Total unterschätzt und verkannt!
14.08.2001
Pro:
eines der besten Multiplayer - Spiele überhaupt !
Kontra:
Einzelspieler - Modus hammerschwer !
Empfehlenswert:
Ja
 Hiimori
Über sich:
Wer sich für Videospiele, Anime, Linux oder andere Abstrusitäten interessiert, ist bei mir genau ric...
Mitglied seit:23.07.2001
Erfahrungsberichte:96
Vertrauende:39
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Wer nach dem Spiel mit den heftigsten und besten Multiplayer-Deathmatches sucht, dem wird bestimmt nicht "Toy Commander" in den Sinn kommen - zu Unrecht! Ich möchte an dieser Stelle eine Lanze brechen für ein Spiel, das ich für total unterbewertet und verkannt halte. Denn ob man es glaubt oder nicht, gerade dieser uralte Titel aus der Anfangszeit der Dreamcast gehört auch heute noch zu den Spielen mit den besten Multiplayer-Deathmatches aller Zeiten...und das genreübergreifend!
** Vorbemerkung ** Deswegen möchte ich den Schwerpunkt meines Erfahrungsberichtes auf den genialen Multiplayer-Modus legen. Zwar werde ich auch kurz auf den Einzelspieler-Modus eingehen, da dieser jedoch so gut wie nichts mit den Multiplayer-Deathmatches zu tun hat, wird dieser Teil etwas kürzer ausfallen. Ich möchte hauptsächlich auf den unglaublichen Spaß hinweisen, den man zu zweit, dritt oder viert mit "Toy Commander" haben kann!
** Vorgeschichte ** Als das Spiel 1999 herauskam und ein Freund uns völlig suchtgepackt davon vorschwärmte, waren wir mehr als skeptisch - ein Spiel, das von wildgewordenem Spielzeug handelt, schien uns nicht sonderlich spannend zu sein. Wir waren von gewalttätigen Spielen aller Art ganz andere Kaliber gewöhnt und glaubten, unser Freund hätte nun endgültig seinen Verstand und guten Geschmack verloren.
Doch als er eines Tages zu Besuch kam, um uns in einem Multiplayer-Match von seinem neuen Lieblingsspiel zu überzeugen, waren auch wir innerhalb kürzester Zeit bekehrt und seitdem gehört "Toy Commander" zu unseren Favoriten, das wir auch heute noch - 2 Jahre später - immer wieder gerne einlegen. In kaum einem anderen Spiel sind so bösartige, heftige, perfide, taktische und abwechslungsreiche Multiplayer-Deathmatches möglich wie in dem unscheinbaren "Toy Commander" von der französischen Software-Schmiede "No Cliche"!
** Worum geht es? ** Die eigentliche Handlung des Spieles ist völlig absurd. Haltet mich nicht für bescheuert, ich war ähnlich skeptisch, als ich davon zum ersten Mal hörte:
Die Hauptperson des Spiels, Guthy, ein kleiner Junge, hat sein Spielzeug so schlecht behandelt, daß dieses beschließt, gegen die Behandlung zu demonstrieren und eine Revolte anzettelt. Unter der Führung des großen Teddys Hugolin Bär versammelt sich das Spielzeug, um gegen Guthy anzutreten. Guthy muß in verschiedenen Missionen nun gegen das Spielzeug antreten und Aufgaben lösen, wobei auch heftige Kämpfe gegen Oberbosse geführt werden müssen. Ist ein Oberboss besiegt, schließt sich dieser Guthy an und Hugolin hat einen Verbündeten weniger...klar, daß der letzte Endkampf gegen Hugolin Bär selbst erfolgen wird. Diese Handlung ist nur für den Einzelspieler-Modus von Belang, den ich im folgenden kurz beschreiben werde.
** Einzelspieler-Modus ** Eins vorweg: der Einzelspieler-Modus ist HAMMERSCHWER und wenn ich hammerschwer sage, meine ich auch extrem, hammermäßig oberschwer und nur für fortgeschrittene Zocker mit viel Geduld zu bewältigen. Selbst hartgesottene Zocker beißen sich an diesem Schwierigkeitsgrad gelegentlich die Zähne aus.
Das Spiel beginnt mit einem sehr schönen Vorspann im Zeichentrick-Stil, wo man den Jungen mit einer Pilotenhaube bekleidet sieht, der durch das elterliche Haus läuft und dabei mit seinen Flugzeugen spielt. Dann wechselt die Perspektive in die Sicht des Jungen und wir sehen die beiden Flugzeuge - einen Jagdjet und ein anderes Flugzeug - die in einen heftigen Luftkampf verwickelt sind. Die Missionen finden in einem Haus - Guthys Elternhaus - statt. Zu Beginn ist lediglich die Küche freigeschaltet. Hier müssen nun zum Beispiel mittels eines Flugzeuges, eines Hubschraubers und eines Lastwagens Eier gekocht werden oder Zuckerstücke von einem Tisch aufgehoben und in eine Kaffeetasse befördert werden. Das bedeutet, daß man mit diesen Spielzeug-Fahrzeugen in einer riesenhaften Küche herumfährt und versuchen muß, die gestellten Aufgaben zu lösen. ALs ob das nicht kniffelig genug wäre, gibt es dazu ein heftiges Zeitlimit, denn man kommt erst weiter, wenn man die vorgegebene Bestzeit des Bosses unterbietet - und die ist verdammt heftig.
Sind alle Aufgaben in der Küche erledigt, werden nach und nach die anderen Räume des Hauses freigeschaltet: Wohnzimmer, Wintergarten, Badezimmer, Kinderzimmer, Elternschlafzimmer, Garage, Keller und Dachboden. In all diesen Räumen muß man die unterschiedlichsten Aufgaben lösen. (written by Hiimori@ciao) Sehr gut gefiel mir die Aufgabe "Banzai" im Badezimmer, wo man mit einem japanischen Kampfflugzeug drei in der Badewanne schwimmende Zerstörer vernichten muß - mittels Kamikaze. Auch Wettrennen, Wettflüge oder ausgefallene Einsätze wie die Vernichtung von Kakerlaken im Wohnzimmer und der Kanalisation, in die man durch die Toilette gelangt, gehören dazu. Auch Missionen wie die "Bekämpfung eines Chemie-Unfalls", d.h. stinkender Turnschuhe gehören dazu, die man mittels eines Panzers, der eine gigantische Flasche mit Deospray von einem Schrank bis zum Boden transportieren muß, löst. Die Missionen sind sehr liebevoll gemacht und werden zu Beginn in einem ausführlichen Text erläutert - bzw. der jeweilige Levelboß stellt dem Spieler - Guthy - die Herausforderung. Da das Spiel in der Phantasie eines Kindes abläuft, sind die Aufgaben natürlich dementsprechend umschrieben. Das amüsante an diesem Spiel ist, daß wir alle - ob wir es heute zugeben wollen oder nicht - als Kinder genauso gespielt und gedacht haben. Läßt man dieses zu, hat man mit dieser Spielidee sehr viel Spaß.
Die Levelbosse sind genauso schwer wie die einzelnen Aufgaben, aber ich persönlich fand den hohen Schwierigkeitsgrad weniger frustrierend als herausfordernd. Die Missionen sind extrem abwechslungsreich, aber ich kann wirklich nicht uneingeschränkt zum Kauf raten, wenn jemand ausschließlich den Einzelspieler-Modus spielen möchte. Dafür ist dieser zu schwer.
** Mehrspieler ** Der Grund, warum ich einen Bericht über dieses alte Spiel schreibe, ist der geniale Multiplayer-Modus.
"Toy Commander" kann mit zwei, drei oder vier Spielern im Splitscreen gespielt werden. Zur Verfügung stehen die Maps, also Räume des Hauses, die im Einzelspieler freigespielt wurden. (Keine Angst, mittlerweile gibt es Cheats, so daß der Multiplayer-Spielspaß nicht dadurch getrübt wird, daß das Spiel so übertrieben schwer ist). Zu Beginn wählt jeder Spieler eine Farbe und das Fahrzeug, mit dem er beginnen möchte. Zur Auswahl stehen etliche Flugzeuge (Jagdflugzeuge, Segelflugzeuge, Flugzeuge des 2. Weltkrieges, darunter japanische, amerikanische, deutsche, sowie Doppeldecker, Bomber...), Hubschrauber (Armee- und Zivilhubschrauner), exotische Fahrzeuge wie Ufos oder Segelflieger. Zudem gibt es diverse Bodenfahrzeuge wie Panzer, Jeeps mit Geschützen auf der Ladefläche, Schaufelbagger oder Planierraupen. Sämtliche Fahrzeuge zeichnen sich durch unterschiedliche Steuerungsweise und Flugverhalten aus. Um nicht allzusehr im Nachteil zu sein, ist es - da das Spiel ja in der Phantasie des Jungen stattfindet - möglich, mit Autos und Panzern nicht nur auf dem Boden, sondern auch an der Decke oder den Wänden entlangzufahren. Hubschrauber können rückwärts fliegen und in der Luft stehen, während FLugzeuge Loopings und andere Flugmanöver durchführen können. Die unterschiedlichen Gefährte gefallen uns allesamt sehr gut und die taktischen Möglichkeiten, die sich dadurch bieten, sind phänomenal.
Jedes Fahrzeug ist mit einer Primärwaffe (Maschinengewehr/Bordkanone) ausgestattet und kann dazu Raketen mit Zielerfassung, Minen und Bomben aufnehmen. Die Waffen können durch versteckt herumliegende PowerUps aufgerüstet werden. Die Raketen sind in ihrem einfachsten Zustand Bleistifte, in ihrem ersten Upgrade Kugelschreiberhüllen und schließlich, in ihrem effektivsten Zustand, Radiergummis. Die Minen sind Reißzwecken und die Bomben zum Beispiel Tischtennisbälle. Hat jeder Spieler sein Anfangsfahrzeug gewählt, beginnt das Spiel. Jeder Spieler startet in seinem Hangar, der sich irgendwo im gewählten Zimmer befindet, zum Beispiel auf dem Hochbett, dem Küchenboden oder hinter dem Kamin. Vor dem Hanger befindet sich der Radarturm, eine Treibstofffabrik und Reparaturanlagen - in Form von Joghurtbechern und ähnlichen Gegenständen. Das heißt, es ist möglich, hier regelmäßig Raketen, Treibstoff und Lebensenergie aufzutanken, solange diese Raffinerien nicht zerschossen sind. Auch ist es möglich, sich am Hangar der Feinde zu bedienen oder diese zu zerstören, zum Beispiel die Landebahn in Brand zu schießen oder den Eingang zu verminen. Im Laufe des Spieles wird der Treibstoff verbraucht und tankt man nicht rechtzeitig auf, wird man so langsam, daß man zur lebenden Zielscheibe verkommt ;-)
Es ist ebenfalls möglich, sein Fahrzeug während des laufenden Spieles zu wechseln, dieses geschieht, indem man in seinen eigenen Hangar hineinfliegt. Das ist jedoch mit einem Nachteil verbunden; bei einem Wechsel des Fahrzeuges verfallen die PowerUps, die man mit seinem vorherigen Fahrzeug zum Upgraden der Raketen und Kanonen aufgesammelt hat und man fängt wieder mit der schwächsten Bewaffnung an. Nett ist immer wieder das Spiel, den Hangar des Feindes zu belauern, wenn dieser hineingeflogen ist, um ihm einen heißen Empfang zu bereiten...
** Fun-Faktor ** Das Ziel des Multiplayers ist es - wie in einem Deathmatch üblich -, den Gegner zu vernichten. Und das macht bei Toy Commander ganz ungeheuer viel Spaß!
Die riesigen Level mit den detailgetreuen Zimmern, in denen unheimlich viel Kram herumsteht (Kinderzimmer mit Computer, Schränken, offenen Schubladen, Keller mit Gartengeräten, Werkzeugräumen, Badezimmer mit Dusche, Toilette, Wohnzimmer mit Tischen, Möbeln, Blumentöpfen, Aquarium, Vasen - ganz zu schweigen vom riesigen Weinkeller...), bieten viele taktische Möglichkeiten. Die Zimmer erstrecken sich für gewöhnlich über mehrere Etagen und es ist möglich, in alles hineinzufliegen, sogar das Licht auszuknipsen. Überall gibt es geheime Wege, zum Beispiel im Kamin hoch in die zweite Etage. Als ob das nicht genügen würde, um sich perfide Schlachten zu liefern, gibt es noch die sogenannte "aktive Umgebung", d.h. stabile Geschütze auf Tischen, Schränken, Regalen und Möbeln, die auf alles feuern, was in ihre Reichweite kommt. Es ist möglich, diese Geschütze durch Beschuß in seine eigene Farbe "umzufärben", so daß sie fortan nur noch die Fahrzeuge des Feindes angreifen. Natürlich ist jeder ständig bestrebt, alle Geschütze wieder in seine Farbe zurückzuverwandeln...
Für sämtliche Taktiken wird hier etwas geboten, vom brachialen Angriffs-Kämpfer, der die direkte Offensive vorzieht, bis zum lauernden Hubschrauber zwischen den Holzscheiten des Kamins ist hier für jeden etwas dabei. Gerade weil die Umgebung so abgefahren ist, d.h. man in einem riesenhaften Haus mit allerlei Kriegsfahrzeugen herumkämpft, ist der Spielspaß bei Toy Commander besonders groß. Man möchte meinen, daß es eher albern wirkt, wenn man mit seinem Miniaturpanzer über den Wohnzimmerteppich fährt und die feindlichen Joghurt-Becher beschießt, doch weit gefehlt! Die Kämpfe sind immer anders, niemals langweilig und die Möglichkeit, die ungewöhnliche Umgebung in seine Strategie mit einzubeziehen, machen Toy Commander zu etwas völlig anderem. Schützengraben-Shooter, Kämpfe in Feld, Wald und Wiese ist man von etlichen Spielen gewöhnt, aber in einem riesenhaften Dachboden zwischen Sperrmüll herumzufliegen und dem Gegner seine Raketen auf den Pelz zu brennen, ist ein ganz anderes Spielgefühl.
Man möchte es kaum glauben, aber in keinem noch so brutalen Spiel, das wir bis dahin gespielt hatten, wird man boshafter, hinterhältiger und haßerfüllter als ausgerechnet in diesen "Spielzeug-Schlachten". Wir stellten selbst voller Überraschung fest, daß wir uns selten so ausdauernd und lange beharkt haben wie in diesem Spiel. Wir spielten es nicht nur ein paar Stunden, sondern nächtelang und das, ohne daß es langweilig wurde. Allein die unterschiedlichen Fahrzeugkombinationen liefern immer wieder neue Szenarien. Ich - als überzeugter Hubschrauber-Pilot - hatte in den großen Räumen wie dem Wohnzimmer schwere Probleme mit wendigen Jagdflugzeugen oder dem Panzer, der unglaublich viel verträgt. Auf dem Dachboden jedoch ist der Hubschrauber aufgrund seiner Manövrierfähigkeit jedem anderen Fahrzeug gegenüber im Vorteil. Mit der Zeit entwickelt man seine eigenen Taktiken und Vorlieben und weiß, welches Fahrzeug er welchem Feind entgegenstellt. In kaum einem Deathmatch-Spiel wird mehr Strategie und taktische Tiefe geboten, ohne daß die Gewalt zu kurz kommt ;-) Neben dem Deathmatch-Modus gibt es im übrigen auch "Capture the Flag" und "Cat and Mouse" im Angebot, was die Möglichkeiten des Multiplayer-Vergnügens noch steigert. Absolut Zocker-Party tauglich, wenn es nicht weiter schlimm ist, daß man die Gäste nicht wieder los wird...
** Grafik, Sound, Steuerung ** Die Grafik geht, obwohl das Spiel nun in die Jahre gekommen ist, noch immer in Ordnung. Die Zimmer sind sehr detaillreich und phantasievoll gestaltet. Hinzu kommt, daß man deutlich merkt, daß sich die Entwickler beim Leveldesign sehr viele Gedanken gemacht haben, so daß es keine "einseitigen" Räume gibt, sondern jeder Raum zahlreiche strategische MÖglichkeiten für jedes einzelne Fahrzeug bietet. Die PowerUps, Hangars und Munition sind intelligent plaziert und die strategischen Möglichkeiten in den Leveln sind nahezu unbegrenzt.
Zwar ist die Grafik nicht mehr ganz auf dem heutigen Stand der Technik, aber die Fahrzeuge sind allesamt sehr schön in Szene gesetzt und die Wohnungseinrichtung ist vom Aquarium bis hin zum gläsernen Couchtisch originalgetreu modelliert und befahr- bzw. befliegbar. Die Grafik wirkt bisweilen etwas "eckig" und flimmert leicht, aber dieses ist absolut zu verschmerzen und trübt den Spielspaß in keiner Weise. Die Grundsteuerung ist einfach zu erlernen, beschleunigt wird mittels der rechten Schultertaste, gelenkt mit dem Analogstick, Kameraperspektiven können mit dem Steuerkreuz umgeschaltet werden, mit B werden die Spezialwaffen wie Raketen oder Bomben abgefeuert, mit A das Maschinengewehr bedient. (written by Hiimori@ciao). Komplizierter ist das Anwenden dieser Grundtechniken auf die unterschiedlichen Fahrzeuge, so steuert sich ein Hubschrauber natürlich völlig anders als ein Flugzeug oder ein Panzer, dessen Geschützturm unabhängig vom Fahrzeug bewegt werden kann.
Besonders loben möchte ich die ausgezeichnete Musik. Die Musikstücke, die nach einem Zufallsprinzip nacheinander ablaufen, sind allesamt ausgesprochen gut und passend, leicht Techno-angehaucht und mit Sprachsamples versehen. Sie sind peppig, treibend und aggressiv, was dem Multiplayer eine besondere Atmosphäre gibt (dem Einzelspieler natürlich auch). Wir haben sogar festgestellt, daß es nicht schlecht wäre, die Musik als Soundtrack auf CD zu besitzen, was für ein Videospiel nicht immer selbstverständlich ist. Diese Musik würde man sich glatt auch so anhören, sie ist einfach passend. Auch die Sound-Effekte sind sehr gut, die verschiedenen Geräusche der unterschiedlichen Maschinengewehre und der Raketen, der Einschlagsgeräusche und Explosionen sind sehr gut gelungen und geben den Schlachten neben der Musik die richtige Sound-Untermalung. Auch hier gibt's von mir keine Kritik.
** Fazit ** Im Einzelspieler hammerschwer und richtig fordernd, bietet "Toy Commander" einen vollwertigen Multiplayer-Modus, der allein den Kauf des Spieles rechtfertigt. Gerade jetzt, wo Dreamcast-Spiele zu günstigen Preisen zu haben sind, lohnt sich die Anschaffung dieses Spieles unbedingt, insbesondere, wenn man viel mit Freunden zockt und sich gegenseitig vorzugsweise mit allen möglichen Waffen bearbeitet.
Der Multiplayer-Modus bietet die besten, packendsten, dramatischsten und bösartigsten Kämpfe und rangiert in meiner Multiplayer-Spieleskala ganz weit oben. Obwohl das Spiel aus irgendeinem Grund in der allgemeinen Bewertung und öffentlichen Meinung völlig untergegangen ist (obwohl die wenigen Kritiken seinerzeit gut waren), gehört es für mich zu den besten Multiplayer-Spielen überhaupt. Über den Einzelspieler-Modus kann man sich streiten, aber der Multiplayer ist über jeden Zweifel erhaben. Wer sich vom Spielzeug-Ambiente abgestoßen fühlt, dem sei gesagt, daß die Kämpfe in keinster Weise etwas mit Spiel, Spaß und Vergnügen zu tun haben...ganz im Gegenteil sind die Kämpfe und Kriege in Toy Commander ernster als in jedem "normalen" Kriegsspiel. Innerhalb weniger Minuten ist vergessen, daß man "eigentlich" mit Spielzeugflugzeugen in einem Schlafzimmer herumfliegt, sondern man ist verbissen nur noch darauf aus, sein Fahrzeug möglichst schnell aufzurüsten, um dem Feind gehörig einzuheizen. Kaum ein anderes "Kriegsspiel" bietet derartig weitgefächerte taktische Möglichkeiten und heftige Schlachten.
Der beste Beweis für dieses ungeschlagene Spiel: Obwohl wir mittlerweile zahlreiche neuere Spiele (auch mit sehr guten Multiplayer-Deathmatches) besitzen, hat Toy Commander bei unserem letzten großen mehrtägigen Zocker-Treffen allem wieder einmal den Rang abgelaufen - es gibt halt nichts spannenderes, packenderes und perfideres als diese Schlachten zu viert auf einem riesigen Projektionsfernseher! Jedes neue High-End-Spiel bleibt daneben unangetastet in seiner Hülle liegen und verstaubt, während wir die brutalsten Kriege mit einem über zwei Jahre alten Spielzeug-Titel führen...
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Toy Commander (Sega Dreamcast)
|
|
14.12.2004 13:23
Endlich einmal ein sehr brauchbarer Review bei Ciao
03.04.2003 13:16
wow ein hammer Bericht von dir...scheint ja doch hanz gut zu sein ,besonders die Möglichkeiten im Multiplayer, hätte ich nicht gedacht...gruss srennjo
22.11.2001 21:35
toy commander...mhhhh. Das gibts ja mitlerweile an jeder Ecke für 20DM. Ich hab die demo gespielt, es ist nicht schlecht aber auch nicht der bringer. Mehr als drei sterne hätte ich nicht gegeben. gruß freak