And the Train is coming...
12.09.2001
Pro:
Abwechslungsreiche Strecken, gutes Design, Editor
Kontra:
Fehlendes Handbuch
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 Wockies
Über sich:
Mitglied seit:22.03.2001
Erfahrungsberichte:154
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Wer kennt es nicht? Dauerndes Warten auf Züge, die bei der DB mit Verspätung irgendwann einmal eintrudeln. Jetzt ist die Möglichkeit gegeben, alles selber besser zu machen... Im "Train Simulator" von Microsoft dreht es sich zwar nicht um die Deutsche Bahn, aber trotzdem kann der Spieler hier mit leuchtendem Beispiel vorangehen. Auf drei Kontinenten warten hunderte Streckenkilometer darauf, befahren zu werden. Die Strecken, die durch die USA, Japan und Europa führen, sind sehr liebevoll und detailreich designt worden. Fährt man in Japan z.B. durch große Metropolen, die vor Hochhäusern nur so strotzen, so kann die Route durch den Grand Canyon mit den vielen kleinen Landbahnhöfen zum Träumen anregen. Aber auch alle anderen Strecken (z.B. die Orient-Express-Strecke von Sankt Anton nach Innsbruck) können grafisch vollkommen überzeugen. Eine Fahrt dauert schon einmal ein paar Stunden, auf eine Zeitbeschleunigung wurde glücklicherweise verzichtet. Diese würde ein Fan dieses Genres sowieso nicht einsetzen, will man doch jeden Streckenkilometer genießen. Allerdings ergötzt man sich im "Train Simulator" nicht nur an den wunderschönen Strecken. Für jeden Streckenabschnitt gibt es einen sehr engen Zeitplan, den es einzuhalten gilt. Dies ist nicht gerade leicht, treffen doch sehr viele Faktoren aufeinander. Hält man z.B. einmal nicht optimal an einem Bahnhof, brauchen die Passagiere wesentlich länger, bis alle ein- und ausgestiegen sind. Und schwups - die Verspätung ist da. Aber auch Geschwindigkeitslimits müssen strikt beachtet werden. Rast man zu schnell, wird es sicherlich nicht gut ausgehen. Aber nicht nur Passagiere dürfen befördert werden, die Güterzüge fehlen keineswegs. Hier gilt es dann, Güterwaggons abzuholen und gleichzeitig als Stellwerk zu fungieren. Hat man alles angekoppelt, gilt es, einen strikten Zeitplan einzuhalten, die Fracht auch am Bestimmungsort abzuliefern.
Anfangs sollte man sich mit den Eigenschaften der diversen Lokomotiven vertraut machen. Es bringt nicht viel, unüberlegt zu starten, wenn man nicht einmal die Ahnung davon hat, was nun die Lok- oder die Zugbremse ist. Diverse Lokomotiven stehen zur Auswahl. Von der Diesellok über hochmoderne Elektroloks, bis hin zur altmodischen Dampflokomotive. Steuern sich erstgenannte noch recht simpel, hat man bei den Dampflokomotiven doch sehr viel um die Ohren. Die Luftzufuhr muß stimmen, das Feuer muß korrekt reguliert werden und der Wasserstand muß genau passen. Die Farbe des Rauchs gibt einem hier Auskunft über das, was nicht stimmt. Ist er z.B. grau, ist alles in Ordnung, ist er hingegen z.B. schwarz, ist zuviel Kohle im Kessel usw. Auf Wunsch kann man diese "Nachfüllungen" aber dem Computer überlassen. Ein weiterer Vorzug vom "Train Simulator" ist der mitgelieferte Editor. Mit diesem kann im Prinzip alles geändert werden. Von der "Herstellung" einer neuen Lokomotive bis hin zum Streckendesign ist alles möglich. So sollten nach kurzer Zeit jede Menge neue Strecken, Züge und Objekte im Internet erhältlich sein.
Konnte der "Train Simulator" bisher vollkommen überzeugen, ist die Ausstattung der Packung eine Frechheit. Wenn man bedenkt, daß das gute Stück knapp 149.- DM kostet, sollte man wenigstens erwarten können, daß ein Handbuch der Verpackung beiliegt. Aber Pustekuchen. Eine Schnellstartanleitung und eine Tastaturschablone sind alles, was in Printform beigelegt wurde. Das eigentliche Handbuch, welches ca. 90 Seiten, umfaßt liegt nur auf CD vor und muß ausgedruckt werden. Hier sollte sich der Hersteller doch eine andere Sparpolitik einfallen lassen ! Fazit: Alles in allem kann der "Train Simulator" vollkommen überzeugen. Abwechslungsreiche Aufgaben und liebevolles Streckendesign bieten viel fürs Auge und langen Spielspaß. Durch den Editor sind eigenen Strecken keine Grenzen gesetzt. Nur das fehlende Handbuch trübt den uneingeschränkten Spielspaß doch ein wenig. Auf jeden Fall ist der "Train Simulator" eine angenehme Abwechslung auf dem Spiele- und Simulationsmarkt. (sw)
Systemvoraussetzungen: Pentium II 266 MHz Windows 95/98/2000/ME 64 MB RAM 500 MB freier Festplattenspeicher (Minimalinstallation) 1,8 GB freier Festplattenspeicher (Komplettinstallation) DirectX 7.0a 4fach CD-ROM-Laufwerk 4MB Grafikkarte
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12.09.2001 12:22
Leider sind die Spiele von Microsoft immer so Teuer.Sehr guter Bericht.Weiter so.CU.