Trails am Wörtersee

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Klagenfurter Hütte

5  26.11.2002 (09.01.2003)

Pro:
Tolle Aussicht, sehenswerte Landschaft

Kontra:
sehr steil und schlechte Wege

Empfehlenswert: Ja 

ro_4978

Über sich: Jetzt aber wirklich!!! Jetzt hab ich fast ein Jahr Schreibpause hinter mir, jetzt gehts wieder rund!...

Mitglied seit:01.10.2002

Erfahrungsberichte:17

Vertrauende:8

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Wenn im Herbst die Blätter fallen, die Biker gegen Bäume knallen, ist es soweit, es naht die kalte Jahreszeit.

Ich hab mir gedacht, wenn das so ist, könnt ich mit einer kleinen persönlichen Abschlusstour die heurige Saison ausklingen lassen.

*** Lage ***
*** Anfahrt ***
*** Ausrüstung ***
*** Weg ***
*** Abfahrt ***
*** Fazit ***

*** Lage ***

Die Klagenfurter Hütte liegt im Süden von Kärnten in den Karawanken auf ca. 1.600m. Diese bilden den Gebirgszug, der Österreich von Slowenien trennt. Man bezeichnet dieses Massiv auch als die südlichen Kalkalpen. Der Bergkamm ragt dementsprechend schroff in die Höhe, große Geröllfelder befinden sich am Fuße der Wände. Die Klagenfurter Hütte (die Seehöhe muss ich noch recherchieren) ist auf einem der kleineren Berge, oder besser gesagt „Gupf“ (kärntnerisch, „abgerundeter Berg“) direkt vor einem solchen Geröllfeld. Von dort aus kann man nach ca. 1 Stunde Fußmarsch entweder den Hochstuhl oder die slowenische erreichen. Beide Ziele sind über Klettersteige zugänglich.
Die Hütte ist von April bis Ende Oktober durch bewirtschaftet, in den Wintermonaten nur am Wochenende. Es ist übrigens eine der wenigen Hütten, die einen eigenen Sparverein haben.
Man kann die Klagenfurter Hütte von 2 Seiten aus erreichen, eine über die Loiblpass-Bundesstraße und anschließend übers Bodental und die Märchenwiese, die andere Variante führt von Feistritz im Rosental ins Bärental und von dort aus gelangt auf einem Wanderweg ans Ziel, von der anderen Seite hingegen über den „Stinze“, einen Klettersteig.
Meine Aufstiegsvariante führt uns durchs romantische Bärental.

*** Anfahrt ***

Da ich in Klagenfurt zu Hause bin (Landeshauptstadt von Kärnten) hatte ich nur etwa eine halbe Stunde zu fahren. Wer von auswärts kommt, muss zuerst nach Klagenfurt und dann immer Richtung Loibl-Pass bis nach Kirschentheuer fahren und dann nach Westen abbiegen, dann kommt man am unkompliziertesten zum Ausgangspunkt.
Sobald man in Feistritz ist, könnte man theoretisch schon loslegen. Eine asphaltierte Straße führt ca. 7km ins Bärental hinein. Die letzten 3 km, die man noch mit dem Auto fahren kann, legt man auf einer unbefestigten schlechten Straße zurück. In meinem Fall bin ich mit dem Auto so weit gefahren, wie es gegangen ist. Ein großer Parkplatz lässt erahnen, dass am Wochenende viele Ausflügler dieses Ziel besuchen (aber nie mehr wie 100-150, also keine Angst, keine Massenaufläufe).

*** Ausrüstung ***

Empfehlenswert ist ein Mountainbike mit Federgabel, wer hat sogar ein Full-Suspention-Bike. Aber davon im Part „Abfahrt“ mehr. Ohne Clips auf den Pedalen wird das Unterfangen relativ mühsam, und man sollte auf jeden Fall genügend Wasser, Isostar bzw. Müsli-Riegel mitnehmen. Es ist zwar nicht so weit, aber recht steil. Je nach Jahreszeit empfehle ich zweite Unterwäsche bzw. eine Regenjacke bzw. etwas, was bei der Abfahrt ein wenig warm hält. Reifenflickzeug und Pumpe sehe ich als selbstverständlich an. Um auf Nummer sicher zu gehen, würde ich noch das eine oder andere Pflaster mitnehmen. Achja, bevor ich’s vergesse, unbedingt einen Helm aufsetzen!!!

*** Weg ***

Nachdem ich meine Ausrüstung zusammengepackt habe und mein Bike einsatzbereit war, machte ich mich auf den Weg. Die ersten 2-3 km ging es verhältnismäßig flach weiter ins Bärental hinein, durch eine Mischwald, der im Herbst einen besonderen Reiz hat. Der Untergrund ist relativ grobschottrig, aber nicht ungut zu fahren. Irgendwann kommt man auf eine kleine Wiese, durch die der Weg führt. Diese Wiese ist an einem steilen Abhang gelegen. An diesem Abhang entlang schlängelt sich der Weg in Serpentinen hinauf. Zu meiner Überraschung relativ steil. Ein Nachteil im Herbst ist es, wenn man in einem Laubwald fährt, dass man die die Steine unter den Blättern nicht sehen kann, und so war der Aufstieg ein wenig schwierig. Je näher man den Geröllfeldern kommt, desto steiler wird der Weg. Einige Stücke sind asphaltiert, was den Aufstieg ein wenig erleichtert.

Sobald man allerdings die Baumgrenze erreicht hat, ist es nicht mehr weit. Links unten dunkle Tannen und rechts oben saftige Almwiesen, durch die sich das eine oder andere Bächlein schlängelt. Zwischen den Hügeln taucht sie endlich auf – die Klagenfurter Hütte.

*** Abfahrt ***

Nachdem ich mich umgezogen hatte, und die letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Herbstes genossen hatte, die Hütte war leider schon geschlossen (siehe oben), machte ich mich auf den Heimweg. Witzvollerweise gibt’s nur einen Hinauf- und einen Hinunterweg. Die Steilheit der oben beschriebenen Strecke macht es unmöglich mit Volldampf hinunter zufahren, also werden die Bremsen und in der Folge die Arme und Hände stark beansprucht. Das vorhin angesprochene Laub trägt auch eines dazu bei, dass die ganze Geschichte nicht ungefährlich ist. Sobald man aber den Steilhang überwunden hat, geht’s prima dahin bis zum Parkplatz, wo das Auto steht.

*** Fazit ***

Die Schönheit der Landschaft und die tolle Aussicht auf die Berge lassen die Strapazen des Aufstiegs vergessen. Diese Tour ist zwar kurz, ich schätze so um die 10 km, hat es aber in sich. Wenn man Anfang September oder Mitte April oder Anfang Mai fährt, hat man sicher die schönste Zeit erwischt. Vor allem weil es auf der Hütte eine tolle Gulaschsuppe gibt.
Ich empfehle diese Tour nur für geübte Fahrer und vor allem nur mit Helm.
Jeder, der die Strecke zu Fuß bewältigen will, kann von den unzähligen, markierten Abkürzungen profitieren.

Also, auf geht’s! Euer Renne
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Samuelce

Samuelce

21.03.2004 20:29

Toller Bericht! Ich war im Herbst in Sölden mounatinbiken... war auch echt cool :-)

haegar79

haegar79

30.04.2003 00:55

Hi! wieder ich! zwei fragen noch: Was war denn da ca. Fahrzeit? Was hast du denn für ein bike? lg Berni

sindimindi

sindimindi

27.01.2003 18:05

Sollte ich mal in die Gegend kommen - werde ich Deinen Bericht bestimmt ausdrucken... LG Roland

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  2. bezaubernde.jeannie
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