Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
. . . bei meiner Freundin blinkts wieder |
| Kontra: |
. . . John Wayne hab ich nich getroffen |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Wenn mir mal wieder die Decke aufn Kopp zu fallen droht, geh ich am liebsten ein wenig shoppen. Zuletzt kam ich da nach einem sehr viel längeren Spaziergang am Toyota-Zentrallager in Köln-Frechen an der Bachemer Landstraße vorbei … schräg gegenüber iss auch gleich datt Toyota Rennsportzentrum … na ja- ziemlich schräg gegenüber.
Erstma sieht man nur datt riesige Verwaltungsgebäude der Toyota Deutschland GmbH, das die Toyotaleutchen, wegen seiner Treppenhaustürme mal den einzigen Achtzylinder nannten, den Toyota je gebaut hätte…
Dahinter befindet sich das sogenannte Zentrallager, wo weil Toyota auch noch mehrere Regionalläger unterhält, so in Hannover, Bruchsaal und *öhmmm*- hab ich nu vergessen.
Ich beschließe spontan meiner Freundin ein Ersatzlämpchen für den linken hinteren Blinker zu besorgen, damit sie nicht mehr länger dauernd 3x rechts abbiegen muß, weil der nich mehr geht.
Ich steuer auf eine riesige Blechkiste zu, die so etwa 130m lang und gut 30m hoch ist und riskiere einmal einen Blick durch die im Sockelbereich vorhandenen Schlitze in der Fassade … kann so richtig aber nix sehen. Plötzlich erstarre ich zur Salzstange. Eine mächtige Pranke hat sich auf meine Schulter gelegt und es kommen die harschen Worte, was ich denn hier wollte- und so schildere ich mein Anliegen.
Nach kurzem, aber gröhlendem Gelächter des *lecker aussehenden* Werkschutzmännchens führt er mich zum unscheinbaren Eingang des Lagers. Auf einem großen Platz stehen etliche LKW und warten auf ein gemütliches Plätzchen an den Laderampen. Über eine Treppe geht es rauf aufs untere Lagerniveau. Durch einen Windfang gelangen wir am Sitzfleischpolster des Lagermeisters vorbei und werden von einem an uns vorbeirasenden Gabelstapler beinahe über den Haufen gefahren.
Überall stehen Regale, laufen Fließbänder und herrscht emsiges Treiben. Schließlich leiht mir der Lagermeister ein Ohr und ich darf meine Bestellung aufgeben: „Ein Glühbirnchen bitte, für ein Blinklicht hinten links.“ Wieder schallendes Gelächter und noch glucksend fragt mich der Lagermeister nach dem Modell. Nachdem ich begriffen hatte, dass es offenbar sehr viele Toyotas gibt und die Angabe der Farbe und des Inhaltes des Handschuhfaches genauso wenig weiterhelfen wie die Beschreibung der Aufkleber und der mit gespreizten Armen wiedergegebenen Größe des Kofferraumes kamen wir nach einer halben Stunde der Lösung so nahe, dass der Meister mich bat ihn zu begleiten.
Wir gingen zu einer Art Kommandostand, wo ein Mitarbeiter einen Code in einen Computer eingab, zusammen mit vielen weiteren. Daraufhin gingen wir über ein Treppenhaus in einen Keller, der sich so etwa 3 Geschosse unterhalb des Betriebsgeländes befindet. Er öffnet eine Tür und in dem Moment setzt sich eine Höllenmaschine in Bewegung. Ein 36 m hohes Regalbediengerät setzt sich mit Getöse in Bewegung, fährt einige zig Meter und schwingt in der Zwischenzeit einen Palettengreifer in luftige Höhe um etwa 2,5 cbm Glühbirnchen zu fassen- kommt mit Schwung zurück und setzt die Riesen-Kiste auf ein Fließband. Ich glaube, mit dem Strom, den das Ding dafür verbraucht hat, hätte ich ein Jahr lang Erbsensuppe kochen können.
Gleich mehrere dieser Monster fahren ununterbrochen durch diese Blechkiste, die ich zuvor von draußen schon gesehen hatte und bis unter die kaum noch zu sehende Decke stapeln sich die Ersatzteile. Wir tippeln wieder nach oben und in der Zwischenzeit wurde durch Automaten mein Glühbirnchen aussortiert und in eine kleinere Kommissionskiste gepackt.
Nicht ganz ohne Stolz hält mir der Meister das Teil entgegen und auf meine Frage, was ich schuldig wäre, fragt er zurück: „ Was glauben gnädige Frau, was diese Aktion wohl gekostet hat?“ lacht wieder drauf los und drückt mir das Päckchen mit der Aufschrift ToyotaToyotaToyotaToyotaToyotaToyota…in die Finger und verschwindet.
Ich lasse mich ob des gelungenen Coups von dem Werkschutzmann *der übrigens einen entzückenden Hintern hat* wieder nach draußen begleiten und freue mich diebisch so preiswert an mein Geburtstagsgeschenk gekommen zu sein. Auf dem Rückweg mache ich mir noch so meine Gedanken und wundere mich nach dem kleinen Abenteuer nicht mehr wirklich über die Preise für Autoersatzteile…
© the unfaglaischlische LS
Im Nachinein möchte ich einmal alle ganz besonders kritischen Leser darauf hinweisen, dass ich diese Rubrik : Autozubehör > Ersatzteilhersteller > Toyota Ersatzteile > für selten dämlich halte! Ich soll einen Erfahrungsbericht über Toyota Ersatzteile von irgendwelchen (es muß dazu richtig heißen) Autoteileherstellern schreiben? Wo fang ich da an? Bei Koni; Eichbach; Springs; Bosch; Hella; Sachs- also bitte! Noch dazu ändern sich die Zulieferer dauernd, ja sogar zum Teil wärend der Produktion ein- und desselben Models. Toyota verkauft "Originalzulieferteile"- es hat mit "Toyota- Ersatzteilen" rein gar nichts zu tun? Ich brachte Euch deshalb mal einen Erfahrungsbericht rüber, warum z.B. Toyota Ersatzteile so teuer sind...
| weitere Erfahrungsberichte |
Kundenservice großgeschrieben ?
Bewertung für Toyota Ersatzteile von
Schvetzman
Pro: Am Ende praktisch Alles lieferbar
Kontra: Ungeheurer Aufwand um an die Teile heranzukommen
Die Rubrik „Ersatzteilhersteller“ passt zwar nicht perfekt, aber da es sich im folgenden Bericht um die verschiedensten Ersatzteile unterschiedlicher Hersteller (wer weiß schon wo eine Toyotateil wirklich hergestellt wird, ganz zu schweigen v ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
15.07.2001
(20.07.2001)
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