Der asiatische Van mit europäischen Touch
31.01.2001
Pro:
asiatisches Auto das anscheinend speziell für den europäischen Markt konzipiert wurde, und daher ein hohe Kundenorientierung erreicht
Kontra:
die Modellart des "Van" hat sich bis heute noch nicht so auf dem deutschen Automarkt etabliert
Empfehlenswert:
Ja
 Calauer
Über sich:
nicht da um es jedem recht zu machen, 24 Jahre jung, Ossi, Spreewälder, in den Westen gegangen, dyna...
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Vielen sagen ja, dass Toyota mit dem neuen Previa ganz groß eingestiegen sind. Dieser Van erreicht nämlich Dimensionen, die den Köpfen und Knien der Insassen die große Freiheit garantieren. Das ist auch angesichts meiner Körpergröße von 1,90 m ziemlich wichtig und bis jetzt habe ich eigentlich immer festgestellt, dass vor allem die asiatischen Automobilbauer nicht gerade Autos für meine Körpergröße bauten. Aber dieser Japan – Jumbo mit der futuristischen Form nimmt dabei, je nach Modellvariante, bis zu acht Gäste auf. Während der „Previa linea terra“ mit zwei Einzelsitzen und zwei Sitzbänken, acht Personen Platz gewährt, können im „Previa linea luna“ sieben Insassen auf Einzelsitzen die Füsse ausstrecken.
Der „Previa linea sol“ bietet gegen die vorher genannten Modelle ein Höchstmaß an Komfort. Aus dunkel getönten Fenstern blicken die Frontpassagiere auf die Straße. Man reist in großzügig bemessenen Sitzen. Die Arme liegen auf den beiden Lehnen. Sie werden gehoben, wenn beispielsweise die Verteilung von Warm- und Frischluft im Fond separat reguliert werden soll. Denn auch den hinteren Passagieren stehen entsprechende Knöpfe zur Verfügung. Das ist ja nicht bei allen Autos so, und wer kennt nicht dauernd die Dramatik, wenn der Vordermann im Sommer seine Lüftung so eingestellt hat, dass auf dem Rücksitz nichts frisches mehr ankommt. Da bleibt im Notfall immer nur die Fenster hinten zu öffnen und schon fliegen einem wild stechende Wespen ins Gesicht. Toll...
Die Sitze lassen sich um insgesamt 120 Millimeter vor oder zurück fahren. Mit wenigen Handgriffen können die Sitze eingeklappt, hoch gestellt oder demontiert werden. Wenn ich da an unseren Renault zu Hause denke. Dort schafft man Vater ohne eine zweite Hilfe nie einen Sitz auszubauen. Noch schlimmer wird es, wenn er die ganze Rückbank umlegen will. Etwas fummelig ist das Aufrichten der Sitze des Previa aus der rückwärtigen Position. Doch mit ein wenig Geschick hat man auch diese Kniffe schnell gelernt. Die Variabilität der Sitzmöglichkeiten erlaubt die Erhöhung des Kofferraumvolumens von 495 Liter auf 3250 Liter. Da kann man also eine Menge Bierkästen unterbringen, wenn man mal eine Party zu organisieren hat, oder?
Auch mit seinem Äußeren setzt der Big – Van gewisse Akzente. Die Frontpartie mit Zügen einer Hochgeschwindigkeitsbahn prägt die keilförmige Silhouette. Da kommen mir doch tatsächlich wieder Erinnerungen an meine tägliche Fahrt mit dem ICE hoch. Aber gleichzeitig auch wieder eine gewisse Abneigung. Die konturierte Seitenlinie, der tief herunter gezogene Frontspoiler und der markante Heckspoiler verschaffen dem Fahrzeug einen charakteristischen Auftritt.
Man denkt ja bei asiatischen Autos (zumindest denke ich immer so) an eckige und kantige Fahrzeuge, aber beim Previa hält sich das in Grenzen. Gewöhnungsbedürftig ist die zentral angeordnete Instrumententafel. Hier muss man sich erst mal eine Weile dran gewöhnen, damit man wirklich weiß, wo und was abzulesen ist. Das Display ist aber dem Fahrer zugewandt, so dass man nicht seinen Kopf noch lange hin- und her schwenken muss. Es ermöglicht eine angenehm spiegelfreie Darstellung und gute Lesbarkeit bei Tag und Nacht. Vor allem in der Nacht hat man ja bei anderen Autos Probleme alle Instrumente ablesen zu können, da durch den geringen Lichteinfall und die mangelhafte Beleuchtung die Zahlen so gut wie gar nicht zu erkennen sind. Unmittelbar vor dem Fahrer, wo in den meisten Fällen die Instrumente positioniert sind, blinken Kontrollleuchten auf. Da sollte man also bei diesem Auto auf keinen Fall vergessen, wenn der Tank mal kurz vor der Leere steht oder wenn man das Öl mal nachfüllen sollte.
Die Toyota – Ingenieure haben den Previa komplett umgekrempelt. Im Vorgänger arbeitete ein Mittelmotor mit Heckantrieb. Der Neue erhielt einen spritzigen Frontantrieb. Dadurch vergrößerte sich der Innenraum, wobei sich genauso die Fahrzeuglänge zwischen Vorgänger und Nachfolger nicht unterscheidet. Nach wie vor registriert der Previa eine Länge von 4,75 Metern. Die Breite misst 1,79 Meter und die Höhe 1,77 Meter (mit Dachreling 1,81 Meter). Der Fahrzeugboden wanderte im Vergleich zum Vorgänger weiter nach unten. Das ermöglicht einen einfacheren Einstieg und bringt Millimeter bei der Kopffreiheit, wie gesagt bei mir ganz wichtig. Bei aller Größe lässt sich das Schiff gut kutschieren. Auch bei nur leichtem Druck auf das Gaspedal merkt man schon die spritzige Steigerung der Motorumdrehung. Ein Wendekreis von zwölf Metern ist ein passabler Wert, wobei es natürlich auch bessere Leistungswerte von anderen Autos bei dieser Kennzahl gibt.
Angetrieben wird der Previa von einem neu entwickelten 2,4 – Liter 16 V – Vierzylinder – Triebwerk mit einer 156 PS – Leistung. Er bringt komfortable Fahrleistungen. So beschleunigt der Previa in 10,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Für so einen großen Van mit einer großen Angriffsfläche für den Fahrtwind ist das ausreichend. Mit Schaltgetriebe erreicht der Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h. Mit Automatik bringt er es auf 180 km/h. Dabei ist der Durst angenehm gering. Die Großraumlimousine begnügt sich mit 9,5 Litern Superkraftstoff auf 100 Kilometern. Natürlich könnten dabei die Liter – Preise für den Benzin auch etwas ins Gewicht fallen. Die Preise für den Komplett – Previa reichen von 53 150 DM (beim Previa 2.4 linea terra) bis 59 750 DM (beim Previa linea sol mit Automatik – Schaltung). Natürlich gibt es wie bei vielen asiatischen Modellen eine ausgiebige Serienausstattung. Zur Serienausstattung gehören so unter anderem Fahrer- und Beifahrerairbag, ABS mit elektrischer Bremsverteilung (EBD), Gurtstraffer- sowie Gurtbegrenzersystem, Klimaanlage, elektrische Fensterheber und ein Audiosystem mit Radio, Kassette, sechs Lautsprechern sowie einem Bordcomputer. Man kann sich also rundum sicher fühlen und auch mal von einem Auto verwöhnen lassen.
In dem Sinne wünsche ich allseits gute Fahrt mit dem Toyota Previa....
Calauer
31.01.01
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13.04.2005 10:23
Nur ein Hilfreich, da die Erfahrungen zum Thema Fahrverhalten zu kurz ausgefallen sind Da kann man mehr zu sagen als Wendekreis und Beschleunigung. Ciao Ehli-san
17.02.2001 14:22
Das zentrale Display des Toyota Vans dürfte nach meinen Erfahrungen mit dem Ford Galaxy gar nicht so schlecht sein. Beim Galaxy hat mich das Ablesen der Uhr weniger gestört als das des zu tiefen Tachos. :) Andreas
10.02.2001 21:35
Schön geschrieben , aber leider kein Erfahrungsbericht , oder besitzt Du alle 4 Autos incl. Porsche Deines Profs oder hast alle schon öfters gefahren ??