3 Füße. 2 hinten und 1 vorn. Der vordere Fuß kann über einen Rastmechanismus schnell in der Höhe verstellt werden. Von den hinteren Füßen ist einer fest und einer justierbar, damit man das Bild gerade justieren kann. Über die Trapezkorrektur des Beamers habe ich dann das Bild wieder richtig eingestellt. Allerdings wird bei diesen Extremstellung des Beamers das Bild auf der Leinwand ein wenig kleiner. Lampenzähler: Der P5 zählt die Betriebsstunden der Lampe. Damit kann man überprüfen, wie lange die Lampe schon in Betrieb war, bevor sie das zeitliche gesegnet hat. Toshiba gibt eine Betriebsdauer von 2000 h für die Lampe an. Wie ich aber jetzt schon öfters gelesen habe, kann das auch mal wesentlich weniger sein. Bei Kauf von Gebraucht nutzt der Lampenzähler übrigens nichts, da man diesen jederzeit Nullen kann. Das Besorgen von Ersatzlampen würde ich wegen des Preises erst einmal bei ebay versuchen.
Geruch: Plaste die während des Betriebes ausgast ist wohl der Hauptgrund für die aufsteigenden Gerüche. Das sollte sich nach ein paar Wochen legen. Bei mir hat neben dem Beamer auch die neue Videoleinwand gerochen. Ich kann nicht sagen, welcher der beiden Gerüche stärker war.
Bedienung: Den Beamer kann man über Fernbedienung oder aber über die Bedienelemente am Beamer selbst einstellen. Einmal eingestellt, benötigt man nur noch den Ein- und Ausschalter. Manchmal ist es nötig die Schärfe nachzustellen, weil der Fokus beim entfernen des Objektivschutzes sich dejustieren kann. Fokus lässt sich nur manuell einstellen. Die Einstellungen erfolgen über ein OSD mit Pull-Down Menüs. Wer Windows kennt wird mit den Einstellungen keine Probleme haben. Der Beamer verfügt über einen Sensor. Damit werden die Lichtverhältnisse im Zimmer gemessen und die Helligkeit der Lampe automatisch angepasst. Ich halte die Geschichte bei einem 1100 ANSI LUMEN Beamer für überflüssig. Die besten Ergebnisse erreicht man meiner Meinung nach immer mit der hellsten Lampeneinstellung. Für Leute die gern sparen, sei der lampenschonende Betrieb empfohlen. Damit sinkt der Stromverbrauch und die Lampenlebensdauer steigt. Ein Genuss ist das aber dann nicht mehr. Gewicht und Größe Das sind die zwei große Pluspunkte für den P5. Die Grundfläche des P5 ist so groß wie eine DVD-Hülle und er wiegt weniger als eine Tüte Milch. Damit ist er für den mobilen Einsatz gut geeignet. Ich fand aber auch in unserer kleinen Wohnung machte er sich gut.
Fazit: Im Moment ist der P5 kein Fehlkauf, gutes Bild, klein und leicht sind seine Pluspunkte. Gegenüber einem LCD oder Plasmafernseher bieten Sie für weniger Geld ein größeres Bild Negativ empfinde ich die Geräuschentwicklung (aller Beamer), die Wärme- und Geruchsentwicklung. Weiterhin fehlt dem P5 die seitliche Trapezkorrekur und die Kopfüber Projektion. Die Helligkeit ist bei Dunkelheit und im Dämmerschein gut. Wenn es jedoch draußen taghell ist und man das Zimmer nicht ausreichend abdunkeln kann, verblast das Bild. Hier stellt sich dann die Frage. Lieber einen großen LCD Fernseher oder einen Heimkino Beamer für die Wohnung kaufen. Ich tendiere zum LCD Fernseher und warte auf den Preisrutsch. Baugleichheit: Baugleich Zum P5 gibt es auf dem Markt noch ein Modell von Infocus und von Fujitsu-Siemens das X60.
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19.01.2004 16:37
Ich konnte mir durch deinen ausführlichen Bericht einen guten Eindruck von dem Beamer machen. Mfg Der Lehrer
17.11.2003 21:53
Super Bericht, irgendwann werde ich mir auch mal so ein Teil zulegen!!!
10.11.2003 12:32
Super Bericht. Irgendwann habe ich vielleicht auch mal das Geld übrig, mir einen Beamer zu kaufen (bei soviel Urlaub, wie ich mache, wird das wohl noch ne Weile dauern). Wir haben früher immer bei einem Bekannten auf dem Bett gelegen und Filme an der Decke gekuckt. Das war ziemlich witzig. :)