Fahrzeugbewertung des Autors:
| Pro: |
Zuverlässigkeit, Optik, geringe Kosten |
| Kontra: |
hinten nur Notsitze |
Vor langer Zeit angekündigt – heute verwirklicht. Ich möchte Euch meinen Wagen vorstellen und über meine Erfahrungen berichten.
Meinen Paseo fahre ich jetzt seit zwei Monaten; gekauft habe ich ihn mit knapp 110.000 km und ihn somit auch schon beim Kundendienst gehabt. Zu bemängeln gab es von Inspektoren-Seite nichts, und auch ich habe nichts zu meckern.
Aber fangen wir mal klein an - Grundsätzliches:
=========================================Der Paseo ist ein kleines Sportcoupé und somit ein 2+2-Sitzer. Die „+2“ bezieht sich auf die hinteren Sitze, die nur als Notsitze bezeichnet werden können. Aber dazu später mehr.
Gebaut wurde der Paseo ab 1996 bis 1999 oder 2000 – ganz sicher bin ich mir aber nicht. Und dank des kurzen Zeitraumes ist er auch ein recht seltener Gast auf unseren Straßen.
Gebaut wurde er als Coupé und als Cabriolet; ich werde mich aber nur auf die Coupéversion beschränken.
Seine 90 PS (= 66 KW) schöpft der Wagen aus 1497 ccm Hubraum; meiner Meinung nach völlig ausreichend für die knappe Tonne Gewicht. Wobei natürlich eine zweite Motorvariante als Alternative doch ganz schön gewesen wäre.
In den Tank passen 45 Liter Super; der Durchschnittsverbrauch liegt bei 7 Litern. Ich komme mit einer Tankfüllung zwischen 500 und 600 km weit.
Nicht vergessen sollte ich die Versicherungseinstufung – der Paseo liegt in der Haftpflicht bei Typklasse 15 und ist somit eines der am niedrigsten eingestuften Coupés. Denn die sind normalerweise versicherungstechnisch sauteuer. Die Teilkaskotypklasse ist die 28.
Fahrer- und Beifahrerairbag, ABS, elektrische Fensterheber und Servo sind serienmäßig, die empfehlenswerte Klimaanlage (meiner hat eine) kostete 2190 DM Aufpreis; Automatikgetriebe war nicht lieferbar. Der Neuwagenpreis betrug ca. 29.000 DM. Für einen guten Gebrauchten muss man also ab 8.000 DM aufwärts rechnen.
Außen:
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Von außen kommt der Wagen ziemlich flach und sportlich daher; dies wird meistens von einem dezenten Spoiler unterstützt. Er bietet den angemessenen Abschluß des Wagens und ist sicherlich beim Toyota-Händler zu erstehen. Ich werde mich deswegen demnächst bestimmt mal erkundigen.
Sonst ist der Paseo relativ handlich und bietet eine für ein Coupé recht gute Übersichtlichkeit. Nur das vordere Ende des Wagens ist etwas schwer zu erkennen.
Innenraum:
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Der Toyota wirkt innen dank des Plastiks leider etwas billig, aber gut – just japanese. Allerdings ist er – ebenfalls japan-typisch – gut aufgeräumt und übersichtlich. Die Heizungsamaturen (bzw. die Klimaanlagenamaturen) sind ganz oben in der Mittelkonsole und darunter liegt das Radio. Gott sei Dank! in einem DIN-Schacht, und somit ist ein späterer Radio-Tausch kein Problem. Ich empfehle die Unterbringung eines CD-Wechslers unter dem Fahrersitz – allerdings darf der Wechsler dann nicht zu hoch sein (also 6fach). Das Verlegen des Kabels war für mich als Laie mit zwei linken Händen kein Thema – ich bin einfach an der Mittelkonsole unter dem Teppich entlang gegangen und habe ein kleines Loch in selbigen geschnitten.
Die sportliche Optik von außen wird innen durch die weißen Zifferblätter und die Sitze mit den integrierten Kopfstützen fortgesetzt. Sie bieten leider etwas zu wenig Seitenhalt für einen Sportler, aber er ist ausreichend.
Die hinteren Sitze sind auf längeren Strecken für „große“ Personen (ab 160 cm) nur schwer zu ertragen. Denn diese Personen stoßen dann mit dem Kopf an der Heckscheibe an. Mein Bruder hatte bei einer Fahrt nach Erlangen (1 Stunde Fahrtzeit) bereits nach 20 Minuten die Schnauze voll. Aber wir haben hier ja ein Coupé vor uns und keinen Kombi. Und somit ist auch der etwas erschwerte Einstieg nach hinten zu entschuldigen.
Und dementsprechend fällt auch der Kofferraum aus. Das Volumen von 277 Litern ist mit drei Bierkästen fast ausgereizt – wenn man schön schlichtet, bekommt man auch noch einen 6er Saftkasten mit rein. Die Rückbank ist ungeteilt umlegbar.
Leider sind die Rücklichter nicht in den Kofferraumdeckel untergebracht, und somit bleibt zum Befüllen nur eine Lücke, die so groß ist wie das Nummernschild und die Möglichkeit, das Ladegut ziemlich hoch zu heben.
Fahrverhalten:
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Dank des niedrigen Gewichts beschleunigt der Wagen trotz seiner geringen Leistung relativ gut; auch Überholmanöver sind im normalen Verkehr kein Problem. Geschwindigkeitstechnisch ist offiziellbei 185 km/h Schluß, und somit lässt es der Wagen ab ca. 160 km/h etwas langsamer angehen.
In Kurven verhält er sich bei den Verhältnissen angepasster Geschwindigkeit (und leicht drüber) stabil und sicher, wenn man aber zu schnell in die Kurve reinfährt, hat man doch schon das Gefühl, daß es einem das Heck wegreißt (trotz daß der Wagen ein Frondtriebler ist).
Mein Wagen ist um 30 mm tiefer gelegt, und somit muß ich bei Fahrbahnerhöhungen und Bordsteinen schon aufpassen. Von einer noch tieferen Tieferlegung würde ich abraten, um die Alltagstauglichkeit nicht zu sehr einzuschränken.
Die Motorgeräusche sind zwar hörbar, aber weder zu laut noch aufdringlich. Ein Klappern höre ich weder bei niedrigen Geschwindigkeiten noch auf der Auobahn.
Fazit:
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Der Paseo ist meiner Meinung nach das richtige Fahrzeug für Singles oder kinderlose Paare, die zwar ein sportliches, handliches Coupé wollen, aber weder in der Anschaffung noch in der Unterhaltung zu viel Geld ausgeben wollen. Die Motoren von Toyota sind als zuverlässig bekannt, und der Paseo macht in diesem Punkt sicherlich keine Ausnahme.
Allerdings ist der Wagen sicherlich kein Wagen für Hobbyschrauber. Es gibt zwar Tuner und Tuningzubehör für den Wagen, aber das ist rar, besonders weil der Wagen ja nicht mehr gebaut wird und ohnehin schon selten ist.
===========================================================Update - 13.10.2004
Tja, mein Paseo existiert in seiner Form leider nicht mehr - ich hatte vor zweieinhalb Wochen einen Unfall.
Dennoch hab ich den Wagen immer gern gefahren, war sehr zufrieden mit ihm, und möglicherweise hat er mir auch das Leben gerettet. Oder anders ausgedrückt: mit einem anderen Wagen (Fiat Tipo, ...) sähe ich wohl anders aus.
Eine Anmerkung hab ich dennoch: Auf Grund seines geringen Gewichts kann es dem Paseo ziemlich leicht das Heck wegziehen. Und ab einem bestimmten Punkt (die entsprechende Geschwindigkeit vorausgesetzt) ist er nicht mehr einzufangen; er hebt vielleicht sogar ab und überschlägt sich. Mir ist es so ergangen, und auch andere Paseo-Fahrer aus dem Paseo-Forum haben über diese Neigung berichtet.
Dennoch: Viel Spaß mit Euren Paseos, und wenn Ihr Euch einen kaufen wollt: macht es ruhig. Ich halte den Paseo trotz allem für ein Spitzen-Auto!
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